Gute Vorsätze

Mein chinesisches Horoskop hat mir eben eröffnet, dass ich ein Pferd bin. Na super, wenn das mal nicht schon frustrierend genug ist.

Nein, zum Jahresende kommt ja auch immer unweigerlich die Frage auf „Was mach ich im neuen Jahr besser?“ Oder wenn nicht besser, dann wenigstens anders? Also hab ich heute morgen die erste Tasse Kaffee feierlich dazu genutzt, über meine guten Vorsätze nachzudenken, oder, wie Loddar es formuliert hat: „I have many good before-sentences!“

1. Ich höre auf zu rauchen. *lol* Ok, das glaub ich mir ja selber nicht, also warum solltet Ihr mir das hier abkaufen? 2. Ich treibe mehr Sport. Ja, nachdem meine bisherigen sportlichen Aktivitäten ja gegen Null tendieren, ist das nicht ganz so schwer umzusetzen. Der nächste Frühling kommt bestimmt und dann darf mein teuer erstandener Steppenwolf wieder raus ausm Wohnzimmer und mit mir in den Biergarten radeln. A propos Biergarten:  3. Ich werde weniger trinken. Beißt sich extrem mit Vorsatz Nr. 4. Ich werde wieder öfter mit meinen Freunden um die Häuser ziehen, und ist somit hinfällig. Vorsatz Nummer 5. Ich werde mich gesünder ernähren. Setzt voraus, dass Mc Donald’s endlich aufhört alle 20 Minuten diese dämlichen „Hüttengaudi“-Gstanzl im Radio zu senden, denn sorry Leute, ich bin halt einfach total manipulierbar, was Burger mit Käse und Speck angeht. Vorsatz Nummer 6. Ich werde meine verschollenen Fremdsprachenkenntnisse wieder aufpeppen. Hab mir diesbezüglich schon „Harry Potter“ auf Französisch geholt und auf dem Flohmarkt eine spanischen Film erstanden, der sich nur leider als Softporno entpuppt hat und somit zum Lernen denkbar ungeeignet ist. Also zumindest zum Spanisch lernen 😛

Vorsatz Nummer 7 ist: Ich werde netter zu Männern sein. *muhaha* War ein Scherz. Dann könnte ich diesen Blog ja gleich schließen, oder?

Das chinesische Horoskop sagt, ich sollte jetzt, im Jahr des Hasen, ein bißchen ruhiger machen, die, ich zitiere „ruhigere Gangart genießen“ (um wieder aufs Pferd zurückzukommen). Was eine prima Rechtfertigung dafür ist, alles beim Alten zu lassen und das Leben so zu nehmen wie es kommt. Hat bisher ja auch geklappt und das vergangene Jahr war gar nicht so übel. Gut, Scheiße passiert. Aber das gehört dazu. Wichtig ist nur, dass man, wenn man bis zum Hals in Scheiße steckt den Kopf nicht hängen lässt!

In diesem Sinne, werft alle Eure albernen Vorsätze über Bord, sie kosten Euch nur unnötig Energie und Ihr haltet sie ja eh nicht ein 😉 (Also, wenn Ihr so seid wie ich….)

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch, feiert heute Abend schön, haut ordentlich auf die Kacke, schlaft Euch morgen richtig aus und startet dann in ein gutes, gesundes, erfolgreiches und vor allem lustiges neues Jahr!

Dicken Neujahrsknutscher für Euch alle :-*

Eure Silvesterpraline

PS: EINEN guten Vorsatz hab ich aber tatsächlich. Ich werde ENDLICH Sandro’s Geschichten lesen. Ganz fest versprochen Dicker. Großes Indianerehrenwort. 😉

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Geschenke im Schnee

Grad les ich folgende Meldung:

