Der King lebt…. in Russland!

Elvis Presley, der King of Rock ’n‘ Roll, wäre heute 75 Jahre alt geworden. Wäre? Oder ist?

Es gibt die hanebüchensten Theorien darüber, dass Mr. Presley nicht gestorben ist und vor allem darüber, was er denn nun eigentlich heute macht. Mein ganz persönliches Highlight:

Moskau – Sensation im KGB-Archiv aufgetaucht:

Das Geheimnis um das Verschwinden des „King of Rock ’n‘ Roll“ steht unmittelbar vor seiner endgültigen Lösung. Ein Geheimdokument aus dem Zentralarchiv des ehemaligen sowjetischen Geheimdienstes KGB klärt den Verbleib von Elvis „the pelvis“ Presley auf.

Demnach lebt der King mittlerweile unter dem Namen Evgeni Preskov in einer Datscha in Peredelkino nahe Moskau im Ruhestand. Auch wie er dorthingelangte geht aus dem Geheimpapier hervor:

1976 wurde Elvis von einem Spezialkommando des KGB entführt, um anläßlich des Parteitages der KPdSU vor den Größen des ZK zu singen. Leonid Breschnew, damals Vorsitzender des ZK, war so angetan von der Show, daß er Presley anbot, Staatsbürger der Sowjetunion zu werden. Elvis gefiel das Leben in der Sowjetunion, das Klima und der Wodka. Er willigte ein. Bis zum Tode Breschnews spielte er einmal pro Woche im Konzertsaal des Kreml vor ausgewähltem Publikum. Mit dem Tode Breschnews aber änderte sich seine gesellschaftliche Stellung. Der neue starke Mann Andropow haßte alles westliche und nannte den King nur einen „dekadenten Fettkloß“. Presley, der mittlerweile erneut geheiratet hatte, fiel in Ungnade, wollte aber seine schwangere Frau nicht verlassen. Er nahm deshalb eine Stellung als Nachtwächter im Revolutionsmuseum an, die er bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion innehatte. Mit Erreichen des Rentenalters wurde er in den Ruhestand versetzt.

Als Andenken an seine große Zeit trägt er immer noch stolz den Orden „Held der Sowjetunion“ auf der Brust. Tagsüber sitzt er gerne auf der Veranda seiner kleinen Datscha (wenn es die Arthritis erlaubt) oder spielt mit seinen Kindern. Eine Rückkehr in die USA schließt er aus: „Ich bin glücklich hier.“ (Quelle)

Ja nee, is‘ klar… Evgeni Preskov…. und ich zieh‘ mich jetzt dann als Pralini Killerov nach Kasachstan zurück.
Dabei ist doch vollkommen klar, dass Elvis mittlerweile als Tankwart in Missouri jobbt. Also, auf Ideen kommen die Leute… tz tz tz…
Allen noch so dämlichen Verschwörungstheorien zum Trotz, Elvis hat heute Geburtstag und das Pralinchen gratuliert ihm ganz herzlich. Sollte irgendjemand in persönlichem Kontakt mit ihm stehen, dann sag ihm bitte allerliebste Grüße und richte ihm aus dass ich heute Abend trotz all meiner guten Diät-Vorsätze extra ihm zu Ehren ein großes Bananen-Speck-Sandwich essen werde. Oder zwei. Oder drei.
In diesem Sinne,
Rock ’n‘ Rooooooooooooooooooooll!
Eure Pralini Killerova
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Der Kinder-Country-Airbag

