Gute Vorsätze

Mein chinesisches Horoskop hat mir eben eröffnet, dass ich ein Pferd bin. Na super, wenn das mal nicht schon frustrierend genug ist.

Nein, zum Jahresende kommt ja auch immer unweigerlich die Frage auf „Was mach ich im neuen Jahr besser?“ Oder wenn nicht besser, dann wenigstens anders? Also hab ich heute morgen die erste Tasse Kaffee feierlich dazu genutzt, über meine guten Vorsätze nachzudenken, oder, wie Loddar es formuliert hat: „I have many good before-sentences!“

1. Ich höre auf zu rauchen. *lol* Ok, das glaub ich mir ja selber nicht, also warum solltet Ihr mir das hier abkaufen? 2. Ich treibe mehr Sport. Ja, nachdem meine bisherigen sportlichen Aktivitäten ja gegen Null tendieren, ist das nicht ganz so schwer umzusetzen. Der nächste Frühling kommt bestimmt und dann darf mein teuer erstandener Steppenwolf wieder raus ausm Wohnzimmer und mit mir in den Biergarten radeln. A propos Biergarten:  3. Ich werde weniger trinken. Beißt sich extrem mit Vorsatz Nr. 4. Ich werde wieder öfter mit meinen Freunden um die Häuser ziehen, und ist somit hinfällig. Vorsatz Nummer 5. Ich werde mich gesünder ernähren. Setzt voraus, dass Mc Donald’s endlich aufhört alle 20 Minuten diese dämlichen „Hüttengaudi“-Gstanzl im Radio zu senden, denn sorry Leute, ich bin halt einfach total manipulierbar, was Burger mit Käse und Speck angeht. Vorsatz Nummer 6. Ich werde meine verschollenen Fremdsprachenkenntnisse wieder aufpeppen. Hab mir diesbezüglich schon „Harry Potter“ auf Französisch geholt und auf dem Flohmarkt eine spanischen Film erstanden, der sich nur leider als Softporno entpuppt hat und somit zum Lernen denkbar ungeeignet ist. Also zumindest zum Spanisch lernen 😛

Vorsatz Nummer 7 ist: Ich werde netter zu Männern sein. *muhaha* War ein Scherz. Dann könnte ich diesen Blog ja gleich schließen, oder?

Das chinesische Horoskop sagt, ich sollte jetzt, im Jahr des Hasen, ein bißchen ruhiger machen, die, ich zitiere „ruhigere Gangart genießen“ (um wieder aufs Pferd zurückzukommen). Was eine prima Rechtfertigung dafür ist, alles beim Alten zu lassen und das Leben so zu nehmen wie es kommt. Hat bisher ja auch geklappt und das vergangene Jahr war gar nicht so übel. Gut, Scheiße passiert. Aber das gehört dazu. Wichtig ist nur, dass man, wenn man bis zum Hals in Scheiße steckt den Kopf nicht hängen lässt!

In diesem Sinne, werft alle Eure albernen Vorsätze über Bord, sie kosten Euch nur unnötig Energie und Ihr haltet sie ja eh nicht ein 😉 (Also, wenn Ihr so seid wie ich….)

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch, feiert heute Abend schön, haut ordentlich auf die Kacke, schlaft Euch morgen richtig aus und startet dann in ein gutes, gesundes, erfolgreiches und vor allem lustiges neues Jahr!

Dicken Neujahrsknutscher für Euch alle :-*

Eure Silvesterpraline

PS: EINEN guten Vorsatz hab ich aber tatsächlich. Ich werde ENDLICH Sandro’s Geschichten lesen. Ganz fest versprochen Dicker. Großes Indianerehrenwort. 😉

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Schnitzelfreude* für Micha**!

Hallo!

Hallo?

Hallooo-hoo? Jemand da?

Ich bin’s, die P R A L I N E!!!


 

Hier hallt es so komisch beim Schreiben…. hat die Pralin’sche Schreibabstinenz Euch tatsächlich schon alle vergrault….. *tränchenwegwisch*

Ich mach’s wieder gut, ganz fest versprochen… ich könnt‘ Euch ja jetzt gefühlte zehntausend Gründe anführen, warum ich Euch so lange im Stich gelassen habe…. Schule, Praktikum als Luftfrachtspediteuse, Beziehung beendet, Gallenstein bekommen, neue Beziehung begonnen, Großputz in der Wohnung veranstaltet, Computer kaputt,  linkes Außenband angerissen, Farmville gespielt,  Fußball-WM ignorieren müssen und und und….. aber ganz ehrlich…. ich war einfach nicht in Stimmung.

