Voll geprüft ey!

Boah Leute, i hab’s hinter mir. Für’s Erste.  Heute war der große Tag der Zwischenprüfung für den schönen (?) Beruf des/der Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen Spedis (ich hasse es diese Berufsbezeichnung auszuschreiben, das erinnert mich immer an die Donaudampfschifffahrtskapitänsmützenstickerei bla bla bla…) und ja, ich hab die dämliche Prüfung geschrieben und nein, ich musste deshalb nicht sterben. Also nicht wegen der Prüfung, höchstens vielleicht wegen des Lungenkrebses, den ich nun kriege weil ich vor lauter Aufregung vor neun in der Früh schon zehn Zigaretten geraucht hab, ja Rauchen is ja sooo entspannend scheiße nochmal! Aber was soll ich machen, ab sechs konnt‘ ich nimmer schlafen, lernen hätt nix mehr gebracht, in der Glotze kommt um die Zeit nix und irgendwo muss die Aufregung ja hin, also gabs lecker Hartz-IV-Frühstück, drei Kaffee und zehn Kippen olé olé!

Um elf gings mir und den anderen Speditionsschlümpfen dann an den Kragen. Da waren sie wieder, unsere drei Probleme: Buchführung, WiSo und Geografie. Die Geografie war halbwegs ok, aber auch nur weil ich zufälligerweise wusste, dass man über Passau-Suben nach Linz und Wien kommt (geliebtes Österreich, ich danke Dir!) und weil ich zwar Oldenburg und Osnabrück verwechselt hab, das aber zum Glück so nah beinander liegt, dass meine Routenplanung dann doch noch richtig war.

WiSo hat auch geklappt, weil a) geh ich total gern in die Wirtschaft und b) a wengerl sozial bin ich ja auch, insofern dürften da keine allzu großen Hämmer kommen. Ganz anders bei der Buchführung. Davon hab ich nach wie vor keinen blassen Schimmer. Wie auch, meine private Buchführung zuhause besteht aus ein paar sehr dekorativen weißen Ikea-Boxen, die nahezu alle meine Belege seit 1999 enthalten. Neben Fotos, Konzertkarten, Guttipapierln und weiß der Geier was da sonst noch so alles drin ist.

Ja und ich mein mal ehrlich, wie soll ich, also ICH, Fragen zum Thema Eigenkapitalkonto beantworten wo ich doch schon seit geraumer Zeit ausschließlich von Fremdkapital lebe? Ich weiß grad noch so wie man „Eigenkapital“ überhaupt schreibt, aber auf Rechtschreibeung gibts leider keine Punkte. Ich hab bei dieser Frage dann einfach als Antwort „25/73“ eingetragen, weil ich finde dass das eine echt sehr ästhetische Zahlenfolge ist, findet Ihr nicht? Und wenn ich schon nicht Lotto spiele, vielleicht hab ich ja hier Glück und hab zufällig richtig geraten.

Naja, wir werden’s sehen wie die Geschichte ausgeht. Angeblich kommt das Ergebnis in sechs Wochen (wie beim Aids-Test, ist das nicht ein gruseliger Zufall?). Und was man so hört, erfahren mein Seminarleiter und mein Praktikumsbetrieb das Ergebnis noch vor mir, na super. Wenn ich dann morgens zur Arbeit komm und ein kleiner grauer Pappkarton mit ner verwelkten Zimmerpflanze, meiner angesudelten Handcreme und dem in der Schreibtischschublade deponierten Notfall-Schokoriegel auf dem Tisch steht, dann weiß ich ja was los ist. Dann hat mein Seminarleiter die „gute“ Nachricht bereits verkündet, ich kann mir meine Papiere holen und das, wo ich noch nicht mal die Chance hatte mich im Frachtmodul mal so richtig endsgeil zu verlaufen…. menno.  Also weiter Daumen drücken für Pralinsche. Bis jetzt ruft der Herr Seminarleiter ja nur wöchentlich an um sich meine Anwesenheit bestätigen zu lassen. Wie peinlich, echt… „Ja, das Fräulein Praktikantin war jeden Tag anwesend, Punkt acht Uhr bis etwa siebzehn Uhr, an manchen Tagen geht sie aber zweimal aufs Klo statt einmal, also wenn Sie das mal lieber vermerken wollen….“ Naja, life’s a bitch.

In diesem Sinne, ich mach’s mir jetzt mit einem Schokoladenkuchen (hall-o-o? Beloooohnung muss sein, dankeschön!) auf der Couch bequem. Jawoll.  Euch allen wünsch ich einen schönen Abend.

Spezialgrüße gehen heute an Tschuli (danke fürs Chauffieren!) und an Dr. Girgl (danke fürs Mittagessen und die lustige Afrika-Geschichte! Hab den neuen Flughafen Durban mal gegoogelt… leider waren nirgends irgendwelche Pfeil-Schilder zu sehen…schade!)

Shakira’s Alpträume

So, nun ist sie also rum, die erste Woche Praktikum! Und: Hurra, ich lebe noch! Ja, und es geht mir sogar ziemlich gut, wenn ich ehrlich bin.

Wer hätte das gedacht, dabei hatte ich Sonntag Nacht noch fiese Alpträume (O-Ton Schatzi: „Hey was is’n los mit Dir, Du schreist die ganze Zeit und i kann ned schlafen!?“)…  Keine Ahnung was ich da geträumt hatte, ich konnt‘ mich nur noch erinnern, dass ich auf der Flucht war vor irgendjemandem, der mich töten wollte…. meine neuen Kollegen warens aber wohl eher nicht, denn die sind alle super nett zu ihrer Behelfs-Levinsky. Wider Erwarten darf ich sogar richtige arbeitsmäßige Sachen machen, und muss nicht nur Kaffee kochen, Kopien ziehen oder Brotzeit holen.

