Der King lebt…. in Russland!

Elvis Presley, der King of Rock ’n‘ Roll, wäre heute 75 Jahre alt geworden. Wäre? Oder ist?

Es gibt die hanebüchensten Theorien darüber, dass Mr. Presley nicht gestorben ist und vor allem darüber, was er denn nun eigentlich heute macht. Mein ganz persönliches Highlight:

Moskau – Sensation im KGB-Archiv aufgetaucht:

Das Geheimnis um das Verschwinden des „King of Rock ’n‘ Roll“ steht unmittelbar vor seiner endgültigen Lösung. Ein Geheimdokument aus dem Zentralarchiv des ehemaligen sowjetischen Geheimdienstes KGB klärt den Verbleib von Elvis „the pelvis“ Presley auf.

Demnach lebt der King mittlerweile unter dem Namen Evgeni Preskov in einer Datscha in Peredelkino nahe Moskau im Ruhestand. Auch wie er dorthingelangte geht aus dem Geheimpapier hervor:

1976 wurde Elvis von einem Spezialkommando des KGB entführt, um anläßlich des Parteitages der KPdSU vor den Größen des ZK zu singen. Leonid Breschnew, damals Vorsitzender des ZK, war so angetan von der Show, daß er Presley anbot, Staatsbürger der Sowjetunion zu werden. Elvis gefiel das Leben in der Sowjetunion, das Klima und der Wodka. Er willigte ein. Bis zum Tode Breschnews spielte er einmal pro Woche im Konzertsaal des Kreml vor ausgewähltem Publikum. Mit dem Tode Breschnews aber änderte sich seine gesellschaftliche Stellung. Der neue starke Mann Andropow haßte alles westliche und nannte den King nur einen „dekadenten Fettkloß“. Presley, der mittlerweile erneut geheiratet hatte, fiel in Ungnade, wollte aber seine schwangere Frau nicht verlassen. Er nahm deshalb eine Stellung als Nachtwächter im Revolutionsmuseum an, die er bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion innehatte. Mit Erreichen des Rentenalters wurde er in den Ruhestand versetzt.

Als Andenken an seine große Zeit trägt er immer noch stolz den Orden „Held der Sowjetunion“ auf der Brust. Tagsüber sitzt er gerne auf der Veranda seiner kleinen Datscha (wenn es die Arthritis erlaubt) oder spielt mit seinen Kindern. Eine Rückkehr in die USA schließt er aus: „Ich bin glücklich hier.“ (Quelle)

Ja nee, is‘ klar… Evgeni Preskov…. und ich zieh‘ mich jetzt dann als Pralini Killerov nach Kasachstan zurück.
Dabei ist doch vollkommen klar, dass Elvis mittlerweile als Tankwart in Missouri jobbt. Also, auf Ideen kommen die Leute… tz tz tz…
Allen noch so dämlichen Verschwörungstheorien zum Trotz, Elvis hat heute Geburtstag und das Pralinchen gratuliert ihm ganz herzlich. Sollte irgendjemand in persönlichem Kontakt mit ihm stehen, dann sag ihm bitte allerliebste Grüße und richte ihm aus dass ich heute Abend trotz all meiner guten Diät-Vorsätze extra ihm zu Ehren ein großes Bananen-Speck-Sandwich essen werde. Oder zwei. Oder drei.
In diesem Sinne,
Rock ’n‘ Rooooooooooooooooooooll!
Eure Pralini Killerova
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Die Stadt der Engel oder: Pralinchen in Kelheim

Nein, ich war nicht in Los Angeles.

Nur in Kelheim. Nichts desto Trotz ein äußerst spirituelles Erlebnis. In Kelheim gibt es nämlich nicht nur die sagenhafte und wunderschöne befreiungshalleBefreiungshalle, nein, in Kelheim leben auch sehr sehr seltsame Menschen.

Da gibt es einen Laden, dessen Schaufenster erstmal alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, denn da sind die fantastischten Indianer-Accessoires ausgestellt, die man sich vorstellen kann. Also wer mal sauber einen auf Häuptling machen will, der hat dort die Möglichkeit den entsprechenden Kopfschmuck zu erwerben. Starke Nackenmuskulatur vorausgesetzt, denn so ein Häuptlings-Hut besteht aus einem kompletten Büffelschädel inkl. Hörner und geschätzten siebenhundertachtundvierzig Schmucksteinen. Obendrauf ein bisschen Fell und ein paar Federn und man ist auf dem nächsten Faschingsball der Held. Außerdem gibts in dem Geschäft natürlich noch jede Menge Heilsteine (ja nee, is klar, oder? Ommmmm!), Felle, Messer, Lederschurze und natürlich Traumfänger, die vor bösen Geistern schützen sollen. Die sind so groß wie ein durchschnittlicher Traktorreifen und so hässlich dass sie zumindest mal vor Einbrechern schützen, denn wenn so ein Ding im Fenster hängt will garantiert niemand zu einem in die Wohnung.

