Schlechter Sex

Ok, bevor Ihr nun alle denkt das Pralinchen ist verrückt geworden und breitet auf ihrem eh schon viel zu exhibitionistischem Blog auch noch ihre Bettgeschichten aus, möööp! Fehlanzeige. Da muss ich Euch leider enttäuschen. Ich erzähl Euch ja viel aus meinem mehr oder weniger spektakulären Leben, aber ein paar Geheimnisse wahre ich mir dann doch.

Hintergrund für diese Geschichte ist ein anderer. Nachdem ich nun, (der fleißige Leser hat’s mangels neuem Lesestoff sicher bemerkt) einige Zeit krankheitsbedingt ausgefallen war, hatte ich viel Zeit zum lesen, und bin unter anderem auf das Buch „Schlechter Sex“ von Mia Ming gestoßen (Schwarzkopf & Schwarzkopf, 9,90 €, ISBN: 978-3-89602-814-3). 33 Frauen schildern hier ihre übelsten Sexerlebnisse und auch wenn ich um eine gewisse Schadenfreude nicht drum rumkam, in einigen der Geschichten fand ich mich selbst wieder. Bzw. weniger mich, als mehr den ein oder anderen männlichen „Ausrutscher“.

Drum möchte ich Euch dieses Buch hiermit ans Herz legen. Den Mädels, weil es lustig ist und sich sicher jede schon mal einem Mann (oder dem kläglichen Abbild eines solchen) gegenüber sah, der sich durch Betteln um Sex zum totalen Verlierer erniedrigte, sich selbst für „Mr. Orgasmusgarantie“ hielt und wir (mal wiiiiieder 😉) selbigen vortäuschen mussten, um dem Grauen ein Ende zu bereiten oder aber einem vermeintlichen Sunnyboy, der sich dann als komplexbehaftete Minisalami entpuppte.

Den Jungs rate ich zu diesem Buch, weil Ihr da echt mal was lernen könnt. Selten wird mieser Sex gleich vor Ort diskutiert. Ich meine, wie soll das auch gehen? „Süßer, bleib mal entspannt liegen, ich mach uns einen Birkenblättertee und dann reden wir mal über Deine sexuelle Inkompetenz. Hattest Du vielleicht eine schlechte Kindheit?“ Also, man sieht, das geht nicht. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass man sich noch vor dem Frühstück trennt und dann ein Stoßgebet gen Himmel schickt, man möge diesem Mann nie wieder über den Weg laufen.

„Versuch macht kluch“ sagt der Volksmund. Aber im Laufe der verschiedensten Erfahrungen ergeben sich dann doch einige „Warnhinweise“, wie man als Frau schlechten Sex vorab erkennen kann:

  • Geiz: Wenn ein Typ vorab fragt, was das Taxi zu Dir kostet und ob Ihr Euch die Kosten teilt, Finger weg! Wer so geizig ist, den dürft Ihr getrost Eure Steuererklärung machen lassen, in Euer Bett lasst Ihr ihn besser nicht!
  • Verantwortungslosigkeit: Vorsicht vor der „Nimmst-Du-eh-die-Pille?“-Fraktion! Diese Männer haben wohl seit dem Aufklärungsunterricht in der neunten Klasse kein Kondom mehr aus der Nähe gesehen, über HIV und diverse Geschlechtskrankheiten sind sie sowieso erhaben („Männer kriegen sowas nicht!“) und ihr einziges Verantwortungsbewusstsein liegt darin, eventuelle Vaterschaftsklagen zu vermeiden. Nicht sehr sexy.
  • Fitnessstudio / Sonnenbank: Keine Frage, ein gepflegtes Äußeres ist unabdingbar. Jungs, die ihren Körperkult jedoch so zelebrieren, dass sie nur noch „gemacht“ aussehen, sind meistens so von sich eingenommen, dass man als Frau absolut gar nichts davon hat. Solche Männer haben in der Regel auch jede Menge Spiegel in ihrem Schlafzimmer. Narzissmus rules. Uuuah.
  • Kneipenbekanntschaften nach Mitternacht: immer ungünstig, bleiben lassen! Alkohol enthemmt, keine Frage. Aber mal ehrlich, wie geil ist besoffener Sex denn wirklich? Na also. Faustregel: Küsse niemanden nach Mitternacht, den Du nicht auch schon um acht geküsst hättest. Bringt nichts, nur Ärger.