„Bodenmais – Schnee schaufeln ist keine Arbeit, sondern das reinste Vergnügen. Das jedenfalls vermittelt Bodenmais den Touristen. Warum die Gäste dort (mit Begeisterung!) die Gehwege räumen: „Topfit aus dem Winterurlaub  – der größte Ferienort im Bayerischen Wald sucht aktive und sportliche Frühaufsteher.“ So beschreibt die pfiffige Gemeinde Bodenmais ihren neuen Winterräumdienst. Und so funktioniert’s: Ein Hotelier hat insgesamt 100 Schneeschaufeln gespendet. Jetzt werden täglich 100 Touristen gesucht, die damit die Gehwege von Eis und Schnee befreien. Damit die Gäste das auch tun, wird der Winterräumdienst kurzerhand als Schatzsuche verpackt: Denn irgendwo ist eine „Urlaubs-Bombe“ versteckt, die gefunden werden soll. „Diese neuartige Winter-Schatzsuche versteht sich als Winterspaß für ein tolles Urlaubserlebnis“, sagt Matthias Schweikl, der besagte Hotelier und Schneeschaufel-Stifter.“

Also, jetzt mal ehrlich: will IRGENDJEMAND von Euch im teuer bezahlten Urlaub die Schneeschaufel schwingen? Also, ich ned. Von wegen „Wellnessurlaub in Bodenmais“, ja klar und dann drückt mir der blöde Hotelfutzi in aller Frühe die Schaufel in die Hand. In Bodenmais! Da ist es ja jetzt ned mit fünf Minuten Flockenkehren getan, das ist ja quasi das Winterwonderland, da sind 50 cm mal gar nix! Und was hilfts mir wenn ich dann tatsächlich die Glückliche Gewinnerin der sog. „Urlaubsbombe“ bin? Ich werde zu erschöpft sein, um sie überhaupt zu öffnen… und wenn ich es doch schaffe, dann ist da bestimmt nur ein Ticket für den Bodenmaiser Skibus drin oder sowas (Ihr erinnert Euch an den Bad Birnbacher Badebus?).

Andererseits ist diese Idee mit dem Geschenke im Schnee verstecken natürlich gar ned blöd. Ich würd mich jetzt schon freuen, wenn ich morgens mein Auto abkehre und in den Schneemassen aufm Dach wär ein Geschenk versteckt. Ne Flasche Wodka zum Beispiel, oder irgendwas anderes was die Seele wärmt. Würd doch die eisige Plackerei in der Früh gleich viel mehr Spaß machen. Schnee räumen muss ich ja zum Glück nicht, das macht hier unser Hausmeister. Und so wie der ausschaut, hat er wohl tatsächlich schon etliche Flaschen Wodka im Schnee gefunden…. nix für ungut Herr Hausmeister, Sie machen das super! 🙂

Einmal hab ich sogar wirklich schon Geschenke im Schnee gefunden. Das war zu meinem 18. Geburtstag, damals, lange ist’s her. Da ich da eben gerade den Führerschein bekommen hatte, fiel meinen tollen Freunden natürlich nix Blöderes ein, als eine Auto-Schnitzeljagd mit mir zu machen. Gestartet wurde vorm Haus meiner Eltern und dann gab’s, Achtung: Überraschung! 18 (in Worten: achtzehn!!!) Anlaufstationen, alle verteilt in Stadt und Landkreis Landshut, und bei jeder Station gab es einen Brief mit dem Hinweis auf die jeweils nächste Station.  Nach einer klitzekleinen Panne (ein Kumpel war so schlau und hat einen dieser Hinweisbriefe unter einem parkendem Fahrzeug versteckt, das dann, als ich dort ankam, natürlich nicht mehr da stand. Sein Kommentar:“ Ja woher soll i wissen dass der Depp ausgrechnet jetzt wegfahrt?“), also nach dieser klitzekleinen Panne hatte ich fast 200 Kilometer mit meinem alten und doch heißgeliebten Ford Fiesta Gott hab ihn selig runtergerissen und hatte nun also den Brief mit dem letzten Hinweis in der Hand. Und dreimal dürft Ihr jetzt raten wo mich der hingeführt hat. Richtig. Vors Haus meiner Eltern 😦 Dort, in einem riesengroßen Schneehaufen versteckt, lagen also meine Geburtstagsgeschenke, die ich dann, nach der Mördertour auch noch eigenhändig freischaufeln durfte. Zum Glück sind meine Freunde ziemlich berechenbar und somit wusste ich dass ich nach dem 18. Geschenk aufhören kann zu buddeln. Und immerhin war eines der Geschenke ein Tankgutschein, sodass die 200 km dann wenigstens nicht ganz so umsonst waren…

Trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen, die klassische Variante, ein Geschenk in buntem Papier mit ner Schleife drum rum zu kriegen, ist mir dann doch lieber (*mitklitzekleinemzaunpfahlwinktdennpralinchenhatjabaldwiedergeburtstaggell* 😉

In diesem Sinne, wer gern freiwillig Schnee schaufeln will, darf sich gern bei meinen Eltern melden, die haben genug davon im Garten und auch wenn sie Euch keine Urlaubsbombe verstecken, an Kaffee oder a Bierchen gibts immer.

Schaufelnde Grüße,

Eure Schneepraline

Merry Christmas!

Warum eigentlich „Merry Christmas“? Warum nicht einfach „Frohe Weihnachten“?

Jetzt muss ich mich aber echt beeilen. Es ist der 24.Dezember 2010, es ist schon dunkel draussen, und ich hab Euch noch immer kein Frohes Fest gewünscht.  Aaaaalso:

Ich wünsche Euch Allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest, ein paar ruhige Tage mit Euren Lieben, eine schöne Zeit und natürlich hab ich auch dem Christkindl Bescheid gesagt, dass es Euch nicht vergessen soll und ein paar schöne Sachen unter Euren Baum legt (wenn Ihr natürlich keinen Baum habt, dann seid Ihr selber Schuld!)!

Es ist nun wieder ein Jahr vorbei und ich weiß gar nicht, wo es hin gekommen ist. Weihnachten kommt irgendwie jedes Jahr wieder so total überraschend 😉 Dabei war es ein richtig wichtiges Jahr, zumindest für das Pralinchen.  Wie Ihr ja gesehen habt (bzw. mangels neuer Geschichten eigentlich NICHT gesehen habt), habe ich mir in diesem Jahr einen kleinen Traum erfüllt und beruflich einen Neuanfang gewagt. Aus der lange herumdümpelnden Fremdsprachenkorrespondentin Schrägstrich Vertriebsassistentin Schrägstrich Kunden-Beschwerdensachbearbeiterin Schrägstrich Sekretärin wurde nun nach langer harter Arbeit, etlichen Depressionsanfällen und viel zu viel Schokolade endlich eine Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen und ich darf nun am Traumarbeitsplatz Flughafen arbeiten.  Dafür möchte ich auch mal (nur ganz kurz, nein, ich will Euch nicht mit langen Reden langweilen) DANKE sagen, zum einen der netten Aushilfsdame vom Arbeitsamt, die mir die Ausbildung bewilligt hat obwohl mein zuständiger Sachbearbeiter das seit Jahren abgelehnt hat. Zum andern den vielen lieben „Spedis“ aus dem KSL-Kurs, ohne die die ganze Sache nur halb so viel Spaß gemacht hätte, dann natürlich meinem Mentor, dem Micha, ohne den ich heute nicht könnte was ich kann, und last but never ever least!!!! meinen sagenhaften Eltern, die ihrer inzwischen fast 33jährigen Tochter wieder (und im übrigen mehr als großzügiges) Taschengeld gegeben haben und ohne die ich die Ausbildung gar nicht hätte machen können! Vielen vielen lieben Dank, Ihr seids einfach die tollsten Eltern der Welt!

So, treue Fans warten jetzt vermutlich noch auf ein paar lustige Anekdoten aus dem Nicht-Arbeitsleben der Praline… ich könnte Euch zum Beispiel erzählen, warum mich der Anblick von Dosenfisch inzwischen total sentimental macht (frohe Weihnachten auch nach Erding), wie es kam, dass meine Freundin Megaperle doch tatsächlich in eine Kirche eingesperrt wurde,  warum ich im nächsten Jahr UNBEDINGT aufs Knödlfest nach Österreich muss, warum ein Laden wie der „Beatschuppen“ einfach unerlässlich ist sobald man die 30 überschritten hat, warum ein so unstylishes Getränk wie der Blutwurz zur Grundausstattung jedes Mädelsabends gehört, warum ich keinen Pyjama besitze und somit nicht auf eine Pyjamaparty gehen kann, wie es kam, dass ich mit einem fremden Mann tatsächlich über die Bedeutung der Intimrasur diskutieren musste, und ja, die Liste der Geschichten ist schier unendlich.