So, jetzt isser auch vorbei, der Geburtstag 😦 Schade, dass man den nur einmal im Jahr hat, war dieses Mal wieder echt ein super Fest. Und das obwohl dem äußerst umsichtigen Barkeeper im Bradbury’s tatsächlich schon um halb elf die Minze für meine heißgeliebten Mojitos ausgegangen ist 😦 Macht nix, er hat mich dann noch bestens mit Gin Tonic, Planter’s Punch und berieselnden Riesling versorgt. Guter Mann! Bleibt nur die Frage, ob ich bei ihm wegen dem Kater gestern irgendwie reklamieren kann…. so á la „Du, der letzte Gin Tonic war irgendwie schlecht!“ Naja, wohl eher nicht, oder? Immerhin hat der Monster-Kater in Verbindung mit dem Schlafmangel dazu geführt, das Schatzi und ich gestern nur faul auf der Couch rumgelegen sind und insgesamt sieben Folgen „Lost“ angesehen haben, was zur Folge hatte, dass ich heute Nacht tatsächlich davon geträumt hab. Ich war mit Jack, Hurley und meinen beiden betrunkenen kleinen  Brüdern im Quarantäne-Bunker und hab dafür gesorgt dass alle 108 Minuten die korrekte Zahlenfolge von 4 8 15 16 23 und 42 in den altertümlichen Computer eingegeben wird. Im Bunker gab’s zum Glück auch genug Minze, sonst hätt ich das wahrscheinlich nicht bewerkstelligt…

Tja, und jetzt sitze ich (verhältnismäßig unausgeschlafen) in der Schule und frag mich, was die seltsamen Zahlen vorne an der Tafel wohl zu bedeuten haben. Nach meinem Traum heute Nacht bin ich davon überzeugt, dass mein hochstudierter Rechnungswesen-Dozent auch von der „Lost“-Insel stammt…. er gehört definitiv zu „Den Anderen“ und versucht meinen Willen mit phänomenal unverständlichen Kosten-Leistungs-Rechnungs-Aufgaben zu brechen. Schafft er aber nicht, mein Geist hat sich bereits am Montag ausgeklinkt und beschäftigt sich stattdessen mit wesentlich lebensnaheren Dingen wie eben zum Beispiel neue Blog-Einträge verfassen.

Ach ja, latest news von der Diätfront: ein ordentlicher Kater erleichtert einem das Nix-Essen enorm. Bis auf eine Weight-Watchers-Konserven-Hühnersuppe (die 2010 abgelaufen wäre, was wohl bedeutet dass ich sie schon mehrere Jahre im Schrank hatte…. ähem…) hab ich gestern nichts Nennenswertes zu mir genommen. Ok, die Ökotrophologen unter Euch sagen mir jetzt sicher, dass das totaler Blödsinn ist, weil die lecker Schweinefilets in Walnusscremesauce auf Parmaschinken an Gorgonzola-Risotto von meinem Geburtstagsessen sowieso erstmal ne Woche brauchen, bis die wieder abgehungert sind. Und Mojito & Co. beschleunigen diesen Vorgang sicher keineswegs. Aber gut, neuer Tag, neues Glück, und deshalb hab ich mir heute ein Mini-Brot eingepackt, eine Kiwi, eine Buttermilch und eine Kanne ungesüßten Früchtetee. Total brav und ernährungsmäßig hyper-korrekt, oder?

Zugegeben, so ganz trau ich mir und meinem inneren Schweinehund (er heißt jetzt übrigens Sepp, „Horst“ war einfach ein saublöder Name) dann doch noch nicht. Darum hab ich mir in meine hyper-korrekte Brotzeittasche auch noch ein Notfall-Kinder-Country eingepackt. Also wirklich nur für den Notfall. Ich hab echt nicht vor es tatsächlich zu essen. Aber es beruhigt ungemein zu wissen, dass es da ist. Quasi sowas wie ein Diät-Airbag. Weil wenn die grande Krise kommt, dann komm ich mit so ner dämlichen Kiwi auf keinen grünen Zweig. Dann muss was Handfestes her. Und dann kann ich entweder den Süßigkeiten-Automaten im Keller plündern, wo es dann sicher nicht bei einem Kinder-Country bleibt, schließlich sind da M&Ms drin und Snickers, und Milka und Hanuta und Kitkat (wohlgemerkt die Kitkat CHUNKY!!!) und da ist dann Holland in Not. Also lieber so. Mit einemNotfall-Kinder-Country in der Tasche ist man immer auf der sicheren Seite. Genau.