Tja, ich bin mir sicher, die ein oder andere von Euch hat noch mehr Tipps auf Lager. Haut rein, wir wollen die Mädels warnen und den Jungs helfen 😉 Und wie gesagt, „Schlechter Sex“ von Mia Ming lohnt sich für beide Geschlechter. Ich mach hier ja normalerweise keine Werbung, also nehmt es einfach als Buchtipp. Vielleicht geht’s Euch ja wie mir und Ihr habt ein bisschen Zeit zum lesen. Ich mach heute nämlich nichts anderes. Ich bin zwar jetzt wieder gesund, hab das aber gestern gleich so exzessiv gefeiert, dass ich mir den Knöchel verstaucht hab und mich keinen Meter schmerzfrei bewegen kann. Steven und Papa Spaß werden ihrem Ruf als Killerpralinen-Bodyguards langsam mehr als gerecht. Immerhin haben sie mich gestern zum dritten Mal gerettet. Das erste Mal nach meiner unerklärlichen Diskotheken-Ohnmacht, das zweite Mal bei meiner Autopanne und gestern wurde das verletzte Pralinchen erst durch die City getragen, dann nach Hause gefahren und sie bekam auch noch ein Yes-Torty geschenkt! In diesem Sinne, danke Jungs! :-*

A propos Jungs: Selbstverständlich dürfen auch die Jungs hier ihren Senf abgeben. Fänd ich persönlich fast noch spannender *hihi*

Sexy Grüße

Eure Lesepraline

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Pralinchen im Fahrstuhl

Gestern Abend hab ich eine liebe Freundin besucht. Sie wohnt im fünften Stock einer riesengroßen Wohnanlage. Ich beneide sie fast ein wenig, ist sie doch die einzige Person, die ich kenne, die privat eine „von bis“-Adresse hat. Also das klingt doch super, wenn man einen Brief bekommt, und da dann drauf steht: Frau Praline Killer, Schokoladenstr. 324-328… das hat doch mal Klasse, findet Ihr nicht?

Auf jeden Fall wohnt sie im fünften Stock, und weil ich ja die faulste Socke auf Gottes Erden bin, fahr ich da wohl mit dem Aufzug hoch. Der Aufzug ist jedoch ziemlich unzuverlässig, der Sohn meiner Freundin hat schon viele viele Stunden einsam und allein in diesem Aufzug zugebracht, bis es irgendjemandem mal aufgefallen ist, dass dieser stecken geblieben ist und der Hausmeister gerufen wurde. Es gibt zwar so einen Notruf-Knopf in diesem Aufzug, aber der hat wohl scheint’s nur eine dekorative Funktion. Ich glaube ja fast, dass, wenn man diesen Knopf drückt, vielleicht in der Tiefgarage das Licht angeht, oder bei Meiers im zweiten Stock der Türöffner summt, vielleicht löst dieser Knopf auch irgendwo auf der Welt ein Erdbeben aus, wer weiß. Den Hausmeister oder einen Fahrstuhl-Pannenservice benachrichtigt er aber mal definitiv nicht.

Jedes Mal, wenn ich meine Freundin besuche, stell ich mir wieder die Frage, riskiere ich den Fahrstuhl oder lauf ich hoch? Aber meine sagenumwobene Faulheit siegt immer. Und so ein kleines bisschen Nervenkitzel ist ja auch dabei. Also warte ich gestern, wie schon so oft, auf den Aufzug, während ein äußerst attraktiver junger Mann mit einem Kasten Bier unterm Arm die Eingangshalle betritt. Er gesellt sich zu mir, wir warten gemeinsam auf den Fahrstuhl und ich schau ihn mir etwas genauer an. Groß, volle dunkle Haare, dunkle Augen, lässiges Sommer-Outfit, Flip-Flops, sportlich trainierter, sonnengebräunter Körper. Sehr lecker.

Der Fahrstuhl kommt, wir steigen ein, er fragt mich „Wo musst Du hin?“ und ich antworte „in die fünf“. Er drückt die fünf, dann die drei und die Fahrstuhltür schließt sich. Der junge Mann lächelt mich an und nimmt seinen Bierkasten unter den anderen Arm. Der Aufzug stoppt, die Tür geht auf und der junge Mann sagt „Tschüss, schönen Abend noch!“

WARUM ZUM GEIER kann dieser verfluchte Scheiß-Drecks-Aufzug nicht ausnahmsweise heute mal stecken bleiben? Dauernd höre ich Horrorgeschichten von kleinen Kindern die stundenlang darin ausharren müssen, alten Omis, die Panikanfälle bekommen, Einkäufern aus dem sich darunter befindlichen Supermarkt, deren Tiefkühlware langsam vor sich hin schmilzt während sie auf den Pannendienst warten. Alle ärgern sich. Und nun komm ich, treffe einen Gott von einem Mann in diesem Aufzug, der noch dazu Bier mit dabei hat, und dieser Scheiß-Aufzug funktioniert einfach so als ob nichts wäre.

Stellt Euch vor, was dies für eine schicksalhafte Begegnung hätte werden können? Wir hätten uns in aller Ruhe kennen lernen können, er hätte mir seinen Namen verraten und ich ihm meinen, er hätte mir von seiner Wohnung im dritten Stock erzählt (in welcher er als Single natüüüürlich alleine wohnt), wir hätten zusammen Bier getrunken und gewartet und geredet, wir hätten lustige Mutmaßungen über unsere Rettung angestellt, hätten unsere Telefonnummern ausgetauscht, hätten für den Fall, dass wir hier jemals wieder rauskommen würden, ein Date vereinbart, wir hätten weiter Bier getrunken, wir hätten über unsere Kindheit geredet und unsere Zukunftswünsche, wir hätten rumgealbert, gelacht, und irgendwann wäre ich in seinem starken Armen eingeschlafen, der Hausmeister wäre gekommen, hätte uns gerettet und ein halbes Jahr später hätten wir geheiratet.