Darum ist mein guter Vorsatz fürs neue Jahr (weil Rauchen aufhören schaff ich ja eh wieder nicht und saufen aufhören, darin seh ich irgendwie keinen Sinn….) meinen einst so heiß geliebten Weblog wieder mit mehr Leben zu füllen und Euch und mir damit wieder ein bißchen Freude zu machen. Es wäre ja schade, wenn all die göttliche Weisheit der Mädels Ü30 so im Verborgenen bliebe, oder?

So, nun muss ich aber. Ich muss noch ein heikles Problem lösen. Morgen ist das alljährliche große Pralinen-Familien-Weihnachtsessen und alle meine Strümpfe haben Laufmaschen. Dabei wollte ich unbedingt meine neuen Stiefel ausführen.  Naja, ich mach mir jetzt erstmal einen guten Wein auf und dann werde ich schon kreativ.

In diesem Sinne, feiert schön, lasst Euch reich beschenken und genießt ein paar ruhige Tage!

Eure Weihnachtspraline

Und kümmert Euch mal wieder um Eure Kinder 😉

 

PS: Warum liegt da eigentlich Stroh?

Schnitzelfreude* für Micha**!

Hallo!

Hallo?

Hallooo-hoo? Jemand da?

Ich bin’s, die P R A L I N E!!!


 

Hier hallt es so komisch beim Schreiben…. hat die Pralin’sche Schreibabstinenz Euch tatsächlich schon alle vergrault….. *tränchenwegwisch*

Ich mach’s wieder gut, ganz fest versprochen… ich könnt‘ Euch ja jetzt gefühlte zehntausend Gründe anführen, warum ich Euch so lange im Stich gelassen habe…. Schule, Praktikum als Luftfrachtspediteuse, Beziehung beendet, Gallenstein bekommen, neue Beziehung begonnen, Großputz in der Wohnung veranstaltet, Computer kaputt,  linkes Außenband angerissen, Farmville gespielt,  Fußball-WM ignorieren müssen und und und….. aber ganz ehrlich…. ich war einfach nicht in Stimmung.

Dabei liegen in meinem virtuellen Notizbüchlein ungefähr 20 angefangene Geschichten drin, die im Grunde nur noch auf ihr Feintuning warten und auf die Erlaubnis der jeweiligen Personen, sie auch online zu stellen… ich meine, es ist ja nicht ganz unproblematisch wenn ich hier zum Beispiel darüber schreibe, wie meine liebe Freundin xxxxxxx im Schwimmbad Bekanntschaft mit einem Extrem-Tittengrabscher gemacht hat und sich dann rausstellte dass der arme Kerl schlicht und ergreifend einfach nur blind war und sich quasi nur „verschwommen“ hatte…. oder meint Ihr ich kann hier ungefragt das Geständnis einer weiteren Freundin ausposaunen, die uns nach der Tittengrabscher-Geschichte ganz wehmütig von ihrem ersten Sex nach anderthalb Jahren Abstinenz erzählte (ein auf alle Fälle NICHT blinder Typ hatte ihr im Bus an den Hintern gefasst….)… oder darf ich einfach so preisgeben, dass meine Freundinnen irgendwelche Männer kennenlernen und diese dann panikartig die Flucht ergreifen, nur weil irgendwann das Wort „killerpraline“ fällt und sie dann Angst haben, hier von mir verewigt zu werden?

Ihr seht also, es steht erstmal noch viel Recherche an. Und in der Zwischenzeit könnt Ihr drüber abstimmen ob Ihr als nächstes eine Geschichte über Männer, oder lieber eine über Autos (also irgendwie auch Männer) lesen wollt:

Und speziell für Micha** gibts noch ein kleines Trostpflaster bis zur nächsten Geschichte. Ist zwar vielleicht jetzt nicht gerade das tollste Video der Welt, aber zum einen freu ich mich schon wieder riesig auf speziell Dein „aber molto potente, dem hau i de Zähnd ei!“ und zum andern passt das Lied ja super in die Urlaubszeit… zum Überbrücken… bis die Klostersingers im September zum Revival antreten dürfen….

