Geschenke im Schnee

Grad les ich folgende Meldung:

„Bodenmais – Schnee schaufeln ist keine Arbeit, sondern das reinste Vergnügen. Das jedenfalls vermittelt Bodenmais den Touristen. Warum die Gäste dort (mit Begeisterung!) die Gehwege räumen: „Topfit aus dem Winterurlaub  – der größte Ferienort im Bayerischen Wald sucht aktive und sportliche Frühaufsteher.“ So beschreibt die pfiffige Gemeinde Bodenmais ihren neuen Winterräumdienst. Und so funktioniert’s: Ein Hotelier hat insgesamt 100 Schneeschaufeln gespendet. Jetzt werden täglich 100 Touristen gesucht, die damit die Gehwege von Eis und Schnee befreien. Damit die Gäste das auch tun, wird der Winterräumdienst kurzerhand als Schatzsuche verpackt: Denn irgendwo ist eine „Urlaubs-Bombe“ versteckt, die gefunden werden soll. „Diese neuartige Winter-Schatzsuche versteht sich als Winterspaß für ein tolles Urlaubserlebnis“, sagt Matthias Schweikl, der besagte Hotelier und Schneeschaufel-Stifter.“

Also, jetzt mal ehrlich: will IRGENDJEMAND von Euch im teuer bezahlten Urlaub die Schneeschaufel schwingen? Also, ich ned. Von wegen „Wellnessurlaub in Bodenmais“, ja klar und dann drückt mir der blöde Hotelfutzi in aller Frühe die Schaufel in die Hand. In Bodenmais! Da ist es ja jetzt ned mit fünf Minuten Flockenkehren getan, das ist ja quasi das Winterwonderland, da sind 50 cm mal gar nix! Und was hilfts mir wenn ich dann tatsächlich die Glückliche Gewinnerin der sog. „Urlaubsbombe“ bin? Ich werde zu erschöpft sein, um sie überhaupt zu öffnen… und wenn ich es doch schaffe, dann ist da bestimmt nur ein Ticket für den Bodenmaiser Skibus drin oder sowas (Ihr erinnert Euch an den Bad Birnbacher Badebus?).

Andererseits ist diese Idee mit dem Geschenke im Schnee verstecken natürlich gar ned blöd. Ich würd mich jetzt schon freuen, wenn ich morgens mein Auto abkehre und in den Schneemassen aufm Dach wär ein Geschenk versteckt. Ne Flasche Wodka zum Beispiel, oder irgendwas anderes was die Seele wärmt. Würd doch die eisige Plackerei in der Früh gleich viel mehr Spaß machen. Schnee räumen muss ich ja zum Glück nicht, das macht hier unser Hausmeister. Und so wie der ausschaut, hat er wohl tatsächlich schon etliche Flaschen Wodka im Schnee gefunden…. nix für ungut Herr Hausmeister, Sie machen das super! 🙂

Einmal hab ich sogar wirklich schon Geschenke im Schnee gefunden. Das war zu meinem 18. Geburtstag, damals, lange ist’s her. Da ich da eben gerade den Führerschein bekommen hatte, fiel meinen tollen Freunden natürlich nix Blöderes ein, als eine Auto-Schnitzeljagd mit mir zu machen. Gestartet wurde vorm Haus meiner Eltern und dann gab’s, Achtung: Überraschung! 18 (in Worten: achtzehn!!!) Anlaufstationen, alle verteilt in Stadt und Landkreis Landshut, und bei jeder Station gab es einen Brief mit dem Hinweis auf die jeweils nächste Station.  Nach einer klitzekleinen Panne (ein Kumpel war so schlau und hat einen dieser Hinweisbriefe unter einem parkendem Fahrzeug versteckt, das dann, als ich dort ankam, natürlich nicht mehr da stand. Sein Kommentar:“ Ja woher soll i wissen dass der Depp ausgrechnet jetzt wegfahrt?“), also nach dieser klitzekleinen Panne hatte ich fast 200 Kilometer mit meinem alten und doch heißgeliebten Ford Fiesta Gott hab ihn selig runtergerissen und hatte nun also den Brief mit dem letzten Hinweis in der Hand. Und dreimal dürft Ihr jetzt raten wo mich der hingeführt hat. Richtig. Vors Haus meiner Eltern 😦 Dort, in einem riesengroßen Schneehaufen versteckt, lagen also meine Geburtstagsgeschenke, die ich dann, nach der Mördertour auch noch eigenhändig freischaufeln durfte. Zum Glück sind meine Freunde ziemlich berechenbar und somit wusste ich dass ich nach dem 18. Geschenk aufhören kann zu buddeln. Und immerhin war eines der Geschenke ein Tankgutschein, sodass die 200 km dann wenigstens nicht ganz so umsonst waren…

Trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen, die klassische Variante, ein Geschenk in buntem Papier mit ner Schleife drum rum zu kriegen, ist mir dann doch lieber (*mitklitzekleinemzaunpfahlwinktdennpralinchenhatjabaldwiedergeburtstaggell* 😉

In diesem Sinne, wer gern freiwillig Schnee schaufeln will, darf sich gern bei meinen Eltern melden, die haben genug davon im Garten und auch wenn sie Euch keine Urlaubsbombe verstecken, an Kaffee oder a Bierchen gibts immer.

Schaufelnde Grüße,

Eure Schneepraline

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Merry Christmas!

Warum eigentlich „Merry Christmas“? Warum nicht einfach „Frohe Weihnachten“?

Jetzt muss ich mich aber echt beeilen. Es ist der 24.Dezember 2010, es ist schon dunkel draussen, und ich hab Euch noch immer kein Frohes Fest gewünscht.  Aaaaalso:

Ich wünsche Euch Allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest, ein paar ruhige Tage mit Euren Lieben, eine schöne Zeit und natürlich hab ich auch dem Christkindl Bescheid gesagt, dass es Euch nicht vergessen soll und ein paar schöne Sachen unter Euren Baum legt (wenn Ihr natürlich keinen Baum habt, dann seid Ihr selber Schuld!)!

Es ist nun wieder ein Jahr vorbei und ich weiß gar nicht, wo es hin gekommen ist. Weihnachten kommt irgendwie jedes Jahr wieder so total überraschend 😉 Dabei war es ein richtig wichtiges Jahr, zumindest für das Pralinchen.  Wie Ihr ja gesehen habt (bzw. mangels neuer Geschichten eigentlich NICHT gesehen habt), habe ich mir in diesem Jahr einen kleinen Traum erfüllt und beruflich einen Neuanfang gewagt. Aus der lange herumdümpelnden Fremdsprachenkorrespondentin Schrägstrich Vertriebsassistentin Schrägstrich Kunden-Beschwerdensachbearbeiterin Schrägstrich Sekretärin wurde nun nach langer harter Arbeit, etlichen Depressionsanfällen und viel zu viel Schokolade endlich eine Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen und ich darf nun am Traumarbeitsplatz Flughafen arbeiten.  Dafür möchte ich auch mal (nur ganz kurz, nein, ich will Euch nicht mit langen Reden langweilen) DANKE sagen, zum einen der netten Aushilfsdame vom Arbeitsamt, die mir die Ausbildung bewilligt hat obwohl mein zuständiger Sachbearbeiter das seit Jahren abgelehnt hat. Zum andern den vielen lieben „Spedis“ aus dem KSL-Kurs, ohne die die ganze Sache nur halb so viel Spaß gemacht hätte, dann natürlich meinem Mentor, dem Micha, ohne den ich heute nicht könnte was ich kann, und last but never ever least!!!! meinen sagenhaften Eltern, die ihrer inzwischen fast 33jährigen Tochter wieder (und im übrigen mehr als großzügiges) Taschengeld gegeben haben und ohne die ich die Ausbildung gar nicht hätte machen können! Vielen vielen lieben Dank, Ihr seids einfach die tollsten Eltern der Welt!

