Die kleinsten Terroristen der Welt

Ich bin ja generell kein Freund von Lebewesen, die mehr Beine haben als ich. Also Spinnen, Käfer, Ameisen und all das Zeug, uuuuaaaahhhh, Krise!

Und so sehr ich den Sommer auch liebe, sein großer Nachteil liegt für mich definitiv in der Dichte an Ungetier, das er nun einmal unweigerlich mit sich bringt. Mücken zum Beispiel! Diese Biester haben sich gegen mich verschworen glaub ich. Bis auf die Knochen haben sie mich zerfressen, bis ich kapituliert habe und mir nach Juckreiz-geplagten Mördernächten eeeeendlich einen Fenistil-Stift gekauft habe. Logisch, dass mich seitdem keine einzige Mücke mehr gestochen hat, oder? Kaum trag ich das Ding mit mir rum, interessiert sich keine Mückendame mehr für mein schönes Blut. Für mich sieht das fast so aus als hätte findige Apotheker da was erfunden, das die Mücken dazu bringt, nur Menschen zu stechen, die noch nicht 7,95 Euro für Fenistil-Gel ausgegeben haben, und kaum bist Du Fenistilbesitzer, schon fällst Du nicht mehr in die Mücken-Zielgruppe „Menschen, die denken, sie bräcuhten kein Fenistil“. Unmöglich.

Aber ich sag’s Euch Leute, Mücken sind harmlos. Es gibt noch viel viel üblere Biester, so dämonisch, dass man sich des Nächtens wünschen würde, man könnte sie gegen einen ganzen Mücken-Schwarm tauschen. Nämlich Fliegen! Fliegen sind die Creme de la Creme an Ungeziefer, aber wirklich!

Hattet Ihr schon mal eine von diesen kleinen unscheinbaren Drecks-Summseln im Schlafzimmer? Ich hatte vergangene Nacht gleich drei davon. Als ich schlafen ging, hatte ich sie nicht bemerkt, denn da saßen sie wohl scheinbar noch irgendwo ganz still und leise in einer Ecke und heckten ihren mörderischen Plan aus, mich in den kommenden  Stunden zu vernichten. Ich hab noch ein Buch gelesen, auch da noch nicht das geringste Anzeichen von summenden Besuchern im Raum. Aber kaum dass ich das Licht gelöscht habe…. oooooh ja! Da waren sie plötzlich, meine drei Freunde. Erst hörst Du sie nur…. bsssss…bssss…ssssssssssssssss! Nicht so tragisch, ist ja nicht laut. Aber dann setzen sie zum Angriff an, wie auf Kommando attackieren sie Dich plötzlich und Du bist im Arsch. Zehen aus der Bettdecke rausstrecken? Oh, böser Fehler: bbbbbsssssssss, schon sitzt sie da, und so sehr ich Füße gestreichelt kriegen auch liebe, mit einer Fliege funktioniert das nicht. Also Füße wieder verstecken, nur ja keine Angriffsfläche bieten!

Aber oh nein! Die Arme sind noch draussen! Fliege links, Fliege rechts, Du weißt gar nicht mehr wo Du zuerst hinschlagen sollst, aber die Viecher sind so schnell, dass Du sie natürlich nicht erwischt. Also gut, ich kapituliere und schiebe meine nackten Arme auch unter die Decke. Das ist auf Dauer aber halt auch kontraproduktiv, weil es unter der Decke einfach langsam viel zu warm wird und dann fang ich an zu schwitzen, was die Biester natürlich noch viel geiler macht und sie somit auch nicht mehr davor zurückschrecken, nun auch mein Gesicht zu bombadieren….bssss…..bssss….bssss…. erst ans Ohr, dann auf die Stirn, und weil Du ja dauernd am rumhauen bist, sind auch die Arme wieder frei und bsss…bssss. bssss, setzen sie sich da auch wieder drauf…. der Kampf dauert Stunden, an Schlaf ist nicht zu denken, ich werde immer gereizter, um nicht zu sagen aggressiv und entschließe mich, nun doch aufzustehen und die Fliegenklatsche zu holen. Doch kaum bin ich mit selbiger zurück, sind meine summenden kleinen Terroristen natürlich verschwunden. Als könnten die riechen, was ich vorhab. Ich mach mich auf die Suche, gehe mit meiner Klatsche ganz langsam und vorsichtig das Schlafzimmer ab, aber keine Spur von den fliegenden Taliban.

