„Vatti, tu ma kuscheln?“

Männer fürchten sich ja angeblich vor gar nichts. Aber das stimmt so nicht. Es gibt eine Sache, die fürchten sie. Und zwar gewaltig. PMS, das prämenstruelle Syndrom, kurz: die Tage vor den Tagen.

Manche Männer tun so, als würden ihre heißgeliebten Schatzis dann regelrecht zu Monstern mutieren, und selbst wenn sie sich das nie so zu formulieren wagen, so sagen sie uns Frauen doch immerhin nach, dass wir in dieser ganz speziellen Zeit einfach unausstehlich seien.

Stimmt nicht. Ich für meinen Teil bin ganz zyklusunabhängig einfach immer unausstehlich! 😉 Nein, nur Spaß, ich bin natürlich die Ruhe selbst und überhaupt nie nie nie auch nur ansatzweise zickig oder schlecht gelaunt 😉 Das einzige, was ich nun PMS-technisch vielleicht unter Umständen zugeben würde, ist die vermehrte Kuschelbedürftigkeit. Wobei, so vermehrt ist die gar nicht, nur kann ich PMS dazu als Ausrede benutzen, um mein Hasi leichter zu nimm-zweiExtra-Streicheleinheiten zu überreden. (Gut, ist schon ein bißchen wie Erpressung: „Schatzi, kraulst Du mich bitte die nächsten viereinhalb Stunden? Büddääää!“ – „Ach, weiß nicht, ich würd doch viel lieber Fußball schauen…“ – „Schatzi ich hab aber irgendwie das Gefühl dass ich gleich wild mit den antiken Tellern von Deiner Mutter um mich werfen werde, wenn ich nicht ein bisschen gekuschelt werde… außerdem würd ich viel lieber „Verbotene Liebe“ sehen als Fußball…. und überhaupt, wir müssen nochmal über Deinen Ausflug mit den Jungs reden, das passt mir nämlich gaaaar nicht….“ Was glaubt Ihr wie schnell ein Mann unter Androhung sämtlicher PMS-Wahnsinnigkeiten zum Krauler wird?)

Insofern keine üble Sache, das PMS. Für uns Mädels. Dass Männer  bei jeder Mini-Krankheit den Heldentod sterben, haben wir ja bereits erörtert. PMS bei den Frauen ist lediglich ein geschicktes Manöver, ihren Jungs mal wieder ein bisschen Liebe abzuverlangen. Die Bedrohung der menstruierenden Oberzicke zieht immer!

Andererseits, ich muss eigentlich gar nicht so viel manövrieren und erpressen. Mein Hase ist nämlich so gut erzogen dass er auch ganz ohne prämenstruelles Syndrom immer total lieb ist. Er überlässt mir zum Beispiel immer die orangenen „Nimm 2s“ und isst selber die scheußlichen gelben. Welcher Mann macht das schon? 😉

Mich würde jetzt aber ganz unabhängig davon mal interessieren, wie Männer sich das PMS-Monster wirklich vorstellen, welche Erfahrungen sie persönlich schon gemacht haben und von den Mädels will ich natürlich bekräftigt kriegen, dass PMS nur ein alberner Mythos ist. Oder aber ein paar Tipps kriegen, was man unter Androhung von PMS-Ausbrüchen noch so alles bei seinem Partner rausholen kann 😉

In diesem Sinne, zickige Grüße an alle und einen speziellen an meinen „Orangenimmzweiüberlasser“!

Eure völlig unkomplizierte Praline

Aber mein Bärli hat gesagt….

Liebe macht nicht nur blind, sondern auch doof. Unschwer zu erkennen an den diversen Kosenamen die Verliebte sich da so geben…

Da werden Männer von den körperlichen Ausmaßen eines begehbaren Kleiderschrankes plötzlich zu „mein süßes Bärchen“, die dicke Wasserstoffblondine, die sonst an der Wursttheke Aufschnitt verschachert ist auf einmal das „sexy Engelchen“ und als ob diese realitätsfremden Vergleiche nicht eh schon peinlich genug wären, bedient man und frau sich auch noch der gesamten Tierwelt: Schnecke, Mausi, Bärli, Spatz,  Hase & Co.

Ok, das ist böse, ich geb’s zu. Vor allem weil ich selbst mich ja auch immer mal gern des ein oder anderen Kosenamens bediene. Mein „Hase“ hat eigentlich einen ganz passablen Vornamen, allerdings verwende ich den nur in Gesellschaft (und das ist der große Unterschied: meine Kosenamen verlassen nie die eigenen vier Wände. Ich würde lieber sterben als meinen Mann in Gegenwart seiner Kumpels „Schmusi“ zu rufen… ). Ein Vorname an sich ist aber eben äußerst unpersönlich. Ich mein, den kennen alle und benutzen alle. Ich hingegen möchte was ganz Individuelles für denjenigen Welchen. Gut, „Hase“ ist jetzt nicht sonderlich originell. Und im Hinblick darauf, dass Mutter Beimer aus der Lindenstraße ihren Sohn Klausi (der mittlerweile übrigens total fett geworden ist, ist Euch das mal aufgefallen?) immer „mein Hase“ nannte, ist „Hase“ eigentlich ends-peinlich. „Mein Schatz“ kann ich nimmer sagen, denn dann fängt Hase immer an zu lachen und imitiert dieses fiese Gollumdings aus dem Herrn der Ringe…. ungut, vor allem wenn „Mein Scha-a-atz….“ eigentlich die Einleitung zu einer Runde kuscheliger Zweisamkeit sein sollte…

„Muckerle“ mag er nicht, dabei fänd ich das voll süß. Aber ok, mit knapp 1,90 m ist er wohl einfach zu groß für ein Muckerle. Seine Freunde haben ihm den Spitznamen „Papa“ verpasst. Was lustig ist, nur kann ich keinesfalls den Mann mit dem ich mein Bett teile „Papa“ nennen. Geht nicht. Ist die ganze Erotik dahin. Fällt das also auch aus.

