Deutschland ist pleite und ich bin schuld….

Habe von der Agentur für Arbeit folgendes Schreiben erhalten, zu dem ich natürlich, wie gewünscht, entsprechend Stellung nehme!

Sehr geehrter Unterzeichner dieses Schreibens,

grundsätzlich fände ich es hilfreich, wenn ich irgendwo auf Ihrem lustigen Schreiben Ihren Namen entdecken könnte, denn dann könnte ich Sie persönlich ansprechen, so wie Sie das ja auch tun. Aber gut, wer bin ich, dass ich hier Ansprüche stelle.

Zum einen möchte ich, der guten Ordnung halber, mitteilen, dass ich keineswegs bei der Firma „Logistics Sea & Air“ beschäftigt bin. Das Unternehmen heißt „XXX Sea & Air Logistics GmbH“, aber macht ja nichts, ich habe das Ihrem Hause ja nur in ungefähr siebenunddreißig Briefen und persönlichen Gesprächen mitgeteilt, da kann sowas schon mal untergehen, verstehe ich.

Zum anderen entspricht es tatsächlich der Tatsache, dass ich bereits zum 29.11.2010 bei XXX  Sea & Air Logistics GmbH (!) zu arbeiten begonnen habe. Obwohl meine Umschulung erst zum 28.01.2011 offiziell beendet gewesen wäre, habe ich zum 01.12.2010 einen Vertrag be XXX Sea & Air Logitics GmbH (!) unterschrieben. Dass ich dann kurzfristig 2 Tage (das sind ja wahnsinnige 48 Stunden!!!) früher dort zu arbeiten begonnen habe, ergab sich aus der einfachen Tatsache dass am 29.11. eine Weihnachtsfeier bei der XXX  Sea & Air Logistics GmbH (!) angesetzt war, an der ich teilnehmen wollte, bzw. musste (Sie erinnern sich vielleicht, dass ich bereits zuvor neun Monate im Praktikum bei der XXX Sea & Air Logistics GmbH (!) tätig war).

Ich kann natürlich den behördlichen Zorn über diesen Betrug am Sozialstaat nachvollziehen, wo kämen wir hin wenn ich nicht ordnungsgemäß meine zu Unrecht erhaltenen 11,39 EUR zurückzahlen würde, zumal die Agentur ja bereits Tausende EUR verloren hat durch Umschüler, die selbige abgebrochen haben, weil sie nach ein paar Wochen oder Monaten einfach nicht mehr erschienen sind und festgestellt haben, dass sie lieber Hartz IV beziehen um weiter jeden Tag bis Mittag ihren Rausch ausschlafen zu können anstatt die Möglichkeit  einer neuen Ausbildung zu nutzen.

Ich gestehe in all meiner Demut, dass ich schlicht und ergreifend einfach nicht darüber nachgedacht habe, dass ich durch die 2 Tage, die ich mein Arbeitsverhältnis früher als geplant angetreten habe, ein offensichtlich enormes Loch in die deutsche Staatskasse gerissen habe. Dafür möchte ich mich aufrichtig bei Ihnen, werter anonymer Unterzeichner, und selbstverständlich bei allen deutschen Steuerzahlern entschuldigen. Ich weiß, vor dem Gesetz zählt es nicht, dass ich meine Umschulungszeit rein finanzierungstechnisch nicht „ausgeschöpft“ habe und das mir bis zum 28.02.2011 bewilligte Arbeitslosengeld beziehen wollte. Nein, ich habe mich tatsächlich erdreistet Ihrem Amt 2 Monate weniger auf der Tasche zu liegen und bereits im Dezember zu arbeiten begonnen. Verzeihung, November, nicht Dezember. Hatte mich ja um 2 Tage vertan, Schande über mich.

Wie gewünscht, habe ich mich nun hiermit also fristgerecht zum Sachverhalt geäußert. Und Sie können nun tun oder lassen, wie Sie belieben. Schicken Sie mir einfach Ihre Rechnung und gehen Sie heute Nacht schlafen mit dem guten Gefühl, Ihren Job mal wieder perfekt erledigt zu haben. Denn Ordnung muss sein!

Und keine Angst, ich leiste definitiv keine Zahlungen an die Kasse der Regionaldirektion Bayern, bevor Sie, lieber Anonymus, mich hierzu aufgefordert haben. Könnte ja sein dass  ich mich um zwei Cent verrechne und dann müssen Sie mir noch mal schreiben. Wobei, dann wär Ihnen vielleicht nicht ganz so langweilig.

Ach ja, und logo, wenn ich noch zusätzliche Zahlungen leisten soll, werde ich benachrichtigt. Das ist ja schön.  Bin schon gespannt was Ihnen noch einfällt. Fahrtkosten habe ich bereits zurückerstattet (3,90 EUR, oh Mann, hoffentlich bekommt die kein Hartz-IV-Empfänger, der damit dann illegalerweise Lotto spielen geht, das fände ich wirklich schade!). Aber wer weiß, welche Leistungen ich noch zu Unrecht erhalten habe. Ich hab bei Ihnen im Haus mal einen Kugelschreiber zum Unterschreiben benutzt, vielleicht können Sie hier ja noch den ein oder andren EUR zurückfordern.

In diesem Sinne, ich erwarte Ihre Rechnung, die ich selbstverständlich umgehend begleichen werde. Und ich stell mich auch extra noch mal eine Stunde in die Ecke und schäme mich, versprochen. Weil so geht das ja nicht, da haben Sie schon Recht.