Ich also wieder ins Bett, Arme, Beine, Kopf, alles unter die Decke und Äuglein zu. Nur kaum dass ich zum Atmen mal aus meinem Bettenberg auftauche, da sind sie schon wieder da… bsssssssssssssssssssssssssss! FUCK! Ich hätte heulen können, ehrlich. Ich war nah dran einfach in irgendeine Ecke zu scheißen, nur damit sich die Drecksviecher endlich verziehen. Aber naja, das kannst ja irgendwie auch ned machen, oder? Außerdem hätte es eh keinen großen Sinn mehr gehabt, denn als ich auf die Uhr schaute, war es bereits halb sieben, kann ich also auch gleich wach bleiben.

Wozu sind diese Fliegen eigentlich gut? Außer als Spinnenfutter? Die machen doch eh nix außer blöd rumnerven und sich auf unser Essen zu setzen nachdem sie zuvor die kompletten Hundehaufen im ganzen Viertel abgeklappert haben. Wie lecker.

Ich geb auf. Gleich heute Abend kauf ich mir ein Moskitonetz. Und bei meinem Glück komm ich dann an genau die Viecher, die im Fliegen-Terrorcamp die Schulung zum „Angriff trotz Netz“ schon besucht haben…

In diesem Sinne,

bssssssssssssssssssss!

Eure genervte Praline die jetzt einen an der (Fliegen)klatsche hat….

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Ausflippen mit den Flippers…

Nee, also echt! Ich krieg hier die totaaaaale Krise Leute!

Wißt Ihr, es is ja nicht so, dass ich nicht eh schon voll am Ende wäre, körperlich so gut wie tot und nervlich ein totales Wrack, nein, reicht noch nicht! Da quäl ich mich heut früh zum Aldi, weil sorry, ja, Kühlschrank leer, kein Kaffee und keine Zigaretten mehr im Haus, des geht ja mal gaaar ned, und was beschallt meine zarten Ohren da aus dem Radio? Die FLIPPERS! Ich fass‘ es nicht. Da ahnst nichts Böses, erfreust Dich an dem sonnigen Tag und dann sowas… Also, versteht mich nicht falsch, ich kann durchaus auch mal zur Schlagertrulla mutieren, aber nicht samstags morgens um zehn, und nicht unter naja, sagen wir mal 2,5 Promille…

„Aber Dich gibt’s nur einmal für mich!“, was für eine Scheiße! Da ist mir erstmal so richtig bewusst geworden, welchen geistigen Schwachsinn man da so vor sich hin grölt wenn man besagte zweieinhalb Promill hat!

„Es gibt… Millionen von Sternen…“ (Was, echt jetz? Krass…), „unsere Stadt, sie hat tausend Laternen“ (wer zählt die eigentlich so genau nach? Sind da die kaputten auch dabei?), „…Gut und Geld- gibt es viel auf der Welt…“ (ja aber nur in der Welt von nicht unbezahlten Praktikantinnen verfluchte Scheiße nochmal!), „…aber Dich, gibts nur einmal für mich!“ (ja nee, is klar, wär ja auch bescheuert wenn’s die dämliche Tusnelda über die er singt noch öfter gäb, dann würd der die Welt mit noch mehr solchem Singsang quälen…). „…es gibt, tausend Lippen, die küssen…“ (und Zovirax is super gegen Herpes!), „..und Pärchen, die trennen sich müssen…“ (ja, sowas kommt vor heutzutage. Und überhaupt, wo hat der Typ eigentlich Deutsch gelernt? Trennen sich müssen? Bei Yoda?), „…Freud und Leid, gibt es zu jeder Zeit!“ (Waaaahnsinns-Erkenntnis Alter, und ich dachte schon!), „…aber Dich…“ (ja äh, das hatten wir schon!)