 

* Schnitzelfreude: (Nomen,f., n.z.,Usrprung deutsch/türkisch/bayrisch): Jemand hat „Schnitzelfreude“, wenn er/ sie sich „freut wie ein Schnitzel“ (ugs.)

**Micha: (Nomen, f.,n.z., namentliche Bezeichnung einer weiblichen Person), hier: Teil der vier „Wilden Weiber aus dem Wald“ und Grund dieses Eintrags 🙂

In diesem Sinne,

bis bald. Ich hau wieder in die Tasten, versprochen!

Kalorien sind kleine Tierchen…

… die nachts heimlich die Kleider enger nähen!

In diesem Sinne, Zeit für den ersten Zwischenbericht in Sachen gute Vorsätze.

Das Jahr hat gut angefangen, schon kurz nach Mitternacht war ich so betrunken, dass der Kater für den ersten Januar gewiss war. Super Sache, denn nur wenn man sich so richtig schlecht fühlt, klappt das auch mit den Vorsätzen. Und was soll ich denn machen, ich wußte bisher nicht, dass Martini d’Oro so schweinelecker schmeckt. Drum hab ich erstmal auch nur Weißwein getrunken. Und Tequila. (Ja sorry, den bekam ich geschä-hänkt!!!) Zusätzlich zu der Riesenportion Chilli (und es ist ja nahezu im Grundgesetz verankert, dass auf ein leckeres Chili ein ordentlicher Batzen Sauerrahm drauf muss…) und den Tortilla-Chips war die Kalorienbilanz für den Jahreswechsel erstmal mau. Immerhin ging es mir dann tags drauf wenigstens so schlecht, dass ich äußerst wohlwollend eine enorm gesunde Einkaufsliste verfasst hab, mit der ich dann am Samstag tatsächlich in den Supermarkt gewackelt bin.

Gemüse, Obst, eiweißreiche Sojaprodukte, verdauungsförderndes Trockenobst, diverseste Körnerchen und zum ersten Mal seit vielen vielen Einkäufen keine Schoki, keinen Alkohol, keinen Kuchen und nix. Ganz tapfer hab ich meine Sachen nach Hause getragen und gleich mal eine gesunde Gemüsesuppe gekocht. Und abends dann Buttermilch und Grapefruit gelöffelt. Gaaaanz tapfer. Und ends-motiviert.

Sonntag war ich auch brav und gestern übern Tag auch. Aber gestern Abend musst‘ ich dann backen, weil ich hab ja heute Geburtstag (ja! Habt Ihr es alle gehö-öhrt? Ich hab heute GEBURTSTAG! Ja ja ja! Hurraaaaaa!) und da wollen die KindergartenSchulkollegen ja bißl mit Futter versorgt werden. Also erstmal sauber Schinken-Käse-Törtchen und lecker Quarktaschen gemacht. Und die musst‘ ich dann natürlich probieren. Und weils dann eh schon wurscht war, hab ich gleich auch noch ’nen Spezi aufgemacht. Ja, Menno, ist noch übrig. Von Silvester. Soll ja auch nocht schlecht werden das Zeug…

Tja, und heute ist ja sowieso Diät-Auszeit. Ich bitte Euch, am Geburtstag fasten, das geht ja mal gar ned. Das wär ja so als würd‘ man im Lotto den Jackpot abräumen und dann, wenn der Gewinnüberbringungsfutzi vor der Tür steht, sagen: „Och nö Du, lass mal, ich will heut‘ irgendwie nicht. Hab mir vorgenommen, bißchen weniger Geld zu haben….!“ Nee, also echt. Und deshalb geh‘ ich heut Abend mit Schatzi schick zum essen und kann, wenn ich ganz lieb bin, vielleicht sogar noch ein Dessert rausschlagen. Und anschließend gibt’s im Kreise meiner Lieben den ein oder anderen leckeren Cocktail (Mojitos sind ja auch gar nicht so schlimm, ist ja viiiiiiiiel gesunde Minze drin, oder?)