So, abschließend hätt‘ ich da noch eine Frage: Warum spricht man beim Alkohol von „leeren Kalorien“, wenn man danach doch immer hackevoll ist?

In diesem Sinne, macht’s es gut.

Eure Notfallpraline

Kalorien sind kleine Tierchen…

… die nachts heimlich die Kleider enger nähen!

In diesem Sinne, Zeit für den ersten Zwischenbericht in Sachen gute Vorsätze.

Das Jahr hat gut angefangen, schon kurz nach Mitternacht war ich so betrunken, dass der Kater für den ersten Januar gewiss war. Super Sache, denn nur wenn man sich so richtig schlecht fühlt, klappt das auch mit den Vorsätzen. Und was soll ich denn machen, ich wußte bisher nicht, dass Martini d’Oro so schweinelecker schmeckt. Drum hab ich erstmal auch nur Weißwein getrunken. Und Tequila. (Ja sorry, den bekam ich geschä-hänkt!!!) Zusätzlich zu der Riesenportion Chilli (und es ist ja nahezu im Grundgesetz verankert, dass auf ein leckeres Chili ein ordentlicher Batzen Sauerrahm drauf muss…) und den Tortilla-Chips war die Kalorienbilanz für den Jahreswechsel erstmal mau. Immerhin ging es mir dann tags drauf wenigstens so schlecht, dass ich äußerst wohlwollend eine enorm gesunde Einkaufsliste verfasst hab, mit der ich dann am Samstag tatsächlich in den Supermarkt gewackelt bin.

Gemüse, Obst, eiweißreiche Sojaprodukte, verdauungsförderndes Trockenobst, diverseste Körnerchen und zum ersten Mal seit vielen vielen Einkäufen keine Schoki, keinen Alkohol, keinen Kuchen und nix. Ganz tapfer hab ich meine Sachen nach Hause getragen und gleich mal eine gesunde Gemüsesuppe gekocht. Und abends dann Buttermilch und Grapefruit gelöffelt. Gaaaanz tapfer. Und ends-motiviert.

Sonntag war ich auch brav und gestern übern Tag auch. Aber gestern Abend musst‘ ich dann backen, weil ich hab ja heute Geburtstag (ja! Habt Ihr es alle gehö-öhrt? Ich hab heute GEBURTSTAG! Ja ja ja! Hurraaaaaa!) und da wollen die KindergartenSchulkollegen ja bißl mit Futter versorgt werden. Also erstmal sauber Schinken-Käse-Törtchen und lecker Quarktaschen gemacht. Und die musst‘ ich dann natürlich probieren. Und weils dann eh schon wurscht war, hab ich gleich auch noch ’nen Spezi aufgemacht. Ja, Menno, ist noch übrig. Von Silvester. Soll ja auch nocht schlecht werden das Zeug…

Tja, und heute ist ja sowieso Diät-Auszeit. Ich bitte Euch, am Geburtstag fasten, das geht ja mal gar ned. Das wär ja so als würd‘ man im Lotto den Jackpot abräumen und dann, wenn der Gewinnüberbringungsfutzi vor der Tür steht, sagen: „Och nö Du, lass mal, ich will heut‘ irgendwie nicht. Hab mir vorgenommen, bißchen weniger Geld zu haben….!“ Nee, also echt. Und deshalb geh‘ ich heut Abend mit Schatzi schick zum essen und kann, wenn ich ganz lieb bin, vielleicht sogar noch ein Dessert rausschlagen. Und anschließend gibt’s im Kreise meiner Lieben den ein oder anderen leckeren Cocktail (Mojitos sind ja auch gar nicht so schlimm, ist ja viiiiiiiiel gesunde Minze drin, oder?)

