„Größen“-Wahn oder: „Da passt‘ ja dreimal rein!“

Es ist schlicht und ergreifend faszinierend.

Meiner Kollegin ist heute morgen durch ein blödes Missgeschick der Ärmel ihrer Bluse aufgerissen. Soweit kein Drama, würde nicht für den Nachmittag ein wichtiges Meeting anstehen, bei dem der Dresscode „Business Casual“ eben eine halbwegs schicke weiße OLYMPUS DIGITAL CAMERABluse erfordert. Was macht die Kollegin also? Nein, sie fährt nicht mal eben ins nächste Bekleidungsgeschäft, sondern, und jetzt kommts: schickt ihren MANN! Ruft den Göttergatten an, sagt sowas wie „Du, Schatz, ich hab mir meine schöne Bluse kaputt gemacht. Kannst Du mal eben los und mir eine neue kaufen und sie in die Arbeit bringen?“ Keine dreiviertel Stunde später steht der Gatte in der Tür, hat eine niegelnagelneu gekaufte Bluse in der Hand und das Ding passt ihr wie angegossen…. ich sag ja,faszinierend.

Die beiden sind seit 14 Jahren ein Paar, vielleicht liegt’s daran. Vielleicht ist ihr Mann auch einfach nur detailverliebt und kennt die Abmaße seiner Liebsten auf den Millimeter genau. Oder er war in einem früheren Leben mal Schneider oder Architekt oder vielleicht auch der Erfinder des Maßbands, ich weiß es nicht, ich stand nur da und konnt’s nicht fassen.

Mir hat auch mal ein Mann Kleidung gekauft. Er dachte er mache mir eine Freude damit. Somit durfte ich eines Tages ein wunderschönes Kleid auspacken, aus einer wunderschönen Schachtel von einem wunderschönen Laden, den ich sonst nur der Accessoires wegen betrete, weil Armreife und Ohrringe nun mal one size fits all sind, ganz im Gegensatz zu den Kleidungsstücken die es dort so gibt. Eine geschmeidige Größe 38 liegt also in der Schachtel und nach dem ersten Lacher werd‘ ich ein bißchen sauer und frag meinen Süßen ob er mich denn eigentlich verarschen will und dass ich schon selber wüsste dass ich ein paar Kilöchen zuviel mit mir rumtrage und dass ich keineswegs ein „Motivationskleid“ brauche und überhaupt, was er doch für ein unsensibler Arsch sei und verstehen würd‘ er mich sowieso nicht und Sex gäb’s jetzt auch keinen mehr und seine Mutter fänd‘ ich auch scheiße und überhaupt könnt‘ er ned autofahren und nie bringt er den Müll runter und und und…

Der Arme wusste gar nicht wie ihm geschieht. Er hat es wirklich nur gut gemeint und hat mich der Verkäuferin sogar noch beschrieben, damit er auch ja die richtige Größe kauft. Er hat mir sogar gestanden, dass er der Verkäuferin gesagt hätte ich wäre „etwas üppiger gebaut“, süß, gell? Und dann hat er einfach auf Anraten dieser offensichtlich äußerst versierten Fachkraft die größte Größe, nämlich eine 38 (!) gekauft und jetzt hält er dieses putzige Kinderkleidchen so neben mich hin und meint: „Ach geh, da passt Du doch dreimal rein!“ Netter Versuch, Schatz. Als er später dann weg war hab ich spaßeshalber dann doch eine vorsichtige Anprobe gestartet. Selten so gelacht. Und geweint.

Er hat aber nicht aufgegeben und nachdem irgendwann etwas Gras über die Kleidersache gewachsen war, kam er erneut mit einem Päckchen an. Ich hatte nämlich schon länger mit schöner, sündhaft teurer Wäsche geliebäugelt und da dachte er wohl, er könnte uns quasi beide damit beschenken.Ich also voller Vorfreude das Schleifchen aufgemacht und im Hinterkopf noch so meine Gedanken „Sowas wie mit dem Kleid wird ihm ja nicht nochmal passieren und hey, die Schachtel ist von …. hui, wie schööööön, wie geil, wie phänomenal großartig, genau das was ich wollte!“ Äh, nein. Doch nicht. Also, eigentlich ist es schon genau das wunderschöne Teil das ich unbedingt gerne wollte. Aber es ist… zu GROß!!! Wenn ich die Körbchen des BH’s so ansehe, dann hätte Dolly Buster damit vielleicht ihre Freude gehabt, aber ich hätte da noch gefühlte fünf Paar Socken reinstopfen müssen. Ein Blick auf das Schildchen bestätigt mir, dass mein Freund eindeutig Wahrnehmungsstörungen hat. Wie um alles in der Welt nimmt der meinen Busen wahr? Und da stell ich mir doch ernsthaft die Frage, wie kann es sein, dass die Häuser die mein Mann so baut (er ist von Beruf Statiker) noch stehen? Würden mir sein KLEID und sein BH passen, ich müsste wohl auf allen vieren gehen, bzw. bin ich mir nichtmal sicher ob ich mit der Anatomie überhaupt noch lebensfähig wäre…. Mann Mann Mann…

