Vier Ringe für ein Halleluja

Die Probleme mit meinem Automobil hatte ich Euch ja zur Genüge geschildert. Doch inzwischen ist es repariert, springt mir wieder ganz zuverlässig jeden Morgen an und eigentlich könnte ich also völlig glücklich und zufrieden sein.

Tja, nur bin ich mein Auto jetzt erstmal vorübergehend los. Hab’s meinem Bruder geliehen, weil er die nächsten zwei Wochen ein zuverlässiges (!) Gefährt braucht und, glaubt’s oder nicht, sein Auto ist noch viel schrecklicher als meines 😦

Es handelt sich hierbei um einen 19 Jahre alten BMW. An sich ein sehr schönes Auto, nur leider total am Ende. Das Auto ist seit Anbeginn seines Lebens im Killerpralin’schen Familienbesitz und folglich musste es schon so einiges mitmachen. Meinen ersten (und bisher einzigen!!!) Unfall hatte ich mit genau diesem Wagen. Hab auf der Autobahn einen vor mir fahrenden Mercedes geküsst. Tja, wer NICHT bremst, verliert 😦 Ein anderes Mal bin ich mit dem Auto aus der Einfahrt rausgefahren und hab dabei vergessen dass ich ja lenken könnte um nicht den Hang nebenan runterzufahren. Gut, bis auf ein paar Kratzer im Bodenblech ist nicht viel passiert, und zu meiner Verteidigung möchte ich sagen dass ich an diesem Abend auf dem Weg zum Bruce Springsteen-Konzert war, folglich also totaaaaal aufgeregt 😉

Irgendwer (nein, nicht ich!) hat dann mal die Nebelscheinwerfer zerstört, weshalb die jetzt mit Tape abgeklebt sind (dann bemängelt’s der TÜV nicht *hehe*), sieht spacig aus, ehrlich! Meine Mama hat dann irgendwann die Zierleisten auf der Seite verloren (nicht dass die noch sonderlich fest gehalten hätten, war einfach Pech, dass grad sie am Steuer saß), insofern sieht man jetzt nur noch die Schrauben, wo die Dinger mal befestigt waren.

Einkaufen mit diesem Auto ist ganz schlecht. Der Kofferraumdeckel rastet nämlich nicht mehr ein, d.h. entweder braucht man einen Helfer, der das Ding für einen aufhält, oder aber man riskiert fiese blaue Flecke auf Kopf oder Schulter (und glaubt mir, die komplette Familie hatte schon solche Flecke…)

Fahren tut er an sich noch prima. Blöd ist halt nur, dass auch die Instrumente nicht mehr sonderlich gut arbeiten. Es funktioniert nämlich entweder der Tacho ODER der Drehzahlmesser. Beides zusammen geht nicht mehr. Gut, muss man halt aufpassen ob die Polizei hinter einem fährt, was aber super gut geht, denn dank der von unserem Hund herausgebissenen mittleren Kopfstütze hat man absolut freie Sicht nach hinten. Sieht im Übrigen sehr dekorativ aus, der ganze gelbe Schaumstoff, der da rausquillt.

Nervig ist eigentlich nur das Autoradio. Das geht nach dem Starten etwa zehn Minuten bevor es sich mit einem lauten, äußerst elektrisch klingendem Knall verabschiedet. Klingt wie Fehlzündung und man kann seine unwissenden Beifahrer damit mördermäßig erschrecken! Was hab ich schon gelacht! (Bei älteren Mitfahrern schalten wir es aber lieber gleich aus, die Gefahr eines Herzinfarkts ist einfach zu groß!)

Ihr seht also, ich hab grad den megamäßig automobilen Spaß 😦 Was tut man nicht alles als große Schwester, hach!

Allerdings hab‘ ich ja ein As in der Hinterhand. Ihr wißt schon, der sagenhafte Leih-Audi! *mmmhhhh* Als mein Bruder mich gefragt hat ob er zwei Wochen mein Auto leihen könnte, dachte ich sofort an dieses wunderbare blaue Gefährt, das mit der Funkverriegelung und der Sitzheizung…. insofern tut der Tausch nicht ganz so weh, denn gleich heute Abend werd ich die Autos tauschen, den BMW für die nächsten zwei Wochen in die Garage parken und dem angekündigten Wintereinbruch mit vier magischen Ringen entgegentreten!

In diesem Sinne, gute Fahrt!

