Klugscheißen zum Jahresende

Ja ja, ich weiß, Ihr habt lange nix mehr von mir gehört…. Und jaaaaa, ich bin eine treulose Tomatenpraline…. Jaaa, Ihr habt ja alle so Recht. Aber trotz all meinem vorweihnachtlichen Stress (frohlocken, Glühwein saufen, Plätzchen im Ofen verbrennen lassen und dann natürlich jede Nacht zwölf Stunden ausruhen) möchte ich Euch nicht ohne ein paar klug(scheißerisch)e Worte ins neue Jahr entlassen. Jeder noch so unwichtige C-, D-, und F-Promi macht heuer wieder so einen ach so individuellen Jahresrückblick, also warum soll das Pralinchen nicht auch ein paar Weisheiten unters Volk bringen? Also, here we go!

„Ohne Fleiß kein Preis“

Pralinchen drückt seit April wieder die Schulbank. Mit inzwischen 31 und bald 32 Jahren und nach bereits eineinhalb abgeschlossenen Berufsausbildungen kriegt sie nun die Chance, endlich aus dem legalisierten Sklavenhandel alias Zeitarbeit auszusteigen und was „Gscheids“ zu lernen. Pralinchen wird Speditionskauffrau, und ganz ehrlich Leute, ich hab’s mir leichter vorgestellt. Ich dachte mir, so ein bisschen Transportwesen kann ja ned so schwer sein, aber da wusste ich noch nicht, dass ich auch wissen muss wo der sch…verf… Drecks… Rhein-Herne-Nordostsee-Elbe-Seiten-Donau-Kanal is, wie man am günstigsten aus Nigeria importierte Analog-Weißwürste nach Ulan-Bator verschifft und warum zigtausende elektronische Mauterfassungsdingsdinger gebaut werden, die man aber aufgrund des Datenschutzes nie alle in Betrieb nehmen darf („Der BND hat bei geheimen Telefonabhörungen herausgefunden, dass sich 80% der Bundesbürger mehr Privatsphäre wünschen….“). Aber gut, da muss ich jetzt durch. Und solange man Bananen noch nicht per E-Mail verschicken kann, scheint das ja auch eine recht sichere Sache zu sein.

„Probieren geht über Studieren“

…dachte sich mein Herzallerliebster und trat wagemutig den Versuch an, mit der Praline zusammenzuziehen. Jaaa, mein Freund is’ total mutig, cool, oder? 😉 Der ursprünglich vereinbarte „Probemonat“ ist nun längst vorbei, das ist also schon mal kein schlechtes Zeichen… auch wenn die Rückzugsmöglichkeit in seine Wohnung immer mal wieder äußerst attraktiv zu sein scheint (angeblich schnarche ich…. Angeblich so laut wie 10 Stihl-Kettensägen….. ich glaubs ja nicht, ich hab mich nämlich noch nie schnarchen gehört 😉 Aber aufs Schnarchen hab ich keinen Einfluss… ok gut, ich könnte aufhören zu rauchen und vielleicht ein paar Kilos abspecken, aber das gehört dann in die Kategorie „Gute Vorsätze fürs neue Jahr“ und da ist ja noch paar Tage hin… Immerhin bemühe ich mich redlich, immer alle Schubladen zu zumachen (ätzende Angewohnheit die sich im Laufe meiner Singlezeit eingeschlichen hat) und meinen Schatz somit glücklich zu machen. Ich kann meckermäßig immer sehr schlecht kontern, weil er sowohl die Zahnpastatube zumacht wie auch das Klopapier nachfüllt…. Pah , aber warte, irgendeine miese Angewohnheit find’ ich schon noch! 😉