Dabei liegen in meinem virtuellen Notizbüchlein ungefähr 20 angefangene Geschichten drin, die im Grunde nur noch auf ihr Feintuning warten und auf die Erlaubnis der jeweiligen Personen, sie auch online zu stellen… ich meine, es ist ja nicht ganz unproblematisch wenn ich hier zum Beispiel darüber schreibe, wie meine liebe Freundin xxxxxxx im Schwimmbad Bekanntschaft mit einem Extrem-Tittengrabscher gemacht hat und sich dann rausstellte dass der arme Kerl schlicht und ergreifend einfach nur blind war und sich quasi nur „verschwommen“ hatte…. oder meint Ihr ich kann hier ungefragt das Geständnis einer weiteren Freundin ausposaunen, die uns nach der Tittengrabscher-Geschichte ganz wehmütig von ihrem ersten Sex nach anderthalb Jahren Abstinenz erzählte (ein auf alle Fälle NICHT blinder Typ hatte ihr im Bus an den Hintern gefasst….)… oder darf ich einfach so preisgeben, dass meine Freundinnen irgendwelche Männer kennenlernen und diese dann panikartig die Flucht ergreifen, nur weil irgendwann das Wort „killerpraline“ fällt und sie dann Angst haben, hier von mir verewigt zu werden?

Ihr seht also, es steht erstmal noch viel Recherche an. Und in der Zwischenzeit könnt Ihr drüber abstimmen ob Ihr als nächstes eine Geschichte über Männer, oder lieber eine über Autos (also irgendwie auch Männer) lesen wollt:

Und speziell für Micha** gibts noch ein kleines Trostpflaster bis zur nächsten Geschichte. Ist zwar vielleicht jetzt nicht gerade das tollste Video der Welt, aber zum einen freu ich mich schon wieder riesig auf speziell Dein „aber molto potente, dem hau i de Zähnd ei!“ und zum andern passt das Lied ja super in die Urlaubszeit… zum Überbrücken… bis die Klostersingers im September zum Revival antreten dürfen….

 

* Schnitzelfreude: (Nomen,f., n.z.,Usrprung deutsch/türkisch/bayrisch): Jemand hat „Schnitzelfreude“, wenn er/ sie sich „freut wie ein Schnitzel“ (ugs.)

**Micha: (Nomen, f.,n.z., namentliche Bezeichnung einer weiblichen Person), hier: Teil der vier „Wilden Weiber aus dem Wald“ und Grund dieses Eintrags 🙂

In diesem Sinne,

bis bald. Ich hau wieder in die Tasten, versprochen!

Kalorien sind kleine Tierchen…

… die nachts heimlich die Kleider enger nähen!

In diesem Sinne, Zeit für den ersten Zwischenbericht in Sachen gute Vorsätze.

Das Jahr hat gut angefangen, schon kurz nach Mitternacht war ich so betrunken, dass der Kater für den ersten Januar gewiss war. Super Sache, denn nur wenn man sich so richtig schlecht fühlt, klappt das auch mit den Vorsätzen. Und was soll ich denn machen, ich wußte bisher nicht, dass Martini d’Oro so schweinelecker schmeckt. Drum hab ich erstmal auch nur Weißwein getrunken. Und Tequila. (Ja sorry, den bekam ich geschä-hänkt!!!) Zusätzlich zu der Riesenportion Chilli (und es ist ja nahezu im Grundgesetz verankert, dass auf ein leckeres Chili ein ordentlicher Batzen Sauerrahm drauf muss…) und den Tortilla-Chips war die Kalorienbilanz für den Jahreswechsel erstmal mau. Immerhin ging es mir dann tags drauf wenigstens so schlecht, dass ich äußerst wohlwollend eine enorm gesunde Einkaufsliste verfasst hab, mit der ich dann am Samstag tatsächlich in den Supermarkt gewackelt bin.

Gemüse, Obst, eiweißreiche Sojaprodukte, verdauungsförderndes Trockenobst, diverseste Körnerchen und zum ersten Mal seit vielen vielen Einkäufen keine Schoki, keinen Alkohol, keinen Kuchen und nix. Ganz tapfer hab ich meine Sachen nach Hause getragen und gleich mal eine gesunde Gemüsesuppe gekocht. Und abends dann Buttermilch und Grapefruit gelöffelt. Gaaaanz tapfer. Und ends-motiviert.