Eure Benzinpraline

P.S.: Liebster allerliebster Brudi: Audi hin oder her, Du hättest mein Auto auch so gekriegt! 🙂

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Radio Gaga

Nachdem ich mit meiner blöden Schlachtschüssel von einem Auto in letzter Zeit ja nur Probleme habe, und nachdem ich im Laufen ja auch nicht so gut bin (mein Fuß schmerzt immer noch *ähem*) wurde mir heute Morgen ein wunderbares Ersatzfahrzeug anvertraut. Pralinchen ist nun die nächsten Tage mit einem echten Audi unterwegs. Opulente VIER Ringe statt der sonst mickrigen zwei Buchstaben. Der Wahnsinn!

Jedenfalls war ich mit genau diesem Audi heute früh unterwegs, und bedingt dadurch dass ich trotz Dunkelheit und Nebel und Berufsverkehr ja austesten musste was das Baby hergibt 😉 konnte ich mich auf der Autobahn schlecht um die Sendersuche am Autoradio kümmern. Soweit reicht nicht mal meine Konzentrationsfähigkeit. Also hab ich den voreingestellten Ö3 gehört. Und da lief dann ein kurzes Interview mit zwei Zukunftsforschern, die zur momentanen Bankenkrise Stellung genommen haben. Glaubt man den beiden Herren, dann wirkt sich die aktuelle Katastrophe letzten Endes mehr als positiv aus. Denn die Menschen werden sich nun wieder mehr auf traditionelle Werte konzentrieren. Beziehungen werden wieder wichtiger, Nachhaltigkeit wird das Thema der nächsten Jahre sein. Der Mensch wird sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ok, böse Zungen könnten jetzt behaupten, wenn Du pleite bist, bleibt Dir ja gar nichts anderes übrig als Dich wieder mit Deinem Alten auf dem Sofa anzufreunden, denn die Kohle für Prosecco mit den Mädels is ja futsch. Und nachhaltig werden wir dann auch, is ja kein Geld mehr da um alle zwei Jahre ein neues schickes 15-Liter-Auto zu ordern. Aber nein. Sollte die Zukunftsforschung tatsächlich Recht behalten, dann wäre das doch schön, oder? Die Menschen hätten sich wieder lieb, man würde wieder ein bisschen enger zusammenrücken, zusammenhalten, die ach so moderne Unverbindlichkeit in Beziehungsdingen würde der traditionellen Partnerschaft wieder Platz machen und wir würden uns wieder eher den heimischen Kartoffeln widmen anstatt auf argentinisches Rind zu pochen. Wär das nicht was? Längst überfällig, oder?

Andererseits würde ich dann auch die kostenintensiven zwei Buchstaben, respektive „meinen“ neuen Audi gegen ein Elektroauto tauschen müssen. Ich würde für eine schnöde Butterbreze beim nachhaltigen Biobäcker drei Euro zahlen. Und argentinisches Rindfleisch ist doch eigentlich ziemlich geil. Hm, ist wohl gewöhnungsbedürftig diese ganze Trendwende.

Gewöhnungsbedürftig war auch die zweite Nachricht auf dem Ösi-Sender, nämlich die Hysterie um den Tod Haiders. Fühlte mich an Lady Di erinnert und dass dieser Vergleich hinkt, muss ich ja nicht erklären. Ich hab ja mal versprochen hier nicht politischer zu werden als nötig und ich versprech Euch, auch bald wieder einen lustigen Artikel zum Thema Nr. 1 (DREI Buchstaben 😉 ) zu posten (hab da einen phänomenalen Tipp gelesen…. Ich sag nur Marshmellows…. Ihr dürft gespannt sein!) aber der Wahnsinn um den Tod dieses Irren, darüber kann ich mich einfach nur aufregen. Unfalltod hin oder her, aber diesen Mann als Helden zu verehren finde ich schon äußerst fragwürdig. Aber gut, gibt’s ja auch bei uns genügend A****löcher, die jetzt sagen würden, das Pralinchen ist heute Morgen über eine Autobahn geheizt, die es ohne einen ebenso kranken, irren „Helden“ auch nicht gegeben hätte. Tja, manches Hirn reicht halt nur bis kurz hinter die Standspur.

In diesem Sinne, nachhaltige Grüße

Eure Raserpraline

P.S.: Ich starte meine ganz persönliche Trendwende indem ich mal wieder ein paar „HDLs“ verteile, nämlich an meine Mama, meine „beiden“ Papas, meine nachhaltigen Brudis (der eine Veganer, der andere Spritsparexperte 😉 ) und an alle meine Freunde!