Mit freundlichen Grüßen

eine aufgeflogene Betrügerin

(Liebe Leser, sollte ich tatsächlich eine Antwort erhalten, dann sag ich Euch natürlich Bescheid.  Auf dem schnellen Dienstweg 😉 )

Geschenke im Schnee

Grad les ich folgende Meldung:

„Bodenmais – Schnee schaufeln ist keine Arbeit, sondern das reinste Vergnügen. Das jedenfalls vermittelt Bodenmais den Touristen. Warum die Gäste dort (mit Begeisterung!) die Gehwege räumen: „Topfit aus dem Winterurlaub  – der größte Ferienort im Bayerischen Wald sucht aktive und sportliche Frühaufsteher.“ So beschreibt die pfiffige Gemeinde Bodenmais ihren neuen Winterräumdienst. Und so funktioniert’s: Ein Hotelier hat insgesamt 100 Schneeschaufeln gespendet. Jetzt werden täglich 100 Touristen gesucht, die damit die Gehwege von Eis und Schnee befreien. Damit die Gäste das auch tun, wird der Winterräumdienst kurzerhand als Schatzsuche verpackt: Denn irgendwo ist eine „Urlaubs-Bombe“ versteckt, die gefunden werden soll. „Diese neuartige Winter-Schatzsuche versteht sich als Winterspaß für ein tolles Urlaubserlebnis“, sagt Matthias Schweikl, der besagte Hotelier und Schneeschaufel-Stifter.“

Also, jetzt mal ehrlich: will IRGENDJEMAND von Euch im teuer bezahlten Urlaub die Schneeschaufel schwingen? Also, ich ned. Von wegen „Wellnessurlaub in Bodenmais“, ja klar und dann drückt mir der blöde Hotelfutzi in aller Frühe die Schaufel in die Hand. In Bodenmais! Da ist es ja jetzt ned mit fünf Minuten Flockenkehren getan, das ist ja quasi das Winterwonderland, da sind 50 cm mal gar nix! Und was hilfts mir wenn ich dann tatsächlich die Glückliche Gewinnerin der sog. „Urlaubsbombe“ bin? Ich werde zu erschöpft sein, um sie überhaupt zu öffnen… und wenn ich es doch schaffe, dann ist da bestimmt nur ein Ticket für den Bodenmaiser Skibus drin oder sowas (Ihr erinnert Euch an den Bad Birnbacher Badebus?).

Andererseits ist diese Idee mit dem Geschenke im Schnee verstecken natürlich gar ned blöd. Ich würd mich jetzt schon freuen, wenn ich morgens mein Auto abkehre und in den Schneemassen aufm Dach wär ein Geschenk versteckt. Ne Flasche Wodka zum Beispiel, oder irgendwas anderes was die Seele wärmt. Würd doch die eisige Plackerei in der Früh gleich viel mehr Spaß machen. Schnee räumen muss ich ja zum Glück nicht, das macht hier unser Hausmeister. Und so wie der ausschaut, hat er wohl tatsächlich schon etliche Flaschen Wodka im Schnee gefunden…. nix für ungut Herr Hausmeister, Sie machen das super! 🙂

Einmal hab ich sogar wirklich schon Geschenke im Schnee gefunden. Das war zu meinem 18. Geburtstag, damals, lange ist’s her. Da ich da eben gerade den Führerschein bekommen hatte, fiel meinen tollen Freunden natürlich nix Blöderes ein, als eine Auto-Schnitzeljagd mit mir zu machen. Gestartet wurde vorm Haus meiner Eltern und dann gab’s, Achtung: Überraschung! 18 (in Worten: achtzehn!!!) Anlaufstationen, alle verteilt in Stadt und Landkreis Landshut, und bei jeder Station gab es einen Brief mit dem Hinweis auf die jeweils nächste Station.  Nach einer klitzekleinen Panne (ein Kumpel war so schlau und hat einen dieser Hinweisbriefe unter einem parkendem Fahrzeug versteckt, das dann, als ich dort ankam, natürlich nicht mehr da stand. Sein Kommentar:“ Ja woher soll i wissen dass der Depp ausgrechnet jetzt wegfahrt?“), also nach dieser klitzekleinen Panne hatte ich fast 200 Kilometer mit meinem alten und doch heißgeliebten Ford Fiesta Gott hab ihn selig runtergerissen und hatte nun also den Brief mit dem letzten Hinweis in der Hand. Und dreimal dürft Ihr jetzt raten wo mich der hingeführt hat. Richtig. Vors Haus meiner Eltern 😦 Dort, in einem riesengroßen Schneehaufen versteckt, lagen also meine Geburtstagsgeschenke, die ich dann, nach der Mördertour auch noch eigenhändig freischaufeln durfte. Zum Glück sind meine Freunde ziemlich berechenbar und somit wusste ich dass ich nach dem 18. Geschenk aufhören kann zu buddeln. Und immerhin war eines der Geschenke ein Tankgutschein, sodass die 200 km dann wenigstens nicht ganz so umsonst waren…

Trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen, die klassische Variante, ein Geschenk in buntem Papier mit ner Schleife drum rum zu kriegen, ist mir dann doch lieber (*mitklitzekleinemzaunpfahlwinktdennpralinchenhatjabaldwiedergeburtstaggell* 😉

In diesem Sinne, wer gern freiwillig Schnee schaufeln will, darf sich gern bei meinen Eltern melden, die haben genug davon im Garten und auch wenn sie Euch keine Urlaubsbombe verstecken, an Kaffee oder a Bierchen gibts immer.

