Geschenke im Schnee

Grad les ich folgende Meldung:

„Bodenmais – Schnee schaufeln ist keine Arbeit, sondern das reinste Vergnügen. Das jedenfalls vermittelt Bodenmais den Touristen. Warum die Gäste dort (mit Begeisterung!) die Gehwege räumen: „Topfit aus dem Winterurlaub  – der größte Ferienort im Bayerischen Wald sucht aktive und sportliche Frühaufsteher.“ So beschreibt die pfiffige Gemeinde Bodenmais ihren neuen Winterräumdienst. Und so funktioniert’s: Ein Hotelier hat insgesamt 100 Schneeschaufeln gespendet. Jetzt werden täglich 100 Touristen gesucht, die damit die Gehwege von Eis und Schnee befreien. Damit die Gäste das auch tun, wird der Winterräumdienst kurzerhand als Schatzsuche verpackt: Denn irgendwo ist eine „Urlaubs-Bombe“ versteckt, die gefunden werden soll. „Diese neuartige Winter-Schatzsuche versteht sich als Winterspaß für ein tolles Urlaubserlebnis“, sagt Matthias Schweikl, der besagte Hotelier und Schneeschaufel-Stifter.“

Also, jetzt mal ehrlich: will IRGENDJEMAND von Euch im teuer bezahlten Urlaub die Schneeschaufel schwingen? Also, ich ned. Von wegen „Wellnessurlaub in Bodenmais“, ja klar und dann drückt mir der blöde Hotelfutzi in aller Frühe die Schaufel in die Hand. In Bodenmais! Da ist es ja jetzt ned mit fünf Minuten Flockenkehren getan, das ist ja quasi das Winterwonderland, da sind 50 cm mal gar nix! Und was hilfts mir wenn ich dann tatsächlich die Glückliche Gewinnerin der sog. „Urlaubsbombe“ bin? Ich werde zu erschöpft sein, um sie überhaupt zu öffnen… und wenn ich es doch schaffe, dann ist da bestimmt nur ein Ticket für den Bodenmaiser Skibus drin oder sowas (Ihr erinnert Euch an den Bad Birnbacher Badebus?).

Andererseits ist diese Idee mit dem Geschenke im Schnee verstecken natürlich gar ned blöd. Ich würd mich jetzt schon freuen, wenn ich morgens mein Auto abkehre und in den Schneemassen aufm Dach wär ein Geschenk versteckt. Ne Flasche Wodka zum Beispiel, oder irgendwas anderes was die Seele wärmt. Würd doch die eisige Plackerei in der Früh gleich viel mehr Spaß machen. Schnee räumen muss ich ja zum Glück nicht, das macht hier unser Hausmeister. Und so wie der ausschaut, hat er wohl tatsächlich schon etliche Flaschen Wodka im Schnee gefunden…. nix für ungut Herr Hausmeister, Sie machen das super! 🙂

Einmal hab ich sogar wirklich schon Geschenke im Schnee gefunden. Das war zu meinem 18. Geburtstag, damals, lange ist’s her. Da ich da eben gerade den Führerschein bekommen hatte, fiel meinen tollen Freunden natürlich nix Blöderes ein, als eine Auto-Schnitzeljagd mit mir zu machen. Gestartet wurde vorm Haus meiner Eltern und dann gab’s, Achtung: Überraschung! 18 (in Worten: achtzehn!!!) Anlaufstationen, alle verteilt in Stadt und Landkreis Landshut, und bei jeder Station gab es einen Brief mit dem Hinweis auf die jeweils nächste Station.  Nach einer klitzekleinen Panne (ein Kumpel war so schlau und hat einen dieser Hinweisbriefe unter einem parkendem Fahrzeug versteckt, das dann, als ich dort ankam, natürlich nicht mehr da stand. Sein Kommentar:“ Ja woher soll i wissen dass der Depp ausgrechnet jetzt wegfahrt?“), also nach dieser klitzekleinen Panne hatte ich fast 200 Kilometer mit meinem alten und doch heißgeliebten Ford Fiesta Gott hab ihn selig runtergerissen und hatte nun also den Brief mit dem letzten Hinweis in der Hand. Und dreimal dürft Ihr jetzt raten wo mich der hingeführt hat. Richtig. Vors Haus meiner Eltern 😦 Dort, in einem riesengroßen Schneehaufen versteckt, lagen also meine Geburtstagsgeschenke, die ich dann, nach der Mördertour auch noch eigenhändig freischaufeln durfte. Zum Glück sind meine Freunde ziemlich berechenbar und somit wusste ich dass ich nach dem 18. Geschenk aufhören kann zu buddeln. Und immerhin war eines der Geschenke ein Tankgutschein, sodass die 200 km dann wenigstens nicht ganz so umsonst waren…

Trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen, die klassische Variante, ein Geschenk in buntem Papier mit ner Schleife drum rum zu kriegen, ist mir dann doch lieber (*mitklitzekleinemzaunpfahlwinktdennpralinchenhatjabaldwiedergeburtstaggell* 😉

In diesem Sinne, wer gern freiwillig Schnee schaufeln will, darf sich gern bei meinen Eltern melden, die haben genug davon im Garten und auch wenn sie Euch keine Urlaubsbombe verstecken, an Kaffee oder a Bierchen gibts immer.

Schaufelnde Grüße,

Eure Schneepraline

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Frauen und glänzende Tüten

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Das ist das Ergebnis wenn Pralinchen, die ja bekanntermaßen eine Frau und somit dem Shoppingwahn erlegen ist, eine Messe besucht. In diesem Fall die Transport Logistic in München.

Man beachte den schicken MP-3-Player mit den Original-Unterschriften von Toto & Harry. Quasi ein Promi-Souvenir, leider war Robbie Williams kurzzeitig verhindert, jetzt musste ich mit zwei leicht grenzwertigen Fernsehpolizisten Vorlieb nehmen *grummel*, aber egal, immerhin waren die zwei noch nicht im Dschungelcamp, also ist das Autogramm immer noch super und ich muss mich nicht dafür schämen.

Schön ist auch die Gummikeule, keine Ahnung wen ich damit verprügeln könnte (äh…. Scha-atz???), aber es schadet ja nie, sowas zu besitzen. DHL war übrigens super spendabel und hat gleich mal sauber eine komplette Packset-Box gefüllt mit Radio, USB-Maus und einer Brotzeitdose rausgehauen. Ok, das Radio funktioniert nicht, die USB-Maus brauch ich nicht und die Brotzeitdose ist mir viel zu peinlich als dass ich sie je benutzen würde, aber immerhin, die Schachtel ist super, jetzt wo ich mich endlich durchgerungen habe, meine Uralt-Lederjacke bei ebay zu verticken. Danke, DHL!

Hach, ich liebe Werbegeschenke. Man wird auf so einer Messe richtiggehend gierig, wenns darum geht, unnötigen Kram abzustauben. Weil wirklich brauchen tu ich davon nix. Aber es ist ein schönes Gefühl, Dinge geschenkt zu bekommen. Und wenns nur der vierhundertneununddreißigste Kugelschreiber ist.

In diesem Sinne,

fröhliches Horten. Vielleicht sehen wir uns ja auf der nächsten Messe. Ich bin wie immer die, die an jedem Stand um ein Goody Bag bettelt…

Sammelnde Grüße

Euer Tütenpralinchen

Can’t buy me love?

Weil man ja in der Schule nicht immer nur aufpassen kann und auch mal kräftig mit dem Banknachbarn schwätzen muss (haben wir damals so gelernt, oder?), entstehen eben auch manchmal sehr angeregte Diskussionen, in die sich gerne dann auch sämtliche Mitschüler inklusive Lehrer einmischen.

So passiert gestern. Die Grundsatzfrage (und mein Banknachbar stellt mir eigentlich nur Grundsatzfragen so à la „Was denkst Du über Vandalismus? Willst Du in diese Welt Kinder setzen? Stimmt es dass hochhackige Schuhe Auskunft über das Sexualverhalten der Frau geben? Tja, manche Dinge sind doch anders als damals in der Grundschule 😉 ) Auf jeden Fall ging es um die Frage ob man ohne Geld eine Beziehung führen kann. Also ohne VIEL Geld. Seine Meinung war, ohne entsprechenede Kohlen im Sack kann man in einer Beziehung nicht glücklich sein. Meine Meinung (und die der sich im Laufe der Zeit an unserer Diskussion beteiligenden Zuhörer) war, dass es auf die Kohle nicht ankommt.

Ich wollte dies eigentlich gleich mal sauber money-cant-buy-me-lovemit 1-A-Argumenten untermalen, aber dann fiel mir ein, dass ich eben erst ein Fahrrad gekauft habe, das ohne die kräftige Finanzspritze meines herzallerliebsten in diesem Fall OSTER-Hasen weder Schutzbleche, noch Ständer, noch Gepäckträger hätte und ein Fahrradschloss hätt ich auch keins. Außerdem hat der Osterhase ein zweites Mal Tickets für „The Caveman“ gekauft, weil Pralinchen die ersten Karten für Weihnachten verfallen hat lassen… (zu meiner Verteidigung: ich war krank. So krank, dass ich sogar wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung die Notaufnahme des Erdinger Krankenhauses besucht habe. Hat aber leider nix geholfen, der Abend (und eigentlich das ganze verdammte Sch…f***ing  Weihnachtsfest) war dahin… aber ich schweife ab, eigentlich wollte ich damit ja nur sagen, dass meine Verhandlungsposition eher mau war.