Aber nein, dieser beknackte Aufzug muss ja ausgerechnet gestern funktionieren. Scheiße aber auch.

In diesem Sinne, verlasst Euch nie auf die Technik.

Eure Fahrstuhlpraline

Zucchiniauflauf im Desert Valley

„Boah, ich sag’s Euch, als ich den gesehen hab, bin ich erstmal raus in die Küche und hab eine geraucht.“ Gabi, 33, erzählt uns von ihrer ersten unheimlichen Begegnung der kleinen Art. Sie nimmt meine Hand, streckt meinen kleinen Finger aus und sagt. „So.“ Hm, mein kleiner Finger ist nicht sehr lang. Trotz der Fingernägel. Sie quetscht Ring- und Mittelfinger aneinander, um mir in etwa den Durchmesser zu vermitteln. Immer noch übel, ich hab sehr zarte Händchen…

Betroffenes Schweigen macht sich breit. Sieben junge, wunderschöne Frauen sitzen am Küchentisch, es stehen schon ein paar leere Weinflaschen rum. Im Aschenbecher glimmt eine Marlboro vor sich hin. Susanne findet als erstes die Worte wieder: Ich hab mal einen gehabt, bei dem wars ähnlich. Großer, bulliger Typ. Aber im Süden gähnende Leere. Hab den dann nach Hause geschickt.“ Entsetzen. „Du hast ihn NACH HAUSE GESCHICKT???“ – „Ja. Er saß da, präsentierte stolz sein Desert Valley und sagte, mach mal! Ja was zum Geier sollte ich damit denn machen? Aufblasen?“ Wir lachen.

Den Gesichtern nach zu urteilen hatte jede von uns schon so eine Begegnung. So ganz pauschal heißt es ja „Die Größe ist nicht wichtig, auf die Technik kommt’s an.“ Ja, mag sein. Den kleinen I-Pod finden wir super. Kleinwägen mögen auch gern, passen in jede Lücke. Kleingeld ist immer praktisch. Kleine Kinder sind total süß. Aber wir sprechen hier von Männern. Bzw. deren bestem Stück. Heikles Thema. Gut, unter uns Frauen jetzt nicht, auch wenn ich bei Gabi eben glaubte, sie würde gleich anfangen zu weinen aufgrund der schrecklichen Erinnerung. Aber man kann ja mal drüber reden. Vielleicht sollten wir erstmal klären. Wie klein ist überhaupt klein? Ich klaue hierzu ein bisschen im Netz. (ganzer Artikel unter:http://www.sexualberatung-online.net/penis/die-penisgroesse/)

„…Mediziner sagen, dass man bei einer Penisgröße von unter 10 cm über Therapien nachdenken sollte. Sexualtherapeuten hingegen meinen, dass ein Penis schon dann zu klein ist, wenn man persönlich unzufrieden ist mit der Penisgröße. Der mitteleuropäische Durchschnittspenis hat Statistiken zufolge eine Länge von 13,5 cm….“

Gut, nächstes Mal messen wir also erstmal munter drauf los. Jetzt sagen ja (die kleinen) Männer, es käme auf die Größe gar nicht so sehr an und verweisen auf Statistiken, in welchen die Frauen dies bestätigten. Nun, getreu dem Motto „Glaube keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast“ zitiere ich nun noch mal oben genannte Quelle:

„…Denkbar ist hier vielleicht folgendes Szenario: Fragen sie als Frau mit kleinem Busen einen Mann ob er auf große Busen steht. In 99% der Fälle wird der Mann aus Pietät sagen: Nein, nicht die Größe ist entscheidend, sondern XYZ, Persönlichkeit oder sonst etwas……Welche Frau empfindet einen kleinen Penis als erotischer oder optisch ansprechender als einen großen? Ich denke die Frauenwelt war bis dato einfach nur so höflich bei der Beantwortung dieser Frage zu einer gnädigen Notlüge zu greifen….“

Bingo. Diese Aussage deckt sich mit der der sieben jungen wunderhübschen, inzwischen gut betrunkenen Frauen. Die Frage „Findest Du ihn zu klein?“ zwingt Dich zur Lüge. Sagst Du die Wahrheit, gibt’s Ärger. Also schwindelst Du und hoffst auf das Beste. Oder aber Du machst es wie Susanne und schmeißt ihn raus. Wobei Du dann aber nie erfährst, ob er es nicht vielleicht doch drauf gehabt hätte.