Sonntag war ich auch brav und gestern übern Tag auch. Aber gestern Abend musst‘ ich dann backen, weil ich hab ja heute Geburtstag (ja! Habt Ihr es alle gehö-öhrt? Ich hab heute GEBURTSTAG! Ja ja ja! Hurraaaaaa!) und da wollen die KindergartenSchulkollegen ja bißl mit Futter versorgt werden. Also erstmal sauber Schinken-Käse-Törtchen und lecker Quarktaschen gemacht. Und die musst‘ ich dann natürlich probieren. Und weils dann eh schon wurscht war, hab ich gleich auch noch ’nen Spezi aufgemacht. Ja, Menno, ist noch übrig. Von Silvester. Soll ja auch nocht schlecht werden das Zeug…

Tja, und heute ist ja sowieso Diät-Auszeit. Ich bitte Euch, am Geburtstag fasten, das geht ja mal gar ned. Das wär ja so als würd‘ man im Lotto den Jackpot abräumen und dann, wenn der Gewinnüberbringungsfutzi vor der Tür steht, sagen: „Och nö Du, lass mal, ich will heut‘ irgendwie nicht. Hab mir vorgenommen, bißchen weniger Geld zu haben….!“ Nee, also echt. Und deshalb geh‘ ich heut Abend mit Schatzi schick zum essen und kann, wenn ich ganz lieb bin, vielleicht sogar noch ein Dessert rausschlagen. Und anschließend gibt’s im Kreise meiner Lieben den ein oder anderen leckeren Cocktail (Mojitos sind ja auch gar nicht so schlimm, ist ja viiiiiiiiel gesunde Minze drin, oder?)

Ab morgen trag ich dann aber wieder Trauer. Dann tausch ich die Quarktaschen wieder gegen Kohlrabi mit Kräuterquark und die Sahne-Tagliatelle vom Italiener gegen Salat mit Körnertopping. Juhu, welch eine Freude. Aber eine Praline muss tun, was eine Praline tun muss. Hilft ja nix. Ohne Fleiß kein Preis. Was’n Scheiß…

So, und bevor ich nun anfange zu heulen, weil es nun keine „Is-ja-Weihnachten-is-ja-Silvester-is-ja-Geburtstag“-Ausreden mehr gibt und ich nun meine lauthals geäußerten Vorsätze auch umsetzen muss, werd‘ ich noch schnell einen dicken Schmatzer an „CMJ“ losschicken und mich nochmal bedanken für das süße Geschenk, das Ihr mir heute gemacht habt. Einen klitzekleinen Schmatzer gibts auch für Locke, der mir ganz spontan einen lange gehegten Wunsch erfüllt hat und mir ein Verkehrsschild geklaut hat, auf dem ein haariger Penis aufgemalt ist. Sowas hab ich mir schon immer gewünscht…. äh… ja… naja… eigentlich nicht…. aber lustig… vielleicht häng ichs auf’n Balkon… oder in Keller…. mal sehen…. 😉

In diesem Sinne,

haut’s heut nochmal rein, ab morgen gibt’s nix mehr. Gruß und Kuss.

Pralinchen

Der Afri-Audi-Auffahr- Unfall

Tja, ans Nix-Trinken sind wir nicht gewöhnt. Kein Alkohol ist halt auch keine Lösung, wie meine liebe Freundin Mega. P. (Diskretioooooon muss ein 😉 ) gestern im wahrsten Sinne des Wortes EINDRUCKsvoll bewiesen hat.

Eindrucksvoll deshalb, weil mein herzallerliebster Audi (der im Übrigen nicht mal meiner ist *ähem*) nun richtig schön eingedrückt ist. Da beschließen wir ganz vernünftig, mal einen Samstag lang nicht beim Wolfi an der Bar zu versumpfen, entsagen unseren sonst ach so geliebten Weinschorlen und den damit verbundenen drei bis sieben Schnäpsen, und entscheiden uns stattdessen, mit Steven und Papa Spaß lecker essen zu gehen und danach ganz gemütlich irgendwo noch auf eine Afri-Cola einzuchecken. Tja, soviel Vernunft ist ungesund, denn schon beim Verlassen des Restaurants (guuut, es war kein Restaurant, es war das Tex-Mex 😉 ) befindet sich Fräulein P.  so dermaßen im Afri-Cola-Fieber, dass es ihr offenbar scheißegal war, dass zwei Meter vor ihr zwei grellrote Lichter, genannt Bremsleuchten, aufblitzen, was ja nicht soooo ungewöhnlich ist, wenn ein Fahrzeug auf eine stark befahrene Hauptstraße einbiegen will.  Fräulein P. steuert stattdessen einfach auf den schönen Audi zu, juhuuu, rote Lichter, Afri-Disco, coool! Und wumm kazonk, schon wars passiert.