Schaufelnde Grüße,

Eure Schneepraline

Man spricht (Amts-) Deutsch!

Ich bin heute bei Stern.de auf einen lustigen Test gestoßen: „Verstehen Sie Amtsdeutsch?“ Klar dacht‘ ich mir, nachdem ich umschulungstechnisch die letzten Monate nahezu jedes Amt hier in L.A. und Umgebung abgegrast hab, kann das ja nicht so schwer sein… denkste!

Hier ein kleiner Auszug aus dem Sprachschatz der wohl nicht umsonst so gern belächelten Beamten:

Ohne Eintrag ins STAMMBUCH besitzt man keine LEBENSBERECHTIGUNGSBESCHEINIGUNG. Wir warten normalerweise an einer AMPEL, der Beamte wartet lieber an einer BEDARFSGESTEUERTEN FUßGÄNGERFURT. Im Schwimmbad müssen wir übers DREHKREUZ rein, Staatsbedienstete gehen lieber durch die PERSONENVEREINZELUNGSANLAGE! Eine RAUHFUTTERVERZEHRENDE GROßVIEHEINHEIT heißt bei normalen Menschen schlicht und ergreifend einfach nur KUH, und wenn Euch nächstes Mal der Nachbarsköter an den ZAUN pinkelt, dann könnt Ihr ihn wegen Beschädigung Eurer NICHTLEBENDEN EINFRIEDUNG drankriegen. Wartet aber mal lieber ab, weil vielleicht erledigt sich durch das Hundepieseln ja Euer UNKRAUT-Problem, bzw. Euer Problem mit der SPONTANVEGETATION. Die Jungs bei der Bundeswehr transportieren ihr ganzes Zeugs übrigens nicht mit SCHUBKARREN, nein, wenn die zum Beispiel mal ein RAUMÜBERGREIFENDES GROßGRÜN (=Baum) absäbeln und wegfahren, dann tun sie dies mit einem DREISEITENKIPPER. Und der BIOSENSOR (=Hund) schaut dabei zu….

Unglaublich aber wahr, und weil’s so schön ist, hier noch ein Fundstück aus dem Netz: „Rotkäppchen auf Beamtendeutsch!“

Wenn’s Euch gefällt, könnt Ihr’s ja ausdrucken und ein paar MEHRSTÜCKE, ääääh, KOPIEN an Eure Freunde verteilen. Aber ned des Copyright verletzen, weil sonst kommt der Herr Wachtmeister mit Biosensor und Schließzange (=Handschellen) und befördert Euch hinter die nächste nicht lebende Stacheldrahteinfriedung.

In diesem Sinne,

es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen.
(Warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht?)

Ich geh‘ jetzt und ess einen TRANSPARENTPUDDING. Früher hieß das Götterspeise, aber is‘ ja auch Wurscht…

Der King lebt…. in Russland!

Elvis Presley, der King of Rock ’n‘ Roll, wäre heute 75 Jahre alt geworden. Wäre? Oder ist?

Es gibt die hanebüchensten Theorien darüber, dass Mr. Presley nicht gestorben ist und vor allem darüber, was er denn nun eigentlich heute macht. Mein ganz persönliches Highlight:

Moskau – Sensation im KGB-Archiv aufgetaucht:

Das Geheimnis um das Verschwinden des „King of Rock ’n‘ Roll“ steht unmittelbar vor seiner endgültigen Lösung. Ein Geheimdokument aus dem Zentralarchiv des ehemaligen sowjetischen Geheimdienstes KGB klärt den Verbleib von Elvis „the pelvis“ Presley auf.

Demnach lebt der King mittlerweile unter dem Namen Evgeni Preskov in einer Datscha in Peredelkino nahe Moskau im Ruhestand. Auch wie er dorthingelangte geht aus dem Geheimpapier hervor:

1976 wurde Elvis von einem Spezialkommando des KGB entführt, um anläßlich des Parteitages der KPdSU vor den Größen des ZK zu singen. Leonid Breschnew, damals Vorsitzender des ZK, war so angetan von der Show, daß er Presley anbot, Staatsbürger der Sowjetunion zu werden. Elvis gefiel das Leben in der Sowjetunion, das Klima und der Wodka. Er willigte ein. Bis zum Tode Breschnews spielte er einmal pro Woche im Konzertsaal des Kreml vor ausgewähltem Publikum. Mit dem Tode Breschnews aber änderte sich seine gesellschaftliche Stellung. Der neue starke Mann Andropow haßte alles westliche und nannte den King nur einen „dekadenten Fettkloß“. Presley, der mittlerweile erneut geheiratet hatte, fiel in Ungnade, wollte aber seine schwangere Frau nicht verlassen. Er nahm deshalb eine Stellung als Nachtwächter im Revolutionsmuseum an, die er bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion innehatte. Mit Erreichen des Rentenalters wurde er in den Ruhestand versetzt.

