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Soooo, jetzt ist Weihnachten auch wieder rum. Pralinchen hat schön mit ihren Liebsten gefeiert und kann, Oma sei Dank, nun sogar selber Spätzle machen. Tja, wer in meiner Familie an Weihnachten was zum Essen will, muss halt auch selber ran, gell!  (Liebe Oma, nein, ich finde nicht, dass mein Schatz mir zum Geburtstag eine Spätzlereibe schenken sollte. Ein Buch, ein Parfum, ein Ferrari, das wären alles tolle Geschenke, aber nein, eine Spätzlereibe definitiv nicht!)

Schön wars, auch wenn so ein besinnlicher Verwandtschaftsmarathon doch ganz schön anstrengend sein kann. Da muss man die ganze Zeit essen und Punsch trinken und essen und Schnaps trinken und essen und Likörchen trinken und essen und und und… zieh ich meine Beine ein, könnt’ ich eine Kugel sein! Ja, so sieht’s inzwischen aus und wenn die Killer- jetzt nicht zur Kullerpraline mutieren will, dann ist ab morgen Schluss mit lustig. Naja, also hmpf… sagen wir ab übermorgen, für morgen ist ein lecker Chili con Carne aufgesetzt und Chips und jede Menge Alkohol eingekauft…. also übermorgen, aber dann ganz sicher. Versprochen. (Reste-Essen ist aber noch erlaubt, ok?) (Und Reste-Trinken!) (Und ein paar Weihnachtsplätzchen sind auch noch da, das fällt noch unter Reste, ok?….)

Eigentlich wollt’ ich Euch aber ja gar nix von meinem temporären bis permanenten Gewichtsproblem erzählen. Schadet aber sicher nix, somit könnt’ Ihr nämlich ab morgen übermorgen alle immer mal wieder nachfragen wie der Stand der Dinge oder die Zahl auf der Waage ist und mich motivieren die Kasteierei durchzuziehen. Und mich nötigenfalls auch gern verarschen, wenn sich nix tut. Wobei, das sag ich Euch dann natürlich nicht und dann müsst Ihr mich erstmal persönlich treffen und das wird nicht passieren, weil ich nämlich schon nimmer durch die Tür passe und somit nicht mehr raus kann und… und… und… ja. Genau. Also, motiviert mich doch bitte einfach.

Eigentlich wollt’ ich Euch ganz was anderes erzählen. Hab nämlich ein wirklich irres Weihnachtsgeschenk bekommen, von meinem Schatz, der nicht nur um mich, sondern auch um meine (Aus-)Bildung besorgt ist und der mir doch tatsächlich einen “ Professor Globus“ unter den Weihnachtsbaum gelegt hat. Kennt Ihr nicht? Ist eine super Sache, ein mehr oder weniger handelsüblicher Globus, der aber mit einem elektronischen Spiel gekoppelt ist. Man muss mit einem angeschlossenen Stift sämtliche Länder, Staaten, Städte, et cetera pp auf der Erde finden und das innerhalb weniger Sekunden.  Da gerätst Du plötzlich in den totalen Super-Stress, nur weil Du (mal wieder…) nicht weißt, wo Dschibuti ist oder die Mongolei (mal wieder…) irgendwo bei Grönland vermutet hast! Ein Heidenspaß,ich schwör! Ach was, Doppel-Schwör! Auf der Verpackung steht „8-12 Jahre“, aber ich glaube damit ist keine Altersempfehlung gemeint, sondern die Zeit, die es braucht, bis man den vermaledeiten Globus aus dem Effeff beherrscht. Sogar meine geografisch äußerst bewanderte bessere Hälfte hat so seine Schwierigkeiten, allerdings ist er im Schnitt immer noch besser dabei als ich, die angehende Speditionskauffrau… naja, bis zur Abschlussprüfung hab ich ja noch ein paar Monate, und wenn mir der Herr Professor jetzt nicht mehr helfen kann, dann weiß ich auch nicht. Dann schul ich nochmal um. Auf Ampelwascherin oder Brezensalzerin…

In diesem Sinne, Dschibuti ist in Afrika. Die Mongolei in Asien. Und da bleiben die beiden hoffentlich auch, bis ich Professor Globus mal besiegt hab…

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches gesundes und für Euch hoffentlich diätfreies neues Jahr. Wenn ich die nächsten Wochen zickig bin, dann wißt Ihr ja warum ;-)

Dicken Knutscher an alle.

Ja ja, ich weiß, Ihr habt lange nix mehr von mir gehört…. Und jaaaaa, ich bin eine treulose Tomatenpraline…. Jaaa, Ihr habt ja alle so Recht. Aber trotz all meinem vorweihnachtlichen Stress (frohlocken, Glühwein saufen, Plätzchen im Ofen verbrennen lassen und dann natürlich jede Nacht zwölf Stunden ausruhen) möchte ich Euch nicht ohne ein paar klug(scheißerisch)e Worte ins neue Jahr entlassen. Jeder noch so unwichtige C-, D-, und F-Promi macht heuer wieder so einen ach so individuellen Jahresrückblick, also warum soll das Pralinchen nicht auch ein paar Weisheiten unters Volk bringen? Also, here we go!

