Lange upft!

Ich find Kinder ja super. Diese kleinen Menschen zaubern mir immer ein Lächeln aufs Gesicht. Zumindest so lange wie die Windel nicht voll ist.

Und am allerliebsten sind mir die kleinen Mäuse dann, wenn sie gerade anfangen zu sprechen. Ihr wisst ja wie sehr ich auf schöne Wörter stehe. Und so ein brabbelndes Kleinkind kreiert die fantastischsten Wörter. Es versucht alles nachzuplappern und dabei entstehen Wortschöpfungen, wie sie einem Schriftsteller nicht schöner in den Sinn kommen könnten.

Heute Morgen hatte ich mal wieder die kleine Tochter meiner Freundin auf dem Schoß, ein bildhübsches blondes Engelchen von knapp zweieinhalb Jahren und gerade auf dem Wege, sich halbwegs vernünftige Sprache anzueignen. Ganz fasziniert hat sie mit meinem Handy gespielt, es ständig auf- und wieder zugeklappt und ganz fasziniert die auf dem Display erscheinende Schlange begutachtet. Bevor sich bei geöffnetem Handy die Tastensperre einschaltet beginnt die Comic-Schlange auf- und abzuhüpfen und dieser, für uns Erwachsene doch recht unspektakuläre Vorgang hat das Kind über eine kleine Ewigkeit hin erfreut. Jedes Mal wenn die Schlange wieder gehüpft ist, hat die Kleine die Hände über den Kopf geworfen und mit einem Rundumgrinsen im Gesicht gequietscht: „Lange upft!“ Die „Lange“ ist ungefähr 87 mal ge“upft“ bevor es mir dann irgendwann zu blöd wurde und ich außerdem langsam Angst um mein Handy bekam, weil die Schokolade vom Frühstückskeks der Kleinen sich langsam ihren Weg durch meine Tastatur bahnte. Ich konnte ihr das weggenommene Schlangenhandy dann durch ein Malbuch versüßen in welchem wir noch etliche Seiten vollgekritzelt hatten (sehr entspannend übrigens, versuchts mal!) und hätte die Kleine nicht irgendwann aufs Töpfchen gemusst (was sie ganz brav angekündigt hat durch einen enormen Furz, den sie mit einem Lächeln und den Worten: „Bumm macht!“ kommentiert hat 😉 ), dann würden wir jetzt noch da sitzen und Heidi und dem Geißenpeter ein bisschen Farbe verleihen.

Meine ersten Worte wurden übrigens von meiner Omi feinst säuberlich notiert. Und wenn Ihr Euch die mal anschaut, dann wisst Ihr warum ich so eine Labertante geworden bin, Phantasie und Talent zeigten sich da nämlich schon früh:

Dolalelale: Motorrad

Opa Augen: Brille

Mamarind: Mandarine

Raumbeeren: Weintrauben

Bärsau: Elefant

Im Übrigen war ich was meine kindlichen Grundbedürfnisse angeht äußerst pragmatisch. Essen und Trinken in jeder Form war bei mir nämlich einfach nur „Wum“. Und das ist heute noch so, wenn die Steffi „Wum“ sagt, dann stellt mal schleunigst was zum futtern auf den Tisch. Unterzucker steht mir nämlich gar nicht 😉

In diesem Sinne, fröhliches Brabbeln!

Eure Babypraline

P.S.: Wum! Ich will jetzt nen Kaffee und nen Keks!

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