Ab morgen trag ich dann aber wieder Trauer. Dann tausch ich die Quarktaschen wieder gegen Kohlrabi mit Kräuterquark und die Sahne-Tagliatelle vom Italiener gegen Salat mit Körnertopping. Juhu, welch eine Freude. Aber eine Praline muss tun, was eine Praline tun muss. Hilft ja nix. Ohne Fleiß kein Preis. Was’n Scheiß…

So, und bevor ich nun anfange zu heulen, weil es nun keine „Is-ja-Weihnachten-is-ja-Silvester-is-ja-Geburtstag“-Ausreden mehr gibt und ich nun meine lauthals geäußerten Vorsätze auch umsetzen muss, werd‘ ich noch schnell einen dicken Schmatzer an „CMJ“ losschicken und mich nochmal bedanken für das süße Geschenk, das Ihr mir heute gemacht habt. Einen klitzekleinen Schmatzer gibts auch für Locke, der mir ganz spontan einen lange gehegten Wunsch erfüllt hat und mir ein Verkehrsschild geklaut hat, auf dem ein haariger Penis aufgemalt ist. Sowas hab ich mir schon immer gewünscht…. äh… ja… naja… eigentlich nicht…. aber lustig… vielleicht häng ichs auf’n Balkon… oder in Keller…. mal sehen…. 😉

In diesem Sinne,

haut’s heut nochmal rein, ab morgen gibt’s nix mehr. Gruß und Kuss.

Pralinchen

Wild gewordene Treppen

Es ist ja irgendwie ein ungeschriebenes Gesetz, dass die lustigsten Feste die sind, zu denen man eigentlich gar nicht gehen möchte. Aber wenn eine von den Meeeeedels!!! Geburtstag feiert, dann kämpft selbst die schlafloseste Praline gegen ihren Unmut an und macht sich auf den Weg. „Ich park mal vorm Lokal, werd nicht so lang bleiben heute, und trinken werd ich sowieso nix.“ So kam ich an. Das Ende vom Lied war, dass Freund und Privatbodyguard Steven mich nebst Geburtstagskind und meinem mal eben auf die Schnelle erfundenem Ex-Gatten um sieben Uhr morgens nach Hause gefahren hat.

Getrunken hab ich tatsächlich nicht viel. Glaubt mir zwar keiner, weil ich doofe Nuss mir an dem Abend mit meinen Super-High Heels so dermaßen den Fuß verknackst hab, als mir eine psychopathische Treppenstufe einfach zwischen die Füße gelaufen ist, aber Mädels, ich sag Euch was, das war nicht der Alkohol. Das war Taktik. Ein ganz geschicktes Manöver, schließlich musste ich dann nicht den weiten Weg ins nächste Lokal laufen, nein, ich wurde getragen *ätschbätsch*

Naja, ganz so geschickt war mein Manöver auch nicht, denn mein geschwollener und in allen Blau- und Lilatönen schillernder Fuß hat mich dann etliche Tage lahm gelegt und ich hab tatsächlich meine armen Eltern durch die Prärie geschickt, damit die mein praktischweise so zentral geparktes Auto abholen. Weil Auto fahren geht ja einfüßig auch eher schlecht. An dieser Stelle übrigens noch mal danke *schäm*

Aber egal, a bisserl Schwund is immer und der Abend respektive die Nacht war die Humpelei in jedem Fall wert. Das Geburtstag feiernde Megaperlchen, die anderen Partyschlümpfe und ich sind sogar noch in dieser Frühstücksabsteige für Sperrstundenverweigerer gelandet, die hier in LA zwar einen äußerst zweifelhaften Ruf genießt, allerdings immer sehr gut besucht ist. Ich war da zuletzt vor zehn Jahren oder so. Und es ist immer noch übel. Aber hat halt auf bis ultimo. Und man kriegt noch Bier. Und wenn man will sogar Würschtel dazu. Also eigentlich eine Super-Sache, oder? 😉

Kurz vorher hat Megaperlchen doch tatsächlich noch „Mr. Schlüsselreize“ getroffen. Tja, es stimmt wohl, man sieht sich immer zweimal im Leben und die Welt ist tatsächlich ein Dorf. Er ist aber in der Zwischenzeit nicht sonderlich klüger geworden, und ehrlich gesagt waren alle Beteiligten froh als er sich an irgendeiner Baustelle verabschiedet hat. Vielleicht hat ihm der Bauwagen so gut gefallen, dass er drin nächtigen wollte, scheinbar steht Mr. Schlüsselreize ja auf Outdoor. Man weiß es nicht. Wir wünschen ihm in jedem Fall für seinen weiteren Lebensweg alles Gute 😉