„Ohne Fleiß kein Preis“

Pralinchen drückt seit April wieder die Schulbank. Mit inzwischen 31 und bald 32 Jahren und nach bereits eineinhalb abgeschlossenen Berufsausbildungen kriegt sie nun die Chance, endlich aus dem legalisierten Sklavenhandel alias Zeitarbeit auszusteigen und was „Gscheids“ zu lernen. Pralinchen wird Speditionskauffrau, und ganz ehrlich Leute, ich hab’s mir leichter vorgestellt. Ich dachte mir, so ein bisschen Transportwesen kann ja ned so schwer sein, aber da wusste ich noch nicht, dass ich auch wissen muss wo der sch…verf… Drecks… Rhein-Herne-Nordostsee-Elbe-Seiten-Donau-Kanal is, wie man am günstigsten aus Nigeria importierte Analog-Weißwürste nach Ulan-Bator verschifft und warum zigtausende elektronische Mauterfassungsdingsdinger gebaut werden, die man aber aufgrund des Datenschutzes nie alle in Betrieb nehmen darf („Der BND hat bei geheimen Telefonabhörungen herausgefunden, dass sich 80% der Bundesbürger mehr Privatsphäre wünschen….“). Aber gut, da muss ich jetzt durch. Und solange man Bananen noch nicht per E-Mail verschicken kann, scheint das ja auch eine recht sichere Sache zu sein.

„Probieren geht über Studieren“

…dachte sich mein Herzallerliebster und trat wagemutig den Versuch an, mit der Praline zusammenzuziehen. Jaaa, mein Freund is’ total mutig, cool, oder? ;-) Der ursprünglich vereinbarte „Probemonat“ ist nun längst vorbei, das ist also schon mal kein schlechtes Zeichen… auch wenn die Rückzugsmöglichkeit in seine Wohnung immer mal wieder äußerst attraktiv zu sein scheint (angeblich schnarche ich…. Angeblich so laut wie 10 Stihl-Kettensägen….. ich glaubs ja nicht, ich hab mich nämlich noch nie schnarchen gehört ;-) Aber aufs Schnarchen hab ich keinen Einfluss… ok gut, ich könnte aufhören zu rauchen und vielleicht ein paar Kilos abspecken, aber das gehört dann in die Kategorie „Gute Vorsätze fürs neue Jahr“ und da ist ja noch paar Tage hin… Immerhin bemühe ich mich redlich, immer alle Schubladen zu zumachen (ätzende Angewohnheit die sich im Laufe meiner Singlezeit eingeschlichen hat) und meinen Schatz somit glücklich zu machen. Ich kann meckermäßig immer sehr schlecht kontern, weil er sowohl die Zahnpastatube zumacht wie auch das Klopapier nachfüllt…. Pah , aber warte, irgendeine miese Angewohnheit find’ ich schon noch! ;-)

„Lichtfahrer sind sichtbarer“

Ach ja… über meine alte Schrottschüssel von Auto gibt’s ja mittlerweile auch schon einige Geschichten. Und ich möchte’ Euch damit ja auch nicht langweilen. Aber langsam werde ich paranoid mit dem Ding…. Ich glaube inzwischen ganz ernsthaft, dass die gesamte KFZ-Industrie von der Mafia unterwandert ist. Da bringst vertrauensvoll Dein Auto zu Wintercheck und TÜV, nimmst einschließlich Ölwechsel und Mini-Reparatur ne Rechnung über 200 Flocken mit und zwei Tage später geht Dein Abblendlicht nicht mehr. Aha… ja, komischerweise ist da der Lichtschalter defekt… kost’ 40 Euro, macht ja nix, passiert schon mal. Wieder kriegst ne Rechnung, wieder wartest zwei Tage, plötzlich setzt der linke Blinker aus. Defekte Glühlampe, ja mei, ist halt ein altes Auto, gell…. Macht nix, weiterfahren, zwei Tage warten und schwuppdiwupp, der rechte Scheinwerfer fällt aus….. jaja, altes Auto, ich weiß… vielleicht ist es ja bei meiner Werkstatt nicht die Mafia, sondern die Illuminaten, so viele Lichtdefekte wie ich hier serviert krieg…. Wer auch immer dahintersteckt, die Sache hat System glaub’ ich. Werd’ nachher mal googeln ob es eine Selbsthilfegruppe für „verfolgungswahngeschädigte Werkstattkunden“ gibt….

Es war natürlich noch sehr viel mehr los im vergangenen Jahr, aber erfahrungsgemäß lässt beim Leser nach sieben Minuten die Aufmerksamkeit nach…. Da halt ich es lieber mit einem Spruch der genialen Monika Gruber: „Privat red’ i ja ned so viel!“ ;-)

In diesem Sinne,

ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und (falls wir uns nicht mehr hören, sehen, lesen) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt’s brav, g’sund und macht’s nix, was ich ned auch machen würde! Dicken Knutscher an alle!

P.S.: Lieber Sir U-Lot, besoffen Auto fahren ist überhaupt nicht cool.

P.P.S.: Lieber Locke, hör auf dauernd „ficken“ zusagen. „Scheiße“ oder so was tut’s auch.

P.P.P.S.: Lieber Mr. Hut-Gesicht! Gute Entscheidung, sieht echt klasse aus!

P.P.P.P.S.: Und jetzt noch ein Liedchen um „Schlaflos in Kumhausen“ ein wenig aufzumuntern… Ich liebe Dich.

Man sollt’ ja meinen, sooo, jetzt hat se ja wieder ‘nen festen Freund die Praline, da geht der Bedarf an Batterien und  elektrischem Gerät sicher wieder zurück.

Aber nee, nix is, je länger mein Schatz und ich zusammen sind, desto mehr brizzelts in der Leitung. Gut, ich geb’ ja zu, meine Vorliebe für Dinge, die mit Strom funktionieren, ist schon enorm. Nicht umsonst besitze ich einen Wasserkocher in Form einer Kuh, der nach jedem Kochen leidenschaftlich muht. Oder einen Micky-Maus-Toaster, der nicht nur tolle Maus-Ohren auf die Toasts brennt, sondern auch noch beim Auswerfen der selbigen den Disney-Marsch pfeift.

