Die kleinsten Terroristen der Welt

Ich bin ja generell kein Freund von Lebewesen, die mehr Beine haben als ich. Also Spinnen, Käfer, Ameisen und all das Zeug, uuuuaaaahhhh, Krise!

Und so sehr ich den Sommer auch liebe, sein großer Nachteil liegt für mich definitiv in der Dichte an Ungetier, das er nun einmal unweigerlich mit sich bringt. Mücken zum Beispiel! Diese Biester haben sich gegen mich verschworen glaub ich. Bis auf die Knochen haben sie mich zerfressen, bis ich kapituliert habe und mir nach Juckreiz-geplagten Mördernächten eeeeendlich einen Fenistil-Stift gekauft habe. Logisch, dass mich seitdem keine einzige Mücke mehr gestochen hat, oder? Kaum trag ich das Ding mit mir rum, interessiert sich keine Mückendame mehr für mein schönes Blut. Für mich sieht das fast so aus als hätte findige Apotheker da was erfunden, das die Mücken dazu bringt, nur Menschen zu stechen, die noch nicht 7,95 Euro für Fenistil-Gel ausgegeben haben, und kaum bist Du Fenistilbesitzer, schon fällst Du nicht mehr in die Mücken-Zielgruppe „Menschen, die denken, sie bräcuhten kein Fenistil“. Unmöglich.

Aber ich sag’s Euch Leute, Mücken sind harmlos. Es gibt noch viel viel üblere Biester, so dämonisch, dass man sich des Nächtens wünschen würde, man könnte sie gegen einen ganzen Mücken-Schwarm tauschen. Nämlich Fliegen! Fliegen sind die Creme de la Creme an Ungeziefer, aber wirklich!

Hattet Ihr schon mal eine von diesen kleinen unscheinbaren Drecks-Summseln im Schlafzimmer? Ich hatte vergangene Nacht gleich drei davon. Als ich schlafen ging, hatte ich sie nicht bemerkt, denn da saßen sie wohl scheinbar noch irgendwo ganz still und leise in einer Ecke und heckten ihren mörderischen Plan aus, mich in den kommenden  Stunden zu vernichten. Ich hab noch ein Buch gelesen, auch da noch nicht das geringste Anzeichen von summenden Besuchern im Raum. Aber kaum dass ich das Licht gelöscht habe…. oooooh ja! Da waren sie plötzlich, meine drei Freunde. Erst hörst Du sie nur…. bsssss…bssss…ssssssssssssssss! Nicht so tragisch, ist ja nicht laut. Aber dann setzen sie zum Angriff an, wie auf Kommando attackieren sie Dich plötzlich und Du bist im Arsch. Zehen aus der Bettdecke rausstrecken? Oh, böser Fehler: bbbbbsssssssss, schon sitzt sie da, und so sehr ich Füße gestreichelt kriegen auch liebe, mit einer Fliege funktioniert das nicht. Also Füße wieder verstecken, nur ja keine Angriffsfläche bieten!

Aber oh nein! Die Arme sind noch draussen! Fliege links, Fliege rechts, Du weißt gar nicht mehr wo Du zuerst hinschlagen sollst, aber die Viecher sind so schnell, dass Du sie natürlich nicht erwischt. Also gut, ich kapituliere und schiebe meine nackten Arme auch unter die Decke. Das ist auf Dauer aber halt auch kontraproduktiv, weil es unter der Decke einfach langsam viel zu warm wird und dann fang ich an zu schwitzen, was die Biester natürlich noch viel geiler macht und sie somit auch nicht mehr davor zurückschrecken, nun auch mein Gesicht zu bombadieren….bssss…..bssss….bssss…. erst ans Ohr, dann auf die Stirn, und weil Du ja dauernd am rumhauen bist, sind auch die Arme wieder frei und bsss…bssss. bssss, setzen sie sich da auch wieder drauf…. der Kampf dauert Stunden, an Schlaf ist nicht zu denken, ich werde immer gereizter, um nicht zu sagen aggressiv und entschließe mich, nun doch aufzustehen und die Fliegenklatsche zu holen. Doch kaum bin ich mit selbiger zurück, sind meine summenden kleinen Terroristen natürlich verschwunden. Als könnten die riechen, was ich vorhab. Ich mach mich auf die Suche, gehe mit meiner Klatsche ganz langsam und vorsichtig das Schlafzimmer ab, aber keine Spur von den fliegenden Taliban.

Ich also wieder ins Bett, Arme, Beine, Kopf, alles unter die Decke und Äuglein zu. Nur kaum dass ich zum Atmen mal aus meinem Bettenberg auftauche, da sind sie schon wieder da… bsssssssssssssssssssssssssss! FUCK! Ich hätte heulen können, ehrlich. Ich war nah dran einfach in irgendeine Ecke zu scheißen, nur damit sich die Drecksviecher endlich verziehen. Aber naja, das kannst ja irgendwie auch ned machen, oder? Außerdem hätte es eh keinen großen Sinn mehr gehabt, denn als ich auf die Uhr schaute, war es bereits halb sieben, kann ich also auch gleich wach bleiben.

Wozu sind diese Fliegen eigentlich gut? Außer als Spinnenfutter? Die machen doch eh nix außer blöd rumnerven und sich auf unser Essen zu setzen nachdem sie zuvor die kompletten Hundehaufen im ganzen Viertel abgeklappert haben. Wie lecker.

Ich geb auf. Gleich heute Abend kauf ich mir ein Moskitonetz. Und bei meinem Glück komm ich dann an genau die Viecher, die im Fliegen-Terrorcamp die Schulung zum „Angriff trotz Netz“ schon besucht haben…

In diesem Sinne,

bssssssssssssssssssss!