„Schnecke“ ist immer ganz nett, aber wenn man bedenkt dass die Schnecke an sich eigentlich volle Kanne eklig ist und manche Leute die ja salzen oder mit einem Messer auseinanderschneiden oder mit Schneckenkorn vergiften… dann ist das also auch wieder kein guter Name für den Menschen den man liebt.

„Mäuseschwänzchen“ ist süß. Hat meine Mama früher, als ich noch klein war, immer zu mir gesagt. Für einen Mann aber auch eher unpassend. Männer kriegen bei dem Wort „Schwänzchen“ die totale Krise. Egal wie lieb und süß wir das meinen, der Mann an sich fühlt sich da gleich seiner ureigensten Männlichkeit beraubt. Egal wieviel Testosteron er ausdünstet. Verniedlichungsformen gehen mal gar nicht.

Ihr seht, meine Suche nach dem perfekten Kosenamen dauert noch an. Die einen sind mir zu peinlich (ich will einfach nicht im Baumarkt an der Infotheke stehen und sagen müssen „Entschuldigen Sie, wo finde ich 5er Spax? Mein Bärli hat gesagt die braucht er ganz dringend….“), andere unpassend und wieder andere bring ich nicht über die Lippen (nein Hase, ich werde Dich nie und nimmer mit „König“ anreden… 😛 )

Vielleicht habt Ihr ja den ein oder anderen Tipp für mich? Oder verratet mir eure lustigsten, nettesten oder peinlichsten Kosenamen?

Ach so, was mich persönlich angeht, ich kann mit „Pralinchen“ gut leben. Auch mit Schatz und Maus und Spatzerl. Nur „Uschi“ find ich ned gut 😛

In diesem Sinne kuschlige Grüße an alle.
Euer Schätzchen

P.S.: Meine Kosenamen verlassen nie die eigenen vier Wände. Also erklärt sich von selbst, dass ich den Hasen aller Hasen frei erfunden habe. Oder doch nicht? 😉

Welttag der Männer

Heute ist „Welttag der Männer“. Und ich wäre nicht die Killerpraline, wenn ich diesen Tag nicht entsprechend würdigte. Normalerweise kommen die Männer in meinen Geschichten ja eher nicht so gut weg. Aber heute, am Männertag, will ich hier mal ganz offiziell dem Testosteron huldigen.

Ich hab eben mal eine Umfrage hier bei mir im Büro gestartet, was Männer eigentlich besser können als Frauen. Hier einige der Vorschläge: rülpsen, furzen, rückwärts-seitwärts einparken, heimwerken, grillen und saufen.

Mit „Rülpsen“ bin ich mal definitiv einverstanden. Mein Bruder zum Beispiel kann mit einem einzigen Rülpser „Alibabaunddie- vierzigräubeeeeeeeer“ sagen. Ich schaff das nicht und ich kann Euch gar nicht sagen wie sehr mich das wurmt und wie ich ihn um diese Fähigkeit beneide….

Was das „Furzen“ angeht. Ja, das können sie auch die Jungs. Wobei meine nicht ganz repräsentative Umfrage ergab, dass wir Mädels das auch draufhaben, nur sind wir dabei wesentlich diskreter und tuns halt nur dann wenn wir allein sind. Also den Beweis müsste man(n) dann in einem Praxistest erst erbringen. Wobei ich bezweifle dass sich eine Frau finden wird, die die Herausforderung annimmt 😉

Die Einparkfrage ist wohl so alt wie das Automobil selbst. In Zeiten von Park-Distance-Control und elektrisch verstellbaren Außenspiegeln zur bequemen Bordsteinkontrolle würd ich jetzt mal behaupten, dass wir Frauen den Jungs da in nichts mehr nachstehen. Gut, mein Schrottmobil verfügt über beides nicht, aber dafür ist es so klein, dass sogar ich es schaffe rückwärts-seitwärts zu parken. Und das obwohl ich kurzsichtig bin und aufgrund meiner viel zu spät diagnostizierten Dyskalkulie kein Gefühl hab für Abmessungen.

„Heimwerken“ ist zwar sicher eine Männerdomäne, aber ob das allein vom Können herrührt, wage ich zu bezweifeln. Ein Mann sollte wissen dass man nicht mittig über einem Lichtschalter die Wand anbohrt, weil da vermutlich eine Leitung drunter liegt. Aber er tut es trotzdem. Er ist ja ein Mann und über alles erhaben. Auch über Stromleitungen. Naja, aus Fehlern wird man klug 😛 Andererseits kenn ich einen ganz findigen Heimwerker, der mangels Erstzteil sein Bett einfach mit einer Dose „Erbsen und Möhrchen“ und zwei Dosen Thunfisch repariert hat. Ja Mädels, Mac Gyver lebt!

Bleiben jetzt noch grillen und saufen. Dass das mit dem Grillen nicht stimmt beweist ja schon obiges Foto, und was das saufen angeht, also da nehmen meine Mädels und ich es gern mit allen Männern auf, oder?