Letztendlich haben wir drüber gelacht und er hat es aufgegeben mir weiterhin Kleidung zu schenken. Irgendwie fand ich’s auch süß, war es doch ein perfekter Beweis dafür dass ich von ihm ganz anders wahrgenommen wurde als ich in absoluten Zahlen tatsächlich war und diese Zahlen somit keinerlei Rolle spielten und spielen. Und wenn man’s mal von der anderen Seite aus betrachtet. Würd‘ ich Männerzeugs kaufen gehen, ich würd‘ auch nur das Falsche mit heimbringen. Oder wenigstens 20 mal von unterwegs anrufen und nachfragen. Glaubt mir, MICH schickt sicher kein Mann mehr in den Baumarkt.

In diesem Sinne, Hut ab vor dem Mann meiner Kollegin, das hat mich schwer beeindruckt. Und weil wir grad bei Kollegen und beeindruckt sind: Danke an den lieben D. dafür dass das Pralinchen nun endlich auch ein Billy-Idol-Album besitzt! Ich freu mich!

Zu enge weite Größe, äh Grüße

Eure Kleiderpraline

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Das Date-Debakel Part I

Ich hatte Euch ja ein Update in Sachen „Pralinchen und die Prinzen“ versprochen!

Darum erzähl ich Euch jetzt mal von ein paar Dates, aber Achtung. Spoiler-Alarm! Ein Happy End gibts nicht. Eher mehr sowas wie bei ner billigen Soap, erst alles so la la la ganz nice and beautiful, dann so uuuuaaaahhh Spannungsaufbau bis zur Gänsehaut, und kurz vor Ende fatale Tatsachen und whooosh- Werbeeinblendung und die sanfte tiefe Stimme aus dem Off: „Wird sie den Prinzen wieder treffen? Oder hat sein Geständnis Ihr Vertrauen auf ewig zerstört? Verpassen Sie auf keinen Fall die nächste Folge von (hier beliebig favorisierte Soap einsetzen)…

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Aber mal zurück auf Anfang.

Nach dem Scheitern mit „Hase“ musst ich mich erstmal wieder fangen. Zugegeben, soooo lang hab ich dafür nicht gebraucht, es gibt Dinge im Leben, da knabbert man Jahre dran rum und andere überwindet man ziemlich fix, irgendwann kommt nur mal die Frage „Äh, war da was? Ach ja, wart‘ mal….“ Also aufstehen, Krönchen gerade rücken und weiter gehts im Liebes-Lotto. Lotto deshalb, weil ich es mittlerweile echt für wahrscheinlicher halte, eine Million zu gewinnen als den Einen, den Richtigen, zu finden. Dabei spiel ich nicht mal Lotto und trotzdem halt ich es für wahrscheinlicher!

Ich weiß nicht was los ist mit den Männern. Ich mein, es ist ja jetzt nicht schwer jemanden kennenzulernen, aber es scheint als hätt ich so nen Vollpfosten-Mangeten am Arsch. Mir begegnet ein Vollpfosten und bing! Komm, lass uns mal ausgehen. So what, Versuch macht kluch. Den Vollpfosten sieht man demjenigen ja erstmal nicht an, das ist ja das Gemeine an Vollpfosten, der liebe Gott hat ihnen (zum Ausgleich wahrscheinlich, ich weiß es nicht) ein ansprechendes Äußeres gegeben und eine tiefe Stimme und mir leider nur den Magneten, aber keinen Idioten-Detektor dazu.