An sich alles eine feine Sache, auch wenn ich befürchte, dass ich bald mal schreiend auf irgendeinem Flur zusammenbreche, weil ich mich irgendwo zwischen Frachtmodul A bis H verlaufen habe und mein Büro nicht mehr finden kann. Wenn einer von Euch also irgendwann eine heulende Praline am Flughafen aufliest, dann seid bitte so nett und gebt mich im Modul H ab, dankeschön.

Freizeit ist mau im Moment, ich muss mich erstmal wieder ans Arbeiten gewöhnen und die Zeiten wo ich um halb vier von der Schule nach Hause kam und dann um acht mit einem guten Buch in der Badewanne, respektive im Bett verschwunden bin, sind erstmal passé. Mein Herzallerliebster hat jetzt ganz viel pralinenfreie Zeit, die er auch nutzt, denn er fängt jetzt an Spanisch zu lernen. Ich hoffe, dass ihm einfach nur langweilig ist ohne mich und nicht, dass er das tut um mich in absehbarer Zeit für Shakira oder irgendso ’ne andere südamerikanische Arschwackelbraut sitzen zu lassen, leider gibt er mir dazu im Moment noch keine konkrete Auskunft. Sein Lieblingsspruch hierzu ist: „Du kannst alles ESSEN, musst aber nicht alles WISSEN!“ Dabei stimmt das gar nicht, ich kann eben NICHT alles essen! Was ist, wenn ich beim Mäc wieder Schokokuchen-Sehnsucht krieg? Die Sch….-Dinger muss man nur riechen und schon hat man zwei Kilo zugenommen….. egal, ich schweife schon wieder ab, und mal ehrlich, bis Schatzi mit Spanisch soweit ist, dass Miss Shake-your-ass ihn verstehen kann, vergeht noch eine Weile. (Vor allem wenn er mich beim Lernen um Hilfe bittet, dann kann ich ihm ja lauter falsche Sachen beibringen und Shakira-Shakira wird ihn nie verstehen, muhaha 🙂  Aber: Pssst, nix verraten, gä? )

Nein, im Ernst, diese ganze Praktikumssache ist gar nicht so übel. Und wenn man jetzt mal drüber wegsieht, dass es keine Kohle dafür gibt, ich sonntags in die Schule muss, ansonsten täglich im Berufsverkehr feststecke, dann ist es eigentlich ganz cool. In diese Sinne schick ich nun ganz liebe Grüße an all die anderen Praktikantenschlümpfe, als da wären Tschüli, Mürtini, den Betriebsratsvorsitzenden, Sir Ulilot, den kleinen Italiener mit den großen Füßen, unsere Russenfraktion, Abteilungsleiter Locke, Lieblingsalex und unsere zwei fleißigen Bienchen aus der ersten Reihe. Ein ganz besonderer Gruß geht noch an (ACHTUNG, is‘ lieb gemeint!!!! 🙂 ) „Ossitante“, der ich hiermit jetzt auch noch ein kleines Bildchen schenken möchte: Vergiss‘ uns nicht!

Immer wieder sonntags…

Boah Leute, ich dacht‘ eigentlich dass meine Fressattacke bei McDoof diese Woche mein einziges Problem sei… aber jetzt haben sich noch ganz andere Abgründe aufgetan 😦 Aufgrund eines „klitzekleinen“ *LOL* Fehlers der administrativen Leitung meines Bildungsträgers haben ich und die anderen zwölf Speditionsschlümpfe am Donnerstag (also drei Tage vor Beginn unseres neunmonatigen Praktikums *ähem*) erfahren, dass wir nicht, wie vereinbart, jeden Montag Berufsschule haben, sondern lediglich EINMAL IM MONAT an einem Montag…. kurz und gut, 36 Vollzeit-Unterrichtstage reduzieren sich jetzt auf neun, und damit wir uns unsere Vorbereitung auf die Abschlussprüfung nicht komplett in die Haare schmieren müssen, gibts nun Zusatzunterricht an je zwei Sonntagen im Monat. ICH BIN BEGEISTERT! 😦

Ade freies Wochenende! Ade fauler Sonntag! Tschüss, geliebstes Rummlümmeln auf der Couch! Ciao schöner Biergarten-Sommer, Pralinchen klinkt sich nun aus und verbringt seine Sonntage mit Lernen. Ich würd‘ Euch ja echt gern sagen was ich am liebsten mit meinem „Ups-da-hab-ich-mich-wohl-vertan-Seminarleiter“ machen würde, aber dann käme ich vermutlich noch heute in den Knast mit anschließender Sicherheitsverwahrung… ich könnte kotzen, ich sag’s Euch. Als kleine „Wiedergutmachung“ müssen wir Schüler den Zusatzunterricht nicht selbst bezahlen, ja priiiiima! Da freu ich mich! Pfffft, das wär ja auch noch schöner. Der Oberguru von Seminarleiter kann wöchentlich nicht von monatlich unterscheiden und wir sind dann die Blöden, die diesen Scheiß ausbaden sollen, boah, was muss ich mich auuuuuuuuufregen! Ich bin ja echt nahe dran, ihn dazu zu zwingen, künftig auch sonntags in die Schule zu kommen, uns mit Kaffee und Kuchen zu versorgen und den Rest der Zeit hundert Mal an die Tafel zu schreiben „Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist….“

A propos Kuchen: Auf die Schreckensmeldung hin war ich Donnerstag dann gleich wieder beim Mäc. Ich brauchte dringend Schokoladenkuchen und da ist der tiefschwarze mit der 2-Zentimeter-Schoko-Fett-Glasur aus dem Mc Café einfach der Beste. Mit geschätzen vier Millionen Kalorien ist er sicher auch immens gesund, aber darauf konnte ich an dem Tag nun wirklich keine Rücksicht nehmen. Ich meine, hallo, würde Euch jemand sagen, Ihr müsstet nun künftig fünf Tage die Woche von 8-18 Uhr arbeiten, sonntags in die Schule gehen, nebenbei privat zu Hause lernen und dann auch noch irgendwo den Nebenjob unterbringen, den Ihr braucht um Euch den ganzen „Luxus“ dieser Ausbildung überhaupt erst zu finanzieren, na, wie würdet Ihr da reagieren? Na also, da sind vier Millionen Schokokalorien doch lächerlich, oder?