So, treue Fans warten jetzt vermutlich noch auf ein paar lustige Anekdoten aus dem Nicht-Arbeitsleben der Praline… ich könnte Euch zum Beispiel erzählen, warum mich der Anblick von Dosenfisch inzwischen total sentimental macht (frohe Weihnachten auch nach Erding), wie es kam, dass meine Freundin Megaperle doch tatsächlich in eine Kirche eingesperrt wurde,  warum ich im nächsten Jahr UNBEDINGT aufs Knödlfest nach Österreich muss, warum ein Laden wie der „Beatschuppen“ einfach unerlässlich ist sobald man die 30 überschritten hat, warum ein so unstylishes Getränk wie der Blutwurz zur Grundausstattung jedes Mädelsabends gehört, warum ich keinen Pyjama besitze und somit nicht auf eine Pyjamaparty gehen kann, wie es kam, dass ich mit einem fremden Mann tatsächlich über die Bedeutung der Intimrasur diskutieren musste, und ja, die Liste der Geschichten ist schier unendlich.

Darum ist mein guter Vorsatz fürs neue Jahr (weil Rauchen aufhören schaff ich ja eh wieder nicht und saufen aufhören, darin seh ich irgendwie keinen Sinn….) meinen einst so heiß geliebten Weblog wieder mit mehr Leben zu füllen und Euch und mir damit wieder ein bißchen Freude zu machen. Es wäre ja schade, wenn all die göttliche Weisheit der Mädels Ü30 so im Verborgenen bliebe, oder?

So, nun muss ich aber. Ich muss noch ein heikles Problem lösen. Morgen ist das alljährliche große Pralinen-Familien-Weihnachtsessen und alle meine Strümpfe haben Laufmaschen. Dabei wollte ich unbedingt meine neuen Stiefel ausführen.  Naja, ich mach mir jetzt erstmal einen guten Wein auf und dann werde ich schon kreativ.

In diesem Sinne, feiert schön, lasst Euch reich beschenken und genießt ein paar ruhige Tage!

Eure Weihnachtspraline

Und kümmert Euch mal wieder um Eure Kinder 😉

 

PS: Warum liegt da eigentlich Stroh?

Mein Freund, der Ringo!

Genau heute vor 50 Jahren traten die legendären Beatles zum ersten Mal in Deutschland auf. Gut, dass ich da nicht live dabei war, versteht sich von selbst. Nicht mal meine Eltern können mir davon berichten, denn die waren selber noch nicht mal im Kindergarten zu der Zeit.

Umso erstaunlicher, dass die Jungs trotzdem ihren Weg in meine Plattensammlung gefunden haben. Ich meine, hallo: „The Beatles“, was für ein seltsamer Name… da sind doch mal wieder 5 Euro für die „Miese-Wortspiel-Kasse“ fällig! Andererseits, angefangen haben sie ja 1956 unter dem Namen „The Quarrymen“, benannt nach ihrer Schule, der Quarry Bank Highschool. Das klingt in ungefähr so erfolgsträchtig wie „Die Hinterskirchner Hauptschul-Jungs“, also tut mir ja leid, ne. Später nannten sie sich dann mal „Johnny and the Moondogs“, uh yeah, was für eine Verbesserung: Johann und die Mondhundis, toller Name, oder? Irgendwann hatte John Lennon dann eine gigantische Vision, wie sich an folgendem Zitat schön nachlesen lässt:

„Viele Leute fragen, was sind Beatles? Warum Beatles? Hä? Beatles? Wie seid ihr auf den Namen gekommen? Also werden wir es Ihnen sagen. Der Name entstand in einer Vision – ein Mann erschien auf einem brennenden Kuchen und sprach zu ihnen: ‚Von diesem Tag an seid ihr Beatles, mit einem «A»‘. Vielen Dank, Herr Mann, sagten sie, um ihm zu danken.“

– John Lennon: Mersey Beat, 1961

Schon klar Johnny, muss ein geiles Kraut gewesen sein, damals! Doch ich finde, mit dieser Vision haben die Jungs dann doch noch irgendwie die Kurve gekratzt, also so Corporate Identity-mäßig. Passt auch viel besser auf ein T-Shirt als „Johnny and the Moondogs formerly known as The Quarrymen“, brennender Kuchen hin oder her.

