Ich wär heut gern so müde wie montags…

Wenn ich so aus dem Fenster schaue, dann hab ich irgendwie das Gefühl ich sollte die ChristbaumkugelnOLYMPUS DIGITAL CAMERA aus dem Keller holen und ein paar Plätzchen backen. War vorher auf dem Balkon eine rauchen, arschkalt da draussen und da ja heute Feiertag ist, lag auch rigendwie so eine weihnachtliche Ruhe über allem, besinnliche Stille, kein Auto zu hören (und das will was heißen, ich wohne direkt an einer Bundesstraße…) Im Garten noch alles weiß, wenn auch mit Tendenz zu matschig braun-grün, aber die sehnsüchtig erhofften satten bunten Farben des Frühlings suchte ich da vergeblich… Wenn ich mir jetzt noch einen Zimt-Tee mache, dann fühlt es sich wirklich an wie kurz vor Heilig Abend.

So Feiertage sind ja per se eine feine Sache. Ich mein, man kann super ausschlafen, aber irgendwie ist das wie verhext. An jedem verdammten Arbeitstag klingelt der verfluchte Wecker und du denkst Dir „Boah, Scheiße, bitte, noch zehn Minuten, bitte bitte, ich steh‘ auch gleich auf, ehrlich!“ Und Du drückst die Snooze-Taste und steigst direkt wieder ein in den wunderschönen Traum aus dem Dich das Scheißding grad gerissen hat und kaum bist Du wieder voll drin, da sind die zehn Minuten Schonfrist rum und das Gepiepse geht wieder von vorne los. Dann der ewige Kampf, nochmal zehn Minuten oder stehst Du jetzt auf, und meistens stehst Du auf, weil eigentlich die ersten zehn Minuten schon nicht mehr drin waren im Plan und außerdem brauchst Du noch nen Kaffee, weil ohne Kaffee morgens schaffst Du es nicht mal ins Bad geschweige denn ins Auto und überhaupt, es hilft ja eh nix.

An Feiertagen, respektive Wochenende, Urlaub oder krank wird dieses System förmlich ausgehebelt. Du machst vorm Schlafengehen den Wecker aus, weil er soll ja jaaaaa nicht klingeln wenn Du doch ausschlafen kannst. Aber was passiert? BING! Punkt 6 Uhr schlägst Du OLYMPUS DIGITAL CAMERAdie Äuglein auf und kriegst sie ums Verrecken nicht mehr zu. Warum ist das so? Mir geht das echt immer so. Spätestens um sechs Uhr bin ich fit wie ein Turnschuh, naja, „Turnschuh“ wär gelogen, aber ich bin halt einfach total wach, und kann nicht mehr einschlafen. Glaubt mir ich hab’s probiert. Geht aber nicht. Und dann sitz ich an einem FREIEN Tag MORGENS um ZEHN NACH SECHS in meiner Küche, trink ’nen Kaffee und trauere dem Schlaf hinterher, der mir die ganze Arbeitswoche über so schmerzlich gefehlt hat und den ich heute nicht kriege, obwohl ich könnte…. Das macht mich auf irgendeine Art und Weise auch wütend, so wütend, dass ich um ZWANZIG NACH SECHS an meinem FREIEN Tag anfange Geschirr zu waschen, die Wäsche zu sortieren, Zimmerpflanzen umzutopfen und ja, stellt Euch das vor, Rechnungen zu bezahlen. Danach bin ich natürlich wieder müde, loggisch, wärt Ihr auch nach der Action, und weil es ja ein FREIER Tag ist, und ich als kinderloser Single ja quasi tun und lassen kann was ich will, hau ich mich erstmal wieder auf die Couch und denk mir „So, und jetzt ein Nickerchen!“ Denkste. Mein Körper verarscht mich glaub ich. Wahrscheinlich sitzt in mir drin irgendein fieser Mutantenvirus, der hämisch lachend zwischen Milz und Leber hin und her springt und meinem Hirn den Befehlt gibt, mich erst wieder schlafen zu lassen wenn wieder mal Montag ist. A****lochvirus.