Naja, zusammen mit dem sonst so hauhaltsüblichen Kram, als da wären Kühlschrank, Ofen, Kaffeemaschine, Waschmaschine, Trockner, Mikrowelle, mein heißgeliebter Pürierstab, Wasserkocher im Bad (für die Lockenwickler, logisch, oder? ;-) ), Fön, Computer, Laptop, Laptop-Boxen, Stereoanlage, Hometrainer, 4 Deckenlampen, 6 Stehlampen, Rasierapparat,  Bügeleisen, Mixer, Staubsauger, Handy1 und Handy 2, Wii-Konsole, Fernseher, DVD-Player 1 und 2, Aktenvernichter, Dunstabzugshaube, Lichterkette im Bad, Laminiergerät, Drucker, Digi-Cam 1 und 2, Akkubesen und zwei mp3-Playern, verfüge ich also über sage und schreibe 46 Elektrogeräte. Und da sind die „Kleingeräte“ im Schlafzimmer noch nicht mal mitgezählt. Und auch nicht der ganze Handwerkskram im Keller.

Aber weil mir das ja noch nicht reicht, hab ich mir gestern  Gerät Nummer 47 angeschafft. Einen Handstaubsauger. Braucht’ ich unbedingt, Ihr habt ja keine Ahnung wie lästig Frühstückskrümel sein können. Also bin ich bei meinem Freund Thomas Phillips vorbeigefahren, hab ihm 13 Euro in die Hand gedrückt und er mir dafür einen sagenhaft stylischen Handstaubsauger. Tja, das war also gestern. Gegen halb vier. Seitdem hängt das blöde Ding an der Steckdose und lädt und lädt und lädt und lädt…. In der Bedienungsanleitung (die ich als brave Hausfrau natürlich aufmerksamst gelesen habe) steht drin, der Akku ist voll, sobald das rote Lämpchen, die sogenannte „Ladekontrollleuchte“ erlischt. Sie brennt jetzt seit dreiundzwanzigeinhalb Stunden.

Nun, nachdem mir das ziemlich suspekt vorkommt, hab ich eben mal bißchen gegoogelt, was denn so die übliche Ladezeit eines Handstaubsaugers ist. Die Standardantwort in diversen Foren ist immer: „Für eine Nutzdauer von ca. 10- 15 Minuten beträgt die Ladezeit etwa 16 Stunden.“ Ja nee, is klar. Gleich fahr ich los und hau dem dämlichen Thomas Phillips seinen Scheiß-Drecks-Akkusauger um seine Sonderposten-Ohren! 16 Stunden! Ist das ja schon übel, aber dreiundzwanzigeinhalb Stunden? Und das beknackte Licht brennt immer noch? Hallo-o? Geht’s noch? Ein anderer Staubsauger-Kunde, den ich in einem der Foren aufgegabelt hatte, hatte seine Errungenschaft nach 48 Stunden Ladezeit weggeworfen. Mal sehen, das wäre die Alternative. Aber erstmal bin ich noch geduldig und schreibe mal vorsichtshalber eine Bewerbung an E.ON, ob ich gegebenenfalls wieder bei denen arbeiten könnte, weil wenn das so weitergeht, dann komm ich entweder irgendwann qualvollst durch Kabelbrand um oder aber es erschlägt mich meine Stromnachzahlung. Wir werden sehen.

Bis dahin warte ich brav und lass’ es hier in der Wohnung weiter brizzeln. Und für Euch gibt’s jetzt auch noch bißchen Strom. Aber auf die Ohren.

In diesem Sinne,

möge die Ladekontrollleuchte mit Euch sein!

Blankes Entsetzen, als ich eben folgende Nachricht meiner lieben Freundin Romy las:

„Heute am 14.10.2009 um 8.49 bei Antenne Bayern hörte ich viel zu früh:

„Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away….“

Ich seh scho, irgendwann spielen die des bescheuerte Lied schon im Sommer

Vor genau einer Woche hatte es noch 27 Grad und bin im Biergarten gesessen…. Also ab in den Winterschlaf, wer macht mit?? Aufwecken erlaubt ab 01.03.2010 „

wham

Gott sei Dank bin ich davon noch verschont geblieben. Aber um 8:49 Uhr konnte ich auch keine Musik hören, ich war nämlich ganz brav in der Schule (im Kindergarten triffts eher, aber das ist eine andere Geschichte :-( )

Hab aber weihnachtsboykottsmäßig schon abgeloost und heute die ersten Domino-Steine vernascht. Tja, ist halt so, im Kindergarten sind die Kinder mit den Süßigkeiten immer schon die beliebtesten gewesen. Da kann ich mit meinen geschnippelten Möhren (in Bayern übrigens: „Geibe Ruam“!) nicht punkten. (Die hab’ ich übrigens auch brav wieder mit heim gebracht. Gut, dass meine Mama keine „Hast-Dein-Pausebrot-aufgegessen-Kontrolle“ mehr machen kann. Sie würde mich töten.

Nachdem ich aber dann am Nachmittag bereits im Schneegestöber nach Hause gefahren bin, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis George „The Scheißhaufen“ Michael auch mir wieder die Ohren vollsäuselt. Und das Gesabbel brennt sich einem ja ins Trommelfell, da is’ jeder Tinnitus eine Wohltat dagegen. Ich versteh’ gar nicht warum die immer noch dem Bin Laden nachjagen. Die sollten lieber mal bei Antenne Bayern Terror-Leiki abholen oder wer immer diesen Anschlag auf die Ohren der lieben Romy verübt hat.