Trotzdem bleib ich dabei. Wenn man den Zweirad- und Zweitkartenbonus einfach mal als großzügiges Geschenk verbucht, dann kann man das außen vor lassen und zum Wesentlichen übergehen. Dass die GRÖßE wichtig ist, haben wir hier ja schon zur Genüge ausdiskutiert, was aber ist mit Geld? Den lieben, aber sauer verdienten Euros? Kommts darauf echt an?

Ich für meinen Teil kann gleichzeitig exzellent und gar nicht mit Geld umgehen. Ich komm wenns brennt echt endslang mit wahnsinnig wenig Kohle aus. Hab ich aber viel Kohle, dann verbrat ich die auch. So gesehen kann ich für mich sagen: Geld ist geil, wenn ich’s hab, aber es geht auch mit wenig. Mein letzter Urlaub ist tatsächlich 9 Jahre her. Dafür besitz ich aber 49, äh 51 Paar Schuhe und bestimmt ebenso viele Handtaschen. Ich verqualme jeden Monat 100 Euro und das auch nur weil ich auf die Hartz-IV-Kippen von Aldi und Lidl umgestiegen bin. Der Prosecco-Aperol im Beatschuppen kostet 5 Euro, ist aber halt einfach schweinelecker und somit müssen da schon eins zwei drei vier viele drin sein. So lebt es sich auch mit weniger Kohle ganz gut, auch wenn halt Dinge wie ein Karibikurlaub oder ein neues Auto damit nicht gehen. Hat das jetzt aber was mit meiner Beziehung zu tun?

Der Orgasmus gelingt bis jetzt auch ohne Kontoauszüge ganz gut. (Ung ganz ehrlich, MEINE Kontoauszüge würden sowieso eher eine erektile Disfunktion auslösen denn einer Spontanexplosion, aber das nur am Rande). Und statt Diamanten und anderem Geschmeide sammel  ich lieber Backgammon-Siege gegen meinen Liebsten, die Freude daran währt viel länger, ehrlich! Klar, keine Frage, Geschenke sind super (und über mein neues Radl freu ich mir die Haxen aus!), aber viel entscheidender als all der finanzielle Kram sind doch andere Dinge.  Liebe, Lachen, gemeinsames Erleben (in diesem wie in jenem Sinne). Was helfen mir denn Millionen? Ich hätt nur noch mehr unnützen Kram in der Bude rumstehen. Noch mehr Schuhe. Noch mehr Handtaschen. Und mein gemütliches Ikea-Sofa wäre dann halt eine Designer-Leder-Couch, auf der dann vermutlich Sexverbot wegen Fleckengefahr herrscht. Na prima. Nee danke. Gut, mein Bett wäre dann auch ein Designer-Bett, das nicht notdürftig mit zwei Dosen Mais und einer Dose Thunfisch repariert wäre, aber andererseits sorgte diese äußerst kreative Reparaturarbeit auch für jede Menge Fun.

In diesem Sinne,

entscheidet selbst: Fonds oder Fun? Aktien oder Action? Geld oder…. LIEBE?

Festverzinsliche Grüße

Eure Finanzpraline

Haferflöckchen Weißröcken

Heute ist der 22.Dezember, ich hab soeben die letzten Weihnachtsgeschenke gekauft und mich bei LIDL noch beinahe um ein Schweinefilet geprügelt, kein Wunder, die vielgerühmte „Staade Zeit“ bringt erfahrungsgemäß immer die übelsten Aggressionen im Menschen hervor, schön zu beobachten wenn man kurz vor der Deadline namens Heilig Abend noch „schnell“ zu Aldi, LIDL, Real oder sonstwohin muss. Parkplatzgerangel, überfüllte Kassenschlangen, motzende Verkäuferinnen… Aber das kennt Ihr ja alle selber, was soll ich Euch da noch groß erzählen?