Also mach ich die Glotze an, muss feststellen dass es so ist wie immer an Weihnachten, äh Ostern, eine Million mieser alter Spielfilme, von denen in den Fernsehredaktionen schon das Zelluloid bröckelt und dazwischen Werbung Werbung Werbung. Nein, so hab ich mir meinen FREIEN Tag nicht vorgestellt. Irgendeinen Sinn muss ich diesem Tag noch geben, also Handy her und Rund-Mail an alle anderen Single-Frauen, die sich heute langweilen. Das ist insofern schwierig, da es in meinem fortgeschrittenen Alter nicht mehr allzuviele Single-Frauen gibt. Aber ich hatte Glück und hab eine gefunden, die Lust auf einen Oster-Spaziergang hatte. Wir haben ausgemacht mal zu schauen ob wir in der Stadt vielleicht irgendwo einen Glühwein kriegen, aber komischerweise konnte uns, trotz der eisigen Temperaturen, niemand helfen. Dafür haben die Eisdielen wieder auf, ach die Menschen sind so optimistisch!

In diesem Sinne, im Eiscafé gibt’s immerhin heiße Schokolade. Und wenn ich micht getäuscht habe, schmeckte der Keks dazu ein bißchen nach Zimt.
Frohe Weihnachten Ostern meine Lieben. Ich hoffe Ihr findet ein paar Nesterl im Schnee.

Eure Feiertagspraline

PS: Wenn wir schon bei Weihnachten sind: Ein großes Dankeschön an meine Mum. Sie hat mir heute ein wahnsinniges Geschenk gemacht. Mit Glitzerpapier und Schleifchen hätt’s besser nicht sein können. Vielen vielen lieben Dank. Ich hab Dich lieb. ❤

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How I Met Your Mother

Die Sache mit Kommissar Naseband hatte sich, wie Ihr Euch denken könnt, schnell erledigt.

Also lieber mal vorsichtiger mit dem nächsten Date, is‘ ja alles Zeitverschwendung hier. Folglich war das nächte „Date“ ein rein telefonisches. Erstmal reden, dann sieht ma scho ob ein Treffen lohnt oder nicht. Fazit in diesem speziellen Fall: Es lohnte nicht.

Aber mal von Anfang. Es gab also das erste Telefonat mit nennen wir ihn mal einfach Typ. Nach anfänglichem Geplänkel und ja, zugegeben, auch lustigen Anekdoten (ich hab nebenher ein Weinschörlchen getrunken, vielleicht wars auch nur deshalb lustig) kam der besagte Herr auch gleich auf die wichtigen Themen zu sprechen. Ob ich mir denn vorstellen könnte, Kinder zu haben. !!! ??? Hm, ja Du, VORSTELLEN kann ich mir so einiges. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen auf dem Mond zu leben oder mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Trotzdem beides Dinge, die nie passieren werden. Also mach ich ihm mal ne ganz klare, deutliche, unmissverständliche Ansage: „Hm… ich weiß nicht…!“

Unter uns jetzt, ich hab mir da selber noch gar nicht so sehr Gedanken gemacht. Ich mein, ich mag Kinder super gerne. Aber im Moment ist es noch so, dass ich’s ganz super finde wenn die dann abends wieder heimgehen. Ich glaub ich wär ganz gern Tante oder so. So mal auf die Kleinenlemon-tree aufpassen, ihnen alles durchgehen lassen, ihnen Dinge kaufen, die die Eltern verboten haben, sowas halt. Aber ich eine Vollzeit-Mami? Zwei Leben auf die Reihe kriegen wo doch meins allein schon alle meine Kräfte aufzehrt? Ich weiß es nicht. Klar, ich würd’s schon wuppen, irgendwie. Aber das reicht nicht als Grund. Außerdem hab ich ja noch ein kleines bißchen Zeit um drüber nachzudenken. Muss mal besser hinhören ob ich die vielgerühmte Uhr ticken höre. Aber bei meinem Glück ist das Ding wohl einfach kaputt.

Auf jeden Fall nimmt der Typ meine ausweichende Antwort erstmal hin, gut so. Legt aber dafür auch gleich nach, ob ich mir vorstellen könnte (immer mal vorausgesetzt wir würden uns mögen, süß, gell?) zu ihm zu ziehen. Wu-Hoppa!!! Naja, weil, nämlich, er hätt‘ ja ein Häuschen, schön im Grünen und so, und naja, unten wohnt die Mama, und eigentlich ist es auch der Mama ihr Häuschen, aber die Mama ist fei schon eine ganz ganz liebe und ich würd sie bestimmt total gern mögen die Mama, außerdem kocht die Mama recht gut… F***!!! Ok, Schätzelein, pass mal auf, also das ist halt jetzt echt ne Frage, Du! Ich mein, weißt, ich hab ja hier alles, und so schnell irgendwie zusammmenziehen, das is doch nix und so und außerdem, der lange Weg dann jeden Tag in die Arbeit…. MÖÖÖP! Falsche Argumentation meinerseits, denn: Wenn wir ja dann erstmal verheiratet wären, dann bräucht ich fei nimmer arbeiten. Er würd schon für mich sorgen, er verdient ja soviel und da wär sicher noch a schöns Taschengeld a mit drin und außerdem ist die Mama ja auch noch da und die würd sich die Haxen ausfreun wenns nimmer den ganzen Tag allein wär in dem großen Haus und so…Die Mama fragt außerdem eh scho dauernd, was denn jetzt mal wär mit dem Buben, wann er denn endlich mal Eine mit heim bringen würd, er wär ja jetzt a scho 32 und überhaupt, wo komm‘ ma denn da noch hin, wenn da ned endlich mal g’heirat wird und überhaupt, so a kleins Enkerl oder zwei, des wär scho schön…