Dabei hab ich mich gestern noch gefreut, als die bei Antenne ihren „80er-Tag“ hatten und ich nach vielen vielen Jahren mal wieder das Colt-Seavers-Lied gehört hab… hach, war das schön! Aber nee, jetzt ausg’schissen. Wer im Oktober schon „Last Christmas“ spielt, der frisst auch kleine Kinder.

In diesem Sinne, gute Nacht, ich geh mit Romy schlafen. Weckt uns bitteschön am 01. März auf. Ich hätt’ dann gern nen Café Latte und zwei weichgekochte Eier, falls sich das jemand merken kann. Danke.

P.S.: Für alle Nostalgiker noch ein Betthupferl:

Pralinchen geht wählen

Hallo meine Lieben. Bald ist es ja soweit, Deutschland wählt wieder. Und deshalb erzähl ich Euch heute nix von dem sagenhaft lustigen Grillfest vergangenen Samstag *ätschibätschi*, sondern nutze hiermit die Gelegenheit und erinner’ Euch alle dran, Eure erste Bürgerpflicht wahrzunehmen (und ähhh nein, Flo, Deine erste Bürgerpflicht ist nicht „saufen“…..) und am HSP 27. September wählen zu gehen.

Tja, stellt sich jetzt halt nur die Frage: Was oder wen soll ich denn wählen? Als eingefleischte Bayerin darf ich ja eigentlich gar nicht laut sagen, dass ich mein Kreuzerl nicht immer automatisch und nahezu blind bei den christlich-sozialen Kollegen mach, sondern durchaus auch mal meinen Blick über den konservativen Tellerrand hinaus wandern lasse ( nein, ich schreibe bewusst nicht „nach links und rechts wandern“, weil dann kommen wieder die Wortklauberprofis und ziehen mir eins über die Rübe! Extreme, ob links oder rechts, liegen mir nicht. Extrem viel Sex, ok, extrem viel Käse auf der Pizza, auch gut, aber extreme Denke lehne ich ab… wobei, Denke, Denke, Denke.. ich denke, es ist schade dass grad keine Pizza im Haus ist….)

Nein, ernsthaft jetzt: wenn man so eine politische Voll-Null ist wie ich, dann ist es gar nicht so einfach, sein Kreuz an die richtige Stelle zu setzen. Ich mein, klar hab ich zu vielen aktuellen Themen eine Meinung zu vertreten, aber eben nicht zu allen wahlpolitischen Kernfragen kann ich mich auch äußern. Ganz ehrlich, mal so unter uns, ich hab nicht den blassesten Schimmer, was da unten in Afghanistan eigentlich los ist. Und was soll ich schon groß zur Bankenkrise sagen? Klar, wär schon cool, wenn Frau Merkel mir meinen Dispokredit ablöst, aber ich bin ja auch keine Bank. Im Gegenteil, ich bin die, die der Bank mehr als 16 Prozent Überziehungszins zahlt, während selbige kaum mehr 1 Prozent hinblättern muss…. Oder Thema Kündigungsschutz: krieg’ ich eher einen coolen Job, wenn der Kündigungsschutz gelockert wird? Dann jaaa, weg damit! Aber was, wenn ich dann ein paar Jahre gute Arbeit gemacht hab, dann haut irgendsoein überbezahlter Pseudomanager meine und etliche andere hundert Stellen auf den Müll, und das nur weil ich unverheiratet und kinderlos bin? (Ääähh, Scha-atz? Wollen wir mal bei Gelegenheit reden? ;-) ) Mindestlohn, ja das ist Thema, immerhin hab ich bereits für 5,50 Euro die Stunde im Trottelmarkt Duftkerzen sortiert, das geht auf Dauer ja mal gaaar nicht! Oder Tempolimit, ja was sag ich dazu? Never ever? Oder scheißegal, weilst sowieso nirgends mehr brettern kannst und selbst wenn, den Sprit dafür niemand mehr bezahlen kann? Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU? Boah, keine Ahnung. Mein Lieblingstürke ist schon da und das ist gut so, dabei fällt mir ein, woll’ ma am Samstag weggehen? ;-) Fragen über Fragen und die totale Planlosigkeit beim Pralinchen.

Zum Glück dacht’ ich mir, gibts ja den Wahl-o-Maten. Einfach locker-flockig ein paar Fragen beantworten und dann sagt Dir der Kasten was Du wählen sollst. Das ist so einfach, das kapiert sogar die politische Voll-Null. Und Fragen über Afghanistan und so’n Scheiß kann man getrost auch überspringen, bzw. neutral bewerten, sprich, Nix-Kapierer kriegen trotzdem ein Ergebnis. Kann ich Euch also nur ans Herz legen, den Wahl-o-Maten. Schaut lieber alle mal vorsichtshalber rein, denn, Achtung! Geheimnis! Das was auf den lustigen bunten Plakaten steht, die eifrige 1-Euro-Jobber momentan in Eurer Stadt aufstellen, das ist alles gar nicht wahr. Ich sag nur: „Reichtum für alle!“ Ja nee, Gregor, is’ klar…*gähn*

In diesem Sinne, rafft Euch auf und übt schon mal das Kreuzerl machen. Und wenn Ihr brav seid, dann gibts vielleicht doch noch eine Geschichte über das sagenhaft lustige Grillfest ;-)

Eure Wahlpraline

Der Fremdgänger

Boah, könnt’ ich mich schon wieder auuuuuuufregen!

