Der Afri-Audi-Auffahr- Unfall

Tja, ans Nix-Trinken sind wir nicht gewöhnt. Kein Alkohol ist halt auch keine Lösung, wie meine liebe Freundin Mega. P. (Diskretioooooon muss ein 😉 ) gestern im wahrsten Sinne des Wortes EINDRUCKsvoll bewiesen hat.

Eindrucksvoll deshalb, weil mein herzallerliebster Audi (der im Übrigen nicht mal meiner ist *ähem*) nun richtig schön eingedrückt ist. Da beschließen wir ganz vernünftig, mal einen Samstag lang nicht beim Wolfi an der Bar zu versumpfen, entsagen unseren sonst ach so geliebten Weinschorlen und den damit verbundenen drei bis sieben Schnäpsen, und entscheiden uns stattdessen, mit Steven und Papa Spaß lecker essen zu gehen und danach ganz gemütlich irgendwo noch auf eine Afri-Cola einzuchecken. Tja, soviel Vernunft ist ungesund, denn schon beim Verlassen des Restaurants (guuut, es war kein Restaurant, es war das Tex-Mex 😉 ) befindet sich Fräulein P.  so dermaßen im Afri-Cola-Fieber, dass es ihr offenbar scheißegal war, dass zwei Meter vor ihr zwei grellrote Lichter, genannt Bremsleuchten, aufblitzen, was ja nicht soooo ungewöhnlich ist, wenn ein Fahrzeug auf eine stark befahrene Hauptstraße einbiegen will.  Fräulein P. steuert stattdessen einfach auf den schönen Audi zu, juhuuu, rote Lichter, Afri-Disco, coool! Und wumm kazonk, schon wars passiert.

Als Erklärung führt Mrs Bremsversagerin dann an, dass ihr VW sich auf dem Parkplatz unsterblich in den Audi verliebt hat, und er einfach das Bedürfnis hatte, selbigen schnellstmöglich zu küssen. Ja nee, is klar, oder? Ich bin ja schon der lange der Meinung, dass wir das Liebesleben der Automobile enorm unterschätzen. Nicht umsonst küssen sich sich tagtäglich zig Tausende Fahrzeuge, da verliebt sich plötzlich der BMW in den Toyota, der Vespa-Roller in den parkenden Fiat und der Golf GTI mit dem grell-gelben „Schluck-Du-Luder“-Aufkleber verliebt sich halt mal mal eben schnell in den Baum auf der B 11, was soll’s? Ist doch auch schön sowas, oder kann jemand die Romantik einer Stoßstangendelle abstreiten die von einem zärtlichen Blech-Kuss kurz vorm „Vorfahrt-achten“-Schild her rührt? Na eben, ich auch nicht.

Abgesehen davon gibt’s ja nichts, was man nicht mit einer Afri-Cola wieder gerade biegen könnte. Afri-Cola  hilft gegen alles, Blechschäden, Liebeskummer, Winterdepression, whatever. Versucht’s mal. Wenn Ihr mal wieder total mies gelaunt seid, dann geht in eine Bar (es muss allerdings eine mit einem schwulen Kellner sein, sonst funktioniert das leider nicht!) und trinkt Afri-Cola. Ein echter Geheimtipp und man hat am nächsten Morgen auch ganz sicher keinen Suffschädel. Höchstens Diabetes, aber das kann man heutzutage ja ganz gut behandeln. Insofern also echt einen Versuch wert.

Der Audi selber war über die ganze Aktion natürlich weniger glücklich. Erst musste er diese Woche eh schon fremd gestartet werden, weil er total saft- und kraftlos war und dann knutscht ihn auch noch so ein wuschiger VW nieder, an dem er nicht im Geringsten interessiert ist. Armer Kerl. Als kleine Aufmunterung sind Papa Spaß und ich heute mit ihm nach Straubing gefahren, bisschen Landstraße cruisen, das macht er doch so gern. Außerdem wollt‘ ich ja unbedingt in den Zoo. Um der lieben Mega P. ein Foto zu schenken….. 😉

yak

„Du host die Kraft einer Löwin – doch Du fahrst Auto wie a angsoffnes Rind“ 😉

In diesem Sinne, liebe Knutscherin, nix für ungut. Kennst uns ja. Nächsten Samstag gibt’s wieder Weinschorle. Afri-Cola regt Dich viel zu sehr auf… 😉

Dicken Knutscher (ohne Blech),

die geküsste Praline

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Ehrenkodex für Weihnachtsmänner

Gerade habe ich noch darüber nachgedacht, mir dieses Jahr als Weihnachtsmann, respektive Weihnachtsfrau ein kleines Zubrot zu verdienen, als mich die Nachricht erreichte, Weihnachtsmänner unterlägen jetzt künftig einem Ehrenkodex und dürften folglich nicht:

rauchen- trinken- fluchen

und müssten noch dazu auch noch nett sein zu den Kindern.