Als Andenken an seine große Zeit trägt er immer noch stolz den Orden „Held der Sowjetunion“ auf der Brust. Tagsüber sitzt er gerne auf der Veranda seiner kleinen Datscha (wenn es die Arthritis erlaubt) oder spielt mit seinen Kindern. Eine Rückkehr in die USA schließt er aus: „Ich bin glücklich hier.“ (Quelle)

Ja nee, is‘ klar… Evgeni Preskov…. und ich zieh‘ mich jetzt dann als Pralini Killerov nach Kasachstan zurück.
Dabei ist doch vollkommen klar, dass Elvis mittlerweile als Tankwart in Missouri jobbt. Also, auf Ideen kommen die Leute… tz tz tz…
Allen noch so dämlichen Verschwörungstheorien zum Trotz, Elvis hat heute Geburtstag und das Pralinchen gratuliert ihm ganz herzlich. Sollte irgendjemand in persönlichem Kontakt mit ihm stehen, dann sag ihm bitte allerliebste Grüße und richte ihm aus dass ich heute Abend trotz all meiner guten Diät-Vorsätze extra ihm zu Ehren ein großes Bananen-Speck-Sandwich essen werde. Oder zwei. Oder drei.
In diesem Sinne,
Rock ’n‘ Rooooooooooooooooooooll!
Eure Pralini Killerova

Betriebsurlaub

Ach ja meine Lieben, da bin ich wieder. Lang genug hat’s gedauert, gä? Aber entschuldigenderweise kann ich Euch sagen, mit über 30 wieder zur Schule zu gehen, das ist echt ends-stressig. Vor allem dann, wenn man diese inzwischen dritte (und vermutlich letzte…?) Ausbildung endlich ernst nimmt und auch nebenbei bisserl was dafür tut ( ach ja, lieber Omar: ich hab ne Ei-eins! Ätschbätsch und Du ni-icht! *frotzel*)

Nichts desto Trotz, jetzt hat die Streberpraline endlich Ferien. Naja, „Ferien“ ist etwas übertrieben, denn der klassische Schüler hat ja bekannterweise 6  Wochen Sommerferien.  Ich hab nur zwei. An sich nicht so schlimm, würde mich mein bester Kumpel, seines Zeichens Mathelehrer mit mehr als 12 (in Worten: ZWÖ-ÖLF!!!) Wochen Ferien im Jahr nicht ständig daran erinnern: „Ach so, ja stimmt, Du hast ja nur die zwei Wochen, Mensch, das is echt schade….!“ Danke Flo, Freunde wie Du sind Gold wert. Ich hab Dich auch lieb.

Jedenfalls hatte ich mir für meine zwei freien Wochen jede Menge vorgenommen. Der grobe Plan sah vor, dass ich mich in der ersten Woche um meine in letzter Zeit äußerst stiefmütterlich behandelte Wohnung kümmere, und die zweite Woche dann DSC_2627relaxenderweise mit vielen schönen, entspannenden Dingen verbringe.

Wie Ihr Euch denken könnt, hab ich schon in Woche 1 total versagt. Mir fällt nämlich tatsächlich nix Blöderes ein, als genau zu Beginn meiner sehnlichst erwarteten Ferien erstmal eine saubere Mandelentzündung zu kriegen. Nun lag ich also erstmal drei Tage mit Fieber und Halsschmerzen im Bett und hab mir das schöne Wetter von drinnen aus angeschaut. Auch schön, und manch einer könnt‘ ja jetzt sagen, naja, immerhin, im Bett rumliegen ist ja irgendwie auch Urlaub. Ja, schon, aber leider nicht, wenn genau jetzt diesem Volltrottel von Gegenüber-Nachbar einfällt, endlich sein Haus weiter zu sanieren und er nun, nachdem die Baustelle ein gutes halbes Jahr stillstand, anfängt, mit Presslufthämmern und andrem Gerät die alten Garagen wegzureißen. Suuuuper Geräuschkulisse, vor allem wenn man krank ist. Ich meine, rein lärmtechnisch liegt meine Wohnung ja eh beschissen. Direkt an der Bundesstraße, wo ab vier Uhr morgens die LKW vorbeidonnern, und direkt hinter einer Eisenbahnbrücke, die (bevorzugt nachts) schwere Güterzüge von A nach B bringt. Echt geil, ich schwör.Nun, als angehende Speditionskauffrau kann ich aber ja schlecht über meine künftigen Brötchengeber schimpfen, also zähle ich mittlerweile in schlaflosen Nächten keine Schäfchen mehr, sondern Lastwagen und Züge, und, kein Scheiß, irgendwann geh ich dann zu „Wetten, daß?“ und erkenne neun von zehn Fahrzeugen allein am Geräusch, vorausgesetzt, good old Tommy stellt mir mein Schlafzimmer ins Studio und kann so die allnächtliche Geräuschsituation simulieren.

Ich schweife mal wieder ab, aber das kennt Ihr ja. Auf jeden Fall nervt der Beton hämmernde Nachbar und mein Zeitplan ist aufgrund meiner Mandelentzündung auch im A… äh, Eimer. Ich hab zwar angefangen, bißchen meine Bude sauber zu machen, aber Ihr kennt das ja sicher, wenn man krank ist, ist man auf einmal unheimlich schwach und kann sich kaum auf den Beinen halten und so…. stimmts?

Was man auch krank gut kann, ist den Resturlaub planen. Zum einen wollte ich mein Auto (jaa, die kleine schwarze Nervensäge existiert immer noch!) in die Werkstatt bringen. Seit Monaten geht das ABS nicht mehr, seit Wochen klappert irgendwas ganz furchterregend vom Bodenblech weg, und letzten Samstag hat sich dann mit einem lauten „kazonnnk“ mein linkes Fenster verabschiedet. Aller guten Dinge sind drei, da lohnt es sich doch, mal wieder den KFZ-Meister meines Vertrauens aufzusuchen.