Ich für meinen Teil lege beim ersten Mal immer demonstrativ eine besonders große Zucchini in die Küche. Im Regelfall werd ich drauf angesprochen. Ich lasse den Frager dann aber im Unklaren, was ich mit dieser Zucchini denn vorhabe. Ist der Mann entsprechend ausgestattet, dann ist das Gemüsethema sowieso vom Tisch. Ist er es nicht, kann ich mir aber sicher sein, dass er sich besonders anstrengen wird, in Gedanken immer bei meiner Riesenzucchini. Bisher konnte ich nicht klagen. Gut, ich hab auch nie nachgemessen. Aber Ihr wisst ja, die Schönheit und das Auge des Betrachters… Meistens hab ich danach einen Zucchiniauflauf gemacht. Und einen Teller davon meinem Süßen serviert. Mit einem romantischen Kerzchen dabei. Kann also nicht meckern. Oder ich hatte bisher einfach Glück. Schnappatmung und den dringenden Wunsch nach einer Zigarette gabs bei mir nicht. Wenn dann aus einem anderen Grund. Einem sehr sehr schönen 😉

In diesem Sinne lass ich Euch heute ausnahmsweise nur einen ganz kleinen Gruß da 😉 Und hoffe Ihr diskutiert jetzt fleißig mit mir und meinen Mädels. Kommentare von Männern sind ausdrücklich erwünscht!

So und jetzt drückt mal bitte einer die Scheiß-Marlboro aus. Dankeschön.

Eure große Praline

Der stumme Max und ich

Samstag Nacht, ungefähr ein Uhr. Meine Mädels und ich sind mal wieder im Beatschuppen. Eeeeewig waren wir da schon nicht mehr. Aufgeputscht von etlichen schweineleckeren Caipis (bei „Luis“ war Brazil-Party *huiuiui*, nur leider hat uns der Regen dann vertrieben) laufen wir also im Beatschuppen ein, sichern uns unserem Stammplatz (die Ecke mit dem besten Überblick!) und tanzen, lachen und diskutieren weiter über unser Thema des Abends (wozu es dann morgen eine neue Geschichte gibt. Muss noch recherchieren *lach*).

An der Bar sticht mir ein Typ ins Auge. Groß, dunkelblond, schönes Gesicht. Sitzt da mit seinen beiden Freunden. Ich schenk ihm ein Lächeln und dreh mich wieder um, schließlich ist Mädelsabend und Männer sind heute eigentlich tabu. Irgendwann, ich bin gerade heftig am tanzen, stupst mich Mr. Schönes-Gesicht an, zwinkert mir zu und deutet mir, er hätte mir etwas zu sagen. Ich unterbreche also mein Gezappel und bin ganz Ohr. Und von jetzt ab wird es absurd. Mr. Schönes-Gesicht deutet auf seinen Freund, der zwei Hocker weiter sitzt und mich mit großen Kuhglubschern anschaut. „Das ist der Max (Name natürlich geändert 😉 ), der beobachtet Dich schon eine Weile und Du gefällst ihm!“ Ich muss lachen und schau mir Max mal genauer an. Groß, strohblond, blaue Augen. Nicht unattraktiv. Aber offenbar nicht ganz auf der Höhe. „Ja, das freut mich natürlich! Aber warum sagt mir der Max das denn nicht selber? Kann der Max denn nicht sprechen?“ Schönes-Gesicht meint: „Ja weißt Du, der Max ist ziemlich schüchtern. Magst Du mir verraten wie Du heißt, damit ich es dem Max sagen kann?“ Ok, das wird ja jetzt lustig. Ich fange wieder an zu lachen und winke dem Barkeeper, er möge mir doch bitte ein großes Wasser machen. Ich muss schleunigst nüchtern werden. „Ja also gut, ich bin die Steffi.“ Mein Name wird an Max weitergegeben und ganz zaghaft streckt mir dieser seine Hand entgegen. Sagen tut er immer noch nix. Ich wende mich wieder an Schönes-Gesicht: „Fein, jetzt kennt der Max meinen Namen.“ Schönes-Gesicht sagt: „Ja, magst ihn nicht kennenlernen?“ Ich könnte mich grad auf dem Boden kugeln vor lachen. „Hm, schwierig. Der redet ja nix mit mir, der Max.“ (Außerdem würd’ ich ja viel lieber DICH kennenlernen Du süße Schnecke. Aber das kann ich ihm natürlich so nicht sagen. Der arme Max. Und außerdem, wie gesagt, Mädelsabend *ähem*) Schönes-Gesicht fängt an, mir vom unglaublichen Max zu erzählen, er sei 29, käme hier aus der Gegend, sei Großgrundbesitzer mit eigener Jagd und Landwirtschaft. Aha, Bauer sucht Frau, na prima, das kann ja spaßig werden. Während schönes Gesicht sich für seinen Freund bei mir voll ins Zeug legt, schenkt Max mir sein schönstes Jungbauernlächeln. Kriegt aber immer noch den Mund nicht auf. Der dritte Typ aus dieser Heldentruppe hat inzwischen seinen Barhocker geräumt, vielleicht in der Hoffnung ich würde mich neben Max setzen. Tu ich aber nicht. Ich frage Schönes-Gesicht, ob er denn immer für Max die Mädels klarmachen würde. Er antwortet: „Hm, ja, eigentlich schon. Der Max tut sich a bisserl hart mit den Frauen.“ Ach echt? Wär mir jetzt gar nicht aufgefallen, gut dass Du es gesagt hast. Ich finde langsam Spaß an der ganzen Sache und zwinkere Max zu. Er bemüht sich um ein Lächeln, schaut aber dann doch gleich wieder verstört weg. Hui, war wohl zu viel für ihn, mein Zwinkern. Schönes-Gesicht ergeht sich in der Zwischenzeit in Heldensagen über the incredible Max, und ich fühle mich, als würde ich gerade auf irgendeinem zwielichtigen Parkplatz hinterm Bahnhof einen Gebrauchtwagen kaufen. Ich erkläre Mr. Schönes-Gesicht, dass ich es zwar echt super-kumpelmäßig von ihm finde, wie er hier für Max die Werbetrommel rührt, aber an einem stummen Klemmi nicht interessiert bin. Ich unterhalte mich gerne mit Max, wenn er denn selber herkommt. Ich proste Schönes-Gesicht mit meinem Wasser zu und widme mich wieder meinen Mädels.