Ja bin ich im falschen Film oder was?

Also weißt Du, um sowas sagen zu können, da muss man sich schon erstmal kennenlernen. Ja klar können wir mal was ausmachen und dann reden wir. Hm, ja, nächstes Wochenende ist gut. Ach nee, warte, da bin ich auf einem Geburtstag. Übernächstes? Ok, gerne. Ach so, Moment, da fällt mir ein, da ist ja die Hochzeit. Und nee, unter der Woche ist schlecht im Moment, ich hab soviel Arbeit, jaja, ohne Ende Überstunden, weißt, schlimm ist des, aber hilft ja nix, gell, haha, ja. Du, weißt was, ich meld mich, ok? Ja, bald, versprochen. Ja ehrlich jetzt, ich ruf Dich an die Tage.

Hab ich natürlich nicht. Die Mama ist bestimmt eine ganz liebe, daran hab ich nicht den geringsten Zweifel. und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass da Bub bald mal a gscheids Weiberleut heimbringt und sie dann a Enkerl heitschen darf. Hat sie verdient die Mama. Wo sie doch so a liebe ist und immer so gut kocht.

In diesem Sinne
Mama ist die Beste. Immer. Ich grüße hiermit meine und alle Mamas der Welt.

Eure Telefonpraline

Das Date-Debakel Part I

Ich hatte Euch ja ein Update in Sachen „Pralinchen und die Prinzen“ versprochen!

Darum erzähl ich Euch jetzt mal von ein paar Dates, aber Achtung. Spoiler-Alarm! Ein Happy End gibts nicht. Eher mehr sowas wie bei ner billigen Soap, erst alles so la la la ganz nice and beautiful, dann so uuuuaaaahhh Spannungsaufbau bis zur Gänsehaut, und kurz vor Ende fatale Tatsachen und whooosh- Werbeeinblendung und die sanfte tiefe Stimme aus dem Off: „Wird sie den Prinzen wieder treffen? Oder hat sein Geständnis Ihr Vertrauen auf ewig zerstört? Verpassen Sie auf keinen Fall die nächste Folge von (hier beliebig favorisierte Soap einsetzen)…

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Aber mal zurück auf Anfang.

Nach dem Scheitern mit „Hase“ musst ich mich erstmal wieder fangen. Zugegeben, soooo lang hab ich dafür nicht gebraucht, es gibt Dinge im Leben, da knabbert man Jahre dran rum und andere überwindet man ziemlich fix, irgendwann kommt nur mal die Frage „Äh, war da was? Ach ja, wart‘ mal….“ Also aufstehen, Krönchen gerade rücken und weiter gehts im Liebes-Lotto. Lotto deshalb, weil ich es mittlerweile echt für wahrscheinlicher halte, eine Million zu gewinnen als den Einen, den Richtigen, zu finden. Dabei spiel ich nicht mal Lotto und trotzdem halt ich es für wahrscheinlicher!

Ich weiß nicht was los ist mit den Männern. Ich mein, es ist ja jetzt nicht schwer jemanden kennenzulernen, aber es scheint als hätt ich so nen Vollpfosten-Mangeten am Arsch. Mir begegnet ein Vollpfosten und bing! Komm, lass uns mal ausgehen. So what, Versuch macht kluch. Den Vollpfosten sieht man demjenigen ja erstmal nicht an, das ist ja das Gemeine an Vollpfosten, der liebe Gott hat ihnen (zum Ausgleich wahrscheinlich, ich weiß es nicht) ein ansprechendes Äußeres gegeben und eine tiefe Stimme und mir leider nur den Magneten, aber keinen Idioten-Detektor dazu.