Naja, und irgendwie wars dann plötzlich hell und wir mussten nach Hause. War aber kein Thema, schließlich stand ja schon für Donnerstag eine echte Schlagerparty an. Ich war seit Eeeeewigkeiten auf keiner Schlagerparty mehr. Aus gutem Grunde *lach* Aber es ist wie immer, wenn die richtigen Leute zusammen sind, dann ist es egal wo man ist und dann singt man auch aus voller Kehle „Ti amo“ und „Mendocino“ während man sich klebrig-süß-bittere Mischgetränke einverleibt. Auch diese Nacht wird lange in Erinnerung bleiben, auch wenn da niemand mehr Geburtstag hatte.

Abschließend schick ich jetzt noch einen Gruß ans Megaperlchen mit einem nochmaligen „Happy Birthday“, einen an den Schatz unserer Tanzgöttin dafür, dass er mir mit seinen Voraussagungen offenbar immer Recht behält, einen an Steven, der mich trotz Bushaltestelle vor meinem Haus immer mit dem Auto bringt, einen an ninscha, die mir versprochen hat mal wieder hier zu kommentieren und es aber nicht tut (*grrrr*) und einen an Papa Spaß: „Spann noch mal an büttäääää!“ 😉

In diesem Sinne, feiert schön, aber hütet Euch vor freilaufenden Treppenstufen!

Eure Knackspraline

Die Kiesmafia oder: Der Pate wird 50.

Gut, dass ich Euch meine Geschichten in schriftlicher Form präsentiere. Erzählen könnte ich heute nämlich nichts. Ich bin total heiser. Mein party-geschädigtes Stimmchen bewegt sich zwischen dem besoffenen Krächzen einer Bonnie Tyler und dem leicht erotisch angehauchten Flüstern einer Herzblatt-Susi. Aber immerhin, das ist im Großen und Ganzen der einzige Schaden, den ich am Samstag genommen habe. Ich bin auch nicht in Ohnmacht gefallen, obwohl ich es diesmal mit drei Pils, ebenso vielen Ramazottis und anschließend geschätzten 17 Caipirinhas in Verbindung mit nur etwa drei gehäuften Teelöffeln Nudelauflauf und den diversen Pillen die ich mir grade einpfeifen muss, regelrecht provoziert hatte. Aber ich war ja auch viel zu nervös um ohnmächtig zu werden.

Dabei war mein ganzes Lampenfieber völlig unbegründet. Wenn der Pate zum Feiern lädt, kann man davon ausgehen dass sich nur extrem coole und entspannte Leute einfinden und genau so war’s dann auch. In den zehn Sekunden in denen mir mein Mikro angeheftet wurde und ich vor 100 Gästen die Bühne betreten habe dachte ich ich muss sterben, doch kaum draußen hatte ich den ersten Lacher und plötzlich war ich die Ruhe in Person. Vielleicht hat genau in dem Moment der Ramazotti zu wirken begonnen. Oder aber mein nervöses Selbst hat in dem Moment begriffen, dass die Schadenfreude-Nummer beim Publikum immer zieht. Er hat sich schon was gefallen lassen, der Chief. War schon ordentlich böse unser Programm. Auch mein spontanes Zweit-Opfer, seines Zeichens Rechtsanwalt, wurde ordentlich durch den Kakao gezogen. (An dieser Stelle noch mal ein ganz liebes Danke, dass Du den Spaß mitgemacht hast!) Aber wann hat man schon mal Gelegenheit öffentlich aber völlig ungestraft Gemeinheiten über Familienangehörige und Vorgesetzte zu verbreiten, wenn nicht bei einer lockeren Geburtstagsgesellschaft. Das muss man ausnutzen, vor allem wenn man eine Frau ist, die sowieso so gern lästert…ähem….