Max kam nicht zu mir. Irgendwann später, die Mädels und ich stehen draußen beim Rauchen, seh’ ich die drei den Laden verlassen. Max ist in ein Gespräch mit dem andern Typen vertieft, und als er mich wahrnimmt, schaut er sofort verschämt zu Boden. Mr. Schönes-Gesicht schenkt mir noch ein zuckersüßes „Servus“ untermalt von einem frechen Zwinkern. Tja, armer Max. Er wird wohl jetzt alleine in seinen tiefer gelegten GTI steigen und nach Hause fahren. Aufs Land. Und mal wieder wird er sich sagen: „Die Mädels aus der Stadt sind alles hochnäsige Zicken.“ Natürlich nur zu sich selbst. Denn mit anderen spricht er ja nicht. Der Max.

In diesem Sinne,

verschwiegene Grüße

Eure Flirtpraline

Verliebt über 30 oder : „Alles ist Porno!“

Vier Mädels, vier Männer, viermal Rundumgrinsen und der Sommer kann kommen. Während Nr. 1, unser aller beziehungsfragentechnischer Fels in der Brandung, seit Jahren nun schon glücklich verheiratet ist, zuckeln wir andern drei ein bisschen hinterher. Schier endlose Weiberabende, Unmengen an Alkohol und das Dauerbrennerthema schlechthin: „Die bösen, bösen Männer“. Nun sind ja grundsätzlich ALLE Männer schlecht, bis natürlich auf denjenigen, den man gerade eben kennengelernt hat. Ist Euch das mal aufgefallen, wie schnell wir aus der „Alles-Arschlöcher-Apathie“ heraussprinten sobald uns ein Typ wirklich nahe geht? Dann haben wir plötzlich wieder ein gottgegebenes Verständnis für alle Männermacken dieser Welt, weil unser neues „Schatzi“ ist ja da gaaaaanz anders. Folglich war es nur eine Frage der Zeit, wann die drei Single-Grazien wieder auf Wolken schweben, immerhin, „Zeit is wor’n“, der Frühling ist ja schon wieder vorbei. Und während die eine eben glücklich verheiratet ist, die zweite schon ein paar Monate schmetterlingstechnisch gaga in der Birne, die Dritte endlich auch den emotionalen Knoten hat platzen lassen, spürt Nummer Vier seit einigen Tagen nun auch dass „was in der Luft ist“.

Schön, sind also alle glücklich und die Geschichte könnte hiermit nun auch schon wieder vorbei sein. Ist sie aber nicht. Denn gestern erfahre ich von einem guten Freund, dass seine Beziehung, die erst vor wenigen Wochen so richtig begonnen hatte, am Ende ist. Aus, vorbei, finito. Dein Pferd ist tot, steig endlich ab! Und drum möcht ich jetzt einfach ein paar Worte dazu schreiben, wie furchtbar bescheuert wir über 30 so sind. Quasi als Warnung. Oder als Hinweis. Vielleicht auch nur ums mir selber zu verdeutlichen.  Erfahrungsgemäß (und Mädels, leugnen gibts nicht, ich kenn Euch zu gut!) grübeln wir Frauen uns ja die Hirne blutig. Egal wie süß sich ein Typ uns gegenüber verhält, wir finden immer was zum grübeln. Und egal, was er alles anstellt um uns eine Freude zu machen, wir schaffen es solange zu grübeln dass man das mit Sicherheit dann doch irgendwie negativ auslegen kann.  Das „Problem“ an uns Ü30-Mädels ist, dass wir halt schon einen ganzen Haufen emotionales Gepäck mit uns rumschleppen. Wir stolpern quasi über unsere eigene Geschichte.  Nummer Zwei, Drei und Vier haben bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich. Und auch wenn wir inzwischen mit unseren Ex-Männern wieder bedenkenlos auf ein Bier gehen können, die Tatsache dass wir gescheitert sind, ist dennoch nicht abzustreiten. Davor und danach reihen sich diverse mehr oder weniger dauerhafte Liebschaften ein, die alle eins gemeinsam haben. Sie haben nicht funktioniert. Ob das nun an den Männern lag, oder an uns, oder an der berühmten Verkettung unglücklicher Umstände, das sei mal dahin gestellt. Mit jeder Enttäuschung werden die Ansprüche an „den Neuen“ größer. Und der arme Kerl muss dann das ausbaden, was unsere vorigen Partner, oder aber auch wir selber, verbockt hatten. Und das ist Bullshit, wenn ich das mal so undamenhaft formulieren darf. Warum nehmen wir es nicht einfach so an wenn das Leben uns was Schönes schenkt? Warum können wir nicht einfach sagen „So, und das genieß ich jetzt!“? Warum müssen wir uns alles schief grübeln, uns selber mit so aberwitzigen Fragen quälen wie: warum ruft er nicht an? Was hat er damit jetzt wieder gemeint? Warum kuckt er so komisch? Wieso sagt er nichts? Was will er denn überhaupt von mir? Ist er überhaupt mein Typ? Es fühlt sich richtig an, kann aber doch nicht richtig sein? Wir grübeln und grübeln und grübeln und letzten Endes sind wir nichts als unentspannt und vergraulen uns unsern Liebsten bevor wir ihm überhaupt erst eine Chance gelassen haben. Die berühmte Enttäuschungssehnsucht: wir können danach, wenn alles den Bach runter ist, sagen: „Wusst ich doch dass das nicht funktioniert!“ Nur warum sind wir blöden Hühner so geil darauf Recht zu behalten? Sind wir im Laufe der Singlejahre zu solchen Kontrollfreaks mutiert dass wir das Ruder nicht mehr aus der Hand geben wollen? Klar, ich gebs zu, je länger man allein ist ( und alleine lebt, wichtiger Punkt!), desto besser arrangiert man sich, desto besser richtet man sich sein Leben ein. Tritt nun ein neuer Mensch ins Leben, ist das natürlich erstmal ungewohnt. Aber, seid mal ehrlich, es ist doch auch ungewohnt schön! Warum also geben wir die heilige Kontrolle nicht einfach mal ab und lassen uns einfach ein? Sagen wir uns doch einfach: es ist was es ist und so ist es gut? Kein Mensch kann uns eine Garantie geben. Wenn wir eine Garantie wollen, müssen wir uns einen Toaster kaufen. Und selbst die erlischt nach zwei Jahren. Aber vielleicht verbringen wir mit unserm Toaster die schönsten zwei Jahre unseres Lebens? 😉