Dann wollte ich noch ein bißchen wellnessen und endlich mal die mysteriöse, aber mir letztes Wochenende wärmstens empfohlene „Salzgrotte“ testen. Und zu Guter Letzt hab ich ja immer noch einen kleinen aber feinen Gutschein von einem Landshuter Wellnesstempel, wo ich nebenP1010004 Whirpool und Hawaii-Massage auch noch den Whirpool und eine Hawaii-Massage nutzen kann. Klingt doch super für Urlaub daheim, oder?

Auf jeden Fall häng ich mich also ans Telefon, Termine, Termine, Termine, ich brauche mehr Details! Anruf Nr. 1 bei der Werkstatt: „Wir sind leider von bis im Betriebsurlaub.“ Na prima. Dann halt eben nicht. Klappert die blöde Kiste halt weiter, und solang es nicht regnet, ist das mit der Scheibe auch nicht so tragisch. Anruf Nr. 2 in der Salzgrotte: „Wir haben Urlaub und können leider von bis nicht für Sie da sein!“ Ja wie jetz? Ich hab auch URLAUB! Genau aus dem Grund wollt‘ ich ja bei Euch rein schauen, halloooo? Anruf Nr. 3 im Wellnesstempel: „Äh, nein, nächste Woche können Sie leider nicht kommen, da haben wir zu.“ Sagt mal Leute, Ihr verarscht mich doch alle, oder? Morgen steh ich wahrscheinlich vorm LIDL und finde ein Schild mit der Aufschrift:“Liebe Kunden, wir haben Sommerulaub. Bis einschließlich September können Sie hier leider nicht mehr einkaufen!“ Wundern würd’s mich nicht…

Tja, somit ist nun also meine erste Urlaubswoche fast rum, und außer, dass ich mal wieder das Klo geputzt hab, ist nicht viel passiert. Immerhin, ich fühle mich inzwischen schon wieder etwas gesünder als noch Anfang der Woche. Insofern bestehen ja noch gute Chancen, wenigstens nächste Woche ein bißchen was vom Sommer mitzunehmen, sofern der nicht auch in Urlaub geht. Wer braucht schon Wellnesstempel, im Grunde hab ich den gleichen oder sogar noch einen besseren Entspannungseffekt, wenn ich mir einfach mal wieder ein paar Schuhe kaufe. Oder Bücher. Oder Parfum. Oder alles zusammen. Das nicht vorhandene Urlaubsgeld muss ja schließlich irgendwohin.

In diesem Sinne,

schöne Ferien!

Eure Urlaubspraline

PS an Omar: Ich hab ne Ei-eins! Ich hab ne Ei-eins, ich hab ne…..!

Frauen und glänzende Tüten

P1010004

Das ist das Ergebnis wenn Pralinchen, die ja bekanntermaßen eine Frau und somit dem Shoppingwahn erlegen ist, eine Messe besucht. In diesem Fall die Transport Logistic in München.

Man beachte den schicken MP-3-Player mit den Original-Unterschriften von Toto & Harry. Quasi ein Promi-Souvenir, leider war Robbie Williams kurzzeitig verhindert, jetzt musste ich mit zwei leicht grenzwertigen Fernsehpolizisten Vorlieb nehmen *grummel*, aber egal, immerhin waren die zwei noch nicht im Dschungelcamp, also ist das Autogramm immer noch super und ich muss mich nicht dafür schämen.

Schön ist auch die Gummikeule, keine Ahnung wen ich damit verprügeln könnte (äh…. Scha-atz???), aber es schadet ja nie, sowas zu besitzen. DHL war übrigens super spendabel und hat gleich mal sauber eine komplette Packset-Box gefüllt mit Radio, USB-Maus und einer Brotzeitdose rausgehauen. Ok, das Radio funktioniert nicht, die USB-Maus brauch ich nicht und die Brotzeitdose ist mir viel zu peinlich als dass ich sie je benutzen würde, aber immerhin, die Schachtel ist super, jetzt wo ich mich endlich durchgerungen habe, meine Uralt-Lederjacke bei ebay zu verticken. Danke, DHL!

Hach, ich liebe Werbegeschenke. Man wird auf so einer Messe richtiggehend gierig, wenns darum geht, unnötigen Kram abzustauben. Weil wirklich brauchen tu ich davon nix. Aber es ist ein schönes Gefühl, Dinge geschenkt zu bekommen. Und wenns nur der vierhundertneununddreißigste Kugelschreiber ist.

In diesem Sinne,

fröhliches Horten. Vielleicht sehen wir uns ja auf der nächsten Messe. Ich bin wie immer die, die an jedem Stand um ein Goody Bag bettelt…

Sammelnde Grüße

Euer Tütenpralinchen

Das Huhn im Kuhstall

Liebe geht durch den Magen, heißt es. Deshalb hab ich meinem herzallerliebsten Schatz vor kurzem sein seit Jahren im Schrank stehendes aber noch nie benutztes Kochbuch abgeknöpft und gemeinsam erforschen wir nun die sagenhafte Welt der lukullischen Genüsse. Es gab schon phänomenale Rucola-Schupfnudeln, extremst hüftgoldfördernde Farfalle in Erbsenrahm mit Speck und Walnüssen und ein total geniales Würstchen-Gulasch mit Kartoffeln und Bohnen. Mmmhhh!