Als Erklärung führt Mrs Bremsversagerin dann an, dass ihr VW sich auf dem Parkplatz unsterblich in den Audi verliebt hat, und er einfach das Bedürfnis hatte, selbigen schnellstmöglich zu küssen. Ja nee, is klar, oder? Ich bin ja schon der lange der Meinung, dass wir das Liebesleben der Automobile enorm unterschätzen. Nicht umsonst küssen sich sich tagtäglich zig Tausende Fahrzeuge, da verliebt sich plötzlich der BMW in den Toyota, der Vespa-Roller in den parkenden Fiat und der Golf GTI mit dem grell-gelben „Schluck-Du-Luder“-Aufkleber verliebt sich halt mal mal eben schnell in den Baum auf der B 11, was soll’s? Ist doch auch schön sowas, oder kann jemand die Romantik einer Stoßstangendelle abstreiten die von einem zärtlichen Blech-Kuss kurz vorm „Vorfahrt-achten“-Schild her rührt? Na eben, ich auch nicht.

Abgesehen davon gibt’s ja nichts, was man nicht mit einer Afri-Cola wieder gerade biegen könnte. Afri-Cola  hilft gegen alles, Blechschäden, Liebeskummer, Winterdepression, whatever. Versucht’s mal. Wenn Ihr mal wieder total mies gelaunt seid, dann geht in eine Bar (es muss allerdings eine mit einem schwulen Kellner sein, sonst funktioniert das leider nicht!) und trinkt Afri-Cola. Ein echter Geheimtipp und man hat am nächsten Morgen auch ganz sicher keinen Suffschädel. Höchstens Diabetes, aber das kann man heutzutage ja ganz gut behandeln. Insofern also echt einen Versuch wert.

Der Audi selber war über die ganze Aktion natürlich weniger glücklich. Erst musste er diese Woche eh schon fremd gestartet werden, weil er total saft- und kraftlos war und dann knutscht ihn auch noch so ein wuschiger VW nieder, an dem er nicht im Geringsten interessiert ist. Armer Kerl. Als kleine Aufmunterung sind Papa Spaß und ich heute mit ihm nach Straubing gefahren, bisschen Landstraße cruisen, das macht er doch so gern. Außerdem wollt‘ ich ja unbedingt in den Zoo. Um der lieben Mega P. ein Foto zu schenken….. 😉

yak

„Du host die Kraft einer Löwin – doch Du fahrst Auto wie a angsoffnes Rind“ 😉

In diesem Sinne, liebe Knutscherin, nix für ungut. Kennst uns ja. Nächsten Samstag gibt’s wieder Weinschorle. Afri-Cola regt Dich viel zu sehr auf… 😉

Dicken Knutscher (ohne Blech),

die geküsste Praline

Wild gewordene Treppen

Es ist ja irgendwie ein ungeschriebenes Gesetz, dass die lustigsten Feste die sind, zu denen man eigentlich gar nicht gehen möchte. Aber wenn eine von den Meeeeedels!!! Geburtstag feiert, dann kämpft selbst die schlafloseste Praline gegen ihren Unmut an und macht sich auf den Weg. „Ich park mal vorm Lokal, werd nicht so lang bleiben heute, und trinken werd ich sowieso nix.“ So kam ich an. Das Ende vom Lied war, dass Freund und Privatbodyguard Steven mich nebst Geburtstagskind und meinem mal eben auf die Schnelle erfundenem Ex-Gatten um sieben Uhr morgens nach Hause gefahren hat.

