How I Met Your Mother


Die Sache mit Kommissar Naseband hatte sich, wie Ihr Euch denken könnt, schnell erledigt.

Also lieber mal vorsichtiger mit dem nächsten Date, is‘ ja alles Zeitverschwendung hier. Folglich war das nächte „Date“ ein rein telefonisches. Erstmal reden, dann sieht ma scho ob ein Treffen lohnt oder nicht. Fazit in diesem speziellen Fall: Es lohnte nicht.

Aber mal von Anfang. Es gab also das erste Telefonat mit nennen wir ihn mal einfach Typ. Nach anfänglichem Geplänkel und ja, zugegeben, auch lustigen Anekdoten (ich hab nebenher ein Weinschörlchen getrunken, vielleicht wars auch nur deshalb lustig) kam der besagte Herr auch gleich auf die wichtigen Themen zu sprechen. Ob ich mir denn vorstellen könnte, Kinder zu haben. !!! ??? Hm, ja Du, VORSTELLEN kann ich mir so einiges. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen auf dem Mond zu leben oder mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Trotzdem beides Dinge, die nie passieren werden. Also mach ich ihm mal ne ganz klare, deutliche, unmissverständliche Ansage: „Hm… ich weiß nicht…!“

Unter uns jetzt, ich hab mir da selber noch gar nicht so sehr Gedanken gemacht. Ich mein, ich mag Kinder super gerne. Aber im Moment ist es noch so, dass ich’s ganz super finde wenn die dann abends wieder heimgehen. Ich glaub ich wär ganz gern Tante oder so. So mal auf die Kleinenlemon-tree aufpassen, ihnen alles durchgehen lassen, ihnen Dinge kaufen, die die Eltern verboten haben, sowas halt. Aber ich eine Vollzeit-Mami? Zwei Leben auf die Reihe kriegen wo doch meins allein schon alle meine Kräfte aufzehrt? Ich weiß es nicht. Klar, ich würd’s schon wuppen, irgendwie. Aber das reicht nicht als Grund. Außerdem hab ich ja noch ein kleines bißchen Zeit um drüber nachzudenken. Muss mal besser hinhören ob ich die vielgerühmte Uhr ticken höre. Aber bei meinem Glück ist das Ding wohl einfach kaputt.

Auf jeden Fall nimmt der Typ meine ausweichende Antwort erstmal hin, gut so. Legt aber dafür auch gleich nach, ob ich mir vorstellen könnte (immer mal vorausgesetzt wir würden uns mögen, süß, gell?) zu ihm zu ziehen. Wu-Hoppa!!! Naja, weil, nämlich, er hätt‘ ja ein Häuschen, schön im Grünen und so, und naja, unten wohnt die Mama, und eigentlich ist es auch der Mama ihr Häuschen, aber die Mama ist fei schon eine ganz ganz liebe und ich würd sie bestimmt total gern mögen die Mama, außerdem kocht die Mama recht gut… F***!!! Ok, Schätzelein, pass mal auf, also das ist halt jetzt echt ne Frage, Du! Ich mein, weißt, ich hab ja hier alles, und so schnell irgendwie zusammmenziehen, das is doch nix und so und außerdem, der lange Weg dann jeden Tag in die Arbeit…. MÖÖÖP! Falsche Argumentation meinerseits, denn: Wenn wir ja dann erstmal verheiratet wären, dann bräucht ich fei nimmer arbeiten. Er würd schon für mich sorgen, er verdient ja soviel und da wär sicher noch a schöns Taschengeld a mit drin und außerdem ist die Mama ja auch noch da und die würd sich die Haxen ausfreun wenns nimmer den ganzen Tag allein wär in dem großen Haus und so…Die Mama fragt außerdem eh scho dauernd, was denn jetzt mal wär mit dem Buben, wann er denn endlich mal Eine mit heim bringen würd, er wär ja jetzt a scho 32 und überhaupt, wo komm‘ ma denn da noch hin, wenn da ned endlich mal g’heirat wird und überhaupt, so a kleins Enkerl oder zwei, des wär scho schön…

Ja bin ich im falschen Film oder was?

Also weißt Du, um sowas sagen zu können, da muss man sich schon erstmal kennenlernen. Ja klar können wir mal was ausmachen und dann reden wir. Hm, ja, nächstes Wochenende ist gut. Ach nee, warte, da bin ich auf einem Geburtstag. Übernächstes? Ok, gerne. Ach so, Moment, da fällt mir ein, da ist ja die Hochzeit. Und nee, unter der Woche ist schlecht im Moment, ich hab soviel Arbeit, jaja, ohne Ende Überstunden, weißt, schlimm ist des, aber hilft ja nix, gell, haha, ja. Du, weißt was, ich meld mich, ok? Ja, bald, versprochen. Ja ehrlich jetzt, ich ruf Dich an die Tage.

Hab ich natürlich nicht. Die Mama ist bestimmt eine ganz liebe, daran hab ich nicht den geringsten Zweifel. und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass da Bub bald mal a gscheids Weiberleut heimbringt und sie dann a Enkerl heitschen darf. Hat sie verdient die Mama. Wo sie doch so a liebe ist und immer so gut kocht.

In diesem Sinne
Mama ist die Beste. Immer. Ich grüße hiermit meine und alle Mamas der Welt.

Eure Telefonpraline

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2 Kommentare

  1. wieder ein gebrochenes Männerherz mehr auf dieser Welt, das die Mama wieder trösten und heilen muss!! 😉


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