Erkenntnis Nr. 1: Wenn Du als Frau in den ersten zehn Minuten einer Verabredung denkst: „Hm ja, der is fei scho nett!“ – Dann nimm Deine Spikes und renn! Die „Netten“ sind nämlich wirklich nur nett. Nicht mehr, nicht weniger. Wären sie irgendwas anderes, dann würdest Du nicht sagen Der is „nett“, Du würdest sagen „Boah, der is aufregend / sexy/ macht mich an/ beeindruckt mich grad tierisch/soll mir bitte bitte sofort an die Wäsche gehen“ Sowas in der Richtung. Ein „Netter“ wenn Dir an die Wäsche geht, glaub mir, da hast Du mehr davon wenn Du Dir ’ne Folge „Simpsons“ anschaust. Die sind wenigstens gelb.

Damit Ihr mich jetzt nicht falsch versteht: NATÜRLICH soll ein Mann auch nett sein, Betonung auf „auch“. Aber „nett“ darf nicht Dein erster Gedanke sein. Selbstverständlich soll er meiner Omi beim Sonntagsessen schön die Hand schütteln und so, aber leider gibt’s so viele „Nette“, da is Händeschütteln schon das Aufregendste was sie so machen. Ein netter Mann ist immer super, wenn Du mal kurzfristig jemanden brauchst der Deinen Drucker repariert oder mit Dir mal eben schnell den alten Küchentisch zum Sperrmüll fährt. Ansonsten: Lieber Finger weg!

Aber ok, Du denkst Dir, hm, ändere mal Dein  Schema, schau Dir mal was anderes an und vielleicht wirst Du ja eines Besseren belehrt. ich also mal wieder so einen „Netten“ kennengelernt und auf ein erstes Date mit ihm:

Was machst Du denn so? -Puh…. mei, ned viel eigentlich.
Hörst gern Musik? – Hm, ja, scho.
Und was so? – Puh… mei, alles eigentlich, Charts halt, was so läuft.
Und was arbeitest? – Hm, Büro halt.
Und Freizeit? Hast Hobbies? – Puh… mei, fernsehen.

Bis jetzt ist der Mann in etwa so aufregend wie Hausstaub. Aber gut, neue Chance:
Und was schaust da gern an? Hast irgendwelche Lieblingsserien? – Puh… ja, mei, also, ja, „Berlin Tag & Nacht“ schau i ganz gern an.

Mööööp!!! Falsche Antwort Schätzchen!

Und schon wären wir bei Erkenntnis Nr. 2: Wenn Du merkst dass der Typ dumm ist, dann steh am besten auf und geh. Auf die Antwort „Berlin Tag & Nacht“ musst‘ ich leider herzhaft loslachen, das hat er aber irgendwie nicht ganz verstanden. Ich hab dann, weil ich wollt’s ja ganz genau wissen, hätt ja auch sein können, dass er einfach nur ein Späßchen gemacht hat, so losgelegt mit „Ja cool, ich mag das auch voll gern und ich nehm mir auch immer auf RTL „Mitten im Leben“ auf und „Familien im Brennpunkt“, weil ich das leider nicht schauen kann wenn ich in der Arbeit bin und so. Ich dachte spätestens jetzt hat er verstanden was ich davon halte, aber nein, er legt noch nach mit „Naja, des kann ich auch ned schauen, aber „Die Kommissare vom K11“ schau ich auch an, weil des kommt genau dann wenn ich heimkomm vom Büro“…. Uh yeah, Pralinchen, Volltreffer. „Du ja, dann äh, also ich muss los, gell, nein, nein, ich zahl schon selber, kein Ding. Und des mit dem Wein, des verschieb ma, gell, ich hab im Moment irgendwie einfach irre viel zu tun und so…..“

Im Ernst jetzt: Ich les auch nicht jeden Abend Shakespeare und verbring meine Sonntage im Museum und treff mich anschließend mit meinen spezln von „Freunde der Kunst“…. Ich kann mich sehr gut auch mit sinnfreien Dingen beschäftigen und ab und an suchen meine Freunde und ich auch das Niveau unter der Teppichkante, aber hey: Nie nie nie nie nie im Leben will ich meine Zeit mit jemandem verbringen, dessen tägliches Highlight in „Berlin Tag & Nacht“ besteht. Oder schlimmer noch, Kommissar Nasedings vom K11…. Nein nein nein, meine Lebenszeit ist begrenzt, sorry.