Ab morgen trag ich dann aber wieder Trauer. Dann tausch ich die Quarktaschen wieder gegen Kohlrabi mit Kräuterquark und die Sahne-Tagliatelle vom Italiener gegen Salat mit Körnertopping. Juhu, welch eine Freude. Aber eine Praline muss tun, was eine Praline tun muss. Hilft ja nix. Ohne Fleiß kein Preis. Was’n Scheiß…

So, und bevor ich nun anfange zu heulen, weil es nun keine „Is-ja-Weihnachten-is-ja-Silvester-is-ja-Geburtstag“-Ausreden mehr gibt und ich nun meine lauthals geäußerten Vorsätze auch umsetzen muss, werd‘ ich noch schnell einen dicken Schmatzer an „CMJ“ losschicken und mich nochmal bedanken für das süße Geschenk, das Ihr mir heute gemacht habt. Einen klitzekleinen Schmatzer gibts auch für Locke, der mir ganz spontan einen lange gehegten Wunsch erfüllt hat und mir ein Verkehrsschild geklaut hat, auf dem ein haariger Penis aufgemalt ist. Sowas hab ich mir schon immer gewünscht…. äh… ja… naja… eigentlich nicht…. aber lustig… vielleicht häng ichs auf’n Balkon… oder in Keller…. mal sehen…. 😉

In diesem Sinne,

haut’s heut nochmal rein, ab morgen gibt’s nix mehr. Gruß und Kuss.

Pralinchen

Klugscheißen zum Jahresende

Ja ja, ich weiß, Ihr habt lange nix mehr von mir gehört…. Und jaaaaa, ich bin eine treulose Tomatenpraline…. Jaaa, Ihr habt ja alle so Recht. Aber trotz all meinem vorweihnachtlichen Stress (frohlocken, Glühwein saufen, Plätzchen im Ofen verbrennen lassen und dann natürlich jede Nacht zwölf Stunden ausruhen) möchte ich Euch nicht ohne ein paar klug(scheißerisch)e Worte ins neue Jahr entlassen. Jeder noch so unwichtige C-, D-, und F-Promi macht heuer wieder so einen ach so individuellen Jahresrückblick, also warum soll das Pralinchen nicht auch ein paar Weisheiten unters Volk bringen? Also, here we go!

„Ohne Fleiß kein Preis“

Pralinchen drückt seit April wieder die Schulbank. Mit inzwischen 31 und bald 32 Jahren und nach bereits eineinhalb abgeschlossenen Berufsausbildungen kriegt sie nun die Chance, endlich aus dem legalisierten Sklavenhandel alias Zeitarbeit auszusteigen und was „Gscheids“ zu lernen. Pralinchen wird Speditionskauffrau, und ganz ehrlich Leute, ich hab’s mir leichter vorgestellt. Ich dachte mir, so ein bisschen Transportwesen kann ja ned so schwer sein, aber da wusste ich noch nicht, dass ich auch wissen muss wo der sch…verf… Drecks… Rhein-Herne-Nordostsee-Elbe-Seiten-Donau-Kanal is, wie man am günstigsten aus Nigeria importierte Analog-Weißwürste nach Ulan-Bator verschifft und warum zigtausende elektronische Mauterfassungsdingsdinger gebaut werden, die man aber aufgrund des Datenschutzes nie alle in Betrieb nehmen darf („Der BND hat bei geheimen Telefonabhörungen herausgefunden, dass sich 80% der Bundesbürger mehr Privatsphäre wünschen….“). Aber gut, da muss ich jetzt durch. Und solange man Bananen noch nicht per E-Mail verschicken kann, scheint das ja auch eine recht sichere Sache zu sein.