Tja, scheint, als gäbs nicht viel, worin die Männer uns überlegen sind… aber andererseits, und ich hab ja ganz am Anfang versprochen, heute mal lieb zu den Männern zu sein, manchmal macht Ihr einfach total super Sachen für uns Mädels und genau aus dem Grund lieben wir Euch. Klar „könnten“ wir vieles selber. Aber wir wollens halt ned machen und tun Euch deshalb immer schön, damit Ihr das macht. Reifen wechseln, Müll raustragen, Nägel in die Wand hauen, et cetera pp. Manches können wir auch nicht selber, wie etwa Kopfi kraulen oder Füße massieren. Und in solchen Momenten besinnen wir uns wieder und stellen fest, dass die ganze Emanzipationsscheiße doch eh fürn A… ist und MÄNNER EINFACH SUPER SIND!

In diesem Sinne,Mädels, was können die Jungs was wir nicht können? Wofür lieben wir sie und aus welchen Gründen würden wir Ihnen am liebsten an die Gurgel gehen?

Herzallerliebste Grüße an alle Männer.

Euer männerhassendes vergötterndes Pralinchen

Heiter bis wolkig

Ein Buch mit dem Titel „Was Männer wirklich wollen“ MUSS man als Frau ja zumindest mal in die Hand nehmen. Könnte ja sein, dass außer Bier, Fußball und nie-mit-zu-Ikea-fahren noch andere Dinge drin stehen, und wir somit noch was lernen können.

Gekauft hab ich’s nicht, denn ganz ehrlich, so berauschend waren die Erkenntnisse von Sex-Expertin Hooper, ihres Zeichens ehemalige Professionelle, nun nicht. Dass Massagen antörnen können, ein gewisses Maß an Körperhygiene unabdingbar ist und dass ein süßer Cocktail sich auf den Geschmack sämtlicher Körperflüssigkeiten günstiger auswirkt als acht Bier und ein Zwiebelbrot, das war mir auch vorher klar.

Über einen Tipp bin ich jedoch beim Querlesen gestoßen, den ich Euch einfach nicht vorenthalten möchte. Nicht weil ich ihn empfehlen kann (hab’s nicht probiert, der REWE hatte gestern leider schon zu 😉 ), sondern weil mich interessieren würde ob Männer da tatsächlich drauf abfahren, ob’s schon mal irgendwer ausprobiert hat, ob die Mädels sich vorstellen könnten das zu versuchen und überhaupt: ich würd da einfach total gern mit Euch drüber diskutieren *lach*

Frau Hooper empfiehlt uns Mädels, für die ultimative  orale Verwöhnperformance an unserem Liebsten, einige Marshmallows in den Mund zu stecken, bevor wir uns an die „Arbeit“ machen. Die weiche, sich langsam in klebrige Creme verwandelnde Schaummasse soll ihm angeblich das Gefühl vermitteln, „in Wolken zu tauchen“. Ja nee, is klar, oder? Dann wissen wir ja was los ist wenn unser Schatz uns demnächst nur noch „meine kleine Wolke“ nennt…

Jetzt mal ernsthaft liebe Männer: Was ist denn dran an Frau Hoopers Wolkentheorie? Steht Ihr da echt drauf? Wollt Ihr allen Ernstes dass wir mit von Zuckerzeug vollgestopften Hamsterbacken vor Euch knien,  Euch die „Spirit-in-the-Sky“-Nummer machen und in einen Zuckerschock verfallen? Nicht wirklich, oder?

Vielleicht entspringt Frau Hoopers Tipp ja eher dem Acht-Bier-und-ein-Zwiebelbrot-Drama“. Weil in diesem Fall könnte ich mir so einen geschmacksneutralisierenden Marshmallow durchaus als sehr angenehm vorstellen. Aber sonst? Einfach so? Wegen der Wolken???

Andererseits trau ich den Männern ja inzwischen alles zu. Ich will nicht wissen wie viele arme Apfelkuchen damals nach diesem American Pie-Film ihr Leben lassen mussten. Warum also nicht auch mal mit Marshmallows experimentieren. Kann man danach immer noch überm Feuer rösten wenn’s nix war mit Wolken und so.

Nun ja, meine Lieben, erzählt mal was Ihr so davon haltet. Vielleicht gibt’s ja tatsächlich schon die ein oder andere Marshmallowexpertin unter Euch. Oder den ein oder anderen Wolkenfachmann. Klärt mich mal auf, ob es lohnt, sich beim nächsten Einkauf nach „Mäusespeck“ umzuschauen 😉

In diesem Sinne, klebrige Grüße

Eure Schaumzuckerpraline

Radio Gaga

Nachdem ich mit meiner blöden Schlachtschüssel von einem Auto in letzter Zeit ja nur Probleme habe, und nachdem ich im Laufen ja auch nicht so gut bin (mein Fuß schmerzt immer noch *ähem*) wurde mir heute Morgen ein wunderbares Ersatzfahrzeug anvertraut. Pralinchen ist nun die nächsten Tage mit einem echten Audi unterwegs. Opulente VIER Ringe statt der sonst mickrigen zwei Buchstaben. Der Wahnsinn!