Ich hab ihn dann noch gefragt ob er ab und zu mal was liest, aber er meinte „Bücher wären jetzt nich so sein Ding….“ Hm, sowas auch!

In diesem Sinne, mehr Erkenntnisse beim nächsten Mal. Ich muss jetzt leider leider leider raus, bin mit ’ner Freundin verabredet, aber oh shit: Kommen heute nicht die ganzen Wiederholungen der RTL-Woche? F*** das verpass ich jetzt ja alles, oh mein Gott, der Sonntag ist im Eimer, was mach ich jetzt? 😉

Schönen Sonntag Euch Allen. LG :-*

Was so los war…

„Halli-Hallo-Hallöchen“ hat die Pooth, damals noch Feldbusch, immer gesagt.

Ich leih mir das jetzt mal eben und heiße Euch herzlich willkommen zurück auf meinem Blog. Ist da überhaupt noch jemand? Hallo? Hallo-oh? Irgendwer da, der noch ab und zu reinschaut?

Hm, eher nicht. Naja ist auch keinem zu verdenken, die Faulsocke alias Killerpraline hat  ihr virtuelles Tagebuch auch mehr als sträflich vernachlässigt…. T’schulligung erstmal.

Ich könnt‘ Euch jetzt was von Stress erzählen und von Millionen wichtigen Dingen, die ich zu erledigen hatte und „nur noch kurz die Welt retten“ und bla bla rhabarber rhabarber. Wenn ich ehrlich bin, ich hatte keine Freude mmehr dran. Dachte ich. Wie Ihr Euch ja vielleicht noch erinnert hab ich mit Ü30 nochmal die Schulbank gedrückt und eine neue Ausbildung gemacht und mit all der Lernerei und Schufterei ging die Muse flöten. Naja, nicht nur die, der Freund ging auch flöten. Und mein bester Kumpel hat sich aus dem Staub gemacht*. Und dank der Ausbildung auch das Geld, somit die wilden Parties am Wochenende und ergo die lustigen Erlebnisse. Ich mein, gut, das ist jetzt schon jammern auf hohem Niveau, denn eigentlich war auch diese Zeit sehr cool und natürlich gab es Erlebnisse, die es wert wären niedergeschrieben zu werden. Aber Ihr kennt das ja vielleicht… hm, joa, morgen, mach ich alles morgen, oder übermorgen… Aufschieberitis oder im Fachjargon: Prokrastination (ja, echt jetzt!) war mein bester Freund, eine ganze Weile lang.

Es gab bzw. gibt schon ein paar Geschichten aus meiner Verkrümelzeit, einige davon werd ich Euch auch noch präsentieren die nächste Zeit, aber im Großen und Ganzen will ich gar nicht so sehr hängen bleiben in den vergangenen Monaten (was red‘ ich denn, Jahren!) sondern versuchen tagebuchmäßig einfach einen Neustart hinzulegen und nun im Jahre des Herrn zwanzig dreizehn anzuknüpfen. Einverstanden?

Ok, ok, ich weiß, Ihr seid mit Recht ein bißchen beleidigt, aber hey, nennen wir es einfach künstlerische Schaffenspause, ok? Stellt Euch einfach vor ich hätte die letzte Zeit einfach aufgrund einer massiven Schreibblockade meine Zeit in einem einsamen Cottage an der Küste von Cornwall verbracht, dort täglich drei Liter Rotwein gesoffen und jede Nacht mit einem wunderschönen Mann geschlafen, ein ehemaliger Industriemagnat, der mit Mitte dreißig all seines Reichtums so überdrüssig wurde, dass er sich einsam und allein, nur er und ein altes Fischerboot, zurückgezogen hat und prompt das Cottage zwei Kilometer hinter meinem gekauft hat. Bei einem einsamen Strandspaziergang hab ich ihn dann entdeckt, er, allein auf dem Boot, das üppige blonde Haar von der Sonne gebleicht, die Haut vom harten Küstenwind gegerbt, mit seinen starken Armen vertaut er das Boot am Steg…. hach, schön wars mit George. Oder Paul. Oder Jack. Wie auch immer, so hätt’s ja auch sein können und dann würdet Ihr Euch doch für mich freuen, oder?