Also nichts für mich. Dabei hab ich mir das so schön ausgemalt, wie ich als Nikolaus verkleidet über den Christkindlmarkt schlendere, mich von Stand zu Stand an leckerem Glühwein erfreue, mich zwischendrin mit ein paar Chorknaben zum Rauchen hinter der großen Weihnachtskrippe treffe und über all die nervigen Kinder lästere und dabei den ein oder anderen unchristlichen Fluch ausstoße. Nix war’s. Ist jetzt alles verboten 😦 Nein, der Weihnachtsmann muss ab heuer ganz geziemt und ordentlich auftreten und noch dazu auch noch nett sein zu den Kindern. Wo gibt’s denn sowas?

Der „Ehrenkodex für Weihnachtsmänner“ wurde in Berlin und Brandenburg verabschiedet, bekanntermaßen eine Gegend mit hoher Arbeitslosigkeit und etlichen sozialen Brennpunkten. Da drängt sich mir jetzt natürlich die Frage auf, ob es in den letzten Jahren tatsächlich so viele unartige Weihnachtsmänner gab, die, von der Gesellschaft verstossen, vom Arbeitsamt abgewiesen, und vom Hausmeister ihres Plattenbaus weggeschickt als letzte Möglichkeit das Angebot „Nebenjob als Weihnachtsmann“ gesehen haben und sich freuten, ihrer Alkohol- und Nikotinsucht nun jeden Tag an der frischen Luft und noch dazu in einem mollig warmen roten Plüschkostüm frönen zu können.

Gab es offenbar tatsächlich Beschwerden von Eltern, deren Kindern vom Weihnachtsmann Zigaretten statt Schokolade geschenkt wurde und die beim Betteln nach Feuer dazu weggejagt wurden mit den Worten: „Ey mach Disch weg oder Du bist Krankenhaus Alder!“ Scheinbar, denn sonst müssten nicht eine Vereinbarung getroffen werden, die den angehenden Weihnachtsmännern angemessenes Verhalten vorschreibt.

Im beschaulichen Niederbayern ist mir noch nie ein Nikolaus begegnet, der mich, die brennende Kippe in der Hand, verflucht hätte oder mir gar mit einer Whiskyfahne ein „Frohes Fest!“ gewünscht hätte. Nein, hier sind die Weihnachtsmänner von Haus aus nett zu den Kindern, erzählen ihnen Weihnachtsmärchen, tätscheln ihre Köpfe und schenken ihnen Schokolade. (Gut, in den letzten Jahren gab es auch den ein oder anderen Bio-Weihnachtsmann, der keine Schokolade verschenkt hat, sondern nur langweilige Walnüsse oder Mandarinen…. Jungs, lasst den Blödsinn, Ihr macht Euch damit keine Freunde!)

Aber ich hab ehrlich noch nie einen betrunkenen oder rauchenden Weihnachtsmann gesehen. Also in der Öffentlichkeit. Bei firmeninternen Weihnachtsfeiern ist das wieder was anderes, aber darum gehts hier ja nicht 😉 Insofern frag ich mich jetzt, ist diese Ehrenkodex-Geschichte jetzt einfach ein Gag, den sich Berufsweihnachtsmänner während ihrer laaaaaaaangen Sommerpause ausgedacht haben oder besteht tatsächlich Bedarf an einer generellen Weihnachtsmann-Qualitätskontrolle? Sollte man die Pisa-Studie auf Weihnachtsmann-Schulen ausweiten umd den Bildungsgrad der Nikoläuse zu testen? Oder vertrauen wir einfach nicht mehr blind darauf, dass selbst der doofste Student bzw. Langzeitarbeitslose ein wenig Hirn in der weiß bebarteten Birne hat und vor Kindern keinen Alkohol trinkt oder gar eine Zigarette raucht?