Auf jeden Fall kam ich nun total entnervt, verschwitzt und mit geschätzten dreiundzwanzig Tüten beladen nach Hause und wollt’s mir mit ner Tasse Tee und einer eben noch teuer erstandenen Käsebreze vor der Glotze gemütlich machen, da zeigt mir mein Fernseher-Freund doch tatsächlich den unsäglichsten Unsinn, den ich mir (noch dazu an Weihnachten) vorstellen kann. Ein Werbespot für Müsli. Aber nicht irgendein Müsli. Nein, ein WUNSCH-Müsli! Auf www.mymuesli.com kann man sich sein eigenes Müsli zusammenstellen und dann nach Hause schicken lassen. Na, was sagt Ihr, wär das nix für Euch? Falls Ihr noch dringend ein Weihnachtsgeschenk braucht, man kann die Müslis auch verschenken (werden praktischerweise gleich direkt an den Beschenkten geschickt, super, oder?).  Für die Kollegen im Büro gäbs sogar sogenannte Firmenmüslis (kann man evtl. dann von der Steuer absetzen)! Wahnsinn, oder? Das Standardmüsli (einmal Haferflocken mit Nix) kostet 3,90 € zzgl. 3,90 € Versandkosten. Also beim Lidl krieg ich dafür mal locker die 4-5fache Menge…. würd ich Müsli überhaupt mögen…. 😦

Die Krone allen Unsinns ist aber der „Müsli-Blog“. Kein Scheiß, die Kameraden von Mymuesli.com bloggen tatsächlich übers Körnerfressen, angefangen bei der Entstehung des Müslis bis hin zur Müsli-Idee des Monats (ich werd mal nen Vorschlag hinschicken, Birchermüsli mit Bratwurst oder so, vielleicht krieg ich ja ein Gratismüsli für meine tolle Idee?)

Oh je, also nee, ich dacht‘ mir eigentlich beim „Kleinen süßen Schnuffel“ wäre die Grenze des ertragbaren Blödsinns erreicht gewesen. Offenbar hab ich mich getäuscht und die Müslimenschen machen da wohl auch noch ordentlich Kohle damit. Hei ei ei.

Naja, was soll’s. Jetzt genießen wir erstmal ein (un)stressiges Weihnachtsfest mit unseren Lieben und dann gibt’s den *trommelwirbel* ULTIMATIVEN KILLERPRALINEN-JAHRESRÜCKBLICK. Weil was der blöde Jauch kann, das kann ich schon lang 😉 Allerdings muss ich noch Weihnachten abwarten. Weil wenn mein herzallerliebster Mc Gyver mir tatsächlich ein BÜGELEISEN zu Weihnachten schenkt, dann sieht der Jahresrückblick nämlich gaaaaaanz anders aus, jawoll!

In diesem Sinne entlass‘ ich Euch heute ganz unspektakulär in die Weihnachtsfeiertage, indem ich ganz vorweihnachtlich kitschig eine E-Mail zitiere, die ich heute morgen bekommen habe:

„Vergiss nie, dass das Leben kurz ist, also brich alle Regeln,
vergib schnell, küsse bedächtig, liebe ehrlich, lebe und lass niemals zu,
dass du das Lachen verlernst. Mach kaputt, was dich kaputt macht.“

Also wenn wir schon alle total besinnlich aggressiv sind, dann lassen wir’s lieber nicht an der genervten Oma im LIDL aus, sondern verdreschen wir lieber die Dämonen aus dem vergangenen Jahr, damit wir froh und glücklich in ein neues Jahr starten können!

Alles Gute für Euch!

Ach ja, an alle meine Lieben: Ich möchte in meinem Jahresrückblick natürlich nichts und niemanden vergessen. Also schickt mir noch schnell alles, was EUCH so wichtig war…. soll ja nachher keiner meckern 😉

Bussi!

Beziehungskiste oder: O2 can do!

Manchmal ist es gar nicht so übel, eine Sekretärin zu sein. Die Sekretärin öffnet nämlich im Allgemeinen die Post und auch wenn das meistens eine äußerst öde Angelegenheit ist: manchmal stecken geniale Überraschungen drin (von denen Cheffe dann natürich nix erfährt, denn die Sekretärin packt selbige gleich mal ganz dezent in ihre Handtasche. Man sieht, schon wieder ein Grund mehr für große Taschen… 😉 ).