Wie’s wirklich war oder besser, wie es wirklich zur Zeit ist bei mir, das erzähl ich euch jetzt wieder halbwegs regelmäßig. Ihr erfahrt zum Beispiel wie ich mich an Yoga versucht habe und was ein Bandscheibenvorfall damit zu tun hat, warum ich mir ernsthaft überlege einen detaillierten Fragebogen für Männer zu entwerfen, die ein Date anstreben oder aber auch warum ich mit meiner Familie nichts mehr essen gehen will und weshalb ich bald kein Fernsehen mehr habe. Alles Dinge, die in etwa so wichtig sind als wenn in China ein Sack Reis umfällt, aber mit Sicherheit mehr Spaß machen werden.

In diesem Sinne, ich freu mich wenn wieder ein paar Leute mitlesen und gerne auch Ihren Senf dazu abgeben. Wir sind ja nicht zum Spaß hier, nicht wahr?

Allerliebste Grüße,

Eure Praline

* Lieber bester Kumpel, wenn Du das liest, gib doch bitte ein Lebenszeichen. Du weißt doch, ich hab immer ein paar Bier im Kühlschrank und egal, was ist, gib mir ’n Kaugummi und nen Kugelschreiber und krieg’s hin für Dich! Du fehlst mir…

Mutanten

Vor Kurzem habe ich in meine Wohnung neue Fenster bekommen und dies zum Anlass genommen, drinnen nicht mehr zu rauchen. Klappt auch super und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass der Glimmstängelkonsum schon enorm geschrumpft ist. Jetzt setz ich mich eben raus auf den Balkon wenn ich eine qualmen will.

So auch gestern Abend, ich mich schön in meinen Relax-Sessel geflezt, Kippe angezündet und BOOOOOOM! Schreiend aufgesprungen, Kippe runtergeschmissen, rein ins Wohnzimmer, Tür verrammelt und erstmal durchgeatmet. Saß da nicht allen Ernstes eine Riesenheuschrecke auf meinem Fenstersims! Und wenn ich „Riesen“ sage, dann meine ich „Riesen“! Ganz ehrlich, so ein Ding hab ich vorher noch nie gesehen, ich meine ich kenn die normalen Heuschrecken, gut, die mag ich auch nicht, ich hab sogar vor denen Angst! Aber gut, ich hab eigentlich vor allem Angst, was mehr Beine hat wie ich. Und dann womöglich noch Flügel dazu, da krieg ich die nackte Panik, echt.

Aber dieses „Ding“, ich weiß nicht, das ist aus dem Kernkraftwerk entflohen oder aus irgendeinem geheimen Labor der Al Quaida, ich weiß es nicht. Ohne Sch.eiß, das Teil war so lang wie der Femstersims breit, glaubts oder nicht! Hab dann erstmal bei Facebook meine Freunde um Rat gebeten, aber da ich ja echte Suuuper-Freunde habe, kam ausser Flammenwerfer bauen und Kettensägenmassaker kein vernünftiger Vorschlag, also hab ich allen Ernstes meinen Nachbarn rausgeklingelt und um ein bißchen Heldentum gebeten. Erst hat er mich ausgelacht, als er dann aber rüberkam und das Ding sah, ist er auch voll erschrocken und rief (O-Ton!): „Waaah, leck, was is DAS denn!!!“ Trotzdem musste er ja seinen Mann stehen und hat das Ding mithilfe eines leeren Blumentopfs gefangen und dann doch tatsächlich in die Wiese runtergeschmissen! Der D***! Da kommt die doch wieder! Er hätte sie ganz heldenmäßig töten sollen oder wenigstens so einfangen dass man sie dem FBI oder der CSI hätten schicken können! Aber nee, der schenkt ihr die Freiheit! Und die b-löde Mutantenschrecke lacht sich eins und besucht mich heut Abend wieder…. au nein!

Immerhin, so kann man sich dran gewöhnen weniger, respektive gar nicht zu rauchen. Hat also auch sein Gutes.
In diesem Sinne, ich liebe den Sommer. Wenn nur all die Viecher nicht wären.

Verschreckte Grüße,
Eure Panikpraline

PS: Leider erlaubt es mir mein aktuelles Leih-Notebook nicht Bilder hochzuladen, aber ich hab dieses Viech mal gegoogelt und die Dinger können tatsächlich bis zu 25 cm lang werden…. gruselig, oder?

Deutschland ist pleite und ich bin schuld….

Habe von der Agentur für Arbeit folgendes Schreiben erhalten, zu dem ich natürlich, wie gewünscht, entsprechend Stellung nehme!

Sehr geehrter Unterzeichner dieses Schreibens,

grundsätzlich fände ich es hilfreich, wenn ich irgendwo auf Ihrem lustigen Schreiben Ihren Namen entdecken könnte, denn dann könnte ich Sie persönlich ansprechen, so wie Sie das ja auch tun. Aber gut, wer bin ich, dass ich hier Ansprüche stelle.

