Räumungsverkauf

Immer wieder müssen wir Mädels uns mit dem Vorurteil rumschlagen, dass wir schuhsüchtig wären, unsere gesamte Kohle für selbige verpulvern würden, an keinem Schuhgeschäft nur VORBEI gehen könnten. Damit wollt‘ ich jetzt mal aufräumen, und hab mich diesbezüglich einer Art Selbsttest unterzogen.

Als erstes hab‘ ich eine Bestandsaufnahme gemacht: ich besitze 6 Paar Pumps, 2 Paar Stiefel, 7 Paar Stiefeletten, 2 Paar Ankle-Boots, 21 (!) Paar Sommer-Sandaletten (mit und ohne Riemchen), 3 Paar Sneakers, 2 Paar Turnschuhe, 4 Paar Flip-Flops und 2 Paar Hausschuhe. Dann gibts noch einige Exemplare im Keller, die aber mangels Tragbarkeit nicht mit in die Statistik fallen, also so Sachen wie Sitzschuhe (richtig: unmöglich drin zu laufen!), Bettschuhe (werden nur zu ganz besonderen Anlässen in selbigem getragen und gehen mit farblich passender Wäsche einher 😉 ), Tanzschuhe (lang lang ist’s her!), Brautschuhe (waren einfach zu teuer um sie jetzt wegzuwerfen!), naja und dann natürlich die obligatorischen Ski- und Snowboardstiefel.

Die letztgenannten Exemplare also nicht miteingerechnet besitze ich sage und schreibe 49 Paar Schuhe. Schon mal ein ganz schlechter Start um das „Frauen- und-Schuhe“-Vorurteil zu widerlegen. Aber gut, mein Selbstversuch läuft ja unter härtesten Bedingungen, also auf in die City und Schuhgeschäft anvisiert (hatte vorsichtshalber männliche Begleitung dabei, für den Fall dass ich in der Abteilung mit den Buffalo-Stiefeln kollabieren sollte….) Besagtes Schuhgeschäft hatte Räumungsverkauf, ein Traum! Der ganze Laden voller Prachtstücke und ich natürlich gleich mal eins aus dem Regal gezogen. Natürlich, wie soll’s auch anders sein, war es eine der teuersten Marken in dem Laden (aber Tamaris ist einfach volle Kanne geil! Die können zehn cm Absatz haben und Du läufst damit wie auf Wolken *schmacht*) und logischerweise gab’s auf den nur 10% Rabatt, also nix für meinen aktuell erschreckend leeren Geldbeutel. Ich hab noch ein weiteres Paar rausgezogen, auch klar, Pralinchen greift zu Buffalo, auch nicht reduziert 😦 Wäre ja auch zu schön gewesen. Spaßeshalber habe ich noch ein ultrahäßliches Paar orange Puma-Stiefel rausgezogen, die waren gleich mal auf halber Preis. Klar, wer will schon orangene Stiefel haben….

Fazit also: ich habe tatsächlich das Schuhgeschäft verlassen OHNE ETWAS ZU KAUFEN!!! Ich war ganz schön stolz, das kann ich Euch sagen. Allerdings hat mich zehn Minuten später eine solche Leere ergriffen, dass ich mir bei H&M spontan ein Paar „Hello-Kitty“-Hausschuhe mitgenommen habe (rein bin ich wegen einer schwarzen Hose… ähem!). Folglich besitze ich nun also 3 Paar Hausschuhe. Und lauf trotzdem weiterhin in Socken rum 😉

Ihr seht, das mit dem Vorurteil widerlegen hat nicht gut geklappt. Ich könnt‘ es ja jetzt noch ein wenig schönreden, aber spätestens wenn rauskommt, dass Anfang Dezember das Paket vom Otto-Versand kommt, mit den wunderbaren, genial geschnittenen, braunen, echt ledernen Stifeletten (Paar Nummer 8 dann!), dann kauft mir das niemand mehr ab, dass „Frauen und Schuhe“ nichts weiter ist als ein Klischee….. Sch… aber auch! 😦

In diesem Sinne, shoppt fröhlich weiter. Schuhe kann frau nie genug haben. Dass da dann auch jeweils eine passende Handtasche dazu her muss, versteht sich von selbst. Die hab ich jetzt nicht gezählt, allerdings belegt meine Handtaschensammlung eine der insgesamt acht Türen meines Kleiderschranks… nämlich genau die neben der Tür mit den Jeans. Und das sind  14 an der Zahl….. 😉

Verschwenderische Grüße,

Eure Schuhpraline

P.S.: Lieber Shopping-Begleiter: „Hello-Kitty“-Hausschuhe sind keineswegs albern. Wie Du an den heute eingestellten Fotos unschwer erkennen kannst, hält sich mein Wahnsinn diesbezüglich in Grenzen…. 😉 Glaubst nicht? Hier bitte, noch einer:

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