Erkenntnis Nr. 1: Wenn Du als Frau in den ersten zehn Minuten einer Verabredung denkst: „Hm ja, der is fei scho nett!“ – Dann nimm Deine Spikes und renn! Die „Netten“ sind nämlich wirklich nur nett. Nicht mehr, nicht weniger. Wären sie irgendwas anderes, dann würdest Du nicht sagen Der is „nett“, Du würdest sagen „Boah, der is aufregend / sexy/ macht mich an/ beeindruckt mich grad tierisch/soll mir bitte bitte sofort an die Wäsche gehen“ Sowas in der Richtung. Ein „Netter“ wenn Dir an die Wäsche geht, glaub mir, da hast Du mehr davon wenn Du Dir ’ne Folge „Simpsons“ anschaust. Die sind wenigstens gelb.

Damit Ihr mich jetzt nicht falsch versteht: NATÜRLICH soll ein Mann auch nett sein, Betonung auf „auch“. Aber „nett“ darf nicht Dein erster Gedanke sein. Selbstverständlich soll er meiner Omi beim Sonntagsessen schön die Hand schütteln und so, aber leider gibt’s so viele „Nette“, da is Händeschütteln schon das Aufregendste was sie so machen. Ein netter Mann ist immer super, wenn Du mal kurzfristig jemanden brauchst der Deinen Drucker repariert oder mit Dir mal eben schnell den alten Küchentisch zum Sperrmüll fährt. Ansonsten: Lieber Finger weg!

Aber ok, Du denkst Dir, hm, ändere mal Dein  Schema, schau Dir mal was anderes an und vielleicht wirst Du ja eines Besseren belehrt. ich also mal wieder so einen „Netten“ kennengelernt und auf ein erstes Date mit ihm:

Was machst Du denn so? -Puh…. mei, ned viel eigentlich.
Hörst gern Musik? – Hm, ja, scho.
Und was so? – Puh… mei, alles eigentlich, Charts halt, was so läuft.
Und was arbeitest? – Hm, Büro halt.
Und Freizeit? Hast Hobbies? – Puh… mei, fernsehen.

Bis jetzt ist der Mann in etwa so aufregend wie Hausstaub. Aber gut, neue Chance:
Und was schaust da gern an? Hast irgendwelche Lieblingsserien? – Puh… ja, mei, also, ja, „Berlin Tag & Nacht“ schau i ganz gern an.

Mööööp!!! Falsche Antwort Schätzchen!

Und schon wären wir bei Erkenntnis Nr. 2: Wenn Du merkst dass der Typ dumm ist, dann steh am besten auf und geh. Auf die Antwort „Berlin Tag & Nacht“ musst‘ ich leider herzhaft loslachen, das hat er aber irgendwie nicht ganz verstanden. Ich hab dann, weil ich wollt’s ja ganz genau wissen, hätt ja auch sein können, dass er einfach nur ein Späßchen gemacht hat, so losgelegt mit „Ja cool, ich mag das auch voll gern und ich nehm mir auch immer auf RTL „Mitten im Leben“ auf und „Familien im Brennpunkt“, weil ich das leider nicht schauen kann wenn ich in der Arbeit bin und so. Ich dachte spätestens jetzt hat er verstanden was ich davon halte, aber nein, er legt noch nach mit „Naja, des kann ich auch ned schauen, aber „Die Kommissare vom K11“ schau ich auch an, weil des kommt genau dann wenn ich heimkomm vom Büro“…. Uh yeah, Pralinchen, Volltreffer. „Du ja, dann äh, also ich muss los, gell, nein, nein, ich zahl schon selber, kein Ding. Und des mit dem Wein, des verschieb ma, gell, ich hab im Moment irgendwie einfach irre viel zu tun und so…..“

Im Ernst jetzt: Ich les auch nicht jeden Abend Shakespeare und verbring meine Sonntage im Museum und treff mich anschließend mit meinen spezln von „Freunde der Kunst“…. Ich kann mich sehr gut auch mit sinnfreien Dingen beschäftigen und ab und an suchen meine Freunde und ich auch das Niveau unter der Teppichkante, aber hey: Nie nie nie nie nie im Leben will ich meine Zeit mit jemandem verbringen, dessen tägliches Highlight in „Berlin Tag & Nacht“ besteht. Oder schlimmer noch, Kommissar Nasedings vom K11…. Nein nein nein, meine Lebenszeit ist begrenzt, sorry.

Ich hab ihn dann noch gefragt ob er ab und zu mal was liest, aber er meinte „Bücher wären jetzt nich so sein Ding….“ Hm, sowas auch!