Letzte Woche kamen gleich zwei Päckchen an. Beide Male von unserem Mobilfunkprovider O2. Im ersten Päckchen war ein „Konferenzpaket“, bestehend aus Notizblock, Konferenz-Schildchen, Kaffee und Keksen.  Die Kekse konnt ich nicht mehr fotografieren, weil die hab ich gleich mal auf die Schnelle verputzt. Aber das Schildchen hab ich mit nach Hause genommen, ich überlege ob ich es an die Klotür hängen soll… 😉

Und weil so eine Sekretärin sich über Werbegeschenke immer wahnsinnig freut, hat O2 gleich noch eins nachgelegt und ein paar Tage drauf ein weiteres Päckchen geschickt. Der sinnige Aufdruck auf selbigem lautete „Beziehungskiste“ und drin waren mal genialst hammerleckere Pralinen. Im Übrigen Pralinen von Feinkost Käfer, also da sieht man mal, für welch noblen Werbegags hier unsere Mobilfunkgebühren verschleudert werden 😛

beziehungskiste

Logisch dass eine Sekretärin namens Killerpraline sich über Pralinen freut. Aber ganz ehrlich, ich freu mich über jedes Werbegeschenk. Schon einschnöder Gratis-Kugelschreiber löst wahre Glücksgefühle in mir aus, wenn ich dann noch ein Feuerzeug dazu bekomm, der Wahnsinn! Auch in der Apotheke gibts immer reichlich Nippes, die blöden Apotheken geben meistens nur ne Packung Taschentücher dazu, aber wenn man sich ein bißchen Mühe macht und einige Apotheken testet, dann kann man prima Badeöle, Hustenbonbons oder auch mal eine Flasche Sauerkrautsaft abstauben. Nicht dass Sauerkrautsaft so besonders lecker wäre, aber hey: geschenkt ist geschenkt, oder? 😉

Lustig wird diese ganze Werbeschenkerei immer kurz vor Weihnachten. Und ich freu mich auch heuer schon wieder wie ein kleines Kind auf all die Vertreterbesuche hier im Büro, weil jeder zum Dank für die „gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr…blabla blub“ ein kleines Paket da lässt. Da gibts edle Weine, exklusive Süßigkeiten, Fresskörbe mit italienischem Schinken, aber auch mal ein flauschiges Handtuch oder eine schicke Blumenvase.  Wir unterteilen unsere Lieferanten und Kunden zur Weihnachtszeit immer in die „Guten“ und die „Lästigen“. Die Guten sind eben die, die tolle teure Präsente bringen, wie eben Wein und diverse Fressalien, die Lästigen sind die, die jedes Jahr einen blöden Kalender und ein nutzloses Mini-Notizbuch in den Briefkasten werfen. Spätestens im Januar entsorgen wir dann 30 blöde Kalender im Altpapier und versorgen jeden, der auch nur ansatzweise einen Fuß über unsere Schwelle setzt mit Notizbüchern. Das kann auch mal der Briefträger oder der komische Kerl von der Müllabfuhr sein, egal, Hauptsache, der Mist ist weg.

Um die guten Werbepräsente wird natürlich ein wenig gestritten, wobei, wie eingangs erwähnt, ich hab da den Sekretärinnenbonus, sprich ich nehm’s entgegen, also gehört es mir. So bin ich bereits zu einem ansehnlichen Weinkeller gekommen, darf mich stolze Besitzerin einer elektrischen Pfeffermühle nennen und kann neuerdings mit einer edlen Reisenthel-Tasche meine Einkäufe erledigen. Außerdem sind noch Gutscheine von Douglas, Müller und Media-Markt da. Gut, gierig wie ich bei Werbegeschenken bin, hab ich auch ein Set an königsblauen Handtüchern eingesackt, die ich aber nie benutze, weil mir das riesengroße OMV-Logo einfach zu peinlich ist, um es in mein Bad zu hängen. Und ich könnte mittlerweile auch eine Art Mac-Gyver-Museum eröffnen, denn wenn ich jetzt sag ich besitze geschätzte 3000 Kugelschreiber und ebensoviele Feuerzeuge, Schlüsselanhänger (wahlweise mit Karabiner oder LED-Lampe), dann ist das noch bescheiden gesprochen.

Ich weiß nicht warum, aber bei Dingen, die kein Mensch sonst haben will, ist Pralinchen immer ganz vorn dabei. Denn auch den 3001. Kugelschreiber kann sie bestimmt mal irgendwann ganz dringend brauchen….

Ich wär ja dafür dass sich alle unsere Lieferanten und Kunden dieses Jahr ein Beispiel an O2 nehmen. Denn mit Edelpralinen kann man nix falsch machen. Keine Kalender bitte, keine unbrauchbaren Mini-Notizblöcke, nur feinste allerleckerste Schoki bitte. Ach ja, und wenn einer noch nach Weihnachten mit nem Gutschein zur Fettabsaugung vorbei kommt, hätt ich natürlich auch nix dagegen. Könnt ja OMV dieses Jahr machen.  „Wir entsorgen Ihr Altöl und Ihr Weihnachtsfett!“ Wär doch mal was.

In diesem Sinne, fröhliches Abgreifen!

Eure Werbepraline