Das Publikum war begeistert und auch wenn es heißt, „Eigenlob stinkt“, ich hab mich riesig über die vielen Komplimente (und spendierten Schnäpse) von vielen neuen Fans gefreut. Komischerweise hat mir nur keiner geglaubt dass ich sonst eigentlich „totaaaaal schüchtern“ bin. Hm, seltsam.

Nachdem der Auftritt vorbei war, konnte ich dann auch ganz entspannt zum gemütlichen Teil übergehen, es mir an der Bar bequem machen, alte Kontakte pflegen und neue Bekanntschaften schließen und ohne Ende Caipirinhas trinken. Nachdem ja die ganze regionale Kiesmafia anwesend war, habe ich etliche tolle Gespräche geführt, zum Beispiel hab ich mir Tipps geben lassen wie man am effektivsten einen Ex-Freund in einem Erdloch verschwinden lässt oder aber ihn unauffällig in Betonfertigteile einmauert. Dazu müsste man dann aber eine Arbeitsgemeinschaft mit einem Betonwerk gründen. Kein Problem, jetzt kenn ich sie ja alle 😉

Nachdem das Geburtstagskind ja auch ein passionierter Jäger ist, habe ich auch Bekanntschaft mit einigen derselben machen dürfen und mich darauf eingelassen irgendwann die nächsten Wochen mit auf den Schießstand zu fahren und mich mal am Abschuss von Tontauben zu versuchen. Das Killerpralinchen hantiert mit Schusswaffen …. Hach, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Immerhin, der Schießstand ist in Oberbayern, insofern erschieß ich wenigstens nicht die eigenen Landsleute sondern nur niederes Nachbarvolk *grins* Aber vielleicht hab ich ja Spaß dran und dann lern ich das richtig und dann kann ich meinen Exfreunden einfach nur ihre (großen und kleinen???) Penisse wegschießen und muss sie nicht mehr verscharren oder einmauern *hehe* 😉 Ach ja, wie praktisch wenn man die richtigen Kontakte hat 😉

Während ich mich also fleißig bekannt gemacht und folglich ziemlich betrunken habe, wurde das Geburtstagskind noch vom Männerballett „Schwanensee“, den Landshuter Garde-Mädels und natürlich der sagenhaften hüftenschwingenden Anjali erfreut, und das ganze Fest war ein Riesen-Erfolg, dem die Wirtin und das Service-Personal dann leider leider um sechs Uhr morgens ein Ende gemacht haben, weil sie einfach die Bar geschlossen haben. Frechheit, oder? Dabei war ich gerade dabei einem befreundeten Unternehmer zu erklären dass ich seinen Sohn nicht heiraten will, und das obwohl mir meine Oma (ja die Oma mit den 500 PS….) dauernd sagte: „Kind, sei ned so dumm, der erbt a mal die ganze Firma!“. Tja, so ist das in Niederbayern. Da werden Kinder und Enkelkinder noch ganz traditionell im Wirtshaus verschachert…

Mein persönliches Fazit für diesen Abend: Lampenfieber ist für’n Arsch. Wenn Dein bester Freund sagt, er trinkt heut nichts weil er noch fahren will, glaube ihm nicht. Ein Lächeln ermöglicht Dir ein Gespräch, ein Lächeln und ein kurzer Rock ermöglichen Dir Gespräche, Caipirinhas und Gratiskippen. Nicht alle Jäger sind alt und tragen grün. Mit Megaperlchen kann man nirgends hingehen ohne dass sie nicht irgendwen kennt. Anjali ist und bleibt sexy. Der Hubert heißt eigentlich Rainer. Und morgens um halb sieben mit dem Taxi in den Sonnenaufgang fahren hat etwas äußerst Romantisches.

Als ich gestern dann gegen Mittag aufgewacht bin, war ich sehr traurig. Ich hatte so Lust auf Mc Donalds. Aber keine Stimme. Und jetzt verrat mir wie ich bei Mc Drive eine Bestellung durchgeben soll wenn ich nicht sprechen kann. Aber wofür hat man Freunde? 😉

In diesem Sinne, feiert mal wieder!