Also eigentlich wollt’ ich heute ja einen offenen Brief an die Außerirdischen schreiben, immerhin hab ich Todes-Panik, dass der arme kleine Kerl, den sie da in Mexiko gefangen haben, irgendwo noch viel außerirdischere Eltern hat, die jetzt mit einer Armada von hyperintelligenten extraterrestrischen Lebensformen die Erde angreifen, um den Tod des kleinen Ausreißers zu sühnen. Ich muss das aber leider vertagen, weil mir eben in den RTL-Mittagsnachrichten noch was viel Schlimmeres untergekommen ist als dämliche Riesenratten und besoffene mexikanische Bauern:

Der FREMDGÄNGER. Habt Ihr schon gehört vom Fremdgänger? Also ich hätt’ mich ja eben wegschmeißen können, wobei ich nicht so genau weiß, ob vor Lachen über den dämlichen Trottel oder aus Scham über eine meine Geschlechtsgenossinnen…. aber bitte, hier erst mal die Fakten:

Da ist also dieser Typ, irgendwo in Virginia, und bescheißt seine Alte. Und der Tussi fällt darauf nichts Blöderes ein, als zu sagen, naja, macht ja nix, jetzt stellst Dich mal nen Tag lang an die Kreuzung und bereust, und dann is’ alles wieder gut, Schatz. Der Typ, er heißt übrigens William, denkt sich, cool, wenns weiter nix is’, mach ich das eben, dann gibt die Olle Ruhe und ich kann schon morgen die Nächste knallen… tja, nun steht er da, der Willi!

Aber mal ehrlich, diesem dummen Weib gehören doch die Augen ausgekratzt, oder? Ich mein hallooo? Der Typ hat Dich beschissen, Süße! Fremdgevögeltpiiiiept! Mir würden da ganz andere Sachen einfallen als den einfach mal ein paar Stunden an ‘ne Straßenecke zu stellen und ihm womöglich das Schild dazu noch selber basteln, ja gehts noch oder was? Was denkst Du Dir, liebe Betrogene, das spricht sich rum und wird in kürzester Zeit zum Freifahrtschein für alle Typen, Du glaubst doch nicht im Ernst, dass diese „Bestrafung“ auch nur irgendwas bringt? Im Gegenteil, die Jungs finden das wahrscheinlich noch super und verabreden sich bald zu „Ich-bin-fremdgegangen-und-muss-nun-mit-einem-doofen-Schild-an-der-Straße-stehen-Partys“, wo es dann neben reichlich Bier und Pizza wahrscheinlich auch noch jede Menge blonde Boxenluder gibt! Männer sind vielleicht doof, aber so doof nun auch nicht. Ich mein, überleg’ mal, kennst Du EINEN Mann, der sich nicht lieber acht Stunden an ne Hauptverkehrsstraße stellt als mit Dir zu IKEA zu fahren oder dabeizusein, wenn Du Deine siebenunddreißig besten Freundinnen zum Kaffeeklatsch einlädst? Künftig entkommen alle unsere Jungs diesen uns für unsere Beziehungen so wichtigen Aktionen, indem sie einfach nur sagen: „Schatz, sorry, ich hab gestern ne andere gepoppt, ich stell mich eben mal runter an den Kreisverkehr, bis heute Abend bin ich wieder da, was gibt’s zu essen?“

Nee, nee, nee. Also so nicht. Ein bißchen Stolz hat Frau doch schon noch. Du kannst ihm die Koffer packen, Du kannst mit seiner Zahnbürste das Klo putzen, von mir aus ruf bei seinem Chef an und meld ihn krank wegen Hämorrhoiden, aber bitte bitte lass’ ih nicht mit so ‘nem Kinderkram davon kommen. Ich schäme mich für Dich, Süße, ehrlich.

Am liebsten würd’ ich auf den Schock jetzt nen Tequila trinken, aber ich weiß nicht ob das so gut ist, die Mexikaner jetzt zu unterstützen, wo doch die Aliens bald einfallen…. ich glaub ich trink doch lieber nen ehrlichen bayrischen Blutwurz.

In diesem Sinne, Mädels, wenn Ihr heute an irgendeiner Straßenecke nen Typen stehen seht: Tretet ihm in die Eier, er hat’s verdient (und keine Angst, dass Ihr nen Unschuldigen trefft, es sind Ferien und die Schülerlotsen haben alle frei!)

Treue Grüße,

Eure Praline

Betriebsurlaub

Ach ja meine Lieben, da bin ich wieder. Lang genug hat’s gedauert, gä? Aber entschuldigenderweise kann ich Euch sagen, mit über 30 wieder zur Schule zu gehen, das ist echt ends-stressig. Vor allem dann, wenn man diese inzwischen dritte (und vermutlich letzte…?) Ausbildung endlich ernst nimmt und auch nebenbei bisserl was dafür tut ( ach ja, lieber Omar: ich hab ne Ei-eins! Ätschbätsch und Du ni-icht! *frotzel*)

Nichts desto Trotz, jetzt hat die Streberpraline endlich Ferien. Naja, „Ferien“ ist etwas übertrieben, denn der klassische Schüler hat ja bekannterweise 6  Wochen Sommerferien.  Ich hab nur zwei. An sich nicht so schlimm, würde mich mein bester Kumpel, seines Zeichens Mathelehrer mit mehr als 12 (in Worten: ZWÖ-ÖLF!!!) Wochen Ferien im Jahr nicht ständig daran erinnern: „Ach so, ja stimmt, Du hast ja nur die zwei Wochen, Mensch, das is echt schade….!“ Danke Flo, Freunde wie Du sind Gold wert. Ich hab Dich auch lieb.

Jedenfalls hatte ich mir für meine zwei freien Wochen jede Menge vorgenommen. Der grobe Plan sah vor, dass ich mich in der ersten Woche um meine in letzter Zeit äußerst stiefmütterlich behandelte Wohnung kümmere, und die zweite Woche dann DSC_2627relaxenderweise mit vielen schönen, entspannenden Dingen verbringe.

Wie Ihr Euch denken könnt, hab ich schon in Woche 1 total versagt. Mir fällt nämlich tatsächlich nix Blöderes ein, als genau zu Beginn meiner sehnlichst erwarteten Ferien erstmal eine saubere Mandelentzündung zu kriegen. Nun lag ich also erstmal drei Tage mit Fieber und Halsschmerzen im Bett und hab mir das schöne Wetter von drinnen aus angeschaut. Auch schön, und manch einer könnt’ ja jetzt sagen, naja, immerhin, im Bett rumliegen ist ja irgendwie auch Urlaub. Ja, schon, aber leider nicht, wenn genau jetzt diesem Volltrottel von Gegenüber-Nachbar einfällt, endlich sein Haus weiter zu sanieren und er nun, nachdem die Baustelle ein gutes halbes Jahr stillstand, anfängt, mit Presslufthämmern und andrem Gerät die alten Garagen wegzureißen. Suuuuper Geräuschkulisse, vor allem wenn man krank ist. Ich meine, rein lärmtechnisch liegt meine Wohnung ja eh beschissen. Direkt an der Bundesstraße, wo ab vier Uhr morgens die LKW vorbeidonnern, und direkt hinter einer Eisenbahnbrücke, die (bevorzugt nachts) schwere Güterzüge von A nach B bringt. Echt geil, ich schwör.Nun, als angehende Speditionskauffrau kann ich aber ja schlecht über meine künftigen Brötchengeber schimpfen, also zähle ich mittlerweile in schlaflosen Nächten keine Schäfchen mehr, sondern Lastwagen und Züge, und, kein Scheiß, irgendwann geh ich dann zu „Wetten, daß?“ und erkenne neun von zehn Fahrzeugen allein am Geräusch, vorausgesetzt, good old Tommy stellt mir mein Schlafzimmer ins Studio und kann so die allnächtliche Geräuschsituation simulieren.

Ich schweife mal wieder ab, aber das kennt Ihr ja. Auf jeden Fall nervt der Beton hämmernde Nachbar und mein Zeitplan ist aufgrund meiner Mandelentzündung auch im A… äh, Eimer. Ich hab zwar angefangen, bißchen meine Bude sauber zu machen, aber Ihr kennt das ja sicher, wenn man krank ist, ist man auf einmal unheimlich schwach und kann sich kaum auf den Beinen halten und so…. stimmts?

Was man auch krank gut kann, ist den Resturlaub planen. Zum einen wollte ich mein Auto (jaa, die kleine schwarze Nervensäge existiert immer noch!) in die Werkstatt bringen. Seit Monaten geht das ABS nicht mehr, seit Wochen klappert irgendwas ganz furchterregend vom Bodenblech weg, und letzten Samstag hat sich dann mit einem lauten „kazonnnk“ mein linkes Fenster verabschiedet. Aller guten Dinge sind drei, da lohnt es sich doch, mal wieder den KFZ-Meister meines Vertrauens aufzusuchen.

Dann wollte ich noch ein bißchen wellnessen und endlich mal die mysteriöse, aber mir letztes Wochenende wärmstens empfohlene „Salzgrotte“ testen. Und zu Guter Letzt hab ich ja immer noch einen kleinen aber feinen Gutschein von einem Landshuter Wellnesstempel, wo ich nebenP1010004 Whirpool und Hawaii-Massage auch noch den Whirpool und eine Hawaii-Massage nutzen kann. Klingt doch super für Urlaub daheim, oder?

Auf jeden Fall häng ich mich also ans Telefon, Termine, Termine, Termine, ich brauche mehr Details! Anruf Nr. 1 bei der Werkstatt: „Wir sind leider von bis im Betriebsurlaub.“ Na prima. Dann halt eben nicht. Klappert die blöde Kiste halt weiter, und solang es nicht regnet, ist das mit der Scheibe auch nicht so tragisch. Anruf Nr. 2 in der Salzgrotte: „Wir haben Urlaub und können leider von bis nicht für Sie da sein!“ Ja wie jetz? Ich hab auch URLAUB! Genau aus dem Grund wollt’ ich ja bei Euch rein schauen, halloooo? Anruf Nr. 3 im Wellnesstempel: „Äh, nein, nächste Woche können Sie leider nicht kommen, da haben wir zu.“ Sagt mal Leute, Ihr verarscht mich doch alle, oder? Morgen steh ich wahrscheinlich vorm LIDL und finde ein Schild mit der Aufschrift:“Liebe Kunden, wir haben Sommerulaub. Bis einschließlich September können Sie hier leider nicht mehr einkaufen!“ Wundern würd’s mich nicht…

Tja, somit ist nun also meine erste Urlaubswoche fast rum, und außer, dass ich mal wieder das Klo geputzt hab, ist nicht viel passiert. Immerhin, ich fühle mich inzwischen schon wieder etwas gesünder als noch Anfang der Woche. Insofern bestehen ja noch gute Chancen, wenigstens nächste Woche ein bißchen was vom Sommer mitzunehmen, sofern der nicht auch in Urlaub geht. Wer braucht schon Wellnesstempel, im Grunde hab ich den gleichen oder sogar noch einen besseren Entspannungseffekt, wenn ich mir einfach mal wieder ein paar Schuhe kaufe. Oder Bücher. Oder Parfum. Oder alles zusammen. Das nicht vorhandene Urlaubsgeld muss ja schließlich irgendwohin.

In diesem Sinne,

schöne Ferien!

Eure Urlaubspraline

PS an Omar: Ich hab ne Ei-eins! Ich hab ne Ei-eins, ich hab ne…..!

Provinzdisco

Boah Leute, am Samstag war ich zickig. Richtig zickig. Jaaa, auch das gibts. Man sagt mir ja immer die Ruhe selbst nach, aber Samstag Nacht hab selbst ich in bester Dreijährigen-Manier mit dem Fuß aufgestampft und geschrien: „I mog aba neeeeed!“

Geholfen hat’s nix, ich musste mich letzten Endes dann Papa Spaß, Dr. Specht und der Megaperle geschlagen geben und bin mit selbigen in der legendären Landshuter Diskothek fass„Diederennamehiernichtgenanntwerdendarf“ aufgelaufen.

Als Landshuter kennt man die Lokalität ja, allen anderen möchte ich hier nun einen kleinen Einblick in den wahnsinnigsten aller wahnsinnigen Provinz-Amüsierschuppen geben:

„Diederennamehiernichtgenanntwerdendarf“ existiert schon eine Ewigkeit, man munkelt, dass schon Herzog Georg seine Jadwiga dort abgeschleppt hat, bevor er dann 1475 ganz standesgemäß die Landshuter Hochzeit ausrichtete….. Heute sehen Diskotheken in der Regel anders aus, und das aus gutem Grund. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, und da hilft es auch nicht, dass man erstmal ganz wichtigtuerisch an der Tür klingeln muss, bevor irgendsoein Hiwi von Türsteher einem Einlass gewährt. Immerhin, „Du kummst hier ned rein!“ gibts da nicht.

Kaum eingetreten, erschlägt Dich rechter Hand eine prähistorische Tanzfläche, auf der volltrunkene Mittfünfzigerinnen ihre cellulitebehafteten Hüften schwingen und dabei höllisch aufpassen müssen, dass nicht versehentlich die ein oder andere Krampfader platzt. An der Bar hingegen Männerüberschuss, allerdings ein äußerst zweifelhafter. Auf der einen Seite goldkettchenbehängte, billige Polyesteranzüge tragende Typen, die Haare mit Pomade zurückgekämmt (meiner Meinung nach übrigens ein untrügliches Zeichen für Koksnasen. Das ist die Kokser-Code-Frisur, wetten?) und stets ein Auge auf die Tanzmäuse, wer weiß, wer weiß, vielleicht ist da ja das ein oder andere Pferdchen dabei, das man für ein paar Euros noch einige Jahre laufen lassen könnte. Die andere Seite der Bar wird belagert von diversen älteren Herren, allesamt minderbemittelt, ungewaschen und schlecht gekleidet, dafür halt scheiße fucking reich, jeder ein geschätzt 15jähriges Thai-Mädchen auf dem Schoß. Widerlich, wie diese alten Säcke vor ihren Kataloggespielinnen einen auf dicke Hose machen, da fällt mir echt nix mehr ein.

Wo Du hinschaust, das blanke Elend in Reinkultur, und Du dankst Gott, dass Du doch noch nicht gaaaaaanz so alt bist, normale Menschen um Dich rum hast und diesen Laden nur betrittst, um ein bißchen Freak Show zu gucken. Aber ganz ehrlich, da guck ich künftig dann doch lieber RTL2 und verdränge, dass es solche Gestalten im wahren Leben tatsächlich gibt.

Und sollte ich in 20 Jahren wider Erwarten tatsächlich einmal so einsam und verzweifelt sein, dass selbst „Bauer sucht Frau“ mich ablehnt, dann weiß ich ja wo ich hingehen kann. Dann pack ich meine Orangenhaut, die Hängetitten und sämtliche Krampfadern auch in ein neonfarbenes Minikleid, kauf mir hässliche Schuhe dazu und schwebe mit den anderen Gremlins zu den Klängen von Andrea Berg über die Tanzfläche.

In diesem Sinne,

fröhliches Altern!

Eure Diskopraline

Ach ja, Andrea Berg will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Also, schnell sieben Schnaps gezogen, Ohren zu und PLAY!

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Das ist das Ergebnis wenn Pralinchen, die ja bekanntermaßen eine Frau und somit dem Shoppingwahn erlegen ist, eine Messe besucht. In diesem Fall die Transport Logistic in München.

Man beachte den schicken MP-3-Player mit den Original-Unterschriften von Toto & Harry. Quasi ein Promi-Souvenir, leider war Robbie Williams kurzzeitig verhindert, jetzt musste ich mit zwei leicht grenzwertigen Fernsehpolizisten Vorlieb nehmen *grummel*, aber egal, immerhin waren die zwei noch nicht im Dschungelcamp, also ist das Autogramm immer noch super und ich muss mich nicht dafür schämen.

Schön ist auch die Gummikeule, keine Ahnung wen ich damit verprügeln könnte (äh…. Scha-atz???), aber es schadet ja nie, sowas zu besitzen. DHL war übrigens super spendabel und hat gleich mal sauber eine komplette Packset-Box gefüllt mit Radio, USB-Maus und einer Brotzeitdose rausgehauen. Ok, das Radio funktioniert nicht, die USB-Maus brauch ich nicht und die Brotzeitdose ist mir viel zu peinlich als dass ich sie je benutzen würde, aber immerhin, die Schachtel ist super, jetzt wo ich mich endlich durchgerungen habe, meine Uralt-Lederjacke bei ebay zu verticken. Danke, DHL!

Hach, ich liebe Werbegeschenke. Man wird auf so einer Messe richtiggehend gierig, wenns darum geht, unnötigen Kram abzustauben. Weil wirklich brauchen tu ich davon nix. Aber es ist ein schönes Gefühl, Dinge geschenkt zu bekommen. Und wenns nur der vierhundertneununddreißigste Kugelschreiber ist.

In diesem Sinne,

fröhliches Horten. Vielleicht sehen wir uns ja auf der nächsten Messe. Ich bin wie immer die, die an jedem Stand um ein Goody Bag bettelt…

Sammelnde Grüße

Euer Tütenpralinchen

In Ewigkeit. Amen.

Kommenden Sonntag muss Pralinchen in die Kirche. Der Neffe meines Liebsten wird kommu…?…. kommuni…?…kommanu…?.. naja, er feiert eben Erstkommunion.

Und ganz abgesehen davon, dass ich irgendwie immer noch unsicher bin ob ein Eimer Schaumzucker-Mäuse in Verbindung mit einer kleinen Finanzspritze ein angemessenes Geschenk für einen Neunjährigen ist, bin ich auch in absoluter Panik, was diese Kirchen-Sache angeht.

Vorab muss ich vielleicht sagen, dass ich vor etlichen Jahren aus der Kirche ausgetreten bin. Zwar war ich evangelisch getauft und kam somit nie mit erzkonservativen Dorfpfarrern alias katholischen Religionslehrern in Berührung (unsere damalige evangelische Religionslehrerin hätte gut und gerne auch fürs Dr.-Sommer-Team arbeiten können oder zusammen mit Verona Feldpooth eine abendliche Erotik-Talkrunde im TV moderieren, aber egal, so kamen wir immerhin ganz zeitig an sämtliche Informationen bzgl. Bienchen und Blümchen und soweit ich weiß war aufgrunddessen auch bis zur Zehnten keine von uns Mädels schwanger. Also keine von uns evangelischen Mädels ;-) )

Mein Kirchenaustritt hat (neben der praktischen Sache mit der Kirchensteuer) eher damit zu tun, dass ich mit Kirche an sich nicht viel anfangen kann. Ob ich gläubig bin oder nicht, spielt dabei keine allzugroße Rolle, aber, ganz ehrlich, ich könnte die Frage gar nicht wirklich beantworten.  Quasi Agnostikerin. Ich schließe einen Gott nicht generell aus, aber die Evolution erscheint mir zu plausibel als dass ich mich nur auf die Geschichte von Adam, Eva und dem blöden Apfelbaum verlassen würde. Ganz abgesehen davon widerstrebt mir diese Unterwürfigkeit, die mir im Gottesdienst begegnet.

Klar bin ich voller Sünde! Hallooooo! ICH bin’s! Aber muss ich deshalb jede Woche einem echo-poperei senilen Kuttenträger alle meine Fehler beichten, danach acht Millionen „Ave Maria“ beten und am nächsten Tag dann in der Zeitung lesen, dass mein gütiger Beichtvater gerade zugegeben hat, in den letzten 20 Jahren sämtlichen Ministranten seiner Pfarrei ein bißchen zuuuu nahe gekommen zu sein? Diese Verlogenheit passt einfach nicht in meine Denke. Genauso wie alle Oberen dieser seltsamen Institution, die  guten Gewissens zuschauen können wie Millionen Menschen an Aids verrecken, schließlich sind Kondome ja Teufelswerk….

Aber ich schweife ab. Mein eigentliches Problem (ganz abgesehen von meiner generellen Unentschiedenheit zwischen Darwin und dem Big Boss) liegt eher darin, dass ich eben am Sonntag einer katholischen Messe „beiwohnen“ muss.  Und da gehts jetzt los. Darf ich als nicht zahlendes Nicht-Mitglied da überhaupt rein? Oder steht da die Church-Security so á la „Du kummst hier ned rein“? Darf man in einer katholischen Kirche einen Rock ohne Strümpfe drunter tragen oder bekommt man dann schon Emporen-Verbot? Und wie ist das überhaupt mit der Maria und den Weibern und den Leibern? Das „Vater unser“ krieg ich vielleicht noch hin, aber dann beißt’s schon aus…. und dann diese ewige Aufsteherei und Wiederhinknieerei und dann auch noch Singen! Ich kann ja schlecht zum Pfarrer sagen: „Äh hallo Chef, unter drei Bier sing i fei nie!“

Fragen über Fragen, die mich schon heute, Mittwoch, beschäftigen. Will mich (und meinen Liebsten) da ja am Sonntag nicht blamieren. Immerhin sind die Quasi-Schwiegereltern ja auch da und was denken die wohl über ihre Schwiegertochter wenn sie anfängt mit „Ich glaube an den FC Bayern….“ und nach „Wir singen nun gemeinsam den Psalm 16″ lautstark den „Holzmichl“ anstimmt. Geht ja mal gaaaaar ned.

Also, klärt mich auf, liebe Freunde. Ich brauch mal eben schnell den ultimativen Kirchen-Knigge. Amen.

P.S.: Versteht mich nicht falsch. Bevor jetzt alle hier anfangen Steine zu werfen, mach ich’s wie die TAZ. Der arme Klinsi hat ja auch ned Recht gekriegt: „Es liegt eine satirische Meinungsäußerung vor, deren Kernaussage sich nicht auf religiösem Gebiet bewegt, sondern den beruflichen Erfolg des Antragstellers als Fußballtrainer Hobbyschreiberine behandelt“ ;-)

kommunidingsliche Grüße

Eure Kommunionspraline

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