Das alles wäre aber gar nicht so spektakulär gewesen, hätte ich nicht an der Eingangstür des Ladens ein Plakat mit dem Foto der Inhaberin gesehen, mit dem Hinweis auf ein in Kürze stattfindendes Seminar zum Thema „Rückführung in frühere Leben“. Die Dame (der Diskretion halber und weil ich nicht von ihr verklagt werden will, kann ich Euch leider ihren Namen nicht sagen, geschweige denn das Foto hier einstellen 😦 ) Die Dame jedenfalls hat sich einen äußerst esoterisch klingenden Künstlernamen gegeben, sich ihre schwarzen Haare mit weißen, äußerst esoterisch anmutenden Strähnchen versetzt, jedem Idioten der es hören wollte von ihrer „Erscheinung“ erzählt, die sie nun dazu qualifiziert, als Geistheilerin Schrägstrich Engelexpertin Schrägstrich Kartenlegerin Schrägstrich Hypnotiseurin Schrägstrich Wellnessberaterin Schrägstrich psychologische Lebensberaterin Schrägstrich mit Toten Kommunizierende ihr Unwesen zu treiben. Der Gipfel allen Wahnsinns ist dass man bei ihr auch Unternehmensberatung machen kann. Wie hab ich mir das vorzustellen? „Sie, Frau mit dem weißen Haar, ich muss meine Spedition schließen, der Dieselpreis in Verbindung mit den hohen Lohnnebenkosten und der schlechten Auftragslage lässt mir keine andere Wahl….!“ – „Aber nicht doch, nicht doch. Wir rufen jetzt mal im Jenseits an und fragen ob wir mit dem großen Wambuti sprechen können, der hat da sicher einen Rat. Außerdem kann es nicht schaden wenn sie in jedem Ihrer Fahrzeuge einen Rosenquarz im Tank deponieren, das leitet die Energien im Kraftstoff auf „sparen“. Ihre Mitarbeiter sollen nun auch bitte jeden Morgen einen Mungosprossentee gemischt mit 100 ml Eigenurin trinken, das fördert ihre Motivation und stärkt den Zusammenhalt. Eine Prise Zehennagelabrieb mit dazu, das bringt Glück. Vergessen Sie nicht, engeldie Engel sind bei Ihnen…“

Uh yeah. Ich hab noch gelesen dass man zum Schnäppchenpreis von 149 Euro auch noch einen Workshop zum Thema Kartenlegen buchen kann. Tarotkarten kann man im Workshop übrigens günstig kaufen (puh, was ein Glück!). Wenn das mit dem Kartenlegen dann nicht hin haut, kann man ja ne Rückführung in ein früheres Leben machen lassen und dort dann rausfinden warum man in den Karten nichts lesen kann. Vermutlich erzählt einem das frühere Ich dann, dass man mal ziemlich intelligent war, aber im Laufe der Zeit und der vielen Wiedergeburten hat das Hirnpotential gelitten und man ist nun halt eben leider auf dem Stand eines Affen, der eine Geistheilerin aufsucht um sein Leben in den Griff zu kriegen. Uh uh ah ah!

Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin absolut davon überzeugt, dass es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt von denen wir nicht die geringste Ahnung haben, und ich glaub auch, dass es Menschen gibt, die ein besonderes Gespür für diese Dinge haben. Aber irgendwo hört der Blödsinn auf.

Andererseits ist die Eso-Tante vielleicht echt schlau. Ich muss jeden Tag früh aufstehen und arbeiten gehen. Dabei ist es scheinbar so leicht, Geld zu verdienen, wenn man seinen Mitmenschen einfach nur Blödsinn erzählt. Labern kann ich ja auch gut, wenn ich Euch jetzt noch überzeugen kann, dass Elvis noch lebt (er arbeitet als Tankwart in Missouri!) und dass Euch Kohlrabi-Kaba mit Mäusedreck vor Impotenz respektive fiesem Scheidenpilz schützt und Ihr mir dann noch für schnäppchenmäßige 199 € einen Heilstein in Form eines Weihnachtsmannes abkauft, um damit einen Blick in die Ewigkeit werfen zu können, dann würd’s ja passen.

In diesem Sinne, lasst mich Euch erretten. Der große Wambuti ist mir erschienen und hat zu mir gesprochen:“Praline“, hat er gesagt, „Praline, komm mit mir auf eine ewige Reise. Sie wird beginnen im Verarschen Deiner Mitmenschen und wird enden in unermesslichem Reichtum. Oder in der Klapse.“

Allerspirituellste Engelgrüße (noch aus dem Diesseits!

Eure Eso-Praline

P.S.: Liebe Freunde, betet um mein Seelenheil. Ich hab so Angst dass die Engeltante mich für diese Geschichte mit einem Fluch belegt und mir dann eine zweite Nase wächst oder ich nur noch furzen statt sprechen kann…. Hilfäääää!