Eure Partypraline

PS: Wenn es soweit ist mit dem Schießen, dann geb ich Euch vorher hier Bescheid, versprochen. Sicherheitshalber. Killerpraline goes wild 😉

Lampenfieber

So. Morgen ist es also soweit. Pralinchen wird ihren ersten offiziellen Auftritt vor Publikum haben.

Nun ist ja gemeinhin bekannt, dass sie im Schreiben immer besser ist als im Reden. Zumindest als im Reden vor Publikum. Aber was passiert, wenn man dem Pralinchen so lange Honig ums Maul schmiert, wie witzig sie doch ist und was für tolle Ideen sie doch immer hat und wie „nett“ es doch wäre das ganze mal live rüberzubringen? Das Pralinchen fängt an den ganzen Blödsinn zu glauben und stürzt sich in die Arbeit.

Und jetzt hat sie den sprichwörtlichen „Dreck im Schachterl“ und muss morgen ran. Der Pate wird 50. Der Great Chief der hiesigen Kiesmafia hat über 100 Gäste geladen und Pralinchen wird eine halbe Stunde Programm machen. Au weia.

Immerhin, ich hab geübt. Fleißig geübt. An dieser Stelle meinen Dank an die äußerst geduldigen Versuchskaninchen Mama, Tanja, Michi und meinen Stuhl im Wohnzimmer (bei letzterem entschuldige ich mich hiermit auch in aller Form für die vielen Tritte. Sorry Alter. Wird nicht mehr vorkommen!).

Mein Outfit für morgen steht auch. Ich hab mich für einen kurzen grauen Rock, ein schwarzes Strickoberteil und Stiefel entschieden. Zum einen harmoniert grau gut mit rot, der Farbe die mein Gesicht morgen Abend unweigerlich annehmen wird. Zum andern hoffe ich, dass ich, sollte ich den Auftritt komplett versemmeln, wenigstens mit meinen tollen Beinen punkten kann.

Im Grunde bin ich bestens vorbereitet. Das Programm steht, Musik und Beleuchtung wurden professionell arrangiert, mein Outfit ist perfekt und ich hab mir zu den lustigen Gags noch lustigere Alternativgags überlegt die ich im Zweifel durch noch viel mehr lustigere Alternativgags austauschen kann. Ich hab alle Eventualitäten bedacht, sämtlichen Programmpunkten eine Zweitversion hinzugefügt für den Fall dass etwas nicht funktioniert oder das Publikum wegdriftet oder der Strom ausfällt oder das Bier ausgeht oder was auch immer.

Das Einzige, was mir morgen nicht passieren darf ist, wieder ohnmächtig zu werden. Zum einen sind Papa Spaß und Steven morgen nicht anwesend, die Rettungshelfer meines Vertrauens. Zum andern ist mein Rock morgen noch kürzer als damals in Straubing. Sollte ich also umkippen, wird jeder der 100 Gäste morgen wissen welche Unterwäsche das Pralinchen trägt. Und das woll ma mal nicht.

Aber das wird auch alles nicht passieren. Ich werde da morgen hinfahren, mir gepflegt eins zwei drei Cuba Libre reinstellen und dann loslegen. Man soll sich ja bei Lampenfieber das Publikum nackt vorstellen, soll angeblich helfen. Hm, wenn ich mir die Gästeliste so anschaue, dann hilft das bei mir nicht. Sind ja nicht nur alte Säcke da. Auch ein paar junge Schneckels. Und wenn ich mir die nackt vorstelle dann werd ich nur noch nervöser als ich eh schon bin. Also doch die Cuba-Libre-Methode.

Im Grunde ist es eh egal. Denn egal wie gut oder schlecht das morgen läuft, es gibt genug zu trinken und ganz abgesehen davon wird die fabelhafte Anjali um Mitternacht das Café Oriental eröffnen und spätestens dann haben die Gäste sowieso alles vergessen was vorher war.

In diesem Sinne, Licht aus, Spot an!

Eure Bühnenpraline