„Lichtfahrer sind sichtbarer“

Ach ja… über meine alte Schrottschüssel von Auto gibt’s ja mittlerweile auch schon einige Geschichten. Und ich möchte’ Euch damit ja auch nicht langweilen. Aber langsam werde ich paranoid mit dem Ding…. Ich glaube inzwischen ganz ernsthaft, dass die gesamte KFZ-Industrie von der Mafia unterwandert ist. Da bringst vertrauensvoll Dein Auto zu Wintercheck und TÜV, nimmst einschließlich Ölwechsel und Mini-Reparatur ne Rechnung über 200 Flocken mit und zwei Tage später geht Dein Abblendlicht nicht mehr. Aha… ja, komischerweise ist da der Lichtschalter defekt… kost’ 40 Euro, macht ja nix, passiert schon mal. Wieder kriegst ne Rechnung, wieder wartest zwei Tage, plötzlich setzt der linke Blinker aus. Defekte Glühlampe, ja mei, ist halt ein altes Auto, gell…. Macht nix, weiterfahren, zwei Tage warten und schwuppdiwupp, der rechte Scheinwerfer fällt aus….. jaja, altes Auto, ich weiß… vielleicht ist es ja bei meiner Werkstatt nicht die Mafia, sondern die Illuminaten, so viele Lichtdefekte wie ich hier serviert krieg…. Wer auch immer dahintersteckt, die Sache hat System glaub’ ich. Werd’ nachher mal googeln ob es eine Selbsthilfegruppe für „verfolgungswahngeschädigte Werkstattkunden“ gibt….

Es war natürlich noch sehr viel mehr los im vergangenen Jahr, aber erfahrungsgemäß lässt beim Leser nach sieben Minuten die Aufmerksamkeit nach…. Da halt ich es lieber mit einem Spruch der genialen Monika Gruber: „Privat red’ i ja ned so viel!“ 😉

In diesem Sinne,

ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und (falls wir uns nicht mehr hören, sehen, lesen) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt’s brav, g’sund und macht’s nix, was ich ned auch machen würde! Dicken Knutscher an alle!

P.S.: Lieber Sir U-Lot, besoffen Auto fahren ist überhaupt nicht cool.

P.P.S.: Lieber Locke, hör auf dauernd „ficken“ zusagen. „Scheiße“ oder so was tut’s auch.

P.P.P.S.: Lieber Mr. Hut-Gesicht! Gute Entscheidung, sieht echt klasse aus!

P.P.P.P.S.: Und jetzt noch ein Liedchen um „Schlaflos in Kumhausen“ ein wenig aufzumuntern… Ich liebe Dich.

 

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Can’t buy me love?

Weil man ja in der Schule nicht immer nur aufpassen kann und auch mal kräftig mit dem Banknachbarn schwätzen muss (haben wir damals so gelernt, oder?), entstehen eben auch manchmal sehr angeregte Diskussionen, in die sich gerne dann auch sämtliche Mitschüler inklusive Lehrer einmischen.

So passiert gestern. Die Grundsatzfrage (und mein Banknachbar stellt mir eigentlich nur Grundsatzfragen so à la „Was denkst Du über Vandalismus? Willst Du in diese Welt Kinder setzen? Stimmt es dass hochhackige Schuhe Auskunft über das Sexualverhalten der Frau geben? Tja, manche Dinge sind doch anders als damals in der Grundschule 😉 ) Auf jeden Fall ging es um die Frage ob man ohne Geld eine Beziehung führen kann. Also ohne VIEL Geld. Seine Meinung war, ohne entsprechenede Kohlen im Sack kann man in einer Beziehung nicht glücklich sein. Meine Meinung (und die der sich im Laufe der Zeit an unserer Diskussion beteiligenden Zuhörer) war, dass es auf die Kohle nicht ankommt.

Ich wollte dies eigentlich gleich mal sauber money-cant-buy-me-lovemit 1-A-Argumenten untermalen, aber dann fiel mir ein, dass ich eben erst ein Fahrrad gekauft habe, das ohne die kräftige Finanzspritze meines herzallerliebsten in diesem Fall OSTER-Hasen weder Schutzbleche, noch Ständer, noch Gepäckträger hätte und ein Fahrradschloss hätt ich auch keins. Außerdem hat der Osterhase ein zweites Mal Tickets für „The Caveman“ gekauft, weil Pralinchen die ersten Karten für Weihnachten verfallen hat lassen… (zu meiner Verteidigung: ich war krank. So krank, dass ich sogar wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung die Notaufnahme des Erdinger Krankenhauses besucht habe. Hat aber leider nix geholfen, der Abend (und eigentlich das ganze verdammte Sch…f***ing  Weihnachtsfest) war dahin… aber ich schweife ab, eigentlich wollte ich damit ja nur sagen, dass meine Verhandlungsposition eher mau war.