„…schon der Gedanke, dass ich Dich einmal verlieren könnt!“ (Äh, ja?), „…dass Dich ein anderer Mann, einmal sein Eigen nennt!“ (Sein Eigen? Ich dachte im Zeitalter der Emanzipation gibts das nur noch in Kulturen, die George und Obama nicht leiden können und wo die Bundeswehr besser keine Tanklaster mehr in die Luft sprengt???), „…er macht mich traurig, weil Du für mich die Erfüllung bist!“ (Erfüllung? Aaaah ja!), „was wär die Welt für mich, ohne Dich?“ (Schön wär sie, dann würde der Kasperl nämlich nicht für sie singen!)!

„…Es gibt, sieben Wunder der Erde, tausend Schiffe, fahren über die Meere!“ (Interessant ja! Nur wenn Du dann als angehende Speditionskauffrau auf einem dieser tausend Schiffe nen Container buchen willst, dann fährt plötzlich mal wieder überhaupt keins irgendwohin….), „Gut und Geld… gibt es viel auf der Welt!“ (fängt der schon wieder an! Hallo Alter, heute ist der 3. April, es sind also noch 27 Tage Monat übrig und die Kasse ist leeee-er!!!), „…aber Dich…. gibts nur einmal für mich!“ (Ja Himmel, Arsch und Wolkenbruch, Gott sei’s gedankt, endlich ist dieses Lied aus!)

Ich pack jetzt meine bescheidenen Einkäufe aus, leg ein bißchen vernünftige Musik auf (was Beruhigendes ist jetzt gut, sowas wie Slayer oder Motorhead) und dann leg ich mich hin zum Fitschlafen für heute Abend. Weil auf den Schreck brauch ich meine Mädels und ganz viel Alkohol.

In diesem Sinne, macht’s es gut, frohe Ostern, immer schön vorsichtig mit den Eiern, gä? Und ned vergessen:

„ABER EUCH GIBT’S NUR EINMAL FÜR MICH!“

Pfiad’s Eich!

Die Flipperpraline

PS: Und ich dachte, die Flippers sind grausam… doch es geht noch schlimmer. Bitte, gebt’s dem Mann einen Preis:

 

Immer wieder sonntags…

Boah Leute, ich dacht‘ eigentlich dass meine Fressattacke bei McDoof diese Woche mein einziges Problem sei… aber jetzt haben sich noch ganz andere Abgründe aufgetan 😦 Aufgrund eines „klitzekleinen“ *LOL* Fehlers der administrativen Leitung meines Bildungsträgers haben ich und die anderen zwölf Speditionsschlümpfe am Donnerstag (also drei Tage vor Beginn unseres neunmonatigen Praktikums *ähem*) erfahren, dass wir nicht, wie vereinbart, jeden Montag Berufsschule haben, sondern lediglich EINMAL IM MONAT an einem Montag…. kurz und gut, 36 Vollzeit-Unterrichtstage reduzieren sich jetzt auf neun, und damit wir uns unsere Vorbereitung auf die Abschlussprüfung nicht komplett in die Haare schmieren müssen, gibts nun Zusatzunterricht an je zwei Sonntagen im Monat. ICH BIN BEGEISTERT! 😦