Jedenfalls war ich mit genau diesem Audi heute früh unterwegs, und bedingt dadurch dass ich trotz Dunkelheit und Nebel und Berufsverkehr ja austesten musste was das Baby hergibt 😉 konnte ich mich auf der Autobahn schlecht um die Sendersuche am Autoradio kümmern. Soweit reicht nicht mal meine Konzentrationsfähigkeit. Also hab ich den voreingestellten Ö3 gehört. Und da lief dann ein kurzes Interview mit zwei Zukunftsforschern, die zur momentanen Bankenkrise Stellung genommen haben. Glaubt man den beiden Herren, dann wirkt sich die aktuelle Katastrophe letzten Endes mehr als positiv aus. Denn die Menschen werden sich nun wieder mehr auf traditionelle Werte konzentrieren. Beziehungen werden wieder wichtiger, Nachhaltigkeit wird das Thema der nächsten Jahre sein. Der Mensch wird sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ok, böse Zungen könnten jetzt behaupten, wenn Du pleite bist, bleibt Dir ja gar nichts anderes übrig als Dich wieder mit Deinem Alten auf dem Sofa anzufreunden, denn die Kohle für Prosecco mit den Mädels is ja futsch. Und nachhaltig werden wir dann auch, is ja kein Geld mehr da um alle zwei Jahre ein neues schickes 15-Liter-Auto zu ordern. Aber nein. Sollte die Zukunftsforschung tatsächlich Recht behalten, dann wäre das doch schön, oder? Die Menschen hätten sich wieder lieb, man würde wieder ein bisschen enger zusammenrücken, zusammenhalten, die ach so moderne Unverbindlichkeit in Beziehungsdingen würde der traditionellen Partnerschaft wieder Platz machen und wir würden uns wieder eher den heimischen Kartoffeln widmen anstatt auf argentinisches Rind zu pochen. Wär das nicht was? Längst überfällig, oder?

Andererseits würde ich dann auch die kostenintensiven zwei Buchstaben, respektive „meinen“ neuen Audi gegen ein Elektroauto tauschen müssen. Ich würde für eine schnöde Butterbreze beim nachhaltigen Biobäcker drei Euro zahlen. Und argentinisches Rindfleisch ist doch eigentlich ziemlich geil. Hm, ist wohl gewöhnungsbedürftig diese ganze Trendwende.

Gewöhnungsbedürftig war auch die zweite Nachricht auf dem Ösi-Sender, nämlich die Hysterie um den Tod Haiders. Fühlte mich an Lady Di erinnert und dass dieser Vergleich hinkt, muss ich ja nicht erklären. Ich hab ja mal versprochen hier nicht politischer zu werden als nötig und ich versprech Euch, auch bald wieder einen lustigen Artikel zum Thema Nr. 1 (DREI Buchstaben 😉 ) zu posten (hab da einen phänomenalen Tipp gelesen…. Ich sag nur Marshmellows…. Ihr dürft gespannt sein!) aber der Wahnsinn um den Tod dieses Irren, darüber kann ich mich einfach nur aufregen. Unfalltod hin oder her, aber diesen Mann als Helden zu verehren finde ich schon äußerst fragwürdig. Aber gut, gibt’s ja auch bei uns genügend A****löcher, die jetzt sagen würden, das Pralinchen ist heute Morgen über eine Autobahn geheizt, die es ohne einen ebenso kranken, irren „Helden“ auch nicht gegeben hätte. Tja, manches Hirn reicht halt nur bis kurz hinter die Standspur.

In diesem Sinne, nachhaltige Grüße

Eure Raserpraline

P.S.: Ich starte meine ganz persönliche Trendwende indem ich mal wieder ein paar „HDLs“ verteile, nämlich an meine Mama, meine „beiden“ Papas, meine nachhaltigen Brudis (der eine Veganer, der andere Spritsparexperte 😉 ) und an alle meine Freunde!

Wir haben uns nichts zu sagen….

Auf speziellen Wunsch von „Schatzi“ ist nun dieser alte Artikel auch hierher gezogen. Im Übrigen sind die zwei inzwischen nicht mehr zusammen 😉

Wenns nicht so traurig wär, könnte man ja fast drüber lachen, gä? Da sitzt mir also ein erwachsener Mann ( mit 32 darf man das denk ich behaupten!) gegenüber und schüttet mir liebeskummertechnisch sein Herz aus. Er könne einfach nicht mit seiner Freundin reden. Tja, wundert mich nicht, die süße Maus ist ja auch erst 19. Aber, gute Zuhörerin die ich bin, lass ich ihn mal erzählen… Schnurzelpupsi hat also gemeckert. Schnurzelpupsi findet es „vooooll do-of“ dass Schatzi so wenig Zeit hat.Tja Süße, Dein Typ hat halt mal nen Job. Klingt komisch, is aber so! Und während Du noch fleissig Deine Hausaufgaben abschreibst, muss er halt wirklich was tun. Schnurzelpupsi findet es auch irgendwie „gar nich so suuuper“ dass Schatzi nicht so gern mit ihr in die Disco geht, sondern lieber auf Konzerte fährt oder sich mit seiner Clique in der Kneipe trifft. Tja Schnurzelchen, zum einen war Dein Schatzi schon in der Disco da hast Du grad das ABC gelernt, zum andern hat er wohl tatsächlich echte Freunde mit denen er sich vielleicht ab und an mal gern unterhalten will. Mit Dir geht das halt so schlecht, Schatzi ist es ziemlich egal ob das süße Top bei H&M jetzt endlich runtergesetzt wurde und es juckt ihn wahrscheinlich auch nicht, dass Deine beste Freundin jetzt dann zum 18. Geburtstag den alten Punto von ihrer Schwester kriegt. Im Übrigen ist Schatzi auch ein bisschen irritiert weil Du ihm ein Herzibärchi aus Rüschiplüschi geschenkt hast… fürs Auto! Süße, lass Dir von einer weisen alten Frau mal einen Rat geben: schenk einem Typen niemals was Plüschiges fürs Auto. Schon gar nicht wenn er wie Deiner so einen Sportflitzer fährt. Der arme Kerl schämt sich in Grund und Boden. Aber das alles wirst Du noch lernen. Auch Du wirst älter werden, reifer werden, und im besten Fall auch gescheiter. Und dann wirst Du feststellen dass LIEBE was ist, das mehr braucht als Plüschbären und Diddlmauskarten. Zum Beispiel eine gemeinsame Wellenlänge. Du wirst plötzlich wissen dass alles Hasi Schatzi Mausibärli keinen Sinn macht wenn man sich nicht auf Augenhöhe unterhalten kann. Dein jetzt noch vermeintlicher Mr Right wird dann nur noch eine Erinnerung sein (hoffentlich eine schöne…) Und ich hoffe inständig dass Du es verstehen wirst. Dein Typ verstehts nämlich im Moment offenbar noch nicht. Er genießt es mit Dir jungen und durchaus sehr attraktivem Ding rumzuziehen und verzehrt sich nach den neidischen Blicken seiner Kumpels. Sofern er hier Neid von Mitleid richtig unterscheidet 😉 Und wenn Du dann mal so weit bist, die ersten Fältchen weggesteckt hast, selber einen Job hast der Dich auch mal stresst, Dein Freundeskreis nicht mehr aus den 37 allerallerallerbesten best friends for ever and ever sondern aus einer Handvoll tatsächlich für Dich wertvoller Personen besteht, dann wirst Du viel gelassener sein und ein Typ wie Schatzi wird für Dich nicht mehr viel mehr als ein netter Flirt sein, weil Du inzwischen weißt dass er in Dir keine Partnerin sondern ein süßes Accessoire sucht. Und zugegeben, Du machst Dich neben ihm im Cabrio echt gut ;-)…