Trotzdem bleib ich dabei. Wenn man den Zweirad- und Zweitkartenbonus einfach mal als großzügiges Geschenk verbucht, dann kann man das außen vor lassen und zum Wesentlichen übergehen. Dass die GRÖßE wichtig ist, haben wir hier ja schon zur Genüge ausdiskutiert, was aber ist mit Geld? Den lieben, aber sauer verdienten Euros? Kommts darauf echt an?

Ich für meinen Teil kann gleichzeitig exzellent und gar nicht mit Geld umgehen. Ich komm wenns brennt echt endslang mit wahnsinnig wenig Kohle aus. Hab ich aber viel Kohle, dann verbrat ich die auch. So gesehen kann ich für mich sagen: Geld ist geil, wenn ich’s hab, aber es geht auch mit wenig. Mein letzter Urlaub ist tatsächlich 9 Jahre her. Dafür besitz ich aber 49, äh 51 Paar Schuhe und bestimmt ebenso viele Handtaschen. Ich verqualme jeden Monat 100 Euro und das auch nur weil ich auf die Hartz-IV-Kippen von Aldi und Lidl umgestiegen bin. Der Prosecco-Aperol im Beatschuppen kostet 5 Euro, ist aber halt einfach schweinelecker und somit müssen da schon eins zwei drei vier viele drin sein. So lebt es sich auch mit weniger Kohle ganz gut, auch wenn halt Dinge wie ein Karibikurlaub oder ein neues Auto damit nicht gehen. Hat das jetzt aber was mit meiner Beziehung zu tun?

Der Orgasmus gelingt bis jetzt auch ohne Kontoauszüge ganz gut. (Ung ganz ehrlich, MEINE Kontoauszüge würden sowieso eher eine erektile Disfunktion auslösen denn einer Spontanexplosion, aber das nur am Rande). Und statt Diamanten und anderem Geschmeide sammel  ich lieber Backgammon-Siege gegen meinen Liebsten, die Freude daran währt viel länger, ehrlich! Klar, keine Frage, Geschenke sind super (und über mein neues Radl freu ich mir die Haxen aus!), aber viel entscheidender als all der finanzielle Kram sind doch andere Dinge.  Liebe, Lachen, gemeinsames Erleben (in diesem wie in jenem Sinne). Was helfen mir denn Millionen? Ich hätt nur noch mehr unnützen Kram in der Bude rumstehen. Noch mehr Schuhe. Noch mehr Handtaschen. Und mein gemütliches Ikea-Sofa wäre dann halt eine Designer-Leder-Couch, auf der dann vermutlich Sexverbot wegen Fleckengefahr herrscht. Na prima. Nee danke. Gut, mein Bett wäre dann auch ein Designer-Bett, das nicht notdürftig mit zwei Dosen Mais und einer Dose Thunfisch repariert wäre, aber andererseits sorgte diese äußerst kreative Reparaturarbeit auch für jede Menge Fun.

In diesem Sinne,

entscheidet selbst: Fonds oder Fun? Aktien oder Action? Geld oder…. LIEBE?

Festverzinsliche Grüße

Eure Finanzpraline

Aber mein Bärli hat gesagt….

Liebe macht nicht nur blind, sondern auch doof. Unschwer zu erkennen an den diversen Kosenamen die Verliebte sich da so geben…

Da werden Männer von den körperlichen Ausmaßen eines begehbaren Kleiderschrankes plötzlich zu „mein süßes Bärchen“, die dicke Wasserstoffblondine, die sonst an der Wursttheke Aufschnitt verschachert ist auf einmal das „sexy Engelchen“ und als ob diese realitätsfremden Vergleiche nicht eh schon peinlich genug wären, bedient man und frau sich auch noch der gesamten Tierwelt: Schnecke, Mausi, Bärli, Spatz,  Hase & Co.