Ich selber bin ja die ungekrönte Königin der Grüblerinnen, was mich wahnsinnig macht, wenn ich ehrlich bin. Ich grüble über alles, egal ob Familie, Freunde, Job, Wurstsemmeln mit oder ohne Käse oder eben über mein ganz eigenes persönliches Glück bzw. Unglück. Meine liebste Tinti hat die Grüblerei beendet und das ganze in wunderschöne Worte gepackt:

…“Über was Du Dir wirklich klar geworden bist, ist, dass egal was passiert ist, egal was noch passiert. Morgen stehst Du auf und machst ihm Frühstück. Denn so einen triffst Du nicht irgendwo mal so und schließlich liegst Du hier so neben ihm und streichelst seinen Rücken und schaust, dass er glücklich ist und es ihm an nichts fehlt, die Mugge iss immer noch fett und Du hörst spätestens jetz auf drüber nachzudenken warum Du zweifelst…. Weil es einfach so genial iss erkannt zu haben warum genau Du jetz an seiner Seite bist…. und weil Du sicher sein kannst, der Typ da neben Dir, der übrigens fu…ing gut riecht, der würd gar nichts auf Dich kommen lassen, der deckt Dich zu wenn Du schläfst“…

Und Mädels, genau das ist es doch. Wenn uns einer zudeckt wenn wir schlafen, dann ist doch alles Grübeln fürn Arsch, oder nicht? Also, lassen wirs sein und stürzen wir uns in einen echt geilen Sommer! Nr Eins sowieso und wir andern drei lassen uns einfach überraschen, was das Leben uns bringt. Relax… take it eeeeeeeeeeasy! 😉

In diesem Sinne, erkenntnisreiche Grüße

die Grübelpraline

P.S.: Wieviele von Euch haben den Artikel nur gelesen weil „Porno“ in der Überschrift stand? Ver-a-arscht! Irgendwie muss ich Euch ja kriegen! 😛

Die Uschis, die Horsts und die verkannten Perlen

Manchmal entstehen aus den albernsten Blödeleien die schönsten Gespräche. So passiert gestern, mit einem sehr lieben Freund. Unsere durchaus alkoholisch angehauchte Diskussion drehte sich, wie solls auch anders sein, um Männer und Frauen