Nachdem ich aber immer noch schwer geschockt bin, und aber nicht jeden Tag Schokoladenkuchen essen kann, hab ich mich heute dazu entschieden mir anderweitig etwas Gutes zu tun und hab einen kleinen Spaziergang ins Sonnenstudio unternommen, um dort meine geschockte, neurodermitis-geschädigte und fettarmer-Quark-farbene Haut ein paar Minuten zu belichten. So weit, so gut, aber entspannend ist auch was anderes… ich hab keine Ahnung, was sich Solariumbetreiber so denken, aber anscheinend nicht viel, denn ich wurde da drin regelrecht gefoltert! Nein nein, nicht von bösen UV-Strahlen oder defekten Laubsauger-Gebläsen, nein nein, mit MUSIK! Bzw. etwas, was der Sonnengott anscheinend dafür hält… als ich reinging lief gerade eine Schnulze von Ronan Keating, die ich zwar nicht mag, die aber noch erträglich gewesen ist. Im Anschluss kam dann ACDC mit „Highway to Hell“, wo ich mir noch dachte, hey, cool, geht doch! Aber kaum war das Lied aus, wurde ich mit einer dummdämlichen Dance-Techno-Barbie-Kacke beschallt, wo ich keinen Titel erkennen konnte, dessen Text aber außer „Blue da-be-dee-da be-dow“ auch nicht viel mehr hergab. Ich hatte dann noch ungefähr drei Minuten, in denen tatsächlich Wolle Petry’s Wahnsinn-Hölle-Hölle-Scheiße meine Ohren maltrierte und ich konnte mich gerade noch schnell genug anziehen, um das Studio beim „Roten Pferd“ fluchtartig zu verlassen…

Folglich bin ich jetzt zwar nen Ticken farbiger, aber keineswegs entspannter, im Gegenteil. Vielleicht leg‘ ich mich jetzt dann erstmal zum Sterben ins Bett. Oder aber ich geh‘ Schatzi auf die Nerven, der hat jetzt dann eh sooooooo viel Zeit ohne mich, da kann ich das jetzt noch ausnutzen und ihm die Ohren voll jammern wie schlecht es mir doch geht und dass ich Schokoladenkuchen will… ach so, geht ja nicht, bin ja auf Diät. Tja, dann brauch ich anderweitige Ablenkung…. 😉

In diesem Sinne,
genießt Eure Sonntage. Sie sind schneller weg als man glaubt.

Eure genervte Speditionspraline

PS: Ja, ich will jetzt bitteschön ganz viel Mitleid! Ich will gehutscht und geheitscht und geknuddelt und betüddelt werden! Sonst muss ich Euch leider mit dem „Roten Pferd“ bestrafen…. 😉

 

Pralinchen und das goldene M

So meine Lieben, es ist Zeit für einen ersten Zwischenbericht in Sachen Fett-Krieg. Ihr wisst ja, seit knapp einem Monat ist Pralinchen schwer am Abnehmen.  „Schwer“ am Abnehmen, boah, was’n Scheiß-Wortspiel… 50 Cent in die Wortspielkasse, aber sooooofort!

Die gute Nachricht zuerst: 5 Kilo sind weg! Juhuuuu! Jetzt die Schlechte: Man sieht’s nicht. Das heißt ich muss wohl noch ne Zeitlang weitermachen und mein ursprüngliches Ziel von 10 Kilo nochmal anpassen. Wär ja aber auch zu schön gewesen, so schwuppdiwupp und das wars. Und Märchenpraline die ich bin, hab ich mir das wohl auch so vorgestellt… hmpf, naja, blicken wir den dicken Tatsachen ins Fettauge. So schwuppdiwupp geht ja eigentlich nie irgendwas, oder?

Aaaaaalso, bis jetzt hab ich ganz fleißig sämtlichen Zucker gemieden (ja, das geht), viel Gemüse gegessen (ja, das geht auch), versucht jeden Tag drei Liter zu trinken (geht grade so, Weißweinschorle und Mojitos  zählen ja leider nicht zu den erlaubten Getränken) und ich hab es tunlichst vermieden, abends Kohlenhydrate zu essen und bin stattdessen auf Eiweiß umgestiegen (jaa, das geht auch, wobei mein Magen nachts seine Hungersignale an mein Gehirn schickt und ich somit schon davon geträumt habe zu verhungern…. nicht schön, aber was tut man nicht alles…

An der Sportfront hab ich noch total versagt. Ich bin zwar mehr oder weniger motiviert wieder in mein Wii Active Fitnessprogramm eingestiegen, und hab mir (nicht lachen, sonst hau ich Euch!) sogar eine DVD „Bauch-Beine-Po“ zugelegt, aber ganz ehrlich, ich bin so unfit, dass ich schon nach zehn Minuten eine tomatenrote Birne aufhabe und somit keine Lust mehr. Außerdem ist es total dämlich, im eigenen Wohnzimmer rumzuhampeln als müsste ich in der Waldorfschule meinen Namen tanzen und die einzige Belohnung für den ganzen Scheiß ist ein halber Liter Sojamilch? Also nee…. das ist nichts für mich. Sport und Turnen füllt Gräber und Urnen, sagt der Volksmund und nie war ich mit ihm so einer Meinung…. trotzdem, eine Praline muss tun was eine Praline tun muss und somit werd ich mich zumindest noch soalnge weiterquälen, bis der Rote-Birne-Overkill wenigstens erst nach zwanzig Minuten kommt.

Ansonsten lese ich ganz fleißig alles was mir zum Thema Ernährung und Abnehmen so in die Hände kommt und bemühe mich, aus all den mehr oder weniger sinnvollen Dingen das für mich rauszuziehen, was ich für halbwegs klug und vor allem für mich umsetzbar halte. Bis jetzt ist das noch nicht sehr viel, wobei ich nicht weiß ob das jetzt an der Literatur liegt oder an meinem Unwillen mich tatsächlich drauf einzulassen. Wir werden sehen.