Zum einen möchte ich, der guten Ordnung halber, mitteilen, dass ich keineswegs bei der Firma „Logistics Sea & Air“ beschäftigt bin. Das Unternehmen heißt „XXX Sea & Air Logistics GmbH“, aber macht ja nichts, ich habe das Ihrem Hause ja nur in ungefähr siebenunddreißig Briefen und persönlichen Gesprächen mitgeteilt, da kann sowas schon mal untergehen, verstehe ich.

Zum anderen entspricht es tatsächlich der Tatsache, dass ich bereits zum 29.11.2010 bei XXX  Sea & Air Logistics GmbH (!) zu arbeiten begonnen habe. Obwohl meine Umschulung erst zum 28.01.2011 offiziell beendet gewesen wäre, habe ich zum 01.12.2010 einen Vertrag be XXX Sea & Air Logitics GmbH (!) unterschrieben. Dass ich dann kurzfristig 2 Tage (das sind ja wahnsinnige 48 Stunden!!!) früher dort zu arbeiten begonnen habe, ergab sich aus der einfachen Tatsache dass am 29.11. eine Weihnachtsfeier bei der XXX  Sea & Air Logistics GmbH (!) angesetzt war, an der ich teilnehmen wollte, bzw. musste (Sie erinnern sich vielleicht, dass ich bereits zuvor neun Monate im Praktikum bei der XXX Sea & Air Logistics GmbH (!) tätig war).

Ich kann natürlich den behördlichen Zorn über diesen Betrug am Sozialstaat nachvollziehen, wo kämen wir hin wenn ich nicht ordnungsgemäß meine zu Unrecht erhaltenen 11,39 EUR zurückzahlen würde, zumal die Agentur ja bereits Tausende EUR verloren hat durch Umschüler, die selbige abgebrochen haben, weil sie nach ein paar Wochen oder Monaten einfach nicht mehr erschienen sind und festgestellt haben, dass sie lieber Hartz IV beziehen um weiter jeden Tag bis Mittag ihren Rausch ausschlafen zu können anstatt die Möglichkeit  einer neuen Ausbildung zu nutzen.

Ich gestehe in all meiner Demut, dass ich schlicht und ergreifend einfach nicht darüber nachgedacht habe, dass ich durch die 2 Tage, die ich mein Arbeitsverhältnis früher als geplant angetreten habe, ein offensichtlich enormes Loch in die deutsche Staatskasse gerissen habe. Dafür möchte ich mich aufrichtig bei Ihnen, werter anonymer Unterzeichner, und selbstverständlich bei allen deutschen Steuerzahlern entschuldigen. Ich weiß, vor dem Gesetz zählt es nicht, dass ich meine Umschulungszeit rein finanzierungstechnisch nicht „ausgeschöpft“ habe und das mir bis zum 28.02.2011 bewilligte Arbeitslosengeld beziehen wollte. Nein, ich habe mich tatsächlich erdreistet Ihrem Amt 2 Monate weniger auf der Tasche zu liegen und bereits im Dezember zu arbeiten begonnen. Verzeihung, November, nicht Dezember. Hatte mich ja um 2 Tage vertan, Schande über mich.

Wie gewünscht, habe ich mich nun hiermit also fristgerecht zum Sachverhalt geäußert. Und Sie können nun tun oder lassen, wie Sie belieben. Schicken Sie mir einfach Ihre Rechnung und gehen Sie heute Nacht schlafen mit dem guten Gefühl, Ihren Job mal wieder perfekt erledigt zu haben. Denn Ordnung muss sein!

Und keine Angst, ich leiste definitiv keine Zahlungen an die Kasse der Regionaldirektion Bayern, bevor Sie, lieber Anonymus, mich hierzu aufgefordert haben. Könnte ja sein dass  ich mich um zwei Cent verrechne und dann müssen Sie mir noch mal schreiben. Wobei, dann wär Ihnen vielleicht nicht ganz so langweilig.

Ach ja, und logo, wenn ich noch zusätzliche Zahlungen leisten soll, werde ich benachrichtigt. Das ist ja schön.  Bin schon gespannt was Ihnen noch einfällt. Fahrtkosten habe ich bereits zurückerstattet (3,90 EUR, oh Mann, hoffentlich bekommt die kein Hartz-IV-Empfänger, der damit dann illegalerweise Lotto spielen geht, das fände ich wirklich schade!). Aber wer weiß, welche Leistungen ich noch zu Unrecht erhalten habe. Ich hab bei Ihnen im Haus mal einen Kugelschreiber zum Unterschreiben benutzt, vielleicht können Sie hier ja noch den ein oder andren EUR zurückfordern.