Ade freies Wochenende! Ade fauler Sonntag! Tschüss, geliebstes Rummlümmeln auf der Couch! Ciao schöner Biergarten-Sommer, Pralinchen klinkt sich nun aus und verbringt seine Sonntage mit Lernen. Ich würd‘ Euch ja echt gern sagen was ich am liebsten mit meinem „Ups-da-hab-ich-mich-wohl-vertan-Seminarleiter“ machen würde, aber dann käme ich vermutlich noch heute in den Knast mit anschließender Sicherheitsverwahrung… ich könnte kotzen, ich sag’s Euch. Als kleine „Wiedergutmachung“ müssen wir Schüler den Zusatzunterricht nicht selbst bezahlen, ja priiiiima! Da freu ich mich! Pfffft, das wär ja auch noch schöner. Der Oberguru von Seminarleiter kann wöchentlich nicht von monatlich unterscheiden und wir sind dann die Blöden, die diesen Scheiß ausbaden sollen, boah, was muss ich mich auuuuuuuuufregen! Ich bin ja echt nahe dran, ihn dazu zu zwingen, künftig auch sonntags in die Schule zu kommen, uns mit Kaffee und Kuchen zu versorgen und den Rest der Zeit hundert Mal an die Tafel zu schreiben „Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist….“

A propos Kuchen: Auf die Schreckensmeldung hin war ich Donnerstag dann gleich wieder beim Mäc. Ich brauchte dringend Schokoladenkuchen und da ist der tiefschwarze mit der 2-Zentimeter-Schoko-Fett-Glasur aus dem Mc Café einfach der Beste. Mit geschätzen vier Millionen Kalorien ist er sicher auch immens gesund, aber darauf konnte ich an dem Tag nun wirklich keine Rücksicht nehmen. Ich meine, hallo, würde Euch jemand sagen, Ihr müsstet nun künftig fünf Tage die Woche von 8-18 Uhr arbeiten, sonntags in die Schule gehen, nebenbei privat zu Hause lernen und dann auch noch irgendwo den Nebenjob unterbringen, den Ihr braucht um Euch den ganzen „Luxus“ dieser Ausbildung überhaupt erst zu finanzieren, na, wie würdet Ihr da reagieren? Na also, da sind vier Millionen Schokokalorien doch lächerlich, oder?

Nachdem ich aber immer noch schwer geschockt bin, und aber nicht jeden Tag Schokoladenkuchen essen kann, hab ich mich heute dazu entschieden mir anderweitig etwas Gutes zu tun und hab einen kleinen Spaziergang ins Sonnenstudio unternommen, um dort meine geschockte, neurodermitis-geschädigte und fettarmer-Quark-farbene Haut ein paar Minuten zu belichten. So weit, so gut, aber entspannend ist auch was anderes… ich hab keine Ahnung, was sich Solariumbetreiber so denken, aber anscheinend nicht viel, denn ich wurde da drin regelrecht gefoltert! Nein nein, nicht von bösen UV-Strahlen oder defekten Laubsauger-Gebläsen, nein nein, mit MUSIK! Bzw. etwas, was der Sonnengott anscheinend dafür hält… als ich reinging lief gerade eine Schnulze von Ronan Keating, die ich zwar nicht mag, die aber noch erträglich gewesen ist. Im Anschluss kam dann ACDC mit „Highway to Hell“, wo ich mir noch dachte, hey, cool, geht doch! Aber kaum war das Lied aus, wurde ich mit einer dummdämlichen Dance-Techno-Barbie-Kacke beschallt, wo ich keinen Titel erkennen konnte, dessen Text aber außer „Blue da-be-dee-da be-dow“ auch nicht viel mehr hergab. Ich hatte dann noch ungefähr drei Minuten, in denen tatsächlich Wolle Petry’s Wahnsinn-Hölle-Hölle-Scheiße meine Ohren maltrierte und ich konnte mich gerade noch schnell genug anziehen, um das Studio beim „Roten Pferd“ fluchtartig zu verlassen…

Folglich bin ich jetzt zwar nen Ticken farbiger, aber keineswegs entspannter, im Gegenteil. Vielleicht leg‘ ich mich jetzt dann erstmal zum Sterben ins Bett. Oder aber ich geh‘ Schatzi auf die Nerven, der hat jetzt dann eh sooooooo viel Zeit ohne mich, da kann ich das jetzt noch ausnutzen und ihm die Ohren voll jammern wie schlecht es mir doch geht und dass ich Schokoladenkuchen will… ach so, geht ja nicht, bin ja auf Diät. Tja, dann brauch ich anderweitige Ablenkung…. 😉

In diesem Sinne,
genießt Eure Sonntage. Sie sind schneller weg als man glaubt.