So, und jetzt muss ich beichten:

Ich war heute Mittag bei Mc Donald’s. Hab einen Chickenburger und ne halbe Packung Pommes runtergehauen und dazu nen halben Liter Cola gesüffelt. Als Nachtisch gabs Kinder-Country. Ja genau, DAS Kinder-Country. Ich könnte Euch jetzt was erzählen von Streß, Müdigkeit, Depressionen, Scheiß-Schule, anstehendes Praktikum *knieschlotter* und davon, dass es unmöglich ist, während einer Diät einfach so an einem riesengroßen goldenen „M“ vorbeizugehen, wenn es einen doch so freundlich anlacht und ganz leise sagt: „Komm Pralinchen, komm her, setz‘ Dich, Deine Freunde die Pommes warten schon auf Dich… und ich verspreche Dir, sie sind so knusprig und so salzig, Du wirst es nicht bereuen….!“ Wer kann da bitteschön NEIN sagen? Ich nicht. Und dann natürlich die alte Diät-Weisheit: Jetzt hast Du Pommes gegessen, also ist der Tag eh im Arsch und Du kannst locker flockig noch dieses dämliche Kinder-Country essen. (Im Übrigen war es schon ganz zerknautscht, das arme Ding, drei Wochen lang in der Tasche rumgetragen, also bitte!)

Tja, Schwachheit, Dein Name ist Praline! Aber was soll’s, heute Abend gibts lecker Naturjoghurt und dann bin ich wieder ein paar Tage brav. So ein Ausrutscher ist verzeihlich, oder? Ich meine, andere haben einen Ausrutscher und sind gleich schwanger, mich wirfts lediglich ein paar hundert Gramm zurück, also bitte. Erteilt mir halt endlich jemand die Absolution! Hallo? Niemand? Bitte! Es ist doch nicht schlimm, nach drei Wochen braven Dahinkasteiens einmal gepflegt amerikanisch essen zu gehen, oder? Ist es? IST ES?

Leute, jetzt krieg ich doch ein schlechtes Gewissen 😦 Dabei hab ich mir gestern eine neue Jeans gekauft und beim Anprobieren festgestellt, dass mir meine übliche Größe zu WEIT war! Gut, vielleicht hat sich da ja auch eines der indischen Kinder, die diese 10-Euro-Hose genäht haben, beim Zuschnitt vertan, aber egal, sie war zu WEIT! Also bitte, wenn das kein Grund ist, zum Feiern ins Gasthaus „Zum goldenen M“ einzukehren, dann weiß ich auch nicht. E basta.

Salzige Grüße,
Eure Pommespraline

PS: Liebe männlichen Leser: Nein, dieser Blog wird NICHT zum Diät-Tagebuch mutieren. Spätestens nächste Woche gibts die garantiert diätfreien Erlebnisse der ersten Tage in Pralinchens Praktikum *himmelherrgottsakrawosscheißimirvielleichtindhosen*. Aber ab und an müsst Ihr jetzt die ein oder andere Kalorienkolumne hinnehmen. Is wichtitsch Mann!

Man spricht (Amts-) Deutsch!

Ich bin heute bei Stern.de auf einen lustigen Test gestoßen: „Verstehen Sie Amtsdeutsch?“ Klar dacht‘ ich mir, nachdem ich umschulungstechnisch die letzten Monate nahezu jedes Amt hier in L.A. und Umgebung abgegrast hab, kann das ja nicht so schwer sein… denkste!

Hier ein kleiner Auszug aus dem Sprachschatz der wohl nicht umsonst so gern belächelten Beamten:

Ohne Eintrag ins STAMMBUCH besitzt man keine LEBENSBERECHTIGUNGSBESCHEINIGUNG. Wir warten normalerweise an einer AMPEL, der Beamte wartet lieber an einer BEDARFSGESTEUERTEN FUßGÄNGERFURT. Im Schwimmbad müssen wir übers DREHKREUZ rein, Staatsbedienstete gehen lieber durch die PERSONENVEREINZELUNGSANLAGE! Eine RAUHFUTTERVERZEHRENDE GROßVIEHEINHEIT heißt bei normalen Menschen schlicht und ergreifend einfach nur KUH, und wenn Euch nächstes Mal der Nachbarsköter an den ZAUN pinkelt, dann könnt Ihr ihn wegen Beschädigung Eurer NICHTLEBENDEN EINFRIEDUNG drankriegen. Wartet aber mal lieber ab, weil vielleicht erledigt sich durch das Hundepieseln ja Euer UNKRAUT-Problem, bzw. Euer Problem mit der SPONTANVEGETATION. Die Jungs bei der Bundeswehr transportieren ihr ganzes Zeugs übrigens nicht mit SCHUBKARREN, nein, wenn die zum Beispiel mal ein RAUMÜBERGREIFENDES GROßGRÜN (=Baum) absäbeln und wegfahren, dann tun sie dies mit einem DREISEITENKIPPER. Und der BIOSENSOR (=Hund) schaut dabei zu….

Unglaublich aber wahr, und weil’s so schön ist, hier noch ein Fundstück aus dem Netz: „Rotkäppchen auf Beamtendeutsch!“

Wenn’s Euch gefällt, könnt Ihr’s ja ausdrucken und ein paar MEHRSTÜCKE, ääääh, KOPIEN an Eure Freunde verteilen. Aber ned des Copyright verletzen, weil sonst kommt der Herr Wachtmeister mit Biosensor und Schließzange (=Handschellen) und befördert Euch hinter die nächste nicht lebende Stacheldrahteinfriedung.

In diesem Sinne,

es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen.
(Warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht?)

Ich geh‘ jetzt und ess einen TRANSPARENTPUDDING. Früher hieß das Götterspeise, aber is‘ ja auch Wurscht…

Der King lebt…. in Russland!