Ok, das ist böse, ich geb’s zu. Vor allem weil ich selbst mich ja auch immer mal gern des ein oder anderen Kosenamens bediene. Mein „Hase“ hat eigentlich einen ganz passablen Vornamen, allerdings verwende ich den nur in Gesellschaft (und das ist der große Unterschied: meine Kosenamen verlassen nie die eigenen vier Wände. Ich würde lieber sterben als meinen Mann in Gegenwart seiner Kumpels „Schmusi“ zu rufen… ). Ein Vorname an sich ist aber eben äußerst unpersönlich. Ich mein, den kennen alle und benutzen alle. Ich hingegen möchte was ganz Individuelles für denjenigen Welchen. Gut, „Hase“ ist jetzt nicht sonderlich originell. Und im Hinblick darauf, dass Mutter Beimer aus der Lindenstraße ihren Sohn Klausi (der mittlerweile übrigens total fett geworden ist, ist Euch das mal aufgefallen?) immer „mein Hase“ nannte, ist „Hase“ eigentlich ends-peinlich. „Mein Schatz“ kann ich nimmer sagen, denn dann fängt Hase immer an zu lachen und imitiert dieses fiese Gollumdings aus dem Herrn der Ringe…. ungut, vor allem wenn „Mein Scha-a-atz….“ eigentlich die Einleitung zu einer Runde kuscheliger Zweisamkeit sein sollte…

„Muckerle“ mag er nicht, dabei fänd ich das voll süß. Aber ok, mit knapp 1,90 m ist er wohl einfach zu groß für ein Muckerle. Seine Freunde haben ihm den Spitznamen „Papa“ verpasst. Was lustig ist, nur kann ich keinesfalls den Mann mit dem ich mein Bett teile „Papa“ nennen. Geht nicht. Ist die ganze Erotik dahin. Fällt das also auch aus.

„Schnecke“ ist immer ganz nett, aber wenn man bedenkt dass die Schnecke an sich eigentlich volle Kanne eklig ist und manche Leute die ja salzen oder mit einem Messer auseinanderschneiden oder mit Schneckenkorn vergiften… dann ist das also auch wieder kein guter Name für den Menschen den man liebt.

„Mäuseschwänzchen“ ist süß. Hat meine Mama früher, als ich noch klein war, immer zu mir gesagt. Für einen Mann aber auch eher unpassend. Männer kriegen bei dem Wort „Schwänzchen“ die totale Krise. Egal wie lieb und süß wir das meinen, der Mann an sich fühlt sich da gleich seiner ureigensten Männlichkeit beraubt. Egal wieviel Testosteron er ausdünstet. Verniedlichungsformen gehen mal gar nicht.

Ihr seht, meine Suche nach dem perfekten Kosenamen dauert noch an. Die einen sind mir zu peinlich (ich will einfach nicht im Baumarkt an der Infotheke stehen und sagen müssen „Entschuldigen Sie, wo finde ich 5er Spax? Mein Bärli hat gesagt die braucht er ganz dringend….“), andere unpassend und wieder andere bring ich nicht über die Lippen (nein Hase, ich werde Dich nie und nimmer mit „König“ anreden… 😛 )

Vielleicht habt Ihr ja den ein oder anderen Tipp für mich? Oder verratet mir eure lustigsten, nettesten oder peinlichsten Kosenamen?

Ach so, was mich persönlich angeht, ich kann mit „Pralinchen“ gut leben. Auch mit Schatz und Maus und Spatzerl. Nur „Uschi“ find ich ned gut 😛

In diesem Sinne kuschlige Grüße an alle.
Euer Schätzchen

P.S.: Meine Kosenamen verlassen nie die eigenen vier Wände. Also erklärt sich von selbst, dass ich den Hasen aller Hasen frei erfunden habe. Oder doch nicht? 😉

Heiter bis wolkig

Ein Buch mit dem Titel „Was Männer wirklich wollen“ MUSS man als Frau ja zumindest mal in die Hand nehmen. Könnte ja sein, dass außer Bier, Fußball und nie-mit-zu-Ikea-fahren noch andere Dinge drin stehen, und wir somit noch was lernen können.

Gekauft hab ich’s nicht, denn ganz ehrlich, so berauschend waren die Erkenntnisse von Sex-Expertin Hooper, ihres Zeichens ehemalige Professionelle, nun nicht. Dass Massagen antörnen können, ein gewisses Maß an Körperhygiene unabdingbar ist und dass ein süßer Cocktail sich auf den Geschmack sämtlicher Körperflüssigkeiten günstiger auswirkt als acht Bier und ein Zwiebelbrot, das war mir auch vorher klar.