Und nachdem ich den herzallerliebsten Schatz nun schon vom Gemüseschnippler zum Fleisch-in-die-Pfanne-Leger befördert hatte, wollten wir das natürlich feiern und haben uns für heute das „Pfefferhuhn“ vorgenommen. Im Kochbuch war es von Anfang an einer unserer Favoritenpfefferhuhn, sah es doch auf dem Foto soooooo lecker aus! Aber wir irrten. Auch wenn die Zubereitung relativ unspektakulär und simpel war, das Ergebnis war ein Desaster. Rein optisch ähnelte es sehr wohl dem Bild im Kochbuch, aber der Geruch, der da von unseren Tellern hochstieg….uuuaaahhhh! Innerhalb von Millisekunden stellten wir beide mit Entsetzen fest: „Boah, das riecht voll nach Kuhstall!“  Auch wenn wir uns nicht erklären können, warum, die Mischung aus Huhn, Semmelbröseln, Pfeffer, Honig und Olivenöl ist die perfekte Formel für Kuhstallgeruch.

Es erübrigt sich zu erwähnen, dass dreiviertel des sagenhaften Mahls im Müll gelandet ist. (Das restliche Viertel ging drauf beim Versuch es trotz der Bilder von scheißenden Kühen im Kopf zu essen und sich einzureden „Naja, so übel ist es doch gar nicht…“ Das ist so wie wenn ich sagen würde „Denkt die nächsten zehn Minuten bitte keinesfalls an einen Eisbären!“ An was denkt Ihr? Logisch, an einen Eisbären…. man kann gewisse Dinge einfach nicht wegblenden, egal wie viel teuer erstandenes Hähnchenfilet dabei auf dem Spiel steht!)

Während wir so an unserem stinkenden Huhn herumgekaut haben, haben wir uns ausgemalt wie lecker es wäre, hätten wir das Huhn einfach nur mit Honig bestrichen, oder hätten wir es mit Kokosraspeln paniert…. doch trotz all unserer tollen Ideen, vor uns auf dem Teller lag „Bauer sucht Frau“ in Reinkultur. Dabei kann ich eigentlich schon kochen. Naja, ein bißchen. Kaffee. Wasser. Und vor Wut. Aber das immerhin gut! Ich habs inzwischen (dank der großzügen Spende meiner Mama, die mir ein Backofenthermometer geschenkt hat!) sogar geschafft einen leckeren  Kuchen zu backen.  Aber das mit dem Pfefferhuhn war mal nix.

Ich werd Schatzi und mir jetzt alternativ ein paar „Nimm 2“ auf den Teller legen, da weiß man einfach immer was man kriegt. Immer lecker, immer gut, abwechslungsreich dank zweier verschiedener Farben und natürlich bis oben hin voll mit Vitaminen. Kann ich nix falsch machen.

In diesem Sinne, guten Appetit und ein freundliches Muuuuh!

Eure Peppermint Patty Praline

Licht ins Dunkel

Die jährliche Stromrechnung ist ja immer super. Kaum holt man sie aus dem Briefkasten, überkommt einen der Kitzel: „Werd ich was rauskriegen? Hab ich vielleicht tatsächlich zuviel gezahlt und bekomm nun eine Rückzahlung mit der ich mir nun doch endlich diese superschicken Stiefel aus dem superschicken Hochglanzkatalog leisten kann? Oder aber muss ich unendlich viel nachzahlen, weil die netten Herren von der Zählerablesung eben nicht drüber wegschauen konnten dass mein Trockner kaputt ist, deshalb drei Stunden für eine Ladung Handtücher braucht, mein Luxuskörper aber trotzdem nicht auf kuschelflauschige Frottéewaren verzichten kann?“

Tausende Fragen in den wenigen Sekunden bis man den Brief geöffnet hat. Und siehe da, „Saldo zu Ihren Gunsten: 13,00 €“ Juhuuu! Gut, für die Stiefel langt’s nicht, aber immerhin eine Rückzahlung und kein Minusbetrag, wegen dem ich bei meiner Bank vorsprechen müsste und der netten Dame am Schalter die Sache mit den Kuschelhandtüchern erklären.

Was mich jedoch extrem irritiert, ist das nette kleine Give-Away meines Stromanbieters: eine Packung Streichhölzer. Ich meine Hallooooo? Was für streichholzereine mysteriöse Botschaft steht denn da dahinter? „Äh, ja, Frau Praline, dieses Jahr kriegen Sie noch 13 Euro zurück, aber wenn das mit Ihrem Stromverbrauch so weiter geht, dann müssen wir Ihnen leider den Saft abdrehen. Wir wissen aus gut informierten Quellen, dass Sie mit einem defekten Wäschetrockner Strom verschwenden, außerdem ist uns zu Ohren gekommen, dass Ihr Wasserkocher muht und Ihr Toaster den Disney-Marsch spielt, und das lässt nun nicht wirklich auf einen sorgsamen Umgang mit Energie schließen…“