In diesem Sinne, mehr Erkenntnisse beim nächsten Mal. Ich muss jetzt leider leider leider raus, bin mit ’ner Freundin verabredet, aber oh shit: Kommen heute nicht die ganzen Wiederholungen der RTL-Woche? F*** das verpass ich jetzt ja alles, oh mein Gott, der Sonntag ist im Eimer, was mach ich jetzt? 😉

Schönen Sonntag Euch Allen. LG :-*

Schnitzelfreude* für Micha**!

Hallo!

Hallo?

Hallooo-hoo? Jemand da?

Ich bin’s, die P R A L I N E!!!


 

Hier hallt es so komisch beim Schreiben…. hat die Pralin’sche Schreibabstinenz Euch tatsächlich schon alle vergrault….. *tränchenwegwisch*

Ich mach’s wieder gut, ganz fest versprochen… ich könnt‘ Euch ja jetzt gefühlte zehntausend Gründe anführen, warum ich Euch so lange im Stich gelassen habe…. Schule, Praktikum als Luftfrachtspediteuse, Beziehung beendet, Gallenstein bekommen, neue Beziehung begonnen, Großputz in der Wohnung veranstaltet, Computer kaputt,  linkes Außenband angerissen, Farmville gespielt,  Fußball-WM ignorieren müssen und und und….. aber ganz ehrlich…. ich war einfach nicht in Stimmung.

Dabei liegen in meinem virtuellen Notizbüchlein ungefähr 20 angefangene Geschichten drin, die im Grunde nur noch auf ihr Feintuning warten und auf die Erlaubnis der jeweiligen Personen, sie auch online zu stellen… ich meine, es ist ja nicht ganz unproblematisch wenn ich hier zum Beispiel darüber schreibe, wie meine liebe Freundin xxxxxxx im Schwimmbad Bekanntschaft mit einem Extrem-Tittengrabscher gemacht hat und sich dann rausstellte dass der arme Kerl schlicht und ergreifend einfach nur blind war und sich quasi nur „verschwommen“ hatte…. oder meint Ihr ich kann hier ungefragt das Geständnis einer weiteren Freundin ausposaunen, die uns nach der Tittengrabscher-Geschichte ganz wehmütig von ihrem ersten Sex nach anderthalb Jahren Abstinenz erzählte (ein auf alle Fälle NICHT blinder Typ hatte ihr im Bus an den Hintern gefasst….)… oder darf ich einfach so preisgeben, dass meine Freundinnen irgendwelche Männer kennenlernen und diese dann panikartig die Flucht ergreifen, nur weil irgendwann das Wort „killerpraline“ fällt und sie dann Angst haben, hier von mir verewigt zu werden?

Ihr seht also, es steht erstmal noch viel Recherche an. Und in der Zwischenzeit könnt Ihr drüber abstimmen ob Ihr als nächstes eine Geschichte über Männer, oder lieber eine über Autos (also irgendwie auch Männer) lesen wollt:

Und speziell für Micha** gibts noch ein kleines Trostpflaster bis zur nächsten Geschichte. Ist zwar vielleicht jetzt nicht gerade das tollste Video der Welt, aber zum einen freu ich mich schon wieder riesig auf speziell Dein „aber molto potente, dem hau i de Zähnd ei!“ und zum andern passt das Lied ja super in die Urlaubszeit… zum Überbrücken… bis die Klostersingers im September zum Revival antreten dürfen….

 

* Schnitzelfreude: (Nomen,f., n.z.,Usrprung deutsch/türkisch/bayrisch): Jemand hat „Schnitzelfreude“, wenn er/ sie sich „freut wie ein Schnitzel“ (ugs.)

**Micha: (Nomen, f.,n.z., namentliche Bezeichnung einer weiblichen Person), hier: Teil der vier „Wilden Weiber aus dem Wald“ und Grund dieses Eintrags 🙂

In diesem Sinne,

bis bald. Ich hau wieder in die Tasten, versprochen!

Aber mein Bärli hat gesagt….

Liebe macht nicht nur blind, sondern auch doof. Unschwer zu erkennen an den diversen Kosenamen die Verliebte sich da so geben…

Da werden Männer von den körperlichen Ausmaßen eines begehbaren Kleiderschrankes plötzlich zu „mein süßes Bärchen“, die dicke Wasserstoffblondine, die sonst an der Wursttheke Aufschnitt verschachert ist auf einmal das „sexy Engelchen“ und als ob diese realitätsfremden Vergleiche nicht eh schon peinlich genug wären, bedient man und frau sich auch noch der gesamten Tierwelt: Schnecke, Mausi, Bärli, Spatz,  Hase & Co.