Über einen Tipp bin ich jedoch beim Querlesen gestoßen, den ich Euch einfach nicht vorenthalten möchte. Nicht weil ich ihn empfehlen kann (hab’s nicht probiert, der REWE hatte gestern leider schon zu 😉 ), sondern weil mich interessieren würde ob Männer da tatsächlich drauf abfahren, ob’s schon mal irgendwer ausprobiert hat, ob die Mädels sich vorstellen könnten das zu versuchen und überhaupt: ich würd da einfach total gern mit Euch drüber diskutieren *lach*

Frau Hooper empfiehlt uns Mädels, für die ultimative  orale Verwöhnperformance an unserem Liebsten, einige Marshmallows in den Mund zu stecken, bevor wir uns an die „Arbeit“ machen. Die weiche, sich langsam in klebrige Creme verwandelnde Schaummasse soll ihm angeblich das Gefühl vermitteln, „in Wolken zu tauchen“. Ja nee, is klar, oder? Dann wissen wir ja was los ist wenn unser Schatz uns demnächst nur noch „meine kleine Wolke“ nennt…

Jetzt mal ernsthaft liebe Männer: Was ist denn dran an Frau Hoopers Wolkentheorie? Steht Ihr da echt drauf? Wollt Ihr allen Ernstes dass wir mit von Zuckerzeug vollgestopften Hamsterbacken vor Euch knien,  Euch die „Spirit-in-the-Sky“-Nummer machen und in einen Zuckerschock verfallen? Nicht wirklich, oder?

Vielleicht entspringt Frau Hoopers Tipp ja eher dem Acht-Bier-und-ein-Zwiebelbrot-Drama“. Weil in diesem Fall könnte ich mir so einen geschmacksneutralisierenden Marshmallow durchaus als sehr angenehm vorstellen. Aber sonst? Einfach so? Wegen der Wolken???

Andererseits trau ich den Männern ja inzwischen alles zu. Ich will nicht wissen wie viele arme Apfelkuchen damals nach diesem American Pie-Film ihr Leben lassen mussten. Warum also nicht auch mal mit Marshmallows experimentieren. Kann man danach immer noch überm Feuer rösten wenn’s nix war mit Wolken und so.

Nun ja, meine Lieben, erzählt mal was Ihr so davon haltet. Vielleicht gibt’s ja tatsächlich schon die ein oder andere Marshmallowexpertin unter Euch. Oder den ein oder anderen Wolkenfachmann. Klärt mich mal auf, ob es lohnt, sich beim nächsten Einkauf nach „Mäusespeck“ umzuschauen 😉

In diesem Sinne, klebrige Grüße

Eure Schaumzuckerpraline

Wir haben uns nichts zu sagen….

Auf speziellen Wunsch von „Schatzi“ ist nun dieser alte Artikel auch hierher gezogen. Im Übrigen sind die zwei inzwischen nicht mehr zusammen 😉

