Die Parkhauspraline und der englische Bus

Eigentlich wollte ich Euch heute die Geschichte von dem Schild in der Einfahrt erzählen und ein bisschen Werbung für Fellatio machen. Stattdessen muss ich mich jetzt schon wieder soooo aufregen!

Es sollte ein ganz entspannter Nachmittag werden. Nach der Arbeit ab ins Café und mal wieder einen schönen Ratsch mit den Mädels halten. Gut, erstmal wars auch so. Wir haben ein Käffchen getrunken, viel geratscht und gelacht und dabei wie immer lebenswichtige Fragen geklärt. Etwa, wie wahrscheinlich es ist dass einen der selbe Mann noch mal heiratet, oder was man tun würde würde man erfahren dass der geliebte Partner vor Jahren mal jemanden ermordet hat oder aber die Frage, warum Schlumpfis noch nicht vorhandene Kinder nie eingeschult werden können, weil sie mit dem Bobbycar an der ungarischen Grenze feststecken. Wie gesagt, lebenswichtige Fragen eben. Außerdem wissen wir jetzt, dass es im CCL ein Karussell mit einem englischen Bus gibt. Insofern, viel Spaß, viele neue Infos und eben ein netter Nachmittag unter Mädels.

Dann verabschieden wir uns und ich geh runter ins Parkhaus, bezahle mein Ticket und will fahren. Tja, denkste. Meine Sch…karre von einem Auto springt nicht an. Hustet, jammert, aber zündet nicht mehr. Na prima. Und das ausgerechnet im Parkhaus. Ein paar Versuche, nix geht. Hinter und neben mir natürlich nur wieder blöd glotzende Dumpfbacken: „Springt er nicht an?“ „Nein, er hat Deine blöde Fresse gesehen und jetzt springt er erst wieder an wenn Du Dich verpisst hast!“ Ich mein hallo, was für bekloppte Fragen kann man denn stellen! Aber gut, an dämliches Gelaber hab ich mich ja inzwischen gewöhnt. Stand ja erst vor Kurzem an der Tanke mit nem Platten, da kam auch so ein Oberprofi her und fragte: „Reifen platt?“ „Nee Du, ich fuhr so rum, als die andern drei sich plötzlich auf mysteriöse Weise aufpumpten!“ Manchmal….. bin ich echt so müde Leute.

Naja, auf jeden Fall ging nix mehr, ich also wieder nach oben und erstmal Handy gezückt und meine familieninternen Helferlein aktiviert. Während ich gewartet habe, traf ich noch eine Bekannte, der ich natürlich gleich mal mein Leid schildern musste und sie hat mir dann erzählt dass bei ihr auch grad eben Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner kaputt gegangen sind. Ich hab dann drauf verzichtet ihr von meinem Staubsaugerdebakel und dem kaputten Rollo im Schlafzimmer zu erzählen, sonst hätte sie womöglich noch gemeint ich will sie hier überbieten oder sowas. Meine Helferlein waren dann auch gleich zur Stelle und ich sag Euch, es ist ein Abenteuer für sich mit einem Auto das 1,96 m hoch ist durch ein Parkhaus zu manövrieren, dessen Durchfahrtshöhe bei 2 m liegt. Schiebedach auf und erstmal den Nervenkitzel genießen. Letztendlich gings gut, ich wurde mit meiner miesen kleinen Enttäuschung von einem Automobil (bedeutet auto-mobil nicht dass es von selber fährt? Hm, koooomisch!) angeseilt und es begann der ereignisreiche Abschleppparcours durchs CCL-Parkhaus, das in etwa mal so eng ist wie die BHs von Dolly Buster. Wir kamen jedoch dann unbeschädigt raus und immerhin hab ich jetzt eins der Geheimnisse des Alltags lüften können, nämlich, wenn man das Parkticket zehn Minuten nach Bezahlen noch mal steckt, kostet es wieder den vollen Betrag. Schön, wiss ma das jetzt also auch!

Im Feierabendverkehr dann am Seil durch die City, sehr geile Erfahrung. Ich glaub wären wir bis Rosenheim weitergefahren, dann hätt ich das irgendwann rausgehabt mit dem „bisschen bremsen und immer auf Zug bleiben“. Aber es ging ja alles gut. Meine Karre steht nun in der Werkstatt und morgen früh ruf ich (mal wieder!) da an und erteil den Auftrag. Ob zum reparieren oder zum verschrotten, das überleg ich mir noch. Eigentlich eh übel, dass ich mir zwar die Nummer meines eigenen Freundes nicht merken kann, die von der Autowerkstatt aber auswendig im Kopf hab. Scheiß-Autos immer. Ich glaube ich denk doch noch mal ernsthaft über die Sache mit den Eseln nach.

In diesem Sinne, wär ich mal lieber mit Alan in den Englischen Bus gestiegen.

Genervte Grüße,

Eure Pannenpraline

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