Ok, das ist böse, ich geb’s zu. Vor allem weil ich selbst mich ja auch immer mal gern des ein oder anderen Kosenamens bediene. Mein „Hase“ hat eigentlich einen ganz passablen Vornamen, allerdings verwende ich den nur in Gesellschaft (und das ist der große Unterschied: meine Kosenamen verlassen nie die eigenen vier Wände. Ich würde lieber sterben als meinen Mann in Gegenwart seiner Kumpels „Schmusi“ zu rufen… ). Ein Vorname an sich ist aber eben äußerst unpersönlich. Ich mein, den kennen alle und benutzen alle. Ich hingegen möchte was ganz Individuelles für denjenigen Welchen. Gut, „Hase“ ist jetzt nicht sonderlich originell. Und im Hinblick darauf, dass Mutter Beimer aus der Lindenstraße ihren Sohn Klausi (der mittlerweile übrigens total fett geworden ist, ist Euch das mal aufgefallen?) immer „mein Hase“ nannte, ist „Hase“ eigentlich ends-peinlich. „Mein Schatz“ kann ich nimmer sagen, denn dann fängt Hase immer an zu lachen und imitiert dieses fiese Gollumdings aus dem Herrn der Ringe…. ungut, vor allem wenn „Mein Scha-a-atz….“ eigentlich die Einleitung zu einer Runde kuscheliger Zweisamkeit sein sollte…

„Muckerle“ mag er nicht, dabei fänd ich das voll süß. Aber ok, mit knapp 1,90 m ist er wohl einfach zu groß für ein Muckerle. Seine Freunde haben ihm den Spitznamen „Papa“ verpasst. Was lustig ist, nur kann ich keinesfalls den Mann mit dem ich mein Bett teile „Papa“ nennen. Geht nicht. Ist die ganze Erotik dahin. Fällt das also auch aus.

„Schnecke“ ist immer ganz nett, aber wenn man bedenkt dass die Schnecke an sich eigentlich volle Kanne eklig ist und manche Leute die ja salzen oder mit einem Messer auseinanderschneiden oder mit Schneckenkorn vergiften… dann ist das also auch wieder kein guter Name für den Menschen den man liebt.

„Mäuseschwänzchen“ ist süß. Hat meine Mama früher, als ich noch klein war, immer zu mir gesagt. Für einen Mann aber auch eher unpassend. Männer kriegen bei dem Wort „Schwänzchen“ die totale Krise. Egal wie lieb und süß wir das meinen, der Mann an sich fühlt sich da gleich seiner ureigensten Männlichkeit beraubt. Egal wieviel Testosteron er ausdünstet. Verniedlichungsformen gehen mal gar nicht.

Ihr seht, meine Suche nach dem perfekten Kosenamen dauert noch an. Die einen sind mir zu peinlich (ich will einfach nicht im Baumarkt an der Infotheke stehen und sagen müssen „Entschuldigen Sie, wo finde ich 5er Spax? Mein Bärli hat gesagt die braucht er ganz dringend….“), andere unpassend und wieder andere bring ich nicht über die Lippen (nein Hase, ich werde Dich nie und nimmer mit „König“ anreden… 😛 )

Vielleicht habt Ihr ja den ein oder anderen Tipp für mich? Oder verratet mir eure lustigsten, nettesten oder peinlichsten Kosenamen?

Ach so, was mich persönlich angeht, ich kann mit „Pralinchen“ gut leben. Auch mit Schatz und Maus und Spatzerl. Nur „Uschi“ find ich ned gut 😛

In diesem Sinne kuschlige Grüße an alle.
Euer Schätzchen

P.S.: Meine Kosenamen verlassen nie die eigenen vier Wände. Also erklärt sich von selbst, dass ich den Hasen aller Hasen frei erfunden habe. Oder doch nicht? 😉

Welttag der Männer

Heute ist „Welttag der Männer“. Und ich wäre nicht die Killerpraline, wenn ich diesen Tag nicht entsprechend würdigte. Normalerweise kommen die Männer in meinen Geschichten ja eher nicht so gut weg. Aber heute, am Männertag, will ich hier mal ganz offiziell dem Testosteron huldigen.