Der nervige Zitronenbaum

Also, wenn ich ein Lied auf dieser Welt echt nicht packe, dann ist es dieses Pseudo-Gute-Laune-Lied „Lemon Tree“ von Fool’s Garden. Kein Wunder dass die Band so heißt, weil jemand anderer als ein Volltrottel würde so ein Lied nicht singen. Es ist mir unbegreiflich, wie dieser Song es überhaupt damals in die Charts geschafft, aber noch viel unbegreiflicher ist mir, wie es sein kann, dass er auch heute noch, Jahre später immer noch irgendwo gespielt wird.

Ich steige heute Morgen in mein Auto (und juhuuuu! Es springt an! 😉 ), und auf Antenne Bayern läuft, na was wohl, „Lemon Tree“. Angewidert schalte ich um auf Bayern 3, höre die letzten Takte eines Werbejingles und dann: „Lemon Tree“. Blöder Zufall, die haben sich wohl abgesprochen. Also wieder Knöpfchen gedrückt, rüber auf das gute alte solide Radio Trausnitz, aber auch da: „Lemon Tree“. Unfassbar! Ist das hier versteckte Kamera oder was? Genervt schieb ich die Kassette in den Rekorder und endlich kann ich entspannt losfahren. Alice Cooper, „Poison“. Gut, nicht ganz das, was ich mir gewünscht hätte, aber allemal besser als das blöde Lied vom Zitronenbaum. Und außerdem muss ich ja nur die drei Minuten in die Arbeit überbrücken, insofern, taugt Alice Cooper allemal.

Ich sollte mir doch endlich mal einen CD-Player fürs Auto anschaffen. Aber eigentlich sind es nur Ausnahmesituationen, in denen er mir fehlt. Ich komm ganz gut mit Radio klar, zumal ich nicht viel Zeit im Auto verbringe und das Radioprogramm an sich ja nicht sooo übel ist. Ich bin ja ein Fan von Antenne, Leiki und Lehmann, der Herr Nullinger und jede Menge Musik. Gut, den „Kleinen Nils“ wenn ich höre, dann kommen doch Entführungsgedanken hoch, der ist einfach so nervig, am liebsten würd ich den aus dem Äther zerren und irgendwo an der Autobahn aussetzen. Aber so generell find ich Antenne Bayern gut. Bei Bayern 3 wird mir einfach zuviel gelabert. Und was Radio Trausnitz angeht, naja, was soll man dazu sagen. Lokalradio eben. Manchmal hab ich den Eindruck, Trausnitz verfügt lediglich über eine einzige CD „Die nervigsten Oldies Volume 1-7“. Und die läuft tagein tagaus rauf und runter. Das Einzige was meine Theorie widerlegt ist, dass „Lemon Tree“ wohl auf keinem Oldiesampler drauf ist. Aber naja, vielleicht war das mal eine Gratisbeigabe im von Trausnitz abonnierten Magazin „Radio machen für Anfänger“. Trausnitz ist halt super, immer so kurz nach halb, da werden die Blitzermeldungen durchgegeben. Und das hat sich schon so manches Mal als äußerst praktisch erwiesen.

Wenn jetzt das Radio für die paar Minuten die ich täglich im Auto unterwegs bin, nichts zu bieten hat, dann halten mir die beiden Kassetten die Treue, die ich schon seit 1996 in meinem Auto habe. Die sind sogar vom Ford in den VW mit umgezogen. Auf der einen ist, looogisch! Brian Setzer mit den Stray Cats drauf, wenn auch inzwischen durch das jahrelange Abspielen ein wenig müde und abgekämpft. Auf der anderen diverse Rock-Klassiker, wie eben Alice Cooper, Whitesnake, Cinderella, Firehouse etc. Ich bin halt eben doch schon dreißig. Scheiße.

Immerhin, als ich aus meinem Auto heute Morgen wieder ausgestiegen bin, hatte Alice seine Pflicht erfüllt, mir war nach einer Zigarette und ich hab drüber nachgedacht mir Latex-Unterwäsche zu kaufen. Bei „Lemon Tree“ hätt’ ich lediglich einen Baseballschläger gesucht und mein Autoradio in Stücke geschlagen. Vielleicht war die Dreiwegebeschallung mit dem Nervsong aber auch irgendein göttlicher Plan. Nachdem ich die letzten Tage ja irgendwie nicht so recht in Schwung komme und irgendwie grad wieder eine klassische „Frauen-über-30-Standard-Krise“ schiebe, wollten der liebe Gott, das Universum oder Elvis mir einfach eine Botschaft übermitteln: „Wenn Dir das Leben eine Zitrone schenkt, dann mach Limonade draus“. Ha ha. Hätten sie mal lieber einen Song über Bier gespielt.

In diesem Sinne, sauer macht lustig, also reinbeißen und grinsen!

Eure Zitronenpraline