„Probieren geht über Studieren“

…dachte sich mein Herzallerliebster und trat wagemutig den Versuch an, mit der Praline zusammenzuziehen. Jaaa, mein Freund is’ total mutig, cool, oder? 😉 Der ursprünglich vereinbarte „Probemonat“ ist nun längst vorbei, das ist also schon mal kein schlechtes Zeichen… auch wenn die Rückzugsmöglichkeit in seine Wohnung immer mal wieder äußerst attraktiv zu sein scheint (angeblich schnarche ich…. Angeblich so laut wie 10 Stihl-Kettensägen….. ich glaubs ja nicht, ich hab mich nämlich noch nie schnarchen gehört 😉 Aber aufs Schnarchen hab ich keinen Einfluss… ok gut, ich könnte aufhören zu rauchen und vielleicht ein paar Kilos abspecken, aber das gehört dann in die Kategorie „Gute Vorsätze fürs neue Jahr“ und da ist ja noch paar Tage hin… Immerhin bemühe ich mich redlich, immer alle Schubladen zu zumachen (ätzende Angewohnheit die sich im Laufe meiner Singlezeit eingeschlichen hat) und meinen Schatz somit glücklich zu machen. Ich kann meckermäßig immer sehr schlecht kontern, weil er sowohl die Zahnpastatube zumacht wie auch das Klopapier nachfüllt…. Pah , aber warte, irgendeine miese Angewohnheit find’ ich schon noch! 😉

„Lichtfahrer sind sichtbarer“

Ach ja… über meine alte Schrottschüssel von Auto gibt’s ja mittlerweile auch schon einige Geschichten. Und ich möchte’ Euch damit ja auch nicht langweilen. Aber langsam werde ich paranoid mit dem Ding…. Ich glaube inzwischen ganz ernsthaft, dass die gesamte KFZ-Industrie von der Mafia unterwandert ist. Da bringst vertrauensvoll Dein Auto zu Wintercheck und TÜV, nimmst einschließlich Ölwechsel und Mini-Reparatur ne Rechnung über 200 Flocken mit und zwei Tage später geht Dein Abblendlicht nicht mehr. Aha… ja, komischerweise ist da der Lichtschalter defekt… kost’ 40 Euro, macht ja nix, passiert schon mal. Wieder kriegst ne Rechnung, wieder wartest zwei Tage, plötzlich setzt der linke Blinker aus. Defekte Glühlampe, ja mei, ist halt ein altes Auto, gell…. Macht nix, weiterfahren, zwei Tage warten und schwuppdiwupp, der rechte Scheinwerfer fällt aus….. jaja, altes Auto, ich weiß… vielleicht ist es ja bei meiner Werkstatt nicht die Mafia, sondern die Illuminaten, so viele Lichtdefekte wie ich hier serviert krieg…. Wer auch immer dahintersteckt, die Sache hat System glaub’ ich. Werd’ nachher mal googeln ob es eine Selbsthilfegruppe für „verfolgungswahngeschädigte Werkstattkunden“ gibt….

Es war natürlich noch sehr viel mehr los im vergangenen Jahr, aber erfahrungsgemäß lässt beim Leser nach sieben Minuten die Aufmerksamkeit nach…. Da halt ich es lieber mit einem Spruch der genialen Monika Gruber: „Privat red’ i ja ned so viel!“ 😉

In diesem Sinne,

ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und (falls wir uns nicht mehr hören, sehen, lesen) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt’s brav, g’sund und macht’s nix, was ich ned auch machen würde! Dicken Knutscher an alle!

P.S.: Lieber Sir U-Lot, besoffen Auto fahren ist überhaupt nicht cool.

P.P.S.: Lieber Locke, hör auf dauernd „ficken“ zusagen. „Scheiße“ oder so was tut’s auch.

P.P.P.S.: Lieber Mr. Hut-Gesicht! Gute Entscheidung, sieht echt klasse aus!

P.P.P.P.S.: Und jetzt noch ein Liedchen um „Schlaflos in Kumhausen“ ein wenig aufzumuntern… Ich liebe Dich.

 

Der Afri-Audi-Auffahr- Unfall

Tja, ans Nix-Trinken sind wir nicht gewöhnt. Kein Alkohol ist halt auch keine Lösung, wie meine liebe Freundin Mega. P. (Diskretioooooon muss ein 😉 ) gestern im wahrsten Sinne des Wortes EINDRUCKsvoll bewiesen hat.