Eure genervte Speditionspraline

PS: Ja, ich will jetzt bitteschön ganz viel Mitleid! Ich will gehutscht und geheitscht und geknuddelt und betüddelt werden! Sonst muss ich Euch leider mit dem „Roten Pferd“ bestrafen…. 😉

 

… und ewig brennt das Licht!

Man sollt‘ ja meinen, sooo, jetzt hat se ja wieder ’nen festen Freund die Praline, da geht der Bedarf an Batterien und  elektrischem Gerät sicher wieder zurück.

Aber nee, nix is, je länger mein Schatz und ich zusammen sind, desto mehr brizzelts in der Leitung. Gut, ich geb‘ ja zu, meine Vorliebe für Dinge, die mit Strom funktionieren, ist schon enorm. Nicht umsonst besitze ich einen Wasserkocher in Form einer Kuh, der nach jedem Kochen leidenschaftlich muht. Oder einen Micky-Maus-Toaster, der nicht nur tolle Maus-Ohren auf die Toasts brennt, sondern auch noch beim Auswerfen der selbigen den Disney-Marsch pfeift.

Naja, zusammen mit dem sonst so hauhaltsüblichen Kram, als da wären Kühlschrank, Ofen, Kaffeemaschine, Waschmaschine, Trockner, Mikrowelle, mein heißgeliebter Pürierstab, Wasserkocher im Bad (für die Lockenwickler, logisch, oder? 😉 ), Fön, Computer, Laptop, Laptop-Boxen, Stereoanlage, Hometrainer, 4 Deckenlampen, 6 Stehlampen, Rasierapparat,  Bügeleisen, Mixer, Staubsauger, Handy1 und Handy 2, Wii-Konsole, Fernseher, DVD-Player 1 und 2, Aktenvernichter, Dunstabzugshaube, Lichterkette im Bad, Laminiergerät, Drucker, Digi-Cam 1 und 2, Akkubesen und zwei mp3-Playern, verfüge ich also über sage und schreibe 46 Elektrogeräte. Und da sind die „Kleingeräte“ im Schlafzimmer noch nicht mal mitgezählt. Und auch nicht der ganze Handwerkskram im Keller.

Aber weil mir das ja noch nicht reicht, hab ich mir gestern  Gerät Nummer 47 angeschafft. Einen Handstaubsauger. Braucht‘ ich unbedingt, Ihr habt ja keine Ahnung wie lästig Frühstückskrümel sein können. Also bin ich bei meinem Freund Thomas Phillips vorbeigefahren, hab ihm 13 Euro in die Hand gedrückt und er mir dafür einen sagenhaft stylischen Handstaubsauger. Tja, das war also gestern. Gegen halb vier. Seitdem hängt das blöde Ding an der Steckdose und lädt und lädt und lädt und lädt…. In der Bedienungsanleitung (die ich als brave Hausfrau natürlich aufmerksamst gelesen habe) steht drin, der Akku ist voll, sobald das rote Lämpchen, die sogenannte „Ladekontrollleuchte“ erlischt. Sie brennt jetzt seit dreiundzwanzigeinhalb Stunden.

Nun, nachdem mir das ziemlich suspekt vorkommt, hab ich eben mal bißchen gegoogelt, was denn so die übliche Ladezeit eines Handstaubsaugers ist. Die Standardantwort in diversen Foren ist immer: „Für eine Nutzdauer von ca. 10- 15 Minuten beträgt die Ladezeit etwa 16 Stunden.“ Ja nee, is klar. Gleich fahr ich los und hau dem dämlichen Thomas Phillips seinen Scheiß-Drecks-Akkusauger um seine Sonderposten-Ohren! 16 Stunden! Ist das ja schon übel, aber dreiundzwanzigeinhalb Stunden? Und das beknackte Licht brennt immer noch? Hallo-o? Geht’s noch? Ein anderer Staubsauger-Kunde, den ich in einem der Foren aufgegabelt hatte, hatte seine Errungenschaft nach 48 Stunden Ladezeit weggeworfen. Mal sehen, das wäre die Alternative. Aber erstmal bin ich noch geduldig und schreibe mal vorsichtshalber eine Bewerbung an E.ON, ob ich gegebenenfalls wieder bei denen arbeiten könnte, weil wenn das so weitergeht, dann komm ich entweder irgendwann qualvollst durch Kabelbrand um oder aber es erschlägt mich meine Stromnachzahlung. Wir werden sehen.

