Sex on the Beach

Jetzt ist es ja dann bald soweit, Pralinchen und ihre Freunde machen Urlaub in Italien.

Und deshalb hab ich mich da mal schlau gemacht, wie das so ist, Ihr wisst schon, Sex am Strand und so. Ist ja nahezu überall verboten. In Deutschland regelt das § 183a Strafgesetzbuch: „Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“ Gut, jetzt fahren wir ja aber eben nach Italien. Der sonnige Süden, la dolce vita, da sehen die das bestimmt nicht so eng. Denkste: in Italien wird ein öffentliches Stelldichein mit bis zu 2 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 300 Euro geahndet. Hm, klingt nicht gut, oder? Andererseits, verglichen mit anderen Ländern ist Italien da noch ein Schnäppchen. In Spanien etwa droht zwar keine Haftstrafe, dafür liegt die Geldbuße bei sage und schreibe 75 000 Euro! Stell ich mir extrem unangenehm vor, wenn man da nach dem Urlaub zurück kommt und bei der Bank vorsprechen muss: „Äh ja, äh also, äh, ich bräucht da mal an Kredit bitteschön, weil ääh, ich hab da im Urlaub…naja, Sie wissen schon…“ Immerhin, an so einen One-Night-Stand erinnert man sich sicher noch lange.

Finnland ist relativ gut, da gibt’s eine Verwarnung und die Geldbuße beträgt 10% des Einkommens, was bei meinem Einkommen jetzt nicht ganz so tragisch wär. Allerdings nehmen die Finnen ja bei jedem Fliegenschiss 10% des Einkommens, also fürs zu schnell fahren, für Alkohol in der Öffentlichkeit, fürs Fluchen in der Sauna und fürs Herabwürdigen von Specksteinöfen, insofern wär ich da wohl auch gleich ein kleines Vermögen los. Finnland ist also auch eher schlecht.

Finanziell gesehen ist die Dominikanische Republik hier toll. Da liegt die Geldstrafe bei 50 Pesos, das sind ungefähr drei Euro. Die Haftstrafe beträgt dagegen 2 Jahre, allerdings kann man da sicher was drehen, wenn man dem Polizisten ein paar Pesos mehr zusteckt oder ihm verspricht ihn zu heiraten. Ich denke, Blondinen haben da ganz gute Chancen. Für mich als „morena“ wieder eher ungünstig, hm.

Lustig ist, dass sogar Österreich diese Frage gesetzlich regelt. Dort gibt’s 6 Monate Haft und eine Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen. Wär interessant zu wissen, was der werte Herr Oberjustizrat nun so als Tagessatz festlegt. Andererseits, wer will schon Sex in Österreich haben? Ich mein hallo, wer „miteinander schlafen“ als „einzipfeln“ bezeichnet, dem sollte man doch Sex auf alle Ewigkeit versagen, oder nicht?

Ich überleg mir jetzt ob ich nicht mal Urlaub in Norwegen mache. Norwegen ist das einzige Land, das einen diesbezüglich nur verwarnt, aber weder hinter Gitter schickt noch Geldstrafen erhebt. Wobei, in Norwegen gibt’s ja nix außer Blockhäuser und Elche. Könnte also schwierig werden mit dem Sex am Strand. Also doch Italien. Dann halt enthaltsam. Oder ich frag Herrn Zahndi ob er nicht doch mitkommen will. Dann können wir uns die Strafe teilen. Er ein Jahr, ich ein Jahr und die 300 Euro kratzen wir schon irgendwie zusammen. Zur Not setz ich mich mitten in den Stau am Brenner und sing „Strada del Sole“. Die Leute geben da sicher gern was. Dafür dass ich endlich aufhör 😉

In diesem Sinne, Happy Holiday!

Eure Bußgeldpraline

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