Eindrucksvoll deshalb, weil mein herzallerliebster Audi (der im Übrigen nicht mal meiner ist *ähem*) nun richtig schön eingedrückt ist. Da beschließen wir ganz vernünftig, mal einen Samstag lang nicht beim Wolfi an der Bar zu versumpfen, entsagen unseren sonst ach so geliebten Weinschorlen und den damit verbundenen drei bis sieben Schnäpsen, und entscheiden uns stattdessen, mit Steven und Papa Spaß lecker essen zu gehen und danach ganz gemütlich irgendwo noch auf eine Afri-Cola einzuchecken. Tja, soviel Vernunft ist ungesund, denn schon beim Verlassen des Restaurants (guuut, es war kein Restaurant, es war das Tex-Mex 😉 ) befindet sich Fräulein P.  so dermaßen im Afri-Cola-Fieber, dass es ihr offenbar scheißegal war, dass zwei Meter vor ihr zwei grellrote Lichter, genannt Bremsleuchten, aufblitzen, was ja nicht soooo ungewöhnlich ist, wenn ein Fahrzeug auf eine stark befahrene Hauptstraße einbiegen will.  Fräulein P. steuert stattdessen einfach auf den schönen Audi zu, juhuuu, rote Lichter, Afri-Disco, coool! Und wumm kazonk, schon wars passiert.

Als Erklärung führt Mrs Bremsversagerin dann an, dass ihr VW sich auf dem Parkplatz unsterblich in den Audi verliebt hat, und er einfach das Bedürfnis hatte, selbigen schnellstmöglich zu küssen. Ja nee, is klar, oder? Ich bin ja schon der lange der Meinung, dass wir das Liebesleben der Automobile enorm unterschätzen. Nicht umsonst küssen sich sich tagtäglich zig Tausende Fahrzeuge, da verliebt sich plötzlich der BMW in den Toyota, der Vespa-Roller in den parkenden Fiat und der Golf GTI mit dem grell-gelben „Schluck-Du-Luder“-Aufkleber verliebt sich halt mal mal eben schnell in den Baum auf der B 11, was soll’s? Ist doch auch schön sowas, oder kann jemand die Romantik einer Stoßstangendelle abstreiten die von einem zärtlichen Blech-Kuss kurz vorm „Vorfahrt-achten“-Schild her rührt? Na eben, ich auch nicht.

Abgesehen davon gibt’s ja nichts, was man nicht mit einer Afri-Cola wieder gerade biegen könnte. Afri-Cola  hilft gegen alles, Blechschäden, Liebeskummer, Winterdepression, whatever. Versucht’s mal. Wenn Ihr mal wieder total mies gelaunt seid, dann geht in eine Bar (es muss allerdings eine mit einem schwulen Kellner sein, sonst funktioniert das leider nicht!) und trinkt Afri-Cola. Ein echter Geheimtipp und man hat am nächsten Morgen auch ganz sicher keinen Suffschädel. Höchstens Diabetes, aber das kann man heutzutage ja ganz gut behandeln. Insofern also echt einen Versuch wert.

Der Audi selber war über die ganze Aktion natürlich weniger glücklich. Erst musste er diese Woche eh schon fremd gestartet werden, weil er total saft- und kraftlos war und dann knutscht ihn auch noch so ein wuschiger VW nieder, an dem er nicht im Geringsten interessiert ist. Armer Kerl. Als kleine Aufmunterung sind Papa Spaß und ich heute mit ihm nach Straubing gefahren, bisschen Landstraße cruisen, das macht er doch so gern. Außerdem wollt‘ ich ja unbedingt in den Zoo. Um der lieben Mega P. ein Foto zu schenken….. 😉

yak

„Du host die Kraft einer Löwin – doch Du fahrst Auto wie a angsoffnes Rind“ 😉

In diesem Sinne, liebe Knutscherin, nix für ungut. Kennst uns ja. Nächsten Samstag gibt’s wieder Weinschorle. Afri-Cola regt Dich viel zu sehr auf… 😉

Dicken Knutscher (ohne Blech),

die geküsste Praline