Wir erklärten uns gegenseitig Sinn und Unsinns des berühmten „Beuteschemas“, denn, sind wir doch mal ehrlich, irgendwie hat jeder eins, und irgendwie fällt auch jeder damit immer und immer wieder auf die Schnauze. Trotzdem halten wir immer wieder nach dem selben Typ Mann oder Frau Ausschau. Es lebe die Enttäuschungssehnsucht, denn wenns schiefgeht kann ich danach sagen: „Habs doch gewusst!“ und alles ist wieder beim alten. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wie oft standen wir Mädels schon an irgendeiner Bar und ein netter (nein: „nett“ ist nicht die kleine Schwester von Scheiße!) Mann kam des Weges und wir rollten nur die Augen, drückten ihm ganz unauffällig den Loser-Stempel auf und gaben ihm nicht die geringste Chance uns das Gegenteil zu beweisen. Im selben Moment beschweren wir uns aber, dass wir den „Richtigen“ nicht finden. Wer zum Henker ist denn nun aber der „Richtige“? Wenn wir in uns gehen (gedanklich Männer, nur gedanklich!) dann wünschen wir uns alle einen Partner, der sich Zeit nimmt, liebevoll ist, aufmerksam, uns nicht nur wegen des C-Körbchens oder der schönen Beine schätzt, mit dem wir lachen können, reden können und der uns schon morgens beim Aufwachen lächeln lässt. Einlassen tun wir uns auf die in der Regel nicht. Nein, einlassen tun wir uns auf die Testosteron-Horsts, die lässig an der Bar ihr Bier trinken und uns mit dem Arsch nicht anschauen, es sei denn wir zupfen mit laszivem Blick in ihre Richtung unser Dekolleté zurecht und vermitteln so die Option auf Gratis-Sex. Umgekehrt dasselbe in grün: Der Single-Mann springt nur auf die blonde Uschi im knappen Mini an, die wiederum nur dann aufmerkt wenn sie den Edel-Prosecco nicht mehr selber zahlen muss.

Kaum gehts schief, sind wir wieder gefrustet, wünschen uns den süßen knuffigen Normal-Mann und wenn er dann vor uns steht, kriegt er wieder keine Chance. Die Oberflächlichkeit wurde Königin.

Wir alle kennen doch Männer, die die absoluten Hammer-Partner wären, nett, lustig, liebevoll, zärtlich, gebildet, meinetwegen auch gut situiert. Aber die langweilen uns. Oder „gehen optisch mal gaaar nicht“. Genauso lassen uns die Jungs links liegen, egal was für loyale Partnerinnen wir wären, wie geil wir kochen können, was für liebevolle Mamas wir wären. Langweilig. Kickt nicht. Erinnert zu sehr an Mutti. Also auf in den Blondinen-Bunker und die nächste Uschi angebaggert. Die Kriterien zur Partnersuche ändern sich, Aussehen, Wirkung, Status ist entscheidend. Da kann man so banale Dinge wie Unehrlichkeit, Extrem-Arschlochismus oder schlichte Dummheit schon mal vernachlässigen.

Unser schlaues Gespräch gestern brachte auch unweigerlich die Erkenntnis, dass diese Oberflächlichkeit mit der heute ach so modernen Unverbindlichkeit einhergeht. Eine „Bekanntschaft“ ist ja heute nicht mehr als ein „Schau ma mal“. Sich wirklich einlassen, einander richtig kennenlernen scheint aus der Mode zu kommen. Da wo unsere Eltern und Großeltern noch halbe Ewigkeiten um die Gunst des / der noch heute Geliebten gebuhlt hatten, reihen wir heute zahllose Kandidaten in unseren Warenkorb und geben alle noch vor der Kasse wieder zurück. Wir tauschen Schuhe um, wir tauschen Kleider um, wir tauschen Partner um. Und suchen uns neue. Is ja so einfach heute. Dem „Netten“ erklären wir dass wir gerne Freunde sein könnten, drei Wochen später löschen wir seine Nummer. Ja, wir sind schon ein bisschen verrückt. Aber immerhin nicht allein damit. Macht ja jeder so.

Wenn ich mich jetzt ganz speziell in meinem eigenen Freundeskreis umhöre, dann ist sich jede(r) des „Problems“ bewusst. Wir sind ja klug und lernen aus Fehlern, oder Mädels? Jungs? Nur wie stellen wir das an, gehen wir beim nächsten Kneipenflirt in die Vollen und erklären unserem Gegenüber, dass wir nun selbstfindungstechnisch den totalen Durchblick haben und nur was totaaaal Festes wollen? Der is schneller weg als wir „Ober, zahlen bitte!“ sagen können…

Ihr seht, eine Lösung haben wir nicht gefunden. Muss wohl doch jeder selber ran. Ich hab mal zu einem sehr süßen Mann gesagt: „Ich möchte nicht aufdringlich sein….“ worauf er erwidert hat: „Baby, Du BIST aufdringlich, also steh dazu!“ Ehrliche Antwort gepaart mit einem Wahnsinns-Kuss. Inwieweit es mir nun hilft, zu sein, wie ich bin, sei dahin gestellt. Vielleicht bin ich ne verkannte Perle. Vielleicht auch nur ne Uschi. Und mein lieber Freund von gestern macht sich als Traummann vielleicht auch nur zum Horst.

Die Welt ist grausam, aber es ist egal, solange es genug zum Trinken gibt. Lieber Freund, danke für den lustigen Abend. Wenn Dir die Erleuchtung kommt, sag Bescheid. Ich gebs gern weiter.

Herzlichst
Eure Uschipraline

Märchenprinzen

Heute gehts mal wieder um Männer und Frauen und die Liebe. Ihr wißts ja, gewisse Lieblingsthemen belaber ich halt gerne auch öfters.