Elvis Presley, der King of Rock ’n‘ Roll, wäre heute 75 Jahre alt geworden. Wäre? Oder ist?

Es gibt die hanebüchensten Theorien darüber, dass Mr. Presley nicht gestorben ist und vor allem darüber, was er denn nun eigentlich heute macht. Mein ganz persönliches Highlight:

Moskau – Sensation im KGB-Archiv aufgetaucht:

Das Geheimnis um das Verschwinden des „King of Rock ’n‘ Roll“ steht unmittelbar vor seiner endgültigen Lösung. Ein Geheimdokument aus dem Zentralarchiv des ehemaligen sowjetischen Geheimdienstes KGB klärt den Verbleib von Elvis „the pelvis“ Presley auf.

Demnach lebt der King mittlerweile unter dem Namen Evgeni Preskov in einer Datscha in Peredelkino nahe Moskau im Ruhestand. Auch wie er dorthingelangte geht aus dem Geheimpapier hervor:

1976 wurde Elvis von einem Spezialkommando des KGB entführt, um anläßlich des Parteitages der KPdSU vor den Größen des ZK zu singen. Leonid Breschnew, damals Vorsitzender des ZK, war so angetan von der Show, daß er Presley anbot, Staatsbürger der Sowjetunion zu werden. Elvis gefiel das Leben in der Sowjetunion, das Klima und der Wodka. Er willigte ein. Bis zum Tode Breschnews spielte er einmal pro Woche im Konzertsaal des Kreml vor ausgewähltem Publikum. Mit dem Tode Breschnews aber änderte sich seine gesellschaftliche Stellung. Der neue starke Mann Andropow haßte alles westliche und nannte den King nur einen „dekadenten Fettkloß“. Presley, der mittlerweile erneut geheiratet hatte, fiel in Ungnade, wollte aber seine schwangere Frau nicht verlassen. Er nahm deshalb eine Stellung als Nachtwächter im Revolutionsmuseum an, die er bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion innehatte. Mit Erreichen des Rentenalters wurde er in den Ruhestand versetzt.

Als Andenken an seine große Zeit trägt er immer noch stolz den Orden „Held der Sowjetunion“ auf der Brust. Tagsüber sitzt er gerne auf der Veranda seiner kleinen Datscha (wenn es die Arthritis erlaubt) oder spielt mit seinen Kindern. Eine Rückkehr in die USA schließt er aus: „Ich bin glücklich hier.“ (Quelle)

Ja nee, is‘ klar… Evgeni Preskov…. und ich zieh‘ mich jetzt dann als Pralini Killerov nach Kasachstan zurück.
Dabei ist doch vollkommen klar, dass Elvis mittlerweile als Tankwart in Missouri jobbt. Also, auf Ideen kommen die Leute… tz tz tz…
Allen noch so dämlichen Verschwörungstheorien zum Trotz, Elvis hat heute Geburtstag und das Pralinchen gratuliert ihm ganz herzlich. Sollte irgendjemand in persönlichem Kontakt mit ihm stehen, dann sag ihm bitte allerliebste Grüße und richte ihm aus dass ich heute Abend trotz all meiner guten Diät-Vorsätze extra ihm zu Ehren ein großes Bananen-Speck-Sandwich essen werde. Oder zwei. Oder drei.
In diesem Sinne,
Rock ’n‘ Rooooooooooooooooooooll!
Eure Pralini Killerova

Der Kinder-Country-Airbag

So, jetzt isser auch vorbei, der Geburtstag 😦 Schade, dass man den nur einmal im Jahr hat, war dieses Mal wieder echt ein super Fest. Und das obwohl dem äußerst umsichtigen Barkeeper im Bradbury’s tatsächlich schon um halb elf die Minze für meine heißgeliebten Mojitos ausgegangen ist 😦 Macht nix, er hat mich dann noch bestens mit Gin Tonic, Planter’s Punch und berieselnden Riesling versorgt. Guter Mann! Bleibt nur die Frage, ob ich bei ihm wegen dem Kater gestern irgendwie reklamieren kann…. so á la „Du, der letzte Gin Tonic war irgendwie schlecht!“ Naja, wohl eher nicht, oder? Immerhin hat der Monster-Kater in Verbindung mit dem Schlafmangel dazu geführt, das Schatzi und ich gestern nur faul auf der Couch rumgelegen sind und insgesamt sieben Folgen „Lost“ angesehen haben, was zur Folge hatte, dass ich heute Nacht tatsächlich davon geträumt hab. Ich war mit Jack, Hurley und meinen beiden betrunkenen kleinen  Brüdern im Quarantäne-Bunker und hab dafür gesorgt dass alle 108 Minuten die korrekte Zahlenfolge von 4 8 15 16 23 und 42 in den altertümlichen Computer eingegeben wird. Im Bunker gab’s zum Glück auch genug Minze, sonst hätt ich das wahrscheinlich nicht bewerkstelligt…

Tja, und jetzt sitze ich (verhältnismäßig unausgeschlafen) in der Schule und frag mich, was die seltsamen Zahlen vorne an der Tafel wohl zu bedeuten haben. Nach meinem Traum heute Nacht bin ich davon überzeugt, dass mein hochstudierter Rechnungswesen-Dozent auch von der „Lost“-Insel stammt…. er gehört definitiv zu „Den Anderen“ und versucht meinen Willen mit phänomenal unverständlichen Kosten-Leistungs-Rechnungs-Aufgaben zu brechen. Schafft er aber nicht, mein Geist hat sich bereits am Montag ausgeklinkt und beschäftigt sich stattdessen mit wesentlich lebensnaheren Dingen wie eben zum Beispiel neue Blog-Einträge verfassen.