Die Musik der Pilzköpfe ist aber halt schon irgendwie immer noch der Hammer. Gut, bei manchen Texten braucht man schon einiges an philosophischer Geduld, ich hab zum Beispiel immer noch nicht begriffen was die Lucy im Himmel mit den Diamanten macht oder warum die Erdbeerfelder ewig stehen…. ist aber auch egal, ich hör einfach zu und freu mich dass es so schön klingt.  (Und nein, ich war nicht auf einer Waldorfschule…ähem!)

Als quasi erste Boyband der Welt sind die Fab Four ja vollends eingeschlagen. Und wenn ich mir heute diese Retorten-Tunten alias Take That, Backstreet Boys, N-Sync und wie sie alle hießen so anschau, dann kann ich eigentlich nur heulend eine CD von den Beatles auflegen und dem lieben Gott dafür danken, dass er wenigstens Robbie Williams, die geile Schnecke, noch mit ein bißchen Hirn gesegnet hat und ihn die „Babe“-schmachtenden Transentrolle verlassen ließ. (War „Babe“ nicht eigentlich das süße kleine Schweinchen, das immer zu seiner Mama wollte?)

Zum Glück verschwinden diese kommerziellen Musikmoden immer schnell wieder und, Gott sei’s gedankt, entwächst jedes Mädchen auch mal der Pubertät und besinnt sich dann auf die drei wichtigsten Dinge, die Frau im Leben haben muss: Verstand, Humor und eine Beatles-CD im Schrank.

In diesem Sinne, bevor mir jetzt noch ein weiser Mann auf einem brennenden Kuchen erscheint,  schenk ich Euch lieber noch ein Lied zum Jahrestag der vier Jungs aus Liverpool. Und weil die Auswahl schier unerschöpflich ist, hab ich eins gewählt, das bei Pralinchen und ihren Mädels ganz oben auf der Wunschliste steht, wenn es bald wieder Live-Abende mit dem Mann gibt, der sogar seine Kneipe nach einem Beatles-Album benannt hat, aber das ist eine andere Geschichte…. 😉

So long, good luck and good bye.

Eure Musikpraline

 

Die kleinsten Terroristen der Welt

Ich bin ja generell kein Freund von Lebewesen, die mehr Beine haben als ich. Also Spinnen, Käfer, Ameisen und all das Zeug, uuuuaaaahhhh, Krise!

Und so sehr ich den Sommer auch liebe, sein großer Nachteil liegt für mich definitiv in der Dichte an Ungetier, das er nun einmal unweigerlich mit sich bringt. Mücken zum Beispiel! Diese Biester haben sich gegen mich verschworen glaub ich. Bis auf die Knochen haben sie mich zerfressen, bis ich kapituliert habe und mir nach Juckreiz-geplagten Mördernächten eeeeendlich einen Fenistil-Stift gekauft habe. Logisch, dass mich seitdem keine einzige Mücke mehr gestochen hat, oder? Kaum trag ich das Ding mit mir rum, interessiert sich keine Mückendame mehr für mein schönes Blut. Für mich sieht das fast so aus als hätte findige Apotheker da was erfunden, das die Mücken dazu bringt, nur Menschen zu stechen, die noch nicht 7,95 Euro für Fenistil-Gel ausgegeben haben, und kaum bist Du Fenistilbesitzer, schon fällst Du nicht mehr in die Mücken-Zielgruppe „Menschen, die denken, sie bräcuhten kein Fenistil“. Unmöglich.

Aber ich sag’s Euch Leute, Mücken sind harmlos. Es gibt noch viel viel üblere Biester, so dämonisch, dass man sich des Nächtens wünschen würde, man könnte sie gegen einen ganzen Mücken-Schwarm tauschen. Nämlich Fliegen! Fliegen sind die Creme de la Creme an Ungeziefer, aber wirklich!