Zu guter Letzt nochmal an Dich Herr „Schatzi“ JAMMER NED SUCH DIR NE RICHTIGE FRAU! WIRST SEHEN SO ÜBEL SIND WIR FRAUEN UM DIE 30 GAR NICHT UND MIT UNS KANNST AUCH REDEN! Oder warum kommst Du zu mir oder T. wenn Du was aufm Herzen hast? Bussi alter Casanova!

PS: Bevor Ihr alle anfangt zu schimpfen, dieser Eintrag ist auf Wunsch von „Schatzi“ entstanden, nachdem ihm die weise alte Killerpraline den verliebten Kopf gewaschen hat.

Ex-Alkis und geschminkte Pimmel

Ich beweg mich ja gerne in den virtuellen Weiten des World Wide Web. Es ist so unheimlich praktisch, jede Info ist innerhalb von Sekunden verfügbar, man ist zu jeder Tages- und Nachtzeit mit allen seinen Lieben vernetzt und nicht zuletzt hat man ja auch unglaublich viel Spaß mit all den Irren, die sich so auf der anonymen Spielwiese des Internets rumtreiben.

Ihr wisst ja, wie sehr ich auf Anmach-Mails stehe. Wildfremde Männer, mit wenig Hirn, dafür mit umso größeren Ambitionen mich (oder wahlweise dreihundertsiebenundvierzig andere Mädchen) klar zu machen. Am besten jetzt sofort, auf jeden Fall noch heute, und ja, die Telefonzelle hinterm Bahnhof wäre völlig ok als Treffpunkt. Uuuuh yeah.

Wenn jetzt so eine Nachricht besonders kreativ ist oder aber auch einfach nur extrem dreist, dann antworte ich gerne, einfach um zu sehen, wie weit diese Typen sich noch zum Affen machen bevor sie dann ihren Korb kassieren. Ihr erinnert Euch vielleicht an meine Begegnung mit dem türkischen Wörterbusch oder Herrn „In Österreich klappt’s immer“. Sowas ist immer lustig und heitert den trockenen Büro-Alltag ungemein auf.

Aber es gibt halt auch Nachrichten, da fällt mir einfach nichts mehr zu ein. Meine Mädels und ich „sammeln“ solche Schätze der virtuellen Flirtkultur ja inzwischen regelrecht. Ein sehr schönes Hobby im Übrigen. Früher haben wir Sticker gesammelt und getauscht, heute eben kuriose Flirtnachrichten.

Schreibt mich letztens nicht einer an, da hatte ich echt keine Worte mehr. Es war eine relativ lange Nachricht, was mich erstmal erfreut hat, denn meistens kommt ja nichts außer „Hi“ (suuuper Jungs!) Aber als ich dann angefangen hatte zu lesen, war’s auch schon vorbei mit der Freude. Der Mann schrieb, er sei 47, schule gerade um auf „psychosozialer Lebensberater“, habe 12 Jahre auf der Straße gelebt und mittlerweile seine Alkoholsucht bezwungen, immerhin sei er seit einigen Monaten trocken. Er sei auf der Suche nach einer liebevollen Partnerin, mit der er sich den Traum von Familie und Eigenheim verwirklichen könnte.

So weit, so gut. Das ist ja mal ein echtes Schicksal. Und Hut ab, wenn einer es schafft, sich aus so einer Situation wieder hoch zu rappeln und seine Sterne neu zu ordnen. Hat meinen ganzen Respekt, ehrlich. Nur wie reagiere ich auf so eine Mail?