Ach ja, latest news von der Diätfront: ein ordentlicher Kater erleichtert einem das Nix-Essen enorm. Bis auf eine Weight-Watchers-Konserven-Hühnersuppe (die 2010 abgelaufen wäre, was wohl bedeutet dass ich sie schon mehrere Jahre im Schrank hatte…. ähem…) hab ich gestern nichts Nennenswertes zu mir genommen. Ok, die Ökotrophologen unter Euch sagen mir jetzt sicher, dass das totaler Blödsinn ist, weil die lecker Schweinefilets in Walnusscremesauce auf Parmaschinken an Gorgonzola-Risotto von meinem Geburtstagsessen sowieso erstmal ne Woche brauchen, bis die wieder abgehungert sind. Und Mojito & Co. beschleunigen diesen Vorgang sicher keineswegs. Aber gut, neuer Tag, neues Glück, und deshalb hab ich mir heute ein Mini-Brot eingepackt, eine Kiwi, eine Buttermilch und eine Kanne ungesüßten Früchtetee. Total brav und ernährungsmäßig hyper-korrekt, oder?

Zugegeben, so ganz trau ich mir und meinem inneren Schweinehund (er heißt jetzt übrigens Sepp, „Horst“ war einfach ein saublöder Name) dann doch noch nicht. Darum hab ich mir in meine hyper-korrekte Brotzeittasche auch noch ein Notfall-Kinder-Country eingepackt. Also wirklich nur für den Notfall. Ich hab echt nicht vor es tatsächlich zu essen. Aber es beruhigt ungemein zu wissen, dass es da ist. Quasi sowas wie ein Diät-Airbag. Weil wenn die grande Krise kommt, dann komm ich mit so ner dämlichen Kiwi auf keinen grünen Zweig. Dann muss was Handfestes her. Und dann kann ich entweder den Süßigkeiten-Automaten im Keller plündern, wo es dann sicher nicht bei einem Kinder-Country bleibt, schließlich sind da M&Ms drin und Snickers, und Milka und Hanuta und Kitkat (wohlgemerkt die Kitkat CHUNKY!!!) und da ist dann Holland in Not. Also lieber so. Mit einemNotfall-Kinder-Country in der Tasche ist man immer auf der sicheren Seite. Genau.

So, abschließend hätt‘ ich da noch eine Frage: Warum spricht man beim Alkohol von „leeren Kalorien“, wenn man danach doch immer hackevoll ist?

In diesem Sinne, macht’s es gut.

Eure Notfallpraline

Kalorien sind kleine Tierchen…

… die nachts heimlich die Kleider enger nähen!

In diesem Sinne, Zeit für den ersten Zwischenbericht in Sachen gute Vorsätze.

Das Jahr hat gut angefangen, schon kurz nach Mitternacht war ich so betrunken, dass der Kater für den ersten Januar gewiss war. Super Sache, denn nur wenn man sich so richtig schlecht fühlt, klappt das auch mit den Vorsätzen. Und was soll ich denn machen, ich wußte bisher nicht, dass Martini d’Oro so schweinelecker schmeckt. Drum hab ich erstmal auch nur Weißwein getrunken. Und Tequila. (Ja sorry, den bekam ich geschä-hänkt!!!) Zusätzlich zu der Riesenportion Chilli (und es ist ja nahezu im Grundgesetz verankert, dass auf ein leckeres Chili ein ordentlicher Batzen Sauerrahm drauf muss…) und den Tortilla-Chips war die Kalorienbilanz für den Jahreswechsel erstmal mau. Immerhin ging es mir dann tags drauf wenigstens so schlecht, dass ich äußerst wohlwollend eine enorm gesunde Einkaufsliste verfasst hab, mit der ich dann am Samstag tatsächlich in den Supermarkt gewackelt bin.

Gemüse, Obst, eiweißreiche Sojaprodukte, verdauungsförderndes Trockenobst, diverseste Körnerchen und zum ersten Mal seit vielen vielen Einkäufen keine Schoki, keinen Alkohol, keinen Kuchen und nix. Ganz tapfer hab ich meine Sachen nach Hause getragen und gleich mal eine gesunde Gemüsesuppe gekocht. Und abends dann Buttermilch und Grapefruit gelöffelt. Gaaaanz tapfer. Und ends-motiviert.

Sonntag war ich auch brav und gestern übern Tag auch. Aber gestern Abend musst‘ ich dann backen, weil ich hab ja heute Geburtstag (ja! Habt Ihr es alle gehö-öhrt? Ich hab heute GEBURTSTAG! Ja ja ja! Hurraaaaaa!) und da wollen die KindergartenSchulkollegen ja bißl mit Futter versorgt werden. Also erstmal sauber Schinken-Käse-Törtchen und lecker Quarktaschen gemacht. Und die musst‘ ich dann natürlich probieren. Und weils dann eh schon wurscht war, hab ich gleich auch noch ’nen Spezi aufgemacht. Ja, Menno, ist noch übrig. Von Silvester. Soll ja auch nocht schlecht werden das Zeug…

Tja, und heute ist ja sowieso Diät-Auszeit. Ich bitte Euch, am Geburtstag fasten, das geht ja mal gar ned. Das wär ja so als würd‘ man im Lotto den Jackpot abräumen und dann, wenn der Gewinnüberbringungsfutzi vor der Tür steht, sagen: „Och nö Du, lass mal, ich will heut‘ irgendwie nicht. Hab mir vorgenommen, bißchen weniger Geld zu haben….!“ Nee, also echt. Und deshalb geh‘ ich heut Abend mit Schatzi schick zum essen und kann, wenn ich ganz lieb bin, vielleicht sogar noch ein Dessert rausschlagen. Und anschließend gibt’s im Kreise meiner Lieben den ein oder anderen leckeren Cocktail (Mojitos sind ja auch gar nicht so schlimm, ist ja viiiiiiiiel gesunde Minze drin, oder?)