Hattet Ihr schon mal eine von diesen kleinen unscheinbaren Drecks-Summseln im Schlafzimmer? Ich hatte vergangene Nacht gleich drei davon. Als ich schlafen ging, hatte ich sie nicht bemerkt, denn da saßen sie wohl scheinbar noch irgendwo ganz still und leise in einer Ecke und heckten ihren mörderischen Plan aus, mich in den kommenden  Stunden zu vernichten. Ich hab noch ein Buch gelesen, auch da noch nicht das geringste Anzeichen von summenden Besuchern im Raum. Aber kaum dass ich das Licht gelöscht habe…. oooooh ja! Da waren sie plötzlich, meine drei Freunde. Erst hörst Du sie nur…. bsssss…bssss…ssssssssssssssss! Nicht so tragisch, ist ja nicht laut. Aber dann setzen sie zum Angriff an, wie auf Kommando attackieren sie Dich plötzlich und Du bist im Arsch. Zehen aus der Bettdecke rausstrecken? Oh, böser Fehler: bbbbbsssssssss, schon sitzt sie da, und so sehr ich Füße gestreichelt kriegen auch liebe, mit einer Fliege funktioniert das nicht. Also Füße wieder verstecken, nur ja keine Angriffsfläche bieten!

Aber oh nein! Die Arme sind noch draussen! Fliege links, Fliege rechts, Du weißt gar nicht mehr wo Du zuerst hinschlagen sollst, aber die Viecher sind so schnell, dass Du sie natürlich nicht erwischt. Also gut, ich kapituliere und schiebe meine nackten Arme auch unter die Decke. Das ist auf Dauer aber halt auch kontraproduktiv, weil es unter der Decke einfach langsam viel zu warm wird und dann fang ich an zu schwitzen, was die Biester natürlich noch viel geiler macht und sie somit auch nicht mehr davor zurückschrecken, nun auch mein Gesicht zu bombadieren….bssss…..bssss….bssss…. erst ans Ohr, dann auf die Stirn, und weil Du ja dauernd am rumhauen bist, sind auch die Arme wieder frei und bsss…bssss. bssss, setzen sie sich da auch wieder drauf…. der Kampf dauert Stunden, an Schlaf ist nicht zu denken, ich werde immer gereizter, um nicht zu sagen aggressiv und entschließe mich, nun doch aufzustehen und die Fliegenklatsche zu holen. Doch kaum bin ich mit selbiger zurück, sind meine summenden kleinen Terroristen natürlich verschwunden. Als könnten die riechen, was ich vorhab. Ich mach mich auf die Suche, gehe mit meiner Klatsche ganz langsam und vorsichtig das Schlafzimmer ab, aber keine Spur von den fliegenden Taliban.

Ich also wieder ins Bett, Arme, Beine, Kopf, alles unter die Decke und Äuglein zu. Nur kaum dass ich zum Atmen mal aus meinem Bettenberg auftauche, da sind sie schon wieder da… bsssssssssssssssssssssssssss! FUCK! Ich hätte heulen können, ehrlich. Ich war nah dran einfach in irgendeine Ecke zu scheißen, nur damit sich die Drecksviecher endlich verziehen. Aber naja, das kannst ja irgendwie auch ned machen, oder? Außerdem hätte es eh keinen großen Sinn mehr gehabt, denn als ich auf die Uhr schaute, war es bereits halb sieben, kann ich also auch gleich wach bleiben.

Wozu sind diese Fliegen eigentlich gut? Außer als Spinnenfutter? Die machen doch eh nix außer blöd rumnerven und sich auf unser Essen zu setzen nachdem sie zuvor die kompletten Hundehaufen im ganzen Viertel abgeklappert haben. Wie lecker.

Ich geb auf. Gleich heute Abend kauf ich mir ein Moskitonetz. Und bei meinem Glück komm ich dann an genau die Viecher, die im Fliegen-Terrorcamp die Schulung zum „Angriff trotz Netz“ schon besucht haben…

In diesem Sinne,

bssssssssssssssssssss!

Eure genervte Praline die jetzt einen an der (Fliegen)klatsche hat….

Schnitzelfreude* für Micha**!

Hallo!

Hallo?

Hallooo-hoo? Jemand da?

Ich bin’s, die P R A L I N E!!!