Ich hab eben mal eine Umfrage hier bei mir im Büro gestartet, was Männer eigentlich besser können als Frauen. Hier einige der Vorschläge: rülpsen, furzen, rückwärts-seitwärts einparken, heimwerken, grillen und saufen.

Mit „Rülpsen“ bin ich mal definitiv einverstanden. Mein Bruder zum Beispiel kann mit einem einzigen Rülpser „Alibabaunddie- vierzigräubeeeeeeeer“ sagen. Ich schaff das nicht und ich kann Euch gar nicht sagen wie sehr mich das wurmt und wie ich ihn um diese Fähigkeit beneide….

Was das „Furzen“ angeht. Ja, das können sie auch die Jungs. Wobei meine nicht ganz repräsentative Umfrage ergab, dass wir Mädels das auch draufhaben, nur sind wir dabei wesentlich diskreter und tuns halt nur dann wenn wir allein sind. Also den Beweis müsste man(n) dann in einem Praxistest erst erbringen. Wobei ich bezweifle dass sich eine Frau finden wird, die die Herausforderung annimmt 😉

Die Einparkfrage ist wohl so alt wie das Automobil selbst. In Zeiten von Park-Distance-Control und elektrisch verstellbaren Außenspiegeln zur bequemen Bordsteinkontrolle würd ich jetzt mal behaupten, dass wir Frauen den Jungs da in nichts mehr nachstehen. Gut, mein Schrottmobil verfügt über beides nicht, aber dafür ist es so klein, dass sogar ich es schaffe rückwärts-seitwärts zu parken. Und das obwohl ich kurzsichtig bin und aufgrund meiner viel zu spät diagnostizierten Dyskalkulie kein Gefühl hab für Abmessungen.

„Heimwerken“ ist zwar sicher eine Männerdomäne, aber ob das allein vom Können herrührt, wage ich zu bezweifeln. Ein Mann sollte wissen dass man nicht mittig über einem Lichtschalter die Wand anbohrt, weil da vermutlich eine Leitung drunter liegt. Aber er tut es trotzdem. Er ist ja ein Mann und über alles erhaben. Auch über Stromleitungen. Naja, aus Fehlern wird man klug 😛 Andererseits kenn ich einen ganz findigen Heimwerker, der mangels Erstzteil sein Bett einfach mit einer Dose „Erbsen und Möhrchen“ und zwei Dosen Thunfisch repariert hat. Ja Mädels, Mac Gyver lebt!

Bleiben jetzt noch grillen und saufen. Dass das mit dem Grillen nicht stimmt beweist ja schon obiges Foto, und was das saufen angeht, also da nehmen meine Mädels und ich es gern mit allen Männern auf, oder?

Tja, scheint, als gäbs nicht viel, worin die Männer uns überlegen sind… aber andererseits, und ich hab ja ganz am Anfang versprochen, heute mal lieb zu den Männern zu sein, manchmal macht Ihr einfach total super Sachen für uns Mädels und genau aus dem Grund lieben wir Euch. Klar „könnten“ wir vieles selber. Aber wir wollens halt ned machen und tun Euch deshalb immer schön, damit Ihr das macht. Reifen wechseln, Müll raustragen, Nägel in die Wand hauen, et cetera pp. Manches können wir auch nicht selber, wie etwa Kopfi kraulen oder Füße massieren. Und in solchen Momenten besinnen wir uns wieder und stellen fest, dass die ganze Emanzipationsscheiße doch eh fürn A… ist und MÄNNER EINFACH SUPER SIND!

In diesem Sinne,Mädels, was können die Jungs was wir nicht können? Wofür lieben wir sie und aus welchen Gründen würden wir Ihnen am liebsten an die Gurgel gehen?

Herzallerliebste Grüße an alle Männer.

Euer männerhassendes vergötterndes Pralinchen

Der alte Mann und das Klo

„Immenstadt. (ddp) Der Streit eines Ehepaars um die korrekte Reinigung seiner Toilette ist am Samstag in Immenstadt im Oberallgäu eskaliert. Die 43-jährige Frau war nach Angaben der Polizei in Rage geraten, da ihr zehn Jahre älterer Mann die Toilette mit dem falschen Mittel gereinigt hatte. Daraufhin schüttete sie ihm das Putzwasser über den Kopf. Dies ließ sich der Gatte nicht gefallen und schlug seiner Frau den Putzeimer auf den Kopf. Als sie ihm wiederum von hinten gegen den Rücken schlug, stürzte der Mann, fiel mit dem Kopf auf eine Kante, zog sich eine Platzwunde zu und wurde kurz bewusstlos.“ (Landshuter Zeitung vom 20.10.08)

Das ist doch mal geil, oder?