Muss ich da echt zurück schreiben und diesem Kerl erklären dass ich a) erst 30 bin (und mein eigener Vater im Übrigen dieses Wochenende erst 50 wird…. Merkt Ihr was?), und dass ich b) mit „psychosozialer Lebensberatung“ nichts am Hut habe, weil ich weder will dass meine feng-shui-mäßig total unterversorgte Wohnung von einem schizophrenen Schamanen ausgeräuchert wird, noch habe ich große Lust mein Schicksal den bunten Tarotkarten aus „Y mit Gimmick“ zu überlassen und bei Landkaffee und Tofu-Kräckern über meine kosmischen Probleme zu reden, nee danke. Da geh ich lieber mit den Mädels einen trinken, da weiß ich was ich krieg. Aber ganz abgesehen davon, muss ich hier tatsächlich hergehen und eine Erklärung abgeben, warum ich kein Interesse habe, mit einem alternden Ex-Säufer Kinder zu machen und ein Haus zu bauen, von all dem schönen Vermögen das er während seiner Zeit auf der Straße angehäuft hat? Muss ich? Nein, muss ich nicht. Ich hab dem Schreiber in diesem Fall gar nichts geantwortet. Hätte ich ein „Nein, kein Interesse“ geschickt, wäre unweigerlich die Frage nach dem „Warum“ gekommen. Und bei mir das schlechte Gewissen. Das ist doch die totale Ober-Scheiße sowas, man bzw. frau hat ein schlechtes Gewissen wenn sie einem Loser einem Korb gibt, nur weil der arme Mann halt nicht so viel Glück gehabt hat wie man selber. Aber das Leben ist hart und von Mitleid hatte noch nie jemand was. Keine Antwort ist auch eine Antwort und der Schreiber, der so gerne mit mir eine Familie gegründet hätte, hat mal wieder keinen Stich gelandet. Was sind wir Weiber doch arrogant, hochnäsig und was bilden wir uns eigentlich ein uns für Ansprüche rausnehmen zu können. Tja, wir sind vielleicht allein, aber halt noch nicht verzweifelt. Sorry.

In diesem Fall hätte ich gerne mit meiner Freundin Megaperle getauscht, die hat nämlich am selben Tag eine Nachricht bekommen von nem Typen, der sich von Frauen gern sein bestes Stück schminken lässt und danach die Frau mit Klebeband fesselt, bevor er sie mit seinem frisch bemalten Pullermann beglückt. Da hätte ich gerne geantwortet, das wäre mit Sicherheit eine interessante Studie geworden. Oder aber der erste Termin für den psychosozialen Lebensberater.

In diesem Sinne,

schau ma mal was der virtuelle Postbote noch so alles bringt.

Hochnäsige Grüße

Eure arrogante Praline

Pralinchen im Fahrstuhl

Gestern Abend hab ich eine liebe Freundin besucht. Sie wohnt im fünften Stock einer riesengroßen Wohnanlage. Ich beneide sie fast ein wenig, ist sie doch die einzige Person, die ich kenne, die privat eine „von bis“-Adresse hat. Also das klingt doch super, wenn man einen Brief bekommt, und da dann drauf steht: Frau Praline Killer, Schokoladenstr. 324-328… das hat doch mal Klasse, findet Ihr nicht?

Auf jeden Fall wohnt sie im fünften Stock, und weil ich ja die faulste Socke auf Gottes Erden bin, fahr ich da wohl mit dem Aufzug hoch. Der Aufzug ist jedoch ziemlich unzuverlässig, der Sohn meiner Freundin hat schon viele viele Stunden einsam und allein in diesem Aufzug zugebracht, bis es irgendjemandem mal aufgefallen ist, dass dieser stecken geblieben ist und der Hausmeister gerufen wurde. Es gibt zwar so einen Notruf-Knopf in diesem Aufzug, aber der hat wohl scheint’s nur eine dekorative Funktion. Ich glaube ja fast, dass, wenn man diesen Knopf drückt, vielleicht in der Tiefgarage das Licht angeht, oder bei Meiers im zweiten Stock der Türöffner summt, vielleicht löst dieser Knopf auch irgendwo auf der Welt ein Erdbeben aus, wer weiß. Den Hausmeister oder einen Fahrstuhl-Pannenservice benachrichtigt er aber mal definitiv nicht.

Jedes Mal, wenn ich meine Freundin besuche, stell ich mir wieder die Frage, riskiere ich den Fahrstuhl oder lauf ich hoch? Aber meine sagenumwobene Faulheit siegt immer. Und so ein kleines bisschen Nervenkitzel ist ja auch dabei. Also warte ich gestern, wie schon so oft, auf den Aufzug, während ein äußerst attraktiver junger Mann mit einem Kasten Bier unterm Arm die Eingangshalle betritt. Er gesellt sich zu mir, wir warten gemeinsam auf den Fahrstuhl und ich schau ihn mir etwas genauer an. Groß, volle dunkle Haare, dunkle Augen, lässiges Sommer-Outfit, Flip-Flops, sportlich trainierter, sonnengebräunter Körper. Sehr lecker.

Der Fahrstuhl kommt, wir steigen ein, er fragt mich „Wo musst Du hin?“ und ich antworte „in die fünf“. Er drückt die fünf, dann die drei und die Fahrstuhltür schließt sich. Der junge Mann lächelt mich an und nimmt seinen Bierkasten unter den anderen Arm. Der Aufzug stoppt, die Tür geht auf und der junge Mann sagt „Tschüss, schönen Abend noch!“

WARUM ZUM GEIER kann dieser verfluchte Scheiß-Drecks-Aufzug nicht ausnahmsweise heute mal stecken bleiben? Dauernd höre ich Horrorgeschichten von kleinen Kindern die stundenlang darin ausharren müssen, alten Omis, die Panikanfälle bekommen, Einkäufern aus dem sich darunter befindlichen Supermarkt, deren Tiefkühlware langsam vor sich hin schmilzt während sie auf den Pannendienst warten. Alle ärgern sich. Und nun komm ich, treffe einen Gott von einem Mann in diesem Aufzug, der noch dazu Bier mit dabei hat, und dieser Scheiß-Aufzug funktioniert einfach so als ob nichts wäre.