In diesem Sinne, ich erwarte Ihre Rechnung, die ich selbstverständlich umgehend begleichen werde. Und ich stell mich auch extra noch mal eine Stunde in die Ecke und schäme mich, versprochen. Weil so geht das ja nicht, da haben Sie schon Recht.

Mit freundlichen Grüßen

eine aufgeflogene Betrügerin

(Liebe Leser, sollte ich tatsächlich eine Antwort erhalten, dann sag ich Euch natürlich Bescheid.  Auf dem schnellen Dienstweg 😉 )

Gute Vorsätze

Mein chinesisches Horoskop hat mir eben eröffnet, dass ich ein Pferd bin. Na super, wenn das mal nicht schon frustrierend genug ist.

Nein, zum Jahresende kommt ja auch immer unweigerlich die Frage auf „Was mach ich im neuen Jahr besser?“ Oder wenn nicht besser, dann wenigstens anders? Also hab ich heute morgen die erste Tasse Kaffee feierlich dazu genutzt, über meine guten Vorsätze nachzudenken, oder, wie Loddar es formuliert hat: „I have many good before-sentences!“

1. Ich höre auf zu rauchen. *lol* Ok, das glaub ich mir ja selber nicht, also warum solltet Ihr mir das hier abkaufen? 2. Ich treibe mehr Sport. Ja, nachdem meine bisherigen sportlichen Aktivitäten ja gegen Null tendieren, ist das nicht ganz so schwer umzusetzen. Der nächste Frühling kommt bestimmt und dann darf mein teuer erstandener Steppenwolf wieder raus ausm Wohnzimmer und mit mir in den Biergarten radeln. A propos Biergarten:  3. Ich werde weniger trinken. Beißt sich extrem mit Vorsatz Nr. 4. Ich werde wieder öfter mit meinen Freunden um die Häuser ziehen, und ist somit hinfällig. Vorsatz Nummer 5. Ich werde mich gesünder ernähren. Setzt voraus, dass Mc Donald’s endlich aufhört alle 20 Minuten diese dämlichen „Hüttengaudi“-Gstanzl im Radio zu senden, denn sorry Leute, ich bin halt einfach total manipulierbar, was Burger mit Käse und Speck angeht. Vorsatz Nummer 6. Ich werde meine verschollenen Fremdsprachenkenntnisse wieder aufpeppen. Hab mir diesbezüglich schon „Harry Potter“ auf Französisch geholt und auf dem Flohmarkt eine spanischen Film erstanden, der sich nur leider als Softporno entpuppt hat und somit zum Lernen denkbar ungeeignet ist. Also zumindest zum Spanisch lernen 😛

Vorsatz Nummer 7 ist: Ich werde netter zu Männern sein. *muhaha* War ein Scherz. Dann könnte ich diesen Blog ja gleich schließen, oder?

Das chinesische Horoskop sagt, ich sollte jetzt, im Jahr des Hasen, ein bißchen ruhiger machen, die, ich zitiere „ruhigere Gangart genießen“ (um wieder aufs Pferd zurückzukommen). Was eine prima Rechtfertigung dafür ist, alles beim Alten zu lassen und das Leben so zu nehmen wie es kommt. Hat bisher ja auch geklappt und das vergangene Jahr war gar nicht so übel. Gut, Scheiße passiert. Aber das gehört dazu. Wichtig ist nur, dass man, wenn man bis zum Hals in Scheiße steckt den Kopf nicht hängen lässt!

In diesem Sinne, werft alle Eure albernen Vorsätze über Bord, sie kosten Euch nur unnötig Energie und Ihr haltet sie ja eh nicht ein 😉 (Also, wenn Ihr so seid wie ich….)

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch, feiert heute Abend schön, haut ordentlich auf die Kacke, schlaft Euch morgen richtig aus und startet dann in ein gutes, gesundes, erfolgreiches und vor allem lustiges neues Jahr!

Dicken Neujahrsknutscher für Euch alle :-*

Eure Silvesterpraline

PS: EINEN guten Vorsatz hab ich aber tatsächlich. Ich werde ENDLICH Sandro’s Geschichten lesen. Ganz fest versprochen Dicker. Großes Indianerehrenwort. 😉