Also da muss ich echt sagen, ich versteh‘ die gute Frau nicht. Ich mein, wenn ein Mann schon mal freiwillig das Klo putzt, dann kann er das doch tun womit er will. Von mir aus versucht er’s mit Erdbeermarmelade, solange die Schüssel nachher sauber ist und schön duftet, wär mir das egal. Wie oft kommt das schon vor dass er freiwillig den Putzlappen schwingt? Und der ollen Uschi fällt nichts Besseres ein als ihm das Putzwasser rüberzuschütten?

Gut, Aggressionsbewältigung mittels Aufsetzen von mit diversen Flüssigkeiten gefüllten Behältnissen, das kenn ich auch gut. Hat in meiner Familie quasi Tradition. Meine Mama hat meinem kleinen Bruder zum Beispiel mal seinen Pudding „aufgesetzt“. Er wollte erst unbedingt Pudding haben, hat ihn dann aber nicht gegessen sondern ganz akribisch eine Landkarte der USA reingeritzt. Einschließlich Alaska und Hawaii. Da ist sie halt sauer geworden. Total verständlich, oder nicht?

Ich hingegen praktiziere die Aufsetztechnik eher lieber in Kneipen. Ein unliebsamer Verehrer musste da schon mal eine Weißbierdusche ertragen und ein eigentlich recht lieber Kumpel hat von mir mal einen übervollen Aschenbecher aufgesetzt bekommen, weil er einfach seine blöde Klappe nicht halten konnte. Tja, sowas kommt vor. War aber irgendwie immer berechtigt.

Nur wenn ein Mann sich tatsächlich daran macht, sein vollgepisstes Klo („Ich setz mich doch nicht hin! Bin doch nicht schwul!“) selbst zu reinigen, dann schüttet man ihm kein Putzwasser über die Domestos-Birne. Nein, am besten lässt man ihn machen, ruft seine allerbeste Freundin an, erzählt ihr „Ätsch-Bätsch, mein Mann putzt grad unser Klo, und was macht Deiner?“ und lädt sich bei ihr zum Kaffee ein, um Schatzi zuhause ja nicht zu stören. Wer weiß wie oft er so einen Sauberkeitsanfall hat.

Wenn man dann abends zurück kommt hat man vielleicht Glück und Schatzi hat die komplette Wohnung geputzt, inklusive aller Fenster und Böden und man kann ihm zur Belohnung ausnahmsweise mal ein Bier ans Sofa bringen. Oder kucken ob noch Marshmallows im Haus sind…. aber übertreiben wollen wir’s ja auch nicht gleich, oder? 😉

In diesem Sinne,

hygienische Grüße

Eure Putzpraline

Schlechter Sex

Ok, bevor Ihr nun alle denkt das Pralinchen ist verrückt geworden und breitet auf ihrem eh schon viel zu exhibitionistischem Blog auch noch ihre Bettgeschichten aus, möööp! Fehlanzeige. Da muss ich Euch leider enttäuschen. Ich erzähl Euch ja viel aus meinem mehr oder weniger spektakulären Leben, aber ein paar Geheimnisse wahre ich mir dann doch.

Hintergrund für diese Geschichte ist ein anderer. Nachdem ich nun, (der fleißige Leser hat’s mangels neuem Lesestoff sicher bemerkt) einige Zeit krankheitsbedingt ausgefallen war, hatte ich viel Zeit zum lesen, und bin unter anderem auf das Buch „Schlechter Sex“ von Mia Ming gestoßen (Schwarzkopf & Schwarzkopf, 9,90 €, ISBN: 978-3-89602-814-3). 33 Frauen schildern hier ihre übelsten Sexerlebnisse und auch wenn ich um eine gewisse Schadenfreude nicht drum rumkam, in einigen der Geschichten fand ich mich selbst wieder. Bzw. weniger mich, als mehr den ein oder anderen männlichen „Ausrutscher“.