 

Hier hallt es so komisch beim Schreiben…. hat die Pralin’sche Schreibabstinenz Euch tatsächlich schon alle vergrault….. *tränchenwegwisch*

Ich mach’s wieder gut, ganz fest versprochen… ich könnt‘ Euch ja jetzt gefühlte zehntausend Gründe anführen, warum ich Euch so lange im Stich gelassen habe…. Schule, Praktikum als Luftfrachtspediteuse, Beziehung beendet, Gallenstein bekommen, neue Beziehung begonnen, Großputz in der Wohnung veranstaltet, Computer kaputt,  linkes Außenband angerissen, Farmville gespielt,  Fußball-WM ignorieren müssen und und und….. aber ganz ehrlich…. ich war einfach nicht in Stimmung.

Dabei liegen in meinem virtuellen Notizbüchlein ungefähr 20 angefangene Geschichten drin, die im Grunde nur noch auf ihr Feintuning warten und auf die Erlaubnis der jeweiligen Personen, sie auch online zu stellen… ich meine, es ist ja nicht ganz unproblematisch wenn ich hier zum Beispiel darüber schreibe, wie meine liebe Freundin xxxxxxx im Schwimmbad Bekanntschaft mit einem Extrem-Tittengrabscher gemacht hat und sich dann rausstellte dass der arme Kerl schlicht und ergreifend einfach nur blind war und sich quasi nur „verschwommen“ hatte…. oder meint Ihr ich kann hier ungefragt das Geständnis einer weiteren Freundin ausposaunen, die uns nach der Tittengrabscher-Geschichte ganz wehmütig von ihrem ersten Sex nach anderthalb Jahren Abstinenz erzählte (ein auf alle Fälle NICHT blinder Typ hatte ihr im Bus an den Hintern gefasst….)… oder darf ich einfach so preisgeben, dass meine Freundinnen irgendwelche Männer kennenlernen und diese dann panikartig die Flucht ergreifen, nur weil irgendwann das Wort „killerpraline“ fällt und sie dann Angst haben, hier von mir verewigt zu werden?

Ihr seht also, es steht erstmal noch viel Recherche an. Und in der Zwischenzeit könnt Ihr drüber abstimmen ob Ihr als nächstes eine Geschichte über Männer, oder lieber eine über Autos (also irgendwie auch Männer) lesen wollt:

Und speziell für Micha** gibts noch ein kleines Trostpflaster bis zur nächsten Geschichte. Ist zwar vielleicht jetzt nicht gerade das tollste Video der Welt, aber zum einen freu ich mich schon wieder riesig auf speziell Dein „aber molto potente, dem hau i de Zähnd ei!“ und zum andern passt das Lied ja super in die Urlaubszeit… zum Überbrücken… bis die Klostersingers im September zum Revival antreten dürfen….

 

* Schnitzelfreude: (Nomen,f., n.z.,Usrprung deutsch/türkisch/bayrisch): Jemand hat „Schnitzelfreude“, wenn er/ sie sich „freut wie ein Schnitzel“ (ugs.)

**Micha: (Nomen, f.,n.z., namentliche Bezeichnung einer weiblichen Person), hier: Teil der vier „Wilden Weiber aus dem Wald“ und Grund dieses Eintrags 🙂

In diesem Sinne,

bis bald. Ich hau wieder in die Tasten, versprochen!

Ausflippen mit den Flippers…

Nee, also echt! Ich krieg hier die totaaaaale Krise Leute!

Wißt Ihr, es is ja nicht so, dass ich nicht eh schon voll am Ende wäre, körperlich so gut wie tot und nervlich ein totales Wrack, nein, reicht noch nicht! Da quäl ich mich heut früh zum Aldi, weil sorry, ja, Kühlschrank leer, kein Kaffee und keine Zigaretten mehr im Haus, des geht ja mal gaaar ned, und was beschallt meine zarten Ohren da aus dem Radio? Die FLIPPERS! Ich fass‘ es nicht. Da ahnst nichts Böses, erfreust Dich an dem sonnigen Tag und dann sowas… Also, versteht mich nicht falsch, ich kann durchaus auch mal zur Schlagertrulla mutieren, aber nicht samstags morgens um zehn, und nicht unter naja, sagen wir mal 2,5 Promille…

„Aber Dich gibt’s nur einmal für mich!“, was für eine Scheiße! Da ist mir erstmal so richtig bewusst geworden, welchen geistigen Schwachsinn man da so vor sich hin grölt wenn man besagte zweieinhalb Promill hat!