Grund dieses Eintrags war ein Gespräch mit einer sehr lieben Freundin gestern Abend. Auf die Frage ob sie denn einen Geburtstagswunsch habe (ich rechnete mit Schuhe! Klamotten! Massagegutschein! oder sowas in der Richtung) antwortete sie mir: „Ach wenn Du mir doch einfach einen Prinzen auf einem weißen Pferd vorbeischicken könntest…“

Also „einfach“, liebe Freundin, geht das ja schon mal gar nicht. Wo soll ich denn den hernehmen bitteschön? Ich mein, ich kenn ja alle möglichen Leute, aber Prinzen? Fehlanzeige. Und vor Pferden, meine Süße, vor Pferden hab ich Angst.

Aber ich hab auch über Deinen Wunsch nachgedacht, und bin zu dem Ergebnis gekommen, Du willst gar keinen Prinzen auf einem Pferd. Ich meine, überleg doch mal, Prinz schön und gut, aber was der dann alles an gesellschaftlichen Verpflichtungen hat! Hier ein Staatsempfang, da ne repräsentative Auslandsreise, dauernd lächeln und winken und Polo spielen und hey…. überleg mal, wo willst denn mit so nem albernen Gaul in Landshut überhaupt nen Parkplatz finden?

Aber ich versteh Dich, man stilisiert den Traummann zum Prinzen hoch, weil schließlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. Ich mein, jenseits der 30 hat man es ja auch nicht mehr so leicht. Man kann sich nen ganz jungen knackigen suchen, klar, aber haben wir wirklich Lust in einem tiefergelegten aufgemotzten Opel Corsa mit „Schluck Du Luder“-Aufkleber abgeholt zu werden um dann in der nächsten Dorfdisco dümmlich grinsend an der Bar zu stehen während Schnucki sich mit seinen Kumpels zu den Klängen von „Mein Stern“ (ends krass fetter Hip-Hop-Remix versteht sich!) zwanzig Bier reinstellt und über den neuen X6 philosophiert den er sich eh nie leisten kann weil er sein Konto schon überzieht wenn er an der Tanke nur nen Playboy kaufen will? Nee, oder? Wenn Du mal ehrlich bist, wollen wir doch Männer. Richtige echte Männer. Die ihre Poser-Phase irgendwann Mitte Ende zwanzig hinter sich gelassen haben, ihre Erfahrungen mit den (wohlgemerkt ganz üblen) Vertreterinnen unseres Geschlechts bereits gemacht haben, die im Leben stehen, wissen was sie wollen, wen sie wollen und die kapiert haben dass „Erster!“ schreien beim Sex nicht lustig ist. Das Problem ist, diese Männer sind selten. Es gibt sie durchaus, aber oft waren kluge Frauen einfach schon schneller als wir oder aber die Jungs haben ganz bewusst dem Weibsvolk schon abgeschworen und lassen ihre Wäsche wieder von Mama waschen. Die Wiese, auf der wir so grasen Süße, ist soooo voll mit schnöden Gänseblümchen, dass wir gar nicht merken wenn ein Frosch dazwischen sitzt den zu küssen es sich lohnen würde. Ich meine, wir Mädels jenseits der Pubertät sind ja schon froh wenn der potentielle Partner noch Haare auf dem Kopf hat (sorry weißer Mann, Du bist hier nicht gemeint…), wenn unter dem Bierbauch zumindest noch ansatzweise der Mann auszumachen ist und wenn nach dem ersten Drink nicht die Ansage kommt „Du, was ich Dir noch sagen wollte… eigentlich bin ich fei verheiratet…“ Also malen wir uns ein Bild von einem Prinzen, auf einem edlen Ross, der uns errettet aus der tristen Einöde der Gänseblümchen und uns mitnimmt in eine Welt, in der wir für immer und immer und immer glücklich sind. Liebe Freundin. Was würdest Du tun, wenn Du heute Nacht aufwachst, weil ein holder Prinz auf einem weißen Pferd Dir unter Deinem Schlafzimmerfenster Liebeslieder singt? Die Polizei rufen, vermutlich? Siehst Du. Irre kennen wir schon genug. Und singen, das können wir selber eh viel besser. Außerdem wärs ja komisch wenn der Prinz Dir Dein Lieblingslied vorsingt und dann kommt „Na na na na i bins ned!“ 😉 Also liebe Freundin, Du merkst, Dein Geburtstagswunsch wird immer blöder je länger man drüber nachdenkt. Ich wünsch Dir ganz was anderes. Ich wünsch Dir einen Mann, der Dir sagt wie schön Du bist, und Dich nicht braucht um seinen Kumpels zu zeigen was er für ein toller Reisser ist. Einen, der sich für Dich, Dein Leben, Deinen Sohnemann interessiert und nicht einen, der Dich als Termin zwischen Büroschluss und Sportschau einträgt. Einen der Dir das wertvollste schenkt das er hat, nämlich seine Zeit. So ein Mann backt Dir nämlich dann bestimmt auch mal nen Kuchen 😉

Also liebe Freundin, stornier die Prinzenbestellung und schick einen neuen Wunsch los. Wünsch Dir den Mann der Dich von Herzen liebt und den Du von Herzen lieben magst.

Von mir gibt’s zum Geburtstag nur Kuchen 😉

Liebe Grüße

Die Märchenpraline