Drum möchte ich Euch dieses Buch hiermit ans Herz legen. Den Mädels, weil es lustig ist und sich sicher jede schon mal einem Mann (oder dem kläglichen Abbild eines solchen) gegenüber sah, der sich durch Betteln um Sex zum totalen Verlierer erniedrigte, sich selbst für „Mr. Orgasmusgarantie“ hielt und wir (mal wiiiiieder 😉) selbigen vortäuschen mussten, um dem Grauen ein Ende zu bereiten oder aber einem vermeintlichen Sunnyboy, der sich dann als komplexbehaftete Minisalami entpuppte.

Den Jungs rate ich zu diesem Buch, weil Ihr da echt mal was lernen könnt. Selten wird mieser Sex gleich vor Ort diskutiert. Ich meine, wie soll das auch gehen? „Süßer, bleib mal entspannt liegen, ich mach uns einen Birkenblättertee und dann reden wir mal über Deine sexuelle Inkompetenz. Hattest Du vielleicht eine schlechte Kindheit?“ Also, man sieht, das geht nicht. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass man sich noch vor dem Frühstück trennt und dann ein Stoßgebet gen Himmel schickt, man möge diesem Mann nie wieder über den Weg laufen.

„Versuch macht kluch“ sagt der Volksmund. Aber im Laufe der verschiedensten Erfahrungen ergeben sich dann doch einige „Warnhinweise“, wie man als Frau schlechten Sex vorab erkennen kann:

  • Geiz: Wenn ein Typ vorab fragt, was das Taxi zu Dir kostet und ob Ihr Euch die Kosten teilt, Finger weg! Wer so geizig ist, den dürft Ihr getrost Eure Steuererklärung machen lassen, in Euer Bett lasst Ihr ihn besser nicht!
  • Verantwortungslosigkeit: Vorsicht vor der „Nimmst-Du-eh-die-Pille?“-Fraktion! Diese Männer haben wohl seit dem Aufklärungsunterricht in der neunten Klasse kein Kondom mehr aus der Nähe gesehen, über HIV und diverse Geschlechtskrankheiten sind sie sowieso erhaben („Männer kriegen sowas nicht!“) und ihr einziges Verantwortungsbewusstsein liegt darin, eventuelle Vaterschaftsklagen zu vermeiden. Nicht sehr sexy.
  • Fitnessstudio / Sonnenbank: Keine Frage, ein gepflegtes Äußeres ist unabdingbar. Jungs, die ihren Körperkult jedoch so zelebrieren, dass sie nur noch „gemacht“ aussehen, sind meistens so von sich eingenommen, dass man als Frau absolut gar nichts davon hat. Solche Männer haben in der Regel auch jede Menge Spiegel in ihrem Schlafzimmer. Narzissmus rules. Uuuah.
  • Kneipenbekanntschaften nach Mitternacht: immer ungünstig, bleiben lassen! Alkohol enthemmt, keine Frage. Aber mal ehrlich, wie geil ist besoffener Sex denn wirklich? Na also. Faustregel: Küsse niemanden nach Mitternacht, den Du nicht auch schon um acht geküsst hättest. Bringt nichts, nur Ärger.

Tja, ich bin mir sicher, die ein oder andere von Euch hat noch mehr Tipps auf Lager. Haut rein, wir wollen die Mädels warnen und den Jungs helfen 😉 Und wie gesagt, „Schlechter Sex“ von Mia Ming lohnt sich für beide Geschlechter. Ich mach hier ja normalerweise keine Werbung, also nehmt es einfach als Buchtipp. Vielleicht geht’s Euch ja wie mir und Ihr habt ein bisschen Zeit zum lesen. Ich mach heute nämlich nichts anderes. Ich bin zwar jetzt wieder gesund, hab das aber gestern gleich so exzessiv gefeiert, dass ich mir den Knöchel verstaucht hab und mich keinen Meter schmerzfrei bewegen kann. Steven und Papa Spaß werden ihrem Ruf als Killerpralinen-Bodyguards langsam mehr als gerecht. Immerhin haben sie mich gestern zum dritten Mal gerettet. Das erste Mal nach meiner unerklärlichen Diskotheken-Ohnmacht, das zweite Mal bei meiner Autopanne und gestern wurde das verletzte Pralinchen erst durch die City getragen, dann nach Hause gefahren und sie bekam auch noch ein Yes-Torty geschenkt! In diesem Sinne, danke Jungs! :-*

A propos Jungs: Selbstverständlich dürfen auch die Jungs hier ihren Senf abgeben. Fänd ich persönlich fast noch spannender *hihi*

Sexy Grüße

Eure Lesepraline