Der Kinder-Country-Airbag

So, jetzt isser auch vorbei, der Geburtstag 😦 Schade, dass man den nur einmal im Jahr hat, war dieses Mal wieder echt ein super Fest. Und das obwohl dem äußerst umsichtigen Barkeeper im Bradbury’s tatsächlich schon um halb elf die Minze für meine heißgeliebten Mojitos ausgegangen ist 😦 Macht nix, er hat mich dann noch bestens mit Gin Tonic, Planter’s Punch und berieselnden Riesling versorgt. Guter Mann! Bleibt nur die Frage, ob ich bei ihm wegen dem Kater gestern irgendwie reklamieren kann…. so á la „Du, der letzte Gin Tonic war irgendwie schlecht!“ Naja, wohl eher nicht, oder? Immerhin hat der Monster-Kater in Verbindung mit dem Schlafmangel dazu geführt, das Schatzi und ich gestern nur faul auf der Couch rumgelegen sind und insgesamt sieben Folgen „Lost“ angesehen haben, was zur Folge hatte, dass ich heute Nacht tatsächlich davon geträumt hab. Ich war mit Jack, Hurley und meinen beiden betrunkenen kleinen  Brüdern im Quarantäne-Bunker und hab dafür gesorgt dass alle 108 Minuten die korrekte Zahlenfolge von 4 8 15 16 23 und 42 in den altertümlichen Computer eingegeben wird. Im Bunker gab’s zum Glück auch genug Minze, sonst hätt ich das wahrscheinlich nicht bewerkstelligt…

Tja, und jetzt sitze ich (verhältnismäßig unausgeschlafen) in der Schule und frag mich, was die seltsamen Zahlen vorne an der Tafel wohl zu bedeuten haben. Nach meinem Traum heute Nacht bin ich davon überzeugt, dass mein hochstudierter Rechnungswesen-Dozent auch von der „Lost“-Insel stammt…. er gehört definitiv zu „Den Anderen“ und versucht meinen Willen mit phänomenal unverständlichen Kosten-Leistungs-Rechnungs-Aufgaben zu brechen. Schafft er aber nicht, mein Geist hat sich bereits am Montag ausgeklinkt und beschäftigt sich stattdessen mit wesentlich lebensnaheren Dingen wie eben zum Beispiel neue Blog-Einträge verfassen.

Ach ja, latest news von der Diätfront: ein ordentlicher Kater erleichtert einem das Nix-Essen enorm. Bis auf eine Weight-Watchers-Konserven-Hühnersuppe (die 2010 abgelaufen wäre, was wohl bedeutet dass ich sie schon mehrere Jahre im Schrank hatte…. ähem…) hab ich gestern nichts Nennenswertes zu mir genommen. Ok, die Ökotrophologen unter Euch sagen mir jetzt sicher, dass das totaler Blödsinn ist, weil die lecker Schweinefilets in Walnusscremesauce auf Parmaschinken an Gorgonzola-Risotto von meinem Geburtstagsessen sowieso erstmal ne Woche brauchen, bis die wieder abgehungert sind. Und Mojito & Co. beschleunigen diesen Vorgang sicher keineswegs. Aber gut, neuer Tag, neues Glück, und deshalb hab ich mir heute ein Mini-Brot eingepackt, eine Kiwi, eine Buttermilch und eine Kanne ungesüßten Früchtetee. Total brav und ernährungsmäßig hyper-korrekt, oder?

Zugegeben, so ganz trau ich mir und meinem inneren Schweinehund (er heißt jetzt übrigens Sepp, „Horst“ war einfach ein saublöder Name) dann doch noch nicht. Darum hab ich mir in meine hyper-korrekte Brotzeittasche auch noch ein Notfall-Kinder-Country eingepackt. Also wirklich nur für den Notfall. Ich hab echt nicht vor es tatsächlich zu essen. Aber es beruhigt ungemein zu wissen, dass es da ist. Quasi sowas wie ein Diät-Airbag. Weil wenn die grande Krise kommt, dann komm ich mit so ner dämlichen Kiwi auf keinen grünen Zweig. Dann muss was Handfestes her. Und dann kann ich entweder den Süßigkeiten-Automaten im Keller plündern, wo es dann sicher nicht bei einem Kinder-Country bleibt, schließlich sind da M&Ms drin und Snickers, und Milka und Hanuta und Kitkat (wohlgemerkt die Kitkat CHUNKY!!!) und da ist dann Holland in Not. Also lieber so. Mit einemNotfall-Kinder-Country in der Tasche ist man immer auf der sicheren Seite. Genau.

So, abschließend hätt‘ ich da noch eine Frage: Warum spricht man beim Alkohol von „leeren Kalorien“, wenn man danach doch immer hackevoll ist?

In diesem Sinne, macht’s es gut.

Eure Notfallpraline

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