Getrunken hab ich tatsächlich nicht viel. Glaubt mir zwar keiner, weil ich doofe Nuss mir an dem Abend mit meinen Super-High Heels so dermaßen den Fuß verknackst hab, als mir eine psychopathische Treppenstufe einfach zwischen die Füße gelaufen ist, aber Mädels, ich sag Euch was, das war nicht der Alkohol. Das war Taktik. Ein ganz geschicktes Manöver, schließlich musste ich dann nicht den weiten Weg ins nächste Lokal laufen, nein, ich wurde getragen *ätschbätsch*

Naja, ganz so geschickt war mein Manöver auch nicht, denn mein geschwollener und in allen Blau- und Lilatönen schillernder Fuß hat mich dann etliche Tage lahm gelegt und ich hab tatsächlich meine armen Eltern durch die Prärie geschickt, damit die mein praktischweise so zentral geparktes Auto abholen. Weil Auto fahren geht ja einfüßig auch eher schlecht. An dieser Stelle übrigens noch mal danke *schäm*

Aber egal, a bisserl Schwund is immer und der Abend respektive die Nacht war die Humpelei in jedem Fall wert. Das Geburtstag feiernde Megaperlchen, die anderen Partyschlümpfe und ich sind sogar noch in dieser Frühstücksabsteige für Sperrstundenverweigerer gelandet, die hier in LA zwar einen äußerst zweifelhaften Ruf genießt, allerdings immer sehr gut besucht ist. Ich war da zuletzt vor zehn Jahren oder so. Und es ist immer noch übel. Aber hat halt auf bis ultimo. Und man kriegt noch Bier. Und wenn man will sogar Würschtel dazu. Also eigentlich eine Super-Sache, oder? 😉

Kurz vorher hat Megaperlchen doch tatsächlich noch „Mr. Schlüsselreize“ getroffen. Tja, es stimmt wohl, man sieht sich immer zweimal im Leben und die Welt ist tatsächlich ein Dorf. Er ist aber in der Zwischenzeit nicht sonderlich klüger geworden, und ehrlich gesagt waren alle Beteiligten froh als er sich an irgendeiner Baustelle verabschiedet hat. Vielleicht hat ihm der Bauwagen so gut gefallen, dass er drin nächtigen wollte, scheinbar steht Mr. Schlüsselreize ja auf Outdoor. Man weiß es nicht. Wir wünschen ihm in jedem Fall für seinen weiteren Lebensweg alles Gute 😉

Naja, und irgendwie wars dann plötzlich hell und wir mussten nach Hause. War aber kein Thema, schließlich stand ja schon für Donnerstag eine echte Schlagerparty an. Ich war seit Eeeeewigkeiten auf keiner Schlagerparty mehr. Aus gutem Grunde *lach* Aber es ist wie immer, wenn die richtigen Leute zusammen sind, dann ist es egal wo man ist und dann singt man auch aus voller Kehle „Ti amo“ und „Mendocino“ während man sich klebrig-süß-bittere Mischgetränke einverleibt. Auch diese Nacht wird lange in Erinnerung bleiben, auch wenn da niemand mehr Geburtstag hatte.

Abschließend schick ich jetzt noch einen Gruß ans Megaperlchen mit einem nochmaligen „Happy Birthday“, einen an den Schatz unserer Tanzgöttin dafür, dass er mir mit seinen Voraussagungen offenbar immer Recht behält, einen an Steven, der mich trotz Bushaltestelle vor meinem Haus immer mit dem Auto bringt, einen an ninscha, die mir versprochen hat mal wieder hier zu kommentieren und es aber nicht tut (*grrrr*) und einen an Papa Spaß: „Spann noch mal an büttäääää!“ 😉

In diesem Sinne, feiert schön, aber hütet Euch vor freilaufenden Treppenstufen!

Eure Knackspraline

Höhenmeter und Luftmengenmesser

Meine Unwörter des Wochenendes: „Höhenmeter“ und „Luftmengenmesser“.

„Höhenmeter“ war wohl das meistbenutzte Wort Samstag Nacht. Nachdem ich ja nun leider nicht mit den Mädels nach Italien gefahren bin, hab ich das Wochenende mit drei lieben Freunden verbracht, von denen einer, nennen wir ihn der Diskretion halber jetzt mal „Papa Spaß“, ein passionierter Bergsteiger ist. Ich find das ja super. Also, sportliche Menschen bewundere ich als die ungekrönte Königin der Faulheit ja sowieso. Wenn dann noch wie bei Papa Spaß ein entsprechender Ehrgeiz dahinter steckt, da zieh’ ich schon wirklich meinen imaginären Hut. Auch wenn ich’s selber nicht nachvollziehen kann wie allein der simple Begriff „Höhenmeter“ derart orgasmische Gefühle auslösen kann. Also, ich hab ja auch so erotische Schlüsselwörter, aber „Höhenmeter“ ist mal definitiv nicht dabei. Eine gute Chance auf Platz eins haben eher Wörter wie „Badewanne“, „Urlaub“ oder „Big Mac Maxi-Menü“. Aber „Höhenmeter“? Nee…