„Es gibt… Millionen von Sternen…“ (Was, echt jetz? Krass…), „unsere Stadt, sie hat tausend Laternen“ (wer zählt die eigentlich so genau nach? Sind da die kaputten auch dabei?), „…Gut und Geld- gibt es viel auf der Welt…“ (ja aber nur in der Welt von nicht unbezahlten Praktikantinnen verfluchte Scheiße nochmal!), „…aber Dich, gibts nur einmal für mich!“ (ja nee, is klar, wär ja auch bescheuert wenn’s die dämliche Tusnelda über die er singt noch öfter gäb, dann würd der die Welt mit noch mehr solchem Singsang quälen…). „…es gibt, tausend Lippen, die küssen…“ (und Zovirax is super gegen Herpes!), „..und Pärchen, die trennen sich müssen…“ (ja, sowas kommt vor heutzutage. Und überhaupt, wo hat der Typ eigentlich Deutsch gelernt? Trennen sich müssen? Bei Yoda?), „…Freud und Leid, gibt es zu jeder Zeit!“ (Waaaahnsinns-Erkenntnis Alter, und ich dachte schon!), „…aber Dich…“ (ja äh, das hatten wir schon!)

„…schon der Gedanke, dass ich Dich einmal verlieren könnt!“ (Äh, ja?), „…dass Dich ein anderer Mann, einmal sein Eigen nennt!“ (Sein Eigen? Ich dachte im Zeitalter der Emanzipation gibts das nur noch in Kulturen, die George und Obama nicht leiden können und wo die Bundeswehr besser keine Tanklaster mehr in die Luft sprengt???), „…er macht mich traurig, weil Du für mich die Erfüllung bist!“ (Erfüllung? Aaaah ja!), „was wär die Welt für mich, ohne Dich?“ (Schön wär sie, dann würde der Kasperl nämlich nicht für sie singen!)!

„…Es gibt, sieben Wunder der Erde, tausend Schiffe, fahren über die Meere!“ (Interessant ja! Nur wenn Du dann als angehende Speditionskauffrau auf einem dieser tausend Schiffe nen Container buchen willst, dann fährt plötzlich mal wieder überhaupt keins irgendwohin….), „Gut und Geld… gibt es viel auf der Welt!“ (fängt der schon wieder an! Hallo Alter, heute ist der 3. April, es sind also noch 27 Tage Monat übrig und die Kasse ist leeee-er!!!), „…aber Dich…. gibts nur einmal für mich!“ (Ja Himmel, Arsch und Wolkenbruch, Gott sei’s gedankt, endlich ist dieses Lied aus!)

Ich pack jetzt meine bescheidenen Einkäufe aus, leg ein bißchen vernünftige Musik auf (was Beruhigendes ist jetzt gut, sowas wie Slayer oder Motorhead) und dann leg ich mich hin zum Fitschlafen für heute Abend. Weil auf den Schreck brauch ich meine Mädels und ganz viel Alkohol.

In diesem Sinne, macht’s es gut, frohe Ostern, immer schön vorsichtig mit den Eiern, gä? Und ned vergessen:

„ABER EUCH GIBT’S NUR EINMAL FÜR MICH!“

Pfiad’s Eich!

Die Flipperpraline

PS: Und ich dachte, die Flippers sind grausam… doch es geht noch schlimmer. Bitte, gebt’s dem Mann einen Preis:

 

Voll geprüft ey!

Boah Leute, i hab’s hinter mir. Für’s Erste.  Heute war der große Tag der Zwischenprüfung für den schönen (?) Beruf des/der Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen Spedis (ich hasse es diese Berufsbezeichnung auszuschreiben, das erinnert mich immer an die Donaudampfschifffahrtskapitänsmützenstickerei bla bla bla…) und ja, ich hab die dämliche Prüfung geschrieben und nein, ich musste deshalb nicht sterben. Also nicht wegen der Prüfung, höchstens vielleicht wegen des Lungenkrebses, den ich nun kriege weil ich vor lauter Aufregung vor neun in der Früh schon zehn Zigaretten geraucht hab, ja Rauchen is ja sooo entspannend scheiße nochmal! Aber was soll ich machen, ab sechs konnt‘ ich nimmer schlafen, lernen hätt nix mehr gebracht, in der Glotze kommt um die Zeit nix und irgendwo muss die Aufregung ja hin, also gabs lecker Hartz-IV-Frühstück, drei Kaffee und zehn Kippen olé olé!