Bis dahin warte ich brav und lass‘ es hier in der Wohnung weiter brizzeln. Und für Euch gibt’s jetzt auch noch bißchen Strom. Aber auf die Ohren.

In diesem Sinne,

möge die Ladekontrollleuchte mit Euch sein!

 

Winterschlaf mit Colt Seavers

Blankes Entsetzen, als ich eben folgende Nachricht meiner lieben Freundin Romy las:

„Heute am 14.10.2009 um 8.49 bei Antenne Bayern hörte ich viel zu früh:

„Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away….“

Ich seh scho, irgendwann spielen die des bescheuerte Lied schon im Sommer

Vor genau einer Woche hatte es noch 27 Grad und bin im Biergarten gesessen…. Also ab in den Winterschlaf, wer macht mit?? Aufwecken erlaubt ab 01.03.2010 „

Gott sei Dank bin ich davon noch verschont geblieben. Aber um 8:49 Uhr konnte ich auch keine Musik hören, ich war nämlich ganz brav in der Schule (im Kindergarten triffts eher, aber das ist eine andere Geschichte 😦 )

Hab aber weihnachtsboykottsmäßig schon abgeloost und heute die ersten Domino-Steine vernascht. Tja, ist halt so, im Kindergarten sind die Kinder mit den Süßigkeiten immer schon die beliebtesten gewesen. Da kann ich mit meinen geschnippelten Möhren (in Bayern übrigens: „Geibe Ruam“!) nicht punkten. (Die hab‘ ich übrigens auch brav wieder mit heim gebracht. Gut, dass meine Mama keine „Hast-Dein-Pausebrot-aufgegessen-Kontrolle“ mehr machen kann. Sie würde mich töten.

Nachdem ich aber dann am Nachmittag bereits im Schneegestöber nach Hause gefahren bin, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis George „The Scheißhaufen“ Michael auch mir wieder die Ohren vollsäuselt. Und das Gesabbel brennt sich einem ja ins Trommelfell, da is‘ jeder Tinnitus eine Wohltat dagegen. Ich versteh‘ gar nicht warum die immer noch dem Bin Laden nachjagen. Die sollten lieber mal bei Antenne Bayern Terror-Leiki abholen oder wer immer diesen Anschlag auf die Ohren der lieben Romy verübt hat.

Dabei hab ich mich gestern noch gefreut, als die bei Antenne ihren „80er-Tag“ hatten und ich nach vielen vielen Jahren mal wieder das Colt-Seavers-Lied gehört hab… hach, war das schön! Aber nee, jetzt ausg’schissen. Wer im Oktober schon „Last Christmas“ spielt, der frisst auch kleine Kinder.

In diesem Sinne, gute Nacht, ich geh mit Romy schlafen. Weckt uns bitteschön am 01. März auf. Ich hätt‘ dann gern nen Café Latte und zwei weichgekochte Eier, falls sich das jemand merken kann. Danke.

P.S.: Für alle Nostalgiker noch ein Betthupferl:

 

Der Fremdgänger

Boah, könnt‘ ich mich schon wieder auuuuuuufregen!