Stellt Euch vor, was dies für eine schicksalhafte Begegnung hätte werden können? Wir hätten uns in aller Ruhe kennen lernen können, er hätte mir seinen Namen verraten und ich ihm meinen, er hätte mir von seiner Wohnung im dritten Stock erzählt (in welcher er als Single natüüüürlich alleine wohnt), wir hätten zusammen Bier getrunken und gewartet und geredet, wir hätten lustige Mutmaßungen über unsere Rettung angestellt, hätten unsere Telefonnummern ausgetauscht, hätten für den Fall, dass wir hier jemals wieder rauskommen würden, ein Date vereinbart, wir hätten weiter Bier getrunken, wir hätten über unsere Kindheit geredet und unsere Zukunftswünsche, wir hätten rumgealbert, gelacht, und irgendwann wäre ich in seinem starken Armen eingeschlafen, der Hausmeister wäre gekommen, hätte uns gerettet und ein halbes Jahr später hätten wir geheiratet.

Aber nein, dieser beknackte Aufzug muss ja ausgerechnet gestern funktionieren. Scheiße aber auch.

In diesem Sinne, verlasst Euch nie auf die Technik.

Eure Fahrstuhlpraline

Zucchiniauflauf im Desert Valley

„Boah, ich sag’s Euch, als ich den gesehen hab, bin ich erstmal raus in die Küche und hab eine geraucht.“ Gabi, 33, erzählt uns von ihrer ersten unheimlichen Begegnung der kleinen Art. Sie nimmt meine Hand, streckt meinen kleinen Finger aus und sagt. „So.“ Hm, mein kleiner Finger ist nicht sehr lang. Trotz der Fingernägel. Sie quetscht Ring- und Mittelfinger aneinander, um mir in etwa den Durchmesser zu vermitteln. Immer noch übel, ich hab sehr zarte Händchen…

Betroffenes Schweigen macht sich breit. Sieben junge, wunderschöne Frauen sitzen am Küchentisch, es stehen schon ein paar leere Weinflaschen rum. Im Aschenbecher glimmt eine Marlboro vor sich hin. Susanne findet als erstes die Worte wieder: Ich hab mal einen gehabt, bei dem wars ähnlich. Großer, bulliger Typ. Aber im Süden gähnende Leere. Hab den dann nach Hause geschickt.“ Entsetzen. „Du hast ihn NACH HAUSE GESCHICKT???“ – „Ja. Er saß da, präsentierte stolz sein Desert Valley und sagte, mach mal! Ja was zum Geier sollte ich damit denn machen? Aufblasen?“ Wir lachen.

Den Gesichtern nach zu urteilen hatte jede von uns schon so eine Begegnung. So ganz pauschal heißt es ja „Die Größe ist nicht wichtig, auf die Technik kommt’s an.“ Ja, mag sein. Den kleinen I-Pod finden wir super. Kleinwägen mögen auch gern, passen in jede Lücke. Kleingeld ist immer praktisch. Kleine Kinder sind total süß. Aber wir sprechen hier von Männern. Bzw. deren bestem Stück. Heikles Thema. Gut, unter uns Frauen jetzt nicht, auch wenn ich bei Gabi eben glaubte, sie würde gleich anfangen zu weinen aufgrund der schrecklichen Erinnerung. Aber man kann ja mal drüber reden. Vielleicht sollten wir erstmal klären. Wie klein ist überhaupt klein? Ich klaue hierzu ein bisschen im Netz. (ganzer Artikel unter:http://www.sexualberatung-online.net/penis/die-penisgroesse/)

„…Mediziner sagen, dass man bei einer Penisgröße von unter 10 cm über Therapien nachdenken sollte. Sexualtherapeuten hingegen meinen, dass ein Penis schon dann zu klein ist, wenn man persönlich unzufrieden ist mit der Penisgröße. Der mitteleuropäische Durchschnittspenis hat Statistiken zufolge eine Länge von 13,5 cm….“

Gut, nächstes Mal messen wir also erstmal munter drauf los. Jetzt sagen ja (die kleinen) Männer, es käme auf die Größe gar nicht so sehr an und verweisen auf Statistiken, in welchen die Frauen dies bestätigten. Nun, getreu dem Motto „Glaube keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast“ zitiere ich nun noch mal oben genannte Quelle:

„…Denkbar ist hier vielleicht folgendes Szenario: Fragen sie als Frau mit kleinem Busen einen Mann ob er auf große Busen steht. In 99% der Fälle wird der Mann aus Pietät sagen: Nein, nicht die Größe ist entscheidend, sondern XYZ, Persönlichkeit oder sonst etwas……Welche Frau empfindet einen kleinen Penis als erotischer oder optisch ansprechender als einen großen? Ich denke die Frauenwelt war bis dato einfach nur so höflich bei der Beantwortung dieser Frage zu einer gnädigen Notlüge zu greifen….“

Bingo. Diese Aussage deckt sich mit der der sieben jungen wunderhübschen, inzwischen gut betrunkenen Frauen. Die Frage „Findest Du ihn zu klein?“ zwingt Dich zur Lüge. Sagst Du die Wahrheit, gibt’s Ärger. Also schwindelst Du und hoffst auf das Beste. Oder aber Du machst es wie Susanne und schmeißt ihn raus. Wobei Du dann aber nie erfährst, ob er es nicht vielleicht doch drauf gehabt hätte.