Ab morgen trag ich dann aber wieder Trauer. Dann tausch ich die Quarktaschen wieder gegen Kohlrabi mit Kräuterquark und die Sahne-Tagliatelle vom Italiener gegen Salat mit Körnertopping. Juhu, welch eine Freude. Aber eine Praline muss tun, was eine Praline tun muss. Hilft ja nix. Ohne Fleiß kein Preis. Was’n Scheiß…

So, und bevor ich nun anfange zu heulen, weil es nun keine „Is-ja-Weihnachten-is-ja-Silvester-is-ja-Geburtstag“-Ausreden mehr gibt und ich nun meine lauthals geäußerten Vorsätze auch umsetzen muss, werd‘ ich noch schnell einen dicken Schmatzer an „CMJ“ losschicken und mich nochmal bedanken für das süße Geschenk, das Ihr mir heute gemacht habt. Einen klitzekleinen Schmatzer gibts auch für Locke, der mir ganz spontan einen lange gehegten Wunsch erfüllt hat und mir ein Verkehrsschild geklaut hat, auf dem ein haariger Penis aufgemalt ist. Sowas hab ich mir schon immer gewünscht…. äh… ja… naja… eigentlich nicht…. aber lustig… vielleicht häng ichs auf’n Balkon… oder in Keller…. mal sehen…. 😉

In diesem Sinne,

haut’s heut nochmal rein, ab morgen gibt’s nix mehr. Gruß und Kuss.

Pralinchen

Die Kullerpraline in der Mongolei

Soooo, jetzt ist Weihnachten auch wieder rum. Pralinchen hat schön mit ihren Liebsten gefeiert und kann, Oma sei Dank, nun sogar selber Spätzle machen. Tja, wer in meiner Familie an Weihnachten was zum Essen will, muss halt auch selber ran, gell!  (Liebe Oma, nein, ich finde nicht, dass mein Schatz mir zum Geburtstag eine Spätzlereibe schenken sollte. Ein Buch, ein Parfum, ein Ferrari, das wären alles tolle Geschenke, aber nein, eine Spätzlereibe definitiv nicht!)

Schön wars, auch wenn so ein besinnlicher Verwandtschaftsmarathon doch ganz schön anstrengend sein kann. Da muss man die ganze Zeit essen und Punsch trinken und essen und Schnaps trinken und essen und Likörchen trinken und essen und und und… zieh ich meine Beine ein, könnt‘ ich eine Kugel sein! Ja, so sieht’s inzwischen aus und wenn die Killer- jetzt nicht zur Kullerpraline mutieren will, dann ist ab morgen Schluss mit lustig. Naja, also hmpf… sagen wir ab übermorgen, für morgen ist ein lecker Chili con Carne aufgesetzt und Chips und jede Menge Alkohol eingekauft…. also übermorgen, aber dann ganz sicher. Versprochen. (Reste-Essen ist aber noch erlaubt, ok?) (Und Reste-Trinken!) (Und ein paar Weihnachtsplätzchen sind auch noch da, das fällt noch unter Reste, ok?….)

Eigentlich wollt‘ ich Euch aber ja gar nix von meinem temporären bis permanenten Gewichtsproblem erzählen. Schadet aber sicher nix, somit könnt‘ Ihr nämlich ab morgen übermorgen alle immer mal wieder nachfragen wie der Stand der Dinge oder die Zahl auf der Waage ist und mich motivieren die Kasteierei durchzuziehen. Und mich nötigenfalls auch gern verarschen, wenn sich nix tut. Wobei, das sag ich Euch dann natürlich nicht und dann müsst Ihr mich erstmal persönlich treffen und das wird nicht passieren, weil ich nämlich schon nimmer durch die Tür passe und somit nicht mehr raus kann und… und… und… ja. Genau. Also, motiviert mich doch bitte einfach.

Eigentlich wollt‘ ich Euch ganz was anderes erzählen. Hab nämlich ein wirklich irres Weihnachtsgeschenk bekommen, von meinem Schatz, der nicht nur um mich, sondern auch um meine (Aus-)Bildung besorgt ist und der mir doch tatsächlich einen “ Professor Globus“ unter den Weihnachtsbaum gelegt hat. Kennt Ihr nicht? Ist eine super Sache, ein mehr oder weniger handelsüblicher Globus, der aber mit einem elektronischen Spiel gekoppelt ist. Man muss mit einem angeschlossenen Stift sämtliche Länder, Staaten, Städte, et cetera pp auf der Erde finden und das innerhalb weniger Sekunden.  Da gerätst Du plötzlich in den totalen Super-Stress, nur weil Du (mal wieder…) nicht weißt, wo Dschibuti ist oder die Mongolei (mal wieder…) irgendwo bei Grönland vermutet hast! Ein Heidenspaß,ich schwör! Ach was, Doppel-Schwör! Auf der Verpackung steht „8-12 Jahre“, aber ich glaube damit ist keine Altersempfehlung gemeint, sondern die Zeit, die es braucht, bis man den vermaledeiten Globus aus dem Effeff beherrscht. Sogar meine geografisch äußerst bewanderte bessere Hälfte hat so seine Schwierigkeiten, allerdings ist er im Schnitt immer noch besser dabei als ich, die angehende Speditionskauffrau… naja, bis zur Abschlussprüfung hab ich ja noch ein paar Monate, und wenn mir der Herr Professor jetzt nicht mehr helfen kann, dann weiß ich auch nicht. Dann schul ich nochmal um. Auf Ampelwascherin oder Brezensalzerin…

In diesem Sinne, Dschibuti ist in Afrika. Die Mongolei in Asien. Und da bleiben die beiden hoffentlich auch, bis ich Professor Globus mal besiegt hab…

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches gesundes und für Euch hoffentlich diätfreies neues Jahr. Wenn ich die nächsten Wochen zickig bin, dann wißt Ihr ja warum 😉

Dicken Knutscher an alle.