Ich war ja echt versucht, bei den netten Damen und Herren vom Überlandwerk Erding anzurufen. Aber dann hab ich mir das Streichholzbriefchen mal näher angesehen. Die Message hinter diesem meiner Meinung nach marketingtechnisch eher mißlungenen Präsent ist eine andere: „Mehr als ein Strohfeuer- unsere Liebe zu Erding!“ Aha! Eine Liebeserklärung also! Hach, wie romantisch… ich find Erding ja auch toll. Man ist gleich am Flughafen, der Erdinger EDEKA hat eine viel größere Auswahl an Süßigkeiten als der in Landshut und außerdem gibts in Erding ganz phänomenal tolle Grillhendl. Aber das wars dann auch.  Dass ich da jetzt deswegen extra Liebesstreichhölzer verschicken würde, naja, vielleicht doch etwas übertrieben. Aber wer weiß, vielleicht ist die Liebe des Überlandwerks ja auch eine ganz andere: „Willst Du, liebes Überlandwerk, die Stadt Erding lieben und ehren, Sie mit Strom, Gas und Wasser versorgen, in guten wie in schlechten Tagen, bis dass Russland Euch scheidet?“ -„Ja, ich will.“ Ist doch ne Ansage.  Schön.

Trotzdem find ich, Streichhölzer sind ein ziemlich beknacktes Werbegeschenk. Von E.ON gab’s mal Briefmarken (logisch, so ein Beschwerdebrief will schließlich frankiert sein!), von O2 hab ich Pralinen bekommen (PRALIIIIINEN! Ok?), und die OMV hat mir wieder ganz traditionell ein Badetuch geschenkt (noch vier Jahre und ich hab endlich ein komplettes Set, juhuuu!).  Mit Streichhölzern kann ich aber nun mal gar nix anfangen. Streichhölzer sind langweiliger als ein Themenabend bei arte. Aber nun gut, wer weiß, wofür ich Sie noch brauchen kann. Wenn ich mich nämlich doch noch entschließe, die superschicken Stiefel zu bestellen, dann könnt’s schon passieren, dass die nächste Abschlagszahlung mein Konto nicht mehr verlässt, und dann bin ich vielleicht froh drum, mir mit den Erdinger Liebesstreichhölzern ein paar Kerzen anzünden zu können und mir daran die Hände zu wärmen. Die Füße braucht’s nicht, die stecken ja in neuen superschicken Stiefeln.

In diesem Sinne, bringt ein wenig Licht ins Dunkel und sagt Eurer Stadt mal wieder wie lieb Ihr sie habt!

Zündelnde Grüße

Eure Praline

Killerkuchen

Einen finnischen Gewürzkuchen wollt‘ ich backen. Laut meiner bloggenden Freundin Kochschlampe ein absolut idiotensicheres Rezept, von ihr spendiert nachdem sie erfahren hatte, dass mein erster Weihnachtskuchen ein rabenschwarzes Chaos war und nun im nächsten Sommer als Grillkohle dient.

Also hab ich’s erneut versucht und mich an die finnische Variante gemacht. Tja, das ist das Ergebnis….

weihnachtskuchen

Nun ist es bewiesen, meine Talente liegen wohl definitiv NICHT in der Küche. Auch wenn ich mal behaupten möchte, dass ich ganz passabel kochen kann (ich mach den geilsten Kokosfisch der Welt, zaubere eine Mousse au Chocolat in die man sich am liebsten reinlegen möchte und ja, mein Chili con Carne ist ungelogen das Beste diesseits des Rio Grande! Äääährlich!), aber mit Kuchen backen hab ich’s wohl einfach nicht so.

Dabei hab ich mich strikt an Kochschlämpchens Anweisungen gehalten. Gut, an alle bis auf eine. Die Sache mit dem Backofenthermometer… hab auf die Schnelle keins bekommen und dem Ergebnis nach zu urteilen, könnte ich in meinem Backrohr wohl auch ganz gut Stahl schmelzen… nach 35 Minuten (offizielle Rezept-Backzeit 50!!!) hab ich das traurige Objekt entfernt, ein Gebet  gesprochen und es im Mülleimer begraben. Rest in Peace finnischer Freund… 😦

Von den Krümeln hab ich probiert, und es ärgerte mich maßlos, dass dieser Kuchen wahrscheinlich sogar schweinelecker gewesen wäre… irgendwie lebkuchig, mit einem Hauch von Mokka… aber die ganzen hochofenmäßigen Kohlehydrate, na ich weiß nicht…

Jetzt hab ich natürlich ein Problem. Ich, Großkotz der ich bin, hab ja ganz enthusiastisch angekündigt, dieses Jahr zum Familien-Weihnachtsessen einen Kuchen zu machen. Und weil das ja nicht reicht hab ich den neuen (und noch unbekannten) Schwiegereltern auch gleich einen zugesagt. Aber einen dritten Versuch werd‘ ich nun definitiv nicht mehr wagen. Was kann ich also tun?

Auf gut Glück einen Blick ins Horoskop für die Weihnachtswoche werfen? (Könnte klappen, denn das letzte sagte mir meinen neuen Job voraus und ich hab heute meinen Arbeitsvertrag unterschrieben!) Oder meine backenden Freundinnen anhauen ob sie nicht vielleicht…. Romy? Meike? Hallo? Hört Ihr mich? 😉 Ich könnte aber auch ab morgen meinen rechten Arm eingipsen und so tun als hätte ich ihn mir gebrochen, dann wär ich auch aus dem Schneider… oder aber ich mach gar nix und erzähle an Heilig Abend Eltern, Tanten, Omas, Brüdern und Schwiegereltern dass ich überfallen wurde und die Räuber mir ausgerechnet den guten leckeren Weihnachtskuchen abgenommen haben…. hat jemand noch eine andere Idee?