Wenns nicht so traurig wär, könnte man ja fast drüber lachen, gä? Da sitzt mir also ein erwachsener Mann ( mit 32 darf man das denk ich behaupten!) gegenüber und schüttet mir liebeskummertechnisch sein Herz aus. Er könne einfach nicht mit seiner Freundin reden. Tja, wundert mich nicht, die süße Maus ist ja auch erst 19. Aber, gute Zuhörerin die ich bin, lass ich ihn mal erzählen… Schnurzelpupsi hat also gemeckert. Schnurzelpupsi findet es „vooooll do-of“ dass Schatzi so wenig Zeit hat.Tja Süße, Dein Typ hat halt mal nen Job. Klingt komisch, is aber so! Und während Du noch fleissig Deine Hausaufgaben abschreibst, muss er halt wirklich was tun. Schnurzelpupsi findet es auch irgendwie „gar nich so suuuper“ dass Schatzi nicht so gern mit ihr in die Disco geht, sondern lieber auf Konzerte fährt oder sich mit seiner Clique in der Kneipe trifft. Tja Schnurzelchen, zum einen war Dein Schatzi schon in der Disco da hast Du grad das ABC gelernt, zum andern hat er wohl tatsächlich echte Freunde mit denen er sich vielleicht ab und an mal gern unterhalten will. Mit Dir geht das halt so schlecht, Schatzi ist es ziemlich egal ob das süße Top bei H&M jetzt endlich runtergesetzt wurde und es juckt ihn wahrscheinlich auch nicht, dass Deine beste Freundin jetzt dann zum 18. Geburtstag den alten Punto von ihrer Schwester kriegt. Im Übrigen ist Schatzi auch ein bisschen irritiert weil Du ihm ein Herzibärchi aus Rüschiplüschi geschenkt hast… fürs Auto! Süße, lass Dir von einer weisen alten Frau mal einen Rat geben: schenk einem Typen niemals was Plüschiges fürs Auto. Schon gar nicht wenn er wie Deiner so einen Sportflitzer fährt. Der arme Kerl schämt sich in Grund und Boden. Aber das alles wirst Du noch lernen. Auch Du wirst älter werden, reifer werden, und im besten Fall auch gescheiter. Und dann wirst Du feststellen dass LIEBE was ist, das mehr braucht als Plüschbären und Diddlmauskarten. Zum Beispiel eine gemeinsame Wellenlänge. Du wirst plötzlich wissen dass alles Hasi Schatzi Mausibärli keinen Sinn macht wenn man sich nicht auf Augenhöhe unterhalten kann. Dein jetzt noch vermeintlicher Mr Right wird dann nur noch eine Erinnerung sein (hoffentlich eine schöne…) Und ich hoffe inständig dass Du es verstehen wirst. Dein Typ verstehts nämlich im Moment offenbar noch nicht. Er genießt es mit Dir jungen und durchaus sehr attraktivem Ding rumzuziehen und verzehrt sich nach den neidischen Blicken seiner Kumpels. Sofern er hier Neid von Mitleid richtig unterscheidet 😉 Und wenn Du dann mal so weit bist, die ersten Fältchen weggesteckt hast, selber einen Job hast der Dich auch mal stresst, Dein Freundeskreis nicht mehr aus den 37 allerallerallerbesten best friends for ever and ever sondern aus einer Handvoll tatsächlich für Dich wertvoller Personen besteht, dann wirst Du viel gelassener sein und ein Typ wie Schatzi wird für Dich nicht mehr viel mehr als ein netter Flirt sein, weil Du inzwischen weißt dass er in Dir keine Partnerin sondern ein süßes Accessoire sucht. Und zugegeben, Du machst Dich neben ihm im Cabrio echt gut ;-)…

Zu guter Letzt nochmal an Dich Herr „Schatzi“ JAMMER NED SUCH DIR NE RICHTIGE FRAU! WIRST SEHEN SO ÜBEL SIND WIR FRAUEN UM DIE 30 GAR NICHT UND MIT UNS KANNST AUCH REDEN! Oder warum kommst Du zu mir oder T. wenn Du was aufm Herzen hast? Bussi alter Casanova!

PS: Bevor Ihr alle anfangt zu schimpfen, dieser Eintrag ist auf Wunsch von „Schatzi“ entstanden, nachdem ihm die weise alte Killerpraline den verliebten Kopf gewaschen hat.

Auch Kopfschütteln hält das Hirn in Bewegung.

Manche Tage muss man einfach löschen. Ich lösche hier und heute feierlich den 28.7.2008.

Zwei Stunden warten beim Arzt nur um in einen Becher zu pinkeln.

Kopfschütteln zum Ersten. Ein Patient im Wartezimmer labert mich voll, dass er seit gestern auf beiden Augen nichts mehr sieht. Zwei Minuten später macht er mir ein Kompliment für meine schönen Schuhe.

Drei Euro für eine Butterbreze beim Bäcker gezahlt. Bio-Bäcker.

Kontoauszug bekommen. Schöne runde Summe Minusgeld. Juhu.

E-Mail bekommen. Das Handy das ich vor vier Wochen versteigert habe ist kaputt. Typ will die Kohle wieder.

Kopfschütteln zum Zweiten. Es gibt Leute die mit ihren Hunden rückwärts reden. Damit normale Sprache den Hund nicht verwirrt. Ja nee, is klar.

Mein Bruder ist immer noch Vegetarier.

Mein bester Freund kommt vorbei. Es ist erst halb fünf, also trinken wir Kaffee.