Fragen über Fragen, die niemanden interessieren, mir die Vorweihnachtszeit aber erheblich versüßen.

In diesem Sinne,

vorweihnachtliche Grüße! Wer einen besoffenen Weihnachtsmann sichtet, bitte sofort melden!

Euer Osterhasi Nikolausi Pralinchen

Wild gewordene Treppen

Es ist ja irgendwie ein ungeschriebenes Gesetz, dass die lustigsten Feste die sind, zu denen man eigentlich gar nicht gehen möchte. Aber wenn eine von den Meeeeedels!!! Geburtstag feiert, dann kämpft selbst die schlafloseste Praline gegen ihren Unmut an und macht sich auf den Weg. „Ich park mal vorm Lokal, werd nicht so lang bleiben heute, und trinken werd ich sowieso nix.“ So kam ich an. Das Ende vom Lied war, dass Freund und Privatbodyguard Steven mich nebst Geburtstagskind und meinem mal eben auf die Schnelle erfundenem Ex-Gatten um sieben Uhr morgens nach Hause gefahren hat.

Getrunken hab ich tatsächlich nicht viel. Glaubt mir zwar keiner, weil ich doofe Nuss mir an dem Abend mit meinen Super-High Heels so dermaßen den Fuß verknackst hab, als mir eine psychopathische Treppenstufe einfach zwischen die Füße gelaufen ist, aber Mädels, ich sag Euch was, das war nicht der Alkohol. Das war Taktik. Ein ganz geschicktes Manöver, schließlich musste ich dann nicht den weiten Weg ins nächste Lokal laufen, nein, ich wurde getragen *ätschbätsch*

Naja, ganz so geschickt war mein Manöver auch nicht, denn mein geschwollener und in allen Blau- und Lilatönen schillernder Fuß hat mich dann etliche Tage lahm gelegt und ich hab tatsächlich meine armen Eltern durch die Prärie geschickt, damit die mein praktischweise so zentral geparktes Auto abholen. Weil Auto fahren geht ja einfüßig auch eher schlecht. An dieser Stelle übrigens noch mal danke *schäm*

Aber egal, a bisserl Schwund is immer und der Abend respektive die Nacht war die Humpelei in jedem Fall wert. Das Geburtstag feiernde Megaperlchen, die anderen Partyschlümpfe und ich sind sogar noch in dieser Frühstücksabsteige für Sperrstundenverweigerer gelandet, die hier in LA zwar einen äußerst zweifelhaften Ruf genießt, allerdings immer sehr gut besucht ist. Ich war da zuletzt vor zehn Jahren oder so. Und es ist immer noch übel. Aber hat halt auf bis ultimo. Und man kriegt noch Bier. Und wenn man will sogar Würschtel dazu. Also eigentlich eine Super-Sache, oder? 😉

Kurz vorher hat Megaperlchen doch tatsächlich noch „Mr. Schlüsselreize“ getroffen. Tja, es stimmt wohl, man sieht sich immer zweimal im Leben und die Welt ist tatsächlich ein Dorf. Er ist aber in der Zwischenzeit nicht sonderlich klüger geworden, und ehrlich gesagt waren alle Beteiligten froh als er sich an irgendeiner Baustelle verabschiedet hat. Vielleicht hat ihm der Bauwagen so gut gefallen, dass er drin nächtigen wollte, scheinbar steht Mr. Schlüsselreize ja auf Outdoor. Man weiß es nicht. Wir wünschen ihm in jedem Fall für seinen weiteren Lebensweg alles Gute 😉

Naja, und irgendwie wars dann plötzlich hell und wir mussten nach Hause. War aber kein Thema, schließlich stand ja schon für Donnerstag eine echte Schlagerparty an. Ich war seit Eeeeewigkeiten auf keiner Schlagerparty mehr. Aus gutem Grunde *lach* Aber es ist wie immer, wenn die richtigen Leute zusammen sind, dann ist es egal wo man ist und dann singt man auch aus voller Kehle „Ti amo“ und „Mendocino“ während man sich klebrig-süß-bittere Mischgetränke einverleibt. Auch diese Nacht wird lange in Erinnerung bleiben, auch wenn da niemand mehr Geburtstag hatte.