Auf jeden Fall werd ich ab heute meine Moulimex in den Schrank packen und nie nie wieder rausholen. Die extra für meine Kuchenaktion teuer erstandenen Weihnachtsgewürze werd‘ ich bei Gelegenheit in ein schönes Gulasch kippen und sämtliche Backformen schmeiß ich aus dem Fenster (ist auch ne Springform dabei, was passiert wohl, wenn man die aus dem Fenster wirft?)

Liebe Kochschlampe, ich dank‘ Dir für Deinen Rezepttip, hätte lecker werden können. Aber mir fehlt das Kuchen-Gen oder so. Nix für ungut 😉

In diesem Sinne, merke:

Am besten schmeckt immer das Stück zwischen dem rohen und dem verbrannten Teil!

Verkohlte Grüße

Eure Backpraline

Vier Ringe für ein Halleluja

Die Probleme mit meinem Automobil hatte ich Euch ja zur Genüge geschildert. Doch inzwischen ist es repariert, springt mir wieder ganz zuverlässig jeden Morgen an und eigentlich könnte ich also völlig glücklich und zufrieden sein.

Tja, nur bin ich mein Auto jetzt erstmal vorübergehend los. Hab’s meinem Bruder geliehen, weil er die nächsten zwei Wochen ein zuverlässiges (!) Gefährt braucht und, glaubt’s oder nicht, sein Auto ist noch viel schrecklicher als meines 😦

Es handelt sich hierbei um einen 19 Jahre alten BMW. An sich ein sehr schönes Auto, nur leider total am Ende. Das Auto ist seit Anbeginn seines Lebens im Killerpralin’schen Familienbesitz und folglich musste es schon so einiges mitmachen. Meinen ersten (und bisher einzigen!!!) Unfall hatte ich mit genau diesem Wagen. Hab auf der Autobahn einen vor mir fahrenden Mercedes geküsst. Tja, wer NICHT bremst, verliert 😦 Ein anderes Mal bin ich mit dem Auto aus der Einfahrt rausgefahren und hab dabei vergessen dass ich ja lenken könnte um nicht den Hang nebenan runterzufahren. Gut, bis auf ein paar Kratzer im Bodenblech ist nicht viel passiert, und zu meiner Verteidigung möchte ich sagen dass ich an diesem Abend auf dem Weg zum Bruce Springsteen-Konzert war, folglich also totaaaaal aufgeregt 😉

Irgendwer (nein, nicht ich!) hat dann mal die Nebelscheinwerfer zerstört, weshalb die jetzt mit Tape abgeklebt sind (dann bemängelt’s der TÜV nicht *hehe*), sieht spacig aus, ehrlich! Meine Mama hat dann irgendwann die Zierleisten auf der Seite verloren (nicht dass die noch sonderlich fest gehalten hätten, war einfach Pech, dass grad sie am Steuer saß), insofern sieht man jetzt nur noch die Schrauben, wo die Dinger mal befestigt waren.

Einkaufen mit diesem Auto ist ganz schlecht. Der Kofferraumdeckel rastet nämlich nicht mehr ein, d.h. entweder braucht man einen Helfer, der das Ding für einen aufhält, oder aber man riskiert fiese blaue Flecke auf Kopf oder Schulter (und glaubt mir, die komplette Familie hatte schon solche Flecke…)

Fahren tut er an sich noch prima. Blöd ist halt nur, dass auch die Instrumente nicht mehr sonderlich gut arbeiten. Es funktioniert nämlich entweder der Tacho ODER der Drehzahlmesser. Beides zusammen geht nicht mehr. Gut, muss man halt aufpassen ob die Polizei hinter einem fährt, was aber super gut geht, denn dank der von unserem Hund herausgebissenen mittleren Kopfstütze hat man absolut freie Sicht nach hinten. Sieht im Übrigen sehr dekorativ aus, der ganze gelbe Schaumstoff, der da rausquillt.

Nervig ist eigentlich nur das Autoradio. Das geht nach dem Starten etwa zehn Minuten bevor es sich mit einem lauten, äußerst elektrisch klingendem Knall verabschiedet. Klingt wie Fehlzündung und man kann seine unwissenden Beifahrer damit mördermäßig erschrecken! Was hab ich schon gelacht! (Bei älteren Mitfahrern schalten wir es aber lieber gleich aus, die Gefahr eines Herzinfarkts ist einfach zu groß!)

Ihr seht also, ich hab grad den megamäßig automobilen Spaß 😦 Was tut man nicht alles als große Schwester, hach!

Allerdings hab‘ ich ja ein As in der Hinterhand. Ihr wißt schon, der sagenhafte Leih-Audi! *mmmhhhh* Als mein Bruder mich gefragt hat ob er zwei Wochen mein Auto leihen könnte, dachte ich sofort an dieses wunderbare blaue Gefährt, das mit der Funkverriegelung und der Sitzheizung…. insofern tut der Tausch nicht ganz so weh, denn gleich heute Abend werd ich die Autos tauschen, den BMW für die nächsten zwei Wochen in die Garage parken und dem angekündigten Wintereinbruch mit vier magischen Ringen entgegentreten!

In diesem Sinne, gute Fahrt!

Eure Benzinpraline

P.S.: Liebster allerliebster Brudi: Audi hin oder her, Du hättest mein Auto auch so gekriegt! 🙂