Hausmeister kommt, repariert mein Rollo und, Kopfschütteln zum dritten: bittet mich, MICH, einen Virus von seinem Computer zu entfernen. Klar, logisch, immer gerne.

Anruf aus Absurdistan. Meine Bewerbung wurde abgelehnt.

Mein bester Freund kommt noch mal vorbei. Jetzt trinken wir Bier. Jede Menge gutes, ehrliches Augustiner.

Bin betrunken. Kann nicht schlafen.

Strg-Alt-Entf. Task beenden. Danke fürs Gespräch.

Ich steh auf, putz mir die Zähne und frag mich was wohl heute passiert.

Ich rede ab jetzt auch rückwärts. Dann bin ich vielleicht auch weniger verwirrt.

Ni meseid Ennis,

nella nenie nellovrednuw Gat.

Erue enilarp, latot trriwrev

Verliebt über 30 oder : „Alles ist Porno!“

Vier Mädels, vier Männer, viermal Rundumgrinsen und der Sommer kann kommen. Während Nr. 1, unser aller beziehungsfragentechnischer Fels in der Brandung, seit Jahren nun schon glücklich verheiratet ist, zuckeln wir andern drei ein bisschen hinterher. Schier endlose Weiberabende, Unmengen an Alkohol und das Dauerbrennerthema schlechthin: „Die bösen, bösen Männer“. Nun sind ja grundsätzlich ALLE Männer schlecht, bis natürlich auf denjenigen, den man gerade eben kennengelernt hat. Ist Euch das mal aufgefallen, wie schnell wir aus der „Alles-Arschlöcher-Apathie“ heraussprinten sobald uns ein Typ wirklich nahe geht? Dann haben wir plötzlich wieder ein gottgegebenes Verständnis für alle Männermacken dieser Welt, weil unser neues „Schatzi“ ist ja da gaaaaanz anders. Folglich war es nur eine Frage der Zeit, wann die drei Single-Grazien wieder auf Wolken schweben, immerhin, „Zeit is wor’n“, der Frühling ist ja schon wieder vorbei. Und während die eine eben glücklich verheiratet ist, die zweite schon ein paar Monate schmetterlingstechnisch gaga in der Birne, die Dritte endlich auch den emotionalen Knoten hat platzen lassen, spürt Nummer Vier seit einigen Tagen nun auch dass „was in der Luft ist“.