Also eigentlich wollt‘ ich heute ja einen offenen Brief an die Außerirdischen schreiben, immerhin hab ich Todes-Panik, dass der arme kleine Kerl, den sie da in Mexiko gefangen haben, irgendwo noch viel außerirdischere Eltern hat, die jetzt mit einer Armada von hyperintelligenten extraterrestrischen Lebensformen die Erde angreifen, um den Tod des kleinen Ausreißers zu sühnen. Ich muss das aber leider vertagen, weil mir eben in den RTL-Mittagsnachrichten noch was viel Schlimmeres untergekommen ist als dämliche Riesenratten und besoffene mexikanische Bauern:

Der FREMDGÄNGER. Habt Ihr schon gehört vom Fremdgänger? Also ich hätt‘ mich ja eben wegschmeißen können, wobei ich nicht so genau weiß, ob vor Lachen über den dämlichen Trottel oder aus Scham über eine meine Geschlechtsgenossinnen…. aber bitte, hier erst mal die Fakten:

Da ist also dieser Typ, irgendwo in Virginia, und bescheißt seine Alte. Und der Tussi fällt darauf nichts Blöderes ein, als zu sagen, naja, macht ja nix, jetzt stellst Dich mal nen Tag lang an die Kreuzung und bereust, und dann is‘ alles wieder gut, Schatz. Der Typ, er heißt übrigens William, denkt sich, cool, wenns weiter nix is‘, mach ich das eben, dann gibt die Olle Ruhe und ich kann schon morgen die Nächste knallen… tja, nun steht er da, der Willi!

Aber mal ehrlich, diesem dummen Weib gehören doch die Augen ausgekratzt, oder? Ich mein hallooo? Der Typ hat Dich beschissen, Süße! Fremdgevögeltpiiiiept! Mir würden da ganz andere Sachen einfallen als den einfach mal ein paar Stunden an ’ne Straßenecke zu stellen und ihm womöglich das Schild dazu noch selber basteln, ja gehts noch oder was? Was denkst Du Dir, liebe Betrogene, das spricht sich rum und wird in kürzester Zeit zum Freifahrtschein für alle Typen, Du glaubst doch nicht im Ernst, dass diese „Bestrafung“ auch nur irgendwas bringt? Im Gegenteil, die Jungs finden das wahrscheinlich noch super und verabreden sich bald zu „Ich-bin-fremdgegangen-und-muss-nun-mit-einem-doofen-Schild-an-der-Straße-stehen-Partys“, wo es dann neben reichlich Bier und Pizza wahrscheinlich auch noch jede Menge blonde Boxenluder gibt! Männer sind vielleicht doof, aber so doof nun auch nicht. Ich mein, überleg‘ mal, kennst Du EINEN Mann, der sich nicht lieber acht Stunden an ne Hauptverkehrsstraße stellt als mit Dir zu IKEA zu fahren oder dabeizusein, wenn Du Deine siebenunddreißig besten Freundinnen zum Kaffeeklatsch einlädst? Künftig entkommen alle unsere Jungs diesen uns für unsere Beziehungen so wichtigen Aktionen, indem sie einfach nur sagen: „Schatz, sorry, ich hab gestern ne andere gepoppt, ich stell mich eben mal runter an den Kreisverkehr, bis heute Abend bin ich wieder da, was gibt’s zu essen?“

Nee, nee, nee. Also so nicht. Ein bißchen Stolz hat Frau doch schon noch. Du kannst ihm die Koffer packen, Du kannst mit seiner Zahnbürste das Klo putzen, von mir aus ruf bei seinem Chef an und meld ihn krank wegen Hämorrhoiden, aber bitte bitte lass‘ ih nicht mit so ’nem Kinderkram davon kommen. Ich schäme mich für Dich, Süße, ehrlich.

Am liebsten würd‘ ich auf den Schock jetzt nen Tequila trinken, aber ich weiß nicht ob das so gut ist, die Mexikaner jetzt zu unterstützen, wo doch die Aliens bald einfallen…. ich glaub ich trink doch lieber nen ehrlichen bayrischen Blutwurz.

In diesem Sinne, Mädels, wenn Ihr heute an irgendeiner Straßenecke nen Typen stehen seht: Tretet ihm in die Eier, er hat’s verdient (und keine Angst, dass Ihr nen Unschuldigen trefft, es sind Ferien und die Schülerlotsen haben alle frei!)