Ich mag ja die Berge. Im Winter. Wenn mich die ausgereifte Hydraulik einer Gondelbahn nach oben bringt, die geringe Reibung zwischen Schnee und meinen Skiern wieder schnell und unstressig nach unten, und ich zwischendrin meinen Energieverlust durch eine heiße Erbsensuppe mit Würstchen und einem Glühwein an der Schneebar wieder ausgleichen kann. Aber halt nur dann.

Ich hab mal eben den einzigen Berg gegoogelt, den ich je eigenfüßig bestiegen habe. Das war der Eckbauer in Garmisch. 1237 m, und ganze 530 Höhenmeter! Ich schäm mich fast, bei den Erzählungen von Papa Spaß bewegten sich die Höhenmeter schon im Tausenderbereich. Aber immerhin, ich bin da hoch gelaufen. Weil ich ganz furchtbar verliebt war damals. Und was macht man nicht alles wenn man verliebt ist. Wobei mein damaliger Schatz sich diesen romantischen Ausflug in die Berge wohl auch ein wenig anders vorgestellt hatte. Er war ja echt bemüht um mich. Hat mein ganzes Gepäck getragen, mich immer wieder ermuntert dass wir „nach der nächsten Kurve oben sind“ (was dann letzten Endes nach der vierhundertdreizehnten Kurve auch gestimmt hat) und war äußerst geduldig mit mir, selbst als ich ihn nach jammern, heulen und rumzicken nur noch wüst beschimpft hatte und das während fröhliche Rentner fit und stramm an uns vorüber marschiert sind.

Ich bin nun mal keine Wandermaus. Genau aus diesem Grund find ich auch überhaupt nichts dran, nachts nach ausgedehnten Kneipentouren noch einen Spaziergang zur Burg Trausnitz zu unternehmen. Das sollen die Sportler mal lieber alleine machen, also hab ich Papa Spaß mit der ebenso sportlichen Frau Doktor losgeschickt und bin währenddessen mit Steven im Auto Bier holen gefahren. Erschreckend war jedoch, dass Papa Spaß und Frau Doktor zu Fuß schneller auf dem Berg waren als wir mit dem Auto. Gut, die pickelige Aushilfe am Nachtschalter der Tanke hat schon auch echt ewig lange gebraucht 😉 Die beiden wahnsinnigen Berggeher sind dann auch zu Fuß wieder runter gelaufen. Und mit „gelaufen“ meine ich wirklich „gelaufen“. Gejoggt. Nachts um drei, weil da hat man eh nichts anderes zu tun, also joggt man mal locker flockig ein paar Kilometer durch die Nacht. Lauter Irre. Steven und ich sind wieder Auto gefahren. Praktischerweise gibt es seit meiner Ohnmacht damals in der Disco einen Deal, dass das Pralinchen im Moment nirgends ohne Aufpasser respektive potentiellem Retter hingeht oder fährt. Insofern profitiert Steven momentan von meiner Faulheit weil so richtig Lust auf nächtliches Wandern hatte er offensichtlich auch nicht 😉

Tja, und was wäre so eine lange spaßige Nacht ohne ein Highlight zum Schluss? Nachdem Pralinchen und Steven den halben Abend mit der (wohlgemerkt reparierten) Scheißkarre von einem Fortbewegungsmittel unterwegs waren, steigt Pralinchen um vier Uhr morgens erneut ein und die blöde Kiste springt wieder nicht an. Neben der Ohnmacht sollte künftig auch mein Auto als Grund geführt werden ständig unter Begleitschutz zu stehen. Denn so haben mich meine Lieben noch nach Hause fahren können. Wären sie nicht mehr dagewesen, wär ich wohl weinend vor meiner Schrottkiste zusammengebrochen und hätte anschließend im Kofferraum genächtigt.