Schön, sind also alle glücklich und die Geschichte könnte hiermit nun auch schon wieder vorbei sein. Ist sie aber nicht. Denn gestern erfahre ich von einem guten Freund, dass seine Beziehung, die erst vor wenigen Wochen so richtig begonnen hatte, am Ende ist. Aus, vorbei, finito. Dein Pferd ist tot, steig endlich ab! Und drum möcht ich jetzt einfach ein paar Worte dazu schreiben, wie furchtbar bescheuert wir über 30 so sind. Quasi als Warnung. Oder als Hinweis. Vielleicht auch nur ums mir selber zu verdeutlichen.  Erfahrungsgemäß (und Mädels, leugnen gibts nicht, ich kenn Euch zu gut!) grübeln wir Frauen uns ja die Hirne blutig. Egal wie süß sich ein Typ uns gegenüber verhält, wir finden immer was zum grübeln. Und egal, was er alles anstellt um uns eine Freude zu machen, wir schaffen es solange zu grübeln dass man das mit Sicherheit dann doch irgendwie negativ auslegen kann.  Das „Problem“ an uns Ü30-Mädels ist, dass wir halt schon einen ganzen Haufen emotionales Gepäck mit uns rumschleppen. Wir stolpern quasi über unsere eigene Geschichte.  Nummer Zwei, Drei und Vier haben bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich. Und auch wenn wir inzwischen mit unseren Ex-Männern wieder bedenkenlos auf ein Bier gehen können, die Tatsache dass wir gescheitert sind, ist dennoch nicht abzustreiten. Davor und danach reihen sich diverse mehr oder weniger dauerhafte Liebschaften ein, die alle eins gemeinsam haben. Sie haben nicht funktioniert. Ob das nun an den Männern lag, oder an uns, oder an der berühmten Verkettung unglücklicher Umstände, das sei mal dahin gestellt. Mit jeder Enttäuschung werden die Ansprüche an „den Neuen“ größer. Und der arme Kerl muss dann das ausbaden, was unsere vorigen Partner, oder aber auch wir selber, verbockt hatten. Und das ist Bullshit, wenn ich das mal so undamenhaft formulieren darf. Warum nehmen wir es nicht einfach so an wenn das Leben uns was Schönes schenkt? Warum können wir nicht einfach sagen „So, und das genieß ich jetzt!“? Warum müssen wir uns alles schief grübeln, uns selber mit so aberwitzigen Fragen quälen wie: warum ruft er nicht an? Was hat er damit jetzt wieder gemeint? Warum kuckt er so komisch? Wieso sagt er nichts? Was will er denn überhaupt von mir? Ist er überhaupt mein Typ? Es fühlt sich richtig an, kann aber doch nicht richtig sein? Wir grübeln und grübeln und grübeln und letzten Endes sind wir nichts als unentspannt und vergraulen uns unsern Liebsten bevor wir ihm überhaupt erst eine Chance gelassen haben. Die berühmte Enttäuschungssehnsucht: wir können danach, wenn alles den Bach runter ist, sagen: „Wusst ich doch dass das nicht funktioniert!“ Nur warum sind wir blöden Hühner so geil darauf Recht zu behalten? Sind wir im Laufe der Singlejahre zu solchen Kontrollfreaks mutiert dass wir das Ruder nicht mehr aus der Hand geben wollen? Klar, ich gebs zu, je länger man allein ist ( und alleine lebt, wichtiger Punkt!), desto besser arrangiert man sich, desto besser richtet man sich sein Leben ein. Tritt nun ein neuer Mensch ins Leben, ist das natürlich erstmal ungewohnt. Aber, seid mal ehrlich, es ist doch auch ungewohnt schön! Warum also geben wir die heilige Kontrolle nicht einfach mal ab und lassen uns einfach ein? Sagen wir uns doch einfach: es ist was es ist und so ist es gut? Kein Mensch kann uns eine Garantie geben. Wenn wir eine Garantie wollen, müssen wir uns einen Toaster kaufen. Und selbst die erlischt nach zwei Jahren. Aber vielleicht verbringen wir mit unserm Toaster die schönsten zwei Jahre unseres Lebens? 😉

Ich selber bin ja die ungekrönte Königin der Grüblerinnen, was mich wahnsinnig macht, wenn ich ehrlich bin. Ich grüble über alles, egal ob Familie, Freunde, Job, Wurstsemmeln mit oder ohne Käse oder eben über mein ganz eigenes persönliches Glück bzw. Unglück. Meine liebste Tinti hat die Grüblerei beendet und das ganze in wunderschöne Worte gepackt:

…“Über was Du Dir wirklich klar geworden bist, ist, dass egal was passiert ist, egal was noch passiert. Morgen stehst Du auf und machst ihm Frühstück. Denn so einen triffst Du nicht irgendwo mal so und schließlich liegst Du hier so neben ihm und streichelst seinen Rücken und schaust, dass er glücklich ist und es ihm an nichts fehlt, die Mugge iss immer noch fett und Du hörst spätestens jetz auf drüber nachzudenken warum Du zweifelst…. Weil es einfach so genial iss erkannt zu haben warum genau Du jetz an seiner Seite bist…. und weil Du sicher sein kannst, der Typ da neben Dir, der übrigens fu…ing gut riecht, der würd gar nichts auf Dich kommen lassen, der deckt Dich zu wenn Du schläfst“…

Und Mädels, genau das ist es doch. Wenn uns einer zudeckt wenn wir schlafen, dann ist doch alles Grübeln fürn Arsch, oder nicht? Also, lassen wirs sein und stürzen wir uns in einen echt geilen Sommer! Nr Eins sowieso und wir andern drei lassen uns einfach überraschen, was das Leben uns bringt. Relax… take it eeeeeeeeeeasy! 😉

In diesem Sinne, erkenntnisreiche Grüße

die Grübelpraline

P.S.: Wieviele von Euch haben den Artikel nur gelesen weil „Porno“ in der Überschrift stand? Ver-a-arscht! Irgendwie muss ich Euch ja kriegen! 😛