Um elf gings mir und den anderen Speditionsschlümpfen dann an den Kragen. Da waren sie wieder, unsere drei Probleme: Buchführung, WiSo und Geografie. Die Geografie war halbwegs ok, aber auch nur weil ich zufälligerweise wusste, dass man über Passau-Suben nach Linz und Wien kommt (geliebtes Österreich, ich danke Dir!) und weil ich zwar Oldenburg und Osnabrück verwechselt hab, das aber zum Glück so nah beinander liegt, dass meine Routenplanung dann doch noch richtig war.

WiSo hat auch geklappt, weil a) geh ich total gern in die Wirtschaft und b) a wengerl sozial bin ich ja auch, insofern dürften da keine allzu großen Hämmer kommen. Ganz anders bei der Buchführung. Davon hab ich nach wie vor keinen blassen Schimmer. Wie auch, meine private Buchführung zuhause besteht aus ein paar sehr dekorativen weißen Ikea-Boxen, die nahezu alle meine Belege seit 1999 enthalten. Neben Fotos, Konzertkarten, Guttipapierln und weiß der Geier was da sonst noch so alles drin ist.

Ja und ich mein mal ehrlich, wie soll ich, also ICH, Fragen zum Thema Eigenkapitalkonto beantworten wo ich doch schon seit geraumer Zeit ausschließlich von Fremdkapital lebe? Ich weiß grad noch so wie man „Eigenkapital“ überhaupt schreibt, aber auf Rechtschreibeung gibts leider keine Punkte. Ich hab bei dieser Frage dann einfach als Antwort „25/73“ eingetragen, weil ich finde dass das eine echt sehr ästhetische Zahlenfolge ist, findet Ihr nicht? Und wenn ich schon nicht Lotto spiele, vielleicht hab ich ja hier Glück und hab zufällig richtig geraten.

Naja, wir werden’s sehen wie die Geschichte ausgeht. Angeblich kommt das Ergebnis in sechs Wochen (wie beim Aids-Test, ist das nicht ein gruseliger Zufall?). Und was man so hört, erfahren mein Seminarleiter und mein Praktikumsbetrieb das Ergebnis noch vor mir, na super. Wenn ich dann morgens zur Arbeit komm und ein kleiner grauer Pappkarton mit ner verwelkten Zimmerpflanze, meiner angesudelten Handcreme und dem in der Schreibtischschublade deponierten Notfall-Schokoriegel auf dem Tisch steht, dann weiß ich ja was los ist. Dann hat mein Seminarleiter die „gute“ Nachricht bereits verkündet, ich kann mir meine Papiere holen und das, wo ich noch nicht mal die Chance hatte mich im Frachtmodul mal so richtig endsgeil zu verlaufen…. menno.  Also weiter Daumen drücken für Pralinsche. Bis jetzt ruft der Herr Seminarleiter ja nur wöchentlich an um sich meine Anwesenheit bestätigen zu lassen. Wie peinlich, echt… „Ja, das Fräulein Praktikantin war jeden Tag anwesend, Punkt acht Uhr bis etwa siebzehn Uhr, an manchen Tagen geht sie aber zweimal aufs Klo statt einmal, also wenn Sie das mal lieber vermerken wollen….“ Naja, life’s a bitch.

In diesem Sinne, ich mach’s mir jetzt mit einem Schokoladenkuchen (hall-o-o? Beloooohnung muss sein, dankeschön!) auf der Couch bequem. Jawoll.  Euch allen wünsch ich einen schönen Abend.

Spezialgrüße gehen heute an Tschuli (danke fürs Chauffieren!) und an Dr. Girgl (danke fürs Mittagessen und die lustige Afrika-Geschichte! Hab den neuen Flughafen Durban mal gegoogelt… leider waren nirgends irgendwelche Pfeil-Schilder zu sehen…schade!)