Dieses Auto treibt mich noch in den Wahnsinn. Nachdem es nun eine ganze Woche in der Werkstatt war, ein Relais getauscht wurde und dann bei geschätzten siebzehn Probefahrten einwandfrei gelaufen ist und auch ich drei Tage und eine halbe Nacht damit frisch und fröhlich durch die Prärie gegurkt bin, lässt es mich plötzlich, eine halbe Stunde nach der letzten einwandfreien Fahrt wieder im Stich. Nach zehn Versuchen springt es endlich an, dreht im Leerlauf auf beinahe 2000 Touren und sobald man Gas gibt, stirbt der Motor ab. Immerhin, diese Variante ist neu und damit kann Meister Schrauber morgen hoffentlich was anfangen wenn ich ihn anrufe und ihm sage dass mein kleines Schreckmobil mal wieder bei ihm auf dem Hof steht. Hab mir heute extra wieder den familieninternen Abschleppdienst dazu geholt, aber, war ja klar, als ich die Kiste angelassen habe ist sie natürlich angesprungen und die ganze Abschlepp-Action war umsonst. Ich konnte ganz alleine in die Werkstatt fahren. Die ganz heiße Vermutung aufgrund der gestrigen Sperenzchen ist nun, dass entweder Einspritzpumpe oder aber Luftmengenmesser defekt sind.

Tja, somit sind wir beim Unwort des Wochenendes Nummer Zwei. „Luftmengenmesser“ kann ich mir nämlich nicht leisten. Die Alternative zur Reparatur wäre, dass ich mit dem Auto auf ein Opeltreffen fahre und den Jungs da anbiete dass sie für jeweils fünf Euro einmal ordentlich mit dem Baseballschläger auf meinen VW eindreschen dürfen. Evtl. Krieg ich so die Anzahlung auf ein neues Auto zusammen.

In diesem Sinne, guten „Start“ in die neue Woche.

Eure pannengeplagte Bergpraline

P.S.: Sollten zufällig Automechaniker unter meinen Lesern sein, bitte Jungs, gebt doch Tipps ab. Ich kanns mir nämlich nicht leisten einfach auf gut Glück weiterhin irgendwelche Teile tauschen zu lassen, die dann doch nichts mit dem Problem an sich zu tun haben…. ich hoffe ja, dass diese Gas- / Leerlauf-Sache jetzt ein neuer Anhaltspunkt ist. Aber was, wenn nicht? Soll ich dann künftig doch auf nen Esel umsatteln? 😉

Die Kiesmafia oder: Der Pate wird 50.

Gut, dass ich Euch meine Geschichten in schriftlicher Form präsentiere. Erzählen könnte ich heute nämlich nichts. Ich bin total heiser. Mein party-geschädigtes Stimmchen bewegt sich zwischen dem besoffenen Krächzen einer Bonnie Tyler und dem leicht erotisch angehauchten Flüstern einer Herzblatt-Susi. Aber immerhin, das ist im Großen und Ganzen der einzige Schaden, den ich am Samstag genommen habe. Ich bin auch nicht in Ohnmacht gefallen, obwohl ich es diesmal mit drei Pils, ebenso vielen Ramazottis und anschließend geschätzten 17 Caipirinhas in Verbindung mit nur etwa drei gehäuften Teelöffeln Nudelauflauf und den diversen Pillen die ich mir grade einpfeifen muss, regelrecht provoziert hatte. Aber ich war ja auch viel zu nervös um ohnmächtig zu werden.

Dabei war mein ganzes Lampenfieber völlig unbegründet. Wenn der Pate zum Feiern lädt, kann man davon ausgehen dass sich nur extrem coole und entspannte Leute einfinden und genau so war’s dann auch. In den zehn Sekunden in denen mir mein Mikro angeheftet wurde und ich vor 100 Gästen die Bühne betreten habe dachte ich ich muss sterben, doch kaum draußen hatte ich den ersten Lacher und plötzlich war ich die Ruhe in Person. Vielleicht hat genau in dem Moment der Ramazotti zu wirken begonnen. Oder aber mein nervöses Selbst hat in dem Moment begriffen, dass die Schadenfreude-Nummer beim Publikum immer zieht. Er hat sich schon was gefallen lassen, der Chief. War schon ordentlich böse unser Programm. Auch mein spontanes Zweit-Opfer, seines Zeichens Rechtsanwalt, wurde ordentlich durch den Kakao gezogen. (An dieser Stelle noch mal ein ganz liebes Danke, dass Du den Spaß mitgemacht hast!) Aber wann hat man schon mal Gelegenheit öffentlich aber völlig ungestraft Gemeinheiten über Familienangehörige und Vorgesetzte zu verbreiten, wenn nicht bei einer lockeren Geburtstagsgesellschaft. Das muss man ausnutzen, vor allem wenn man eine Frau ist, die sowieso so gern lästert…ähem….