Eure genervte Praline die jetzt einen an der (Fliegen)klatsche hat….

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Kalte Euros oder Liebe im Kühlschrank

Als ich heute Nachmittag meinen Kühlschrank aufmache, grinst mich daraus meine Spardose an. Ich mach die Kühlschranktür wieder zu, warte einen Augenblick, mach sie wieder auf und ja: da drin steht tatsächlich meine Spardose. Das kleine lustig grinsende rote Herz, das sonst auf meinem Küchenregal sein klägliches Dasein fristet, steht da in meinem Kühlschrank. Zwischen dem Landliebe-Pudding und den Eiern.

Angestrengt denke ich nach, wie das blöde Ding da rein kommt. Gut, ich bin ja gerade am Aufräumen. Ihr wisst ja „Entrümpeln befreit“, und da ich momentan weder schlafen noch mich konzentrieren kann, hab ich angefangen, sämtliche Schränke auszuräumen, dreiviertel aller darin befindlichen Gegenstände wegzuwerfen, die Schränke zu putzen und mit dem wenig Verbliebenen wieder einzuräumen. Ich hab meinen Papierkram sortiert, meine Klamotten gesichtet, Bücher, CDs und diversen Schrott zum Tausch ins Internet gestellt, ich hab geschätzte siebzehntausend Ikea-Teelichter entsorgt, hab mit meinem altersschwachen Ficus Benjamini ein allerletztes Bier getrunken bevor ich ihn dann zum Grünschnittcontainer gefahren hab („Servus Oida, mach’s guad!“), ich hab Lucky-Luke-Comics und Elvis-Orgel-Noten bei ebay vertickert (man mag nicht glauben wie viele Menschen eine elektronische Heimorgel besitzen….das ist fast schon gruselig), hab meinen Couchbezug gebleicht und meine Vorhänge gewaschen, ja einfach alles, was man so macht wenn man das Gefühl hat, es ist Zeit für Plan B und aber noch nicht so recht weiß wie Plan B eigentlich aussieht.

Nur in der Küche hab ich noch nichts gemacht. Bin ja erst bei Wohn- und Schlafzimmer. Warum also wollte ich diese verfluchte Herz-Spardose wegräumen? Was hat mich überhaupt dazu bewogen das Ding in die Hand zu nehmen? Und warum zum Geier stell ich es in den Kühlschrank? Meine Theorie ist folgende: Neben der Spardose muss etwas gestanden oder gelegen haben, das ich in den Kühlschrank packen wollte. Irgendein Gemüse vielleicht. Oder ein Bier. Und statt dass ich Gurke, Paprika oder August nehme und kalt stelle, lang ich daneben und stell eben die Spardose rein. Kann ja vorkommen bei all dem Stress. Nur leider weiß ich immer noch nicht, was ich mit dem Ding, das eigentlich in den Kühlschrank sollte, dann letztendlich gemacht habe. Glaubt mir’s oder nicht, aber ich hab tatsächlich heute meine Wohnzimmerschränke kontrolliert ob nicht irgendwo eine halbe Avocado oder eine Zucchini drin liegt. Hab nichts gefunden.

Wenn man bei meiner Freundin den Kühlschrank aufmacht, dann steht da ein Schwein drin, das ganz laut grunzt und angeblich unterbewusst dafür sorgen soll, dass man weniger isst. Ich wage das ja zu bezweifeln, denn wann immer ich meine Freundin besuche, tischt sie die leckersten Köstlichkeiten auf und die kommen ja wohl in irgendeiner Weise aus dem Kühlschrank. Vielleicht gewöhnt man sich ja auch an das Schwein im Kühlschrank, so wie man sich an Baustellenlärm gewöhnt oder an einen Ehemann. Wahrscheinlich hört und sieht man die Sau einfach irgendwann nicht mehr. *ähem*  Wie aber ist das jetzt mit einer Herz-Spardose? Hat meine Fehl-Platzierung auch unterbewusste Hintergründe? Hab ich mein Herz in den Kühlschrank gestellt um es symbolisch „auf Eis“ zu legen? Oder glaubt mein inneres Ich, sechs Euro und achtzehn Cent halten länger her wenn man sie bei max. 8 Grad lagert? Ich weiß es nicht.

Letzten Endes besteht immer noch die Möglichkeit dass die Spardose und mein Kühlschrank sich ineinander verliebt haben und sie von ganz alleine da rein geklettert ist. Ich mein, verständlich wär’s, mein Kühlschrank ist ein echt cooler Typ, sieht hammerscharf aus, hat einen super Body und klug ist er auch, da drin brennt ‚ne Birne, aber hallo! Ich hab mich damals ja auch auf den ersten Blick in ihn verliebt und ihn dann gleich beim ersten Date mit nach Haus genommen. Aber Ihr wisst ja, wie das so ist, im Laufe der Jahre verliert sich die rosarote Brille und man lebt einfach nur noch irgendwie nebeneinander her. Insofern bräucht’ ich jetzt einfach nur bisschen warten, dann kommt meine Herz-Spardose da von alleine wieder raus und sucht sich ein anderes Plätzchen. Oder kehrt zum Regal zurück, weil sie festgestellt hat, dass das Regal und sie einfach viel besser harmonieren. Wer weiß. Ich hab sie jetzt aber einfach erstmal im Kühlschrank stehen lassen. Zum einen will ich die junge Liebe nicht stören, zum andern bleibt das verfluchte Mistding so lange da drin bis meinem vor Schlafmangel wirren Hirn wieder einfällt warum ich es da rein gestellt hab. Ich hoffe ich finde nicht doch irgendwann eine gