Pralinen am Rande des Nervenzusammenbruchs


Kennts Ihr des? Man wacht morgens auf und weiß, dieser Tag ist schon gelaufen.

Man hat fantastische zehn Stunden wachgelegen, sich von einer Seite auf die andere gedreht, das Rollo runtergemacht, das Rollo wieder hoch gemacht, ist pieseln gegangen, hat ne Zigarette geraucht, man hat sich ne Milch warm gemacht und Honig reingerührt, hat sich wieder hingelegt, hat angefangen erst die Sterne zu zählen und dann die Autos die unten vorbeifahren, man ist wieder aufgestanden, hat die Glotze eingeschaltet, erschrocken festgestellt dass man schon zehn Minuten Richterin Salesch guckt ohne es zu merken, noch eine Zigarette geraucht, auf die Uhr geschaut, war nahe am heulen weil die Stunden die man noch schlafen könnte immer weniger werden, man hat sich wieder hingelegt, dann festgestellt dass man schon wieder aufs Klo muss, gegangen, die Zeitung vom Klo mit ins Bett genommen, sie von Seite eins bis ultimo durchgelesen (inkl. Leserbriefe und Impressum), wieder auf die Uhr geschaut, Scheiße, schon halb fünf! Licht aus, wieder rumgedreht, wieder angefangen Autos zu zählen, aufgestanden, Rollo wieder runtergemacht, wieder hingelegt, drüber nachgedacht ob man am nächsten Tag was erledigen muss, Memo an Praline „Du musst Wasser kaufen fahren“, auf die andere Seite gedreht, drüber nachgedacht wie schön es jetzt an einem weißen Sandstrand in der Karibik wäre und dann ist man endlcih endlich eingeschlafen, ungefähr zwei Minuten bevor der Wecker einen mit einem Gebimmel weckt, das nach fiesem Auslachen klingt. Snooze-Taste, ich schenk mir noch zehn magische Minuten. Wieder Gebimmel. Nochmal Snooze-Taste. Das ganze dreimal hintereinander bis kein Weg mehr dran vorbeiführt aufzustehn wenn ich noch einigermaßen pünktlich im Büro erscheinen will. Dort dann die Klassiker unter den Will-ich-nicht-hören-Fragen: „Hast Du schlecht geschlafen?“ „Siehst müde aus, is was?“ Nein, ich seh immer fertig aus wenns mir so richtig gut geht!

Die Wahrheit ist, die nächtliche Stunden-Zähl-Prozedur dauert nun schon die ganze Woche. Ich bin hundemüde und hätt ich nicht ab und zu ein irre machendes Klingeln im Ohr, ich würde tagsüber im Stehen einschlafen. „Mach ruhiger“ ist der gut gemeinte Rat lieber Mitmenschen. Aber wir alle wissen, das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“. Soll kein Vorwurf sein, aber wenn ich NOCH ruhiger mache dann tu ich bald gar nix mehr sondern sitz wie ein kleiner dicker Buddha auf meinem Sofa und schau zum Fenster raus. Nur dass ich im Gegensatz zu Buddha nicht die Ruhe selbst bin, sondern nervös, angespannt und sowas von unter Strom dass ich wohl leuchten würde, würde man mir eine Glühbirne auf den Kopf schrauben.

Jetzt hat man mir zu Baldrian geraten. Juhu. Das kriegen sonst die Omas, oder? Aber gut, ich werds ausprobiern, die üblichen Entspannungsmittelchen wie Schokolade und Alkohol 😉 waren ja wirkungslos. Wenn ich also demnächst ein bisschen laaangsam bin, sehts mir nach. Ich stehe unter Einfluß von Pillen, auf deren Packung ein Hirte mit seinem Schaf abgebildet ist (das allein sollte mich schon davon abhalten sie zu nehmen…)

Wenn Ihr noch den ein oder anderen Tipp habt der nicht mit Tabletten (nehm ich schon), Karibikurlaub (kann ich nicht bezahlen) oder Sex (dauert noch paar Tage!) zu tun hat, dann her damit. Bin für jeden Hinweis dankbar. Und kommt mir nicht mit meditieren, das kann ich nur besoffen und das wär ja die falsche Richtung, oder?

Schlafloseste Grüße
Eure Nervenpraline

P.S.: Wenns nicht klappt mit Baldrian, dann lad ich Euch alle ein und Ihr dürft dem Buddha auf meinem Sofa den Bauch streicheln. Soll ja Glück bringen 😉

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