Das Publikum war begeistert und auch wenn es heißt, „Eigenlob stinkt“, ich hab mich riesig über die vielen Komplimente (und spendierten Schnäpse) von vielen neuen Fans gefreut. Komischerweise hat mir nur keiner geglaubt dass ich sonst eigentlich „totaaaaal schüchtern“ bin. Hm, seltsam.

Nachdem der Auftritt vorbei war, konnte ich dann auch ganz entspannt zum gemütlichen Teil übergehen, es mir an der Bar bequem machen, alte Kontakte pflegen und neue Bekanntschaften schließen und ohne Ende Caipirinhas trinken. Nachdem ja die ganze regionale Kiesmafia anwesend war, habe ich etliche tolle Gespräche geführt, zum Beispiel hab ich mir Tipps geben lassen wie man am effektivsten einen Ex-Freund in einem Erdloch verschwinden lässt oder aber ihn unauffällig in Betonfertigteile einmauert. Dazu müsste man dann aber eine Arbeitsgemeinschaft mit einem Betonwerk gründen. Kein Problem, jetzt kenn ich sie ja alle 😉

Nachdem das Geburtstagskind ja auch ein passionierter Jäger ist, habe ich auch Bekanntschaft mit einigen derselben machen dürfen und mich darauf eingelassen irgendwann die nächsten Wochen mit auf den Schießstand zu fahren und mich mal am Abschuss von Tontauben zu versuchen. Das Killerpralinchen hantiert mit Schusswaffen …. Hach, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Immerhin, der Schießstand ist in Oberbayern, insofern erschieß ich wenigstens nicht die eigenen Landsleute sondern nur niederes Nachbarvolk *grins* Aber vielleicht hab ich ja Spaß dran und dann lern ich das richtig und dann kann ich meinen Exfreunden einfach nur ihre (großen und kleinen???) Penisse wegschießen und muss sie nicht mehr verscharren oder einmauern *hehe* 😉 Ach ja, wie praktisch wenn man die richtigen Kontakte hat 😉

Während ich mich also fleißig bekannt gemacht und folglich ziemlich betrunken habe, wurde das Geburtstagskind noch vom Männerballett „Schwanensee“, den Landshuter Garde-Mädels und natürlich der sagenhaften hüftenschwingenden Anjali erfreut, und das ganze Fest war ein Riesen-Erfolg, dem die Wirtin und das Service-Personal dann leider leider um sechs Uhr morgens ein Ende gemacht haben, weil sie einfach die Bar geschlossen haben. Frechheit, oder? Dabei war ich gerade dabei einem befreundeten Unternehmer zu erklären dass ich seinen Sohn nicht heiraten will, und das obwohl mir meine Oma (ja die Oma mit den 500 PS….) dauernd sagte: „Kind, sei ned so dumm, der erbt a mal die ganze Firma!“. Tja, so ist das in Niederbayern. Da werden Kinder und Enkelkinder noch ganz traditionell im Wirtshaus verschachert…

Mein persönliches Fazit für diesen Abend: Lampenfieber ist für’n Arsch. Wenn Dein bester Freund sagt, er trinkt heut nichts weil er noch fahren will, glaube ihm nicht. Ein Lächeln ermöglicht Dir ein Gespräch, ein Lächeln und ein kurzer Rock ermöglichen Dir Gespräche, Caipirinhas und Gratiskippen. Nicht alle Jäger sind alt und tragen grün. Mit Megaperlchen kann man nirgends hingehen ohne dass sie nicht irgendwen kennt. Anjali ist und bleibt sexy. Der Hubert heißt eigentlich Rainer. Und morgens um halb sieben mit dem Taxi in den Sonnenaufgang fahren hat etwas äußerst Romantisches.

Als ich gestern dann gegen Mittag aufgewacht bin, war ich sehr traurig. Ich hatte so Lust auf Mc Donalds. Aber keine Stimme. Und jetzt verrat mir wie ich bei Mc Drive eine Bestellung durchgeben soll wenn ich nicht sprechen kann. Aber wofür hat man Freunde? 😉

In diesem Sinne, feiert mal wieder!

Eure Partypraline

PS: Wenn es soweit ist mit dem Schießen, dann geb ich Euch vorher hier Bescheid, versprochen. Sicherheitshalber. Killerpraline goes wild 😉