Treue Grüße,

Eure Praline

Provinzdisco

Boah Leute, am Samstag war ich zickig. Richtig zickig. Jaaa, auch das gibts. Man sagt mir ja immer die Ruhe selbst nach, aber Samstag Nacht hab selbst ich in bester Dreijährigen-Manier mit dem Fuß aufgestampft und geschrien: „I mog aba neeeeed!“

Geholfen hat’s nix, ich musste mich letzten Endes dann Papa Spaß, Dr. Specht und der Megaperle geschlagen geben und bin mit selbigen in der legendären Landshuter Diskothek „Diederennamehiernichtgenanntwerdendarf“ aufgelaufen.

Als Landshuter kennt man die Lokalität ja, allen anderen möchte ich hier nun einen kleinen Einblick in den wahnsinnigsten aller wahnsinnigen Provinz-Amüsierschuppen geben:

„Diederennamehiernichtgenanntwerdendarf“ existiert schon eine Ewigkeit, man munkelt, dass schon Herzog Georg seine Jadwiga dort abgeschleppt hat, bevor er dann 1475 ganz standesgemäß die Landshuter Hochzeit ausrichtete….. Heute sehen Diskotheken in der Regel anders aus, und das aus gutem Grund. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, und da hilft es auch nicht, dass man erstmal ganz wichtigtuerisch an der Tür klingeln muss, bevor irgendsoein Hiwi von Türsteher einem Einlass gewährt. Immerhin, „Du kummst hier ned rein!“ gibts da nicht.

Kaum eingetreten, erschlägt Dich rechter Hand eine prähistorische Tanzfläche, auf der volltrunkene Mittfünfzigerinnen ihre cellulitebehafteten Hüften schwingen und dabei höllisch aufpassen müssen, dass nicht versehentlich die ein oder andere Krampfader platzt. An der Bar hingegen Männerüberschuss, allerdings ein äußerst zweifelhafter. Auf der einen Seite goldkettchenbehängte, billige Polyesteranzüge tragende Typen, die Haare mit Pomade zurückgekämmt (meiner Meinung nach übrigens ein untrügliches Zeichen für Koksnasen. Das ist die Kokser-Code-Frisur, wetten?) und stets ein Auge auf die Tanzmäuse, wer weiß, wer weiß, vielleicht ist da ja das ein oder andere Pferdchen dabei, das man für ein paar Euros noch einige Jahre laufen lassen könnte. Die andere Seite der Bar wird belagert von diversen älteren Herren, allesamt minderbemittelt, ungewaschen und schlecht gekleidet, dafür halt scheiße fucking reich, jeder ein geschätzt 15jähriges Thai-Mädchen auf dem Schoß. Widerlich, wie diese alten Säcke vor ihren Kataloggespielinnen einen auf dicke Hose machen, da fällt mir echt nix mehr ein.

Wo Du hinschaust, das blanke Elend in Reinkultur, und Du dankst Gott, dass Du doch noch nicht gaaaaaanz so alt bist, normale Menschen um Dich rum hast und diesen Laden nur betrittst, um ein bißchen Freak Show zu gucken. Aber ganz ehrlich, da guck ich künftig dann doch lieber RTL2 und verdränge, dass es solche Gestalten im wahren Leben tatsächlich gibt.

Und sollte ich in 20 Jahren wider Erwarten tatsächlich einmal so einsam und verzweifelt sein, dass selbst „Bauer sucht Frau“ mich ablehnt, dann weiß ich ja wo ich hingehen kann. Dann pack ich meine Orangenhaut, die Hängetitten und sämtliche Krampfadern auch in ein neonfarbenes Minikleid, kauf mir hässliche Schuhe dazu und schwebe mit den anderen Gremlins zu den Klängen von Andrea Berg über die Tanzfläche.

In diesem Sinne,

fröhliches Altern!

Eure Diskopraline

Ach ja, Andrea Berg will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Also, schnell sieben Schnaps gezogen, Ohren zu und PLAY!