Klugscheißen zum Jahresende

Ja ja, ich weiß, Ihr habt lange nix mehr von mir gehört…. Und jaaaaa, ich bin eine treulose Tomatenpraline…. Jaaa, Ihr habt ja alle so Recht. Aber trotz all meinem vorweihnachtlichen Stress (frohlocken, Glühwein saufen, Plätzchen im Ofen verbrennen lassen und dann natürlich jede Nacht zwölf Stunden ausruhen) möchte ich Euch nicht ohne ein paar klug(scheißerisch)e Worte ins neue Jahr entlassen. Jeder noch so unwichtige C-, D-, und F-Promi macht heuer wieder so einen ach so individuellen Jahresrückblick, also warum soll das Pralinchen nicht auch ein paar Weisheiten unters Volk bringen? Also, here we go!

„Ohne Fleiß kein Preis“

Pralinchen drückt seit April wieder die Schulbank. Mit inzwischen 31 und bald 32 Jahren und nach bereits eineinhalb abgeschlossenen Berufsausbildungen kriegt sie nun die Chance, endlich aus dem legalisierten Sklavenhandel alias Zeitarbeit auszusteigen und was „Gscheids“ zu lernen. Pralinchen wird Speditionskauffrau, und ganz ehrlich Leute, ich hab’s mir leichter vorgestellt. Ich dachte mir, so ein bisschen Transportwesen kann ja ned so schwer sein, aber da wusste ich noch nicht, dass ich auch wissen muss wo der sch…verf… Drecks… Rhein-Herne-Nordostsee-Elbe-Seiten-Donau-Kanal is, wie man am günstigsten aus Nigeria importierte Analog-Weißwürste nach Ulan-Bator verschifft und warum zigtausende elektronische Mauterfassungsdingsdinger gebaut werden, die man aber aufgrund des Datenschutzes nie alle in Betrieb nehmen darf („Der BND hat bei geheimen Telefonabhörungen herausgefunden, dass sich 80% der Bundesbürger mehr Privatsphäre wünschen….“). Aber gut, da muss ich jetzt durch. Und solange man Bananen noch nicht per E-Mail verschicken kann, scheint das ja auch eine recht sichere Sache zu sein.

„Probieren geht über Studieren“

…dachte sich mein Herzallerliebster und trat wagemutig den Versuch an, mit der Praline zusammenzuziehen. Jaaa, mein Freund is’ total mutig, cool, oder? 😉 Der ursprünglich vereinbarte „Probemonat“ ist nun längst vorbei, das ist also schon mal kein schlechtes Zeichen… auch wenn die Rückzugsmöglichkeit in seine Wohnung immer mal wieder äußerst attraktiv zu sein scheint (angeblich schnarche ich…. Angeblich so laut wie 10 Stihl-Kettensägen….. ich glaubs ja nicht, ich hab mich nämlich noch nie schnarchen gehört 😉 Aber aufs Schnarchen hab ich keinen Einfluss… ok gut, ich könnte aufhören zu rauchen und vielleicht ein paar Kilos abspecken, aber das gehört dann in die Kategorie „Gute Vorsätze fürs neue Jahr“ und da ist ja noch paar Tage hin… Immerhin bemühe ich mich redlich, immer alle Schubladen zu zumachen (ätzende Angewohnheit die sich im Laufe meiner Singlezeit eingeschlichen hat) und meinen Schatz somit glücklich zu machen. Ich kann meckermäßig immer sehr schlecht kontern, weil er sowohl die Zahnpastatube zumacht wie auch das Klopapier nachfüllt…. Pah , aber warte, irgendeine miese Angewohnheit find’ ich schon noch! 😉

„Lichtfahrer sind sichtbarer“

Ach ja… über meine alte Schrottschüssel von Auto gibt’s ja mittlerweile auch schon einige Geschichten. Und ich möchte’ Euch damit ja auch nicht langweilen. Aber langsam werde ich paranoid mit dem Ding…. Ich glaube inzwischen ganz ernsthaft, dass die gesamte KFZ-Industrie von der Mafia unterwandert ist. Da bringst vertrauensvoll Dein Auto zu Wintercheck und TÜV, nimmst einschließlich Ölwechsel und Mini-Reparatur ne Rechnung über 200 Flocken mit und zwei Tage später geht Dein Abblendlicht nicht mehr. Aha… ja, komischerweise ist da der Lichtschalter defekt… kost’ 40 Euro, macht ja nix, passiert schon mal. Wieder kriegst ne Rechnung, wieder wartest zwei Tage, plötzlich setzt der linke Blinker aus. Defekte Glühlampe, ja mei, ist halt ein altes Auto, gell…. Macht nix, weiterfahren, zwei Tage warten und schwuppdiwupp, der rechte Scheinwerfer fällt aus….. jaja, altes Auto, ich weiß… vielleicht ist es ja bei meiner Werkstatt nicht die Mafia, sondern die Illuminaten, so viele Lichtdefekte wie ich hier serviert krieg…. Wer auch immer dahintersteckt, die Sache hat System glaub’ ich. Werd’ nachher mal googeln ob es eine Selbsthilfegruppe für „verfolgungswahngeschädigte Werkstattkunden“ gibt….

Es war natürlich noch sehr viel mehr los im vergangenen Jahr, aber erfahrungsgemäß lässt beim Leser nach sieben Minuten die Aufmerksamkeit nach…. Da halt ich es lieber mit einem Spruch der genialen Monika Gruber: „Privat red’ i ja ned so viel!“ 😉

In diesem Sinne,

ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und (falls wir uns nicht mehr hören, sehen, lesen) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt’s brav, g’sund und macht’s nix, was ich ned auch machen würde! Dicken Knutscher an alle!

P.S.: Lieber Sir U-Lot, besoffen Auto fahren ist überhaupt nicht cool.

P.P.S.: Lieber Locke, hör auf dauernd „ficken“ zusagen. „Scheiße“ oder so was tut’s auch.

P.P.P.S.: Lieber Mr. Hut-Gesicht! Gute Entscheidung, sieht echt klasse aus!

P.P.P.P.S.: Und jetzt noch ein Liedchen um „Schlaflos in Kumhausen“ ein wenig aufzumuntern… Ich liebe Dich.