Abschließend schick ich jetzt noch einen Gruß ans Megaperlchen mit einem nochmaligen „Happy Birthday“, einen an den Schatz unserer Tanzgöttin dafür, dass er mir mit seinen Voraussagungen offenbar immer Recht behält, einen an Steven, der mich trotz Bushaltestelle vor meinem Haus immer mit dem Auto bringt, einen an ninscha, die mir versprochen hat mal wieder hier zu kommentieren und es aber nicht tut (*grrrr*) und einen an Papa Spaß: „Spann noch mal an büttäääää!“ 😉

In diesem Sinne, feiert schön, aber hütet Euch vor freilaufenden Treppenstufen!

Eure Knackspraline

Insel-Alkoholismus

Fundstück aus der Landshuter Zeitung vom 31.07.08:

Ergolding. Eine Verkehrsinsel rammte am späten Dienstagabend in der Rottenburger Straße eine 20jährige Autofahrerin. Sie stand bei dem Unfall unter Alkoholeinfluss.“ (www.idowa.de/aktuell/)

Wo bitte soll das noch hinführen? Wenn jetzt sogar schon die Verkehrsinseln saufen! Ich mein, ich versteh’s ja, so eine Insel will auch mal Spaß haben. Die steht den ganzen Tag da rum, langweilt sich, muss den ganzen Lärm der Autos ertragen und zur Belohnung kommt dann noch irgendein Köter und kackt ihr auf den dekorativen Grünstreifen. Klar, dass die Insel dann mal ausbrechen will aus ihrem Alltag, einen draufmachen, mit ihrer Insel-Clique um die Häuser ziehen, eine scharfe Behelfsampel aufreißen oder eine schnuckelige Bodenwelle. Nur geht das ja mal gar nicht, dass junge unschuldige Autofahrerinnen da drunter leiden müssen!

Und wo bitteschön soll das enden? Stellt Euch vor, die Verkehrsinseln fangen jetzt auch noch an zu rauchen! Das schöne Nichtraucherschutzgesetz wäre total für die Katz! Oder stellt Euch vor, so eine Insel kifft auch noch, Du wartest dann mit Deinem Auto davor um einen Radfahrer drüber zu lassen und die blöde Insel kriegt nen Laberflash und textet Dich stundenlang zu, bis Du endlich entnervt nachgibst und ihr bei Burger King ein Whopper-Menü besorgst. Unsere aktuell schon mit flatratesaufenden Fahranfängern überlastete Polizei würde im Chaos versinken. An jeder Ecke stünde ein grün-weißer Partybus, davor zig besoffene und bekiffte Verkehrsinseln angekettet, alle müssen blasen und pieseln, und keine von ihnen kann sich mehr erinnern wo sie wohnt! Der Verkehr in unserer niederbayrischen Heimat würde zusammenbrechen!

Den Verdacht, dass mit den Verkehrsinseln von heute irgendwas nicht mehr ganz rund läuft, hatte ich ja schon lange. Schon damals, ich hatte grad wenige Wochen meinen Führerschein, hab ich eine rasiert. Und ich schwör Euch, die stand da vorher noch nie. Ist mir einfach in den Weg gesprungen damals. Jetzt, wo die Suchtproblematik unserer Verkehrshelferlein langsam ans Licht kommt, wird es mir klar. Diese Insel war auf Ecstasy und wollte sich in ihrem Rausch das Leben nehmen, indem sie sich vor mein Auto wirft. Ich bin dafür, dass wir eine Initiative für suchtgefährdete Inseln gründen. Weil so kann das ja nicht weitergehen.

Eigentlich hätte es ja anders sein müssen, und die 20jährige Autofahrerin hätte besoffen sein müssen und die Insel rammen. Das wäre zwar auch nicht schön, aber wenigstens normal gewesen. Aber im Polizeibericht steht’s ja schwarz auf weiß. Und wir wollen ja jetzt nicht etwa behaupten, dass die Polizei im Deutschunterricht nicht aufgepasst hat als es um die Sache mit Subjekt-Prädikat-Objekt ging, oder etwa doch? 😉

In diesem Sinne, nehmt Euch in Acht, wenn Ihr jetzt dann nach Hause fahrt. Mit einer besoffenen Verkehrsinsel ist nicht zu spaßen.

Eure Wachtmeisterpraline