Ich für meinen Teil lege beim ersten Mal immer demonstrativ eine besonders große Zucchini in die Küche. Im Regelfall werd ich drauf angesprochen. Ich lasse den Frager dann aber im Unklaren, was ich mit dieser Zucchini denn vorhabe. Ist der Mann entsprechend ausgestattet, dann ist das Gemüsethema sowieso vom Tisch. Ist er es nicht, kann ich mir aber sicher sein, dass er sich besonders anstrengen wird, in Gedanken immer bei meiner Riesenzucchini. Bisher konnte ich nicht klagen. Gut, ich hab auch nie nachgemessen. Aber Ihr wisst ja, die Schönheit und das Auge des Betrachters… Meistens hab ich danach einen Zucchiniauflauf gemacht. Und einen Teller davon meinem Süßen serviert. Mit einem romantischen Kerzchen dabei. Kann also nicht meckern. Oder ich hatte bisher einfach Glück. Schnappatmung und den dringenden Wunsch nach einer Zigarette gabs bei mir nicht. Wenn dann aus einem anderen Grund. Einem sehr sehr schönen 😉

In diesem Sinne lass ich Euch heute ausnahmsweise nur einen ganz kleinen Gruß da 😉 Und hoffe Ihr diskutiert jetzt fleißig mit mir und meinen Mädels. Kommentare von Männern sind ausdrücklich erwünscht!

So und jetzt drückt mal bitte einer die Scheiß-Marlboro aus. Dankeschön.

Eure große Praline

Sex on the Beach

Jetzt ist es ja dann bald soweit, Pralinchen und ihre Freunde machen Urlaub in Italien.

Und deshalb hab ich mich da mal schlau gemacht, wie das so ist, Ihr wisst schon, Sex am Strand und so. Ist ja nahezu überall verboten. In Deutschland regelt das § 183a Strafgesetzbuch: „Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“ Gut, jetzt fahren wir ja aber eben nach Italien. Der sonnige Süden, la dolce vita, da sehen die das bestimmt nicht so eng. Denkste: in Italien wird ein öffentliches Stelldichein mit bis zu 2 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 300 Euro geahndet. Hm, klingt nicht gut, oder? Andererseits, verglichen mit anderen Ländern ist Italien da noch ein Schnäppchen. In Spanien etwa droht zwar keine Haftstrafe, dafür liegt die Geldbuße bei sage und schreibe 75 000 Euro! Stell ich mir extrem unangenehm vor, wenn man da nach dem Urlaub zurück kommt und bei der Bank vorsprechen muss: „Äh ja, äh also, äh, ich bräucht da mal an Kredit bitteschön, weil ääh, ich hab da im Urlaub…naja, Sie wissen schon…“ Immerhin, an so einen One-Night-Stand erinnert man sich sicher noch lange.

Finnland ist relativ gut, da gibt’s eine Verwarnung und die Geldbuße beträgt 10% des Einkommens, was bei meinem Einkommen jetzt nicht ganz so tragisch wär. Allerdings nehmen die Finnen ja bei jedem Fliegenschiss 10% des Einkommens, also fürs zu schnell fahren, für Alkohol in der Öffentlichkeit, fürs Fluchen in der Sauna und fürs Herabwürdigen von Specksteinöfen, insofern wär ich da wohl auch gleich ein kleines Vermögen los. Finnland ist also auch eher schlecht.

Finanziell gesehen ist die Dominikanische Republik hier toll. Da liegt die Geldstrafe bei 50 Pesos, das sind ungefähr drei Euro. Die Haftstrafe beträgt dagegen 2 Jahre, allerdings kann man da sicher was drehen, wenn man dem Polizisten ein paar Pesos mehr zusteckt oder ihm verspricht ihn zu heiraten. Ich denke, Blondinen haben da ganz gute Chancen. Für mich als „morena“ wieder eher ungünstig, hm.

Lustig ist, dass sogar Österreich diese Frage gesetzlich regelt. Dort gibt’s 6 Monate Haft und eine Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen. Wär interessant zu wissen, was der werte Herr Oberjustizrat nun so als Tagessatz festlegt. Andererseits, wer will schon Sex in Österreich haben? Ich mein hallo, wer „miteinander schlafen“ als „einzipfeln“ bezeichnet, dem sollte man doch Sex auf alle Ewigkeit versagen, oder nicht?

Ich überleg mir jetzt ob ich nicht mal Urlaub in Norwegen mache. Norwegen ist das einzige Land, das einen diesbezüglich nur verwarnt, aber weder hinter Gitter schickt noch Geldstrafen erhebt. Wobei, in Norwegen gibt’s ja nix außer Blockhäuser und Elche. Könnte also schwierig werden mit dem Sex am Strand. Also doch Italien. Dann halt enthaltsam. Oder ich frag Herrn Zahndi ob er nicht doch mitkommen will. Dann können wir uns die Strafe teilen. Er ein Jahr, ich ein Jahr und die 300 Euro kratzen wir schon irgendwie zusammen. Zur Not setz ich mich mitten in den Stau am Brenner und sing „Strada del Sole“. Die Leute geben da sicher gern was. Dafür dass ich endlich aufhör 😉

In diesem Sinne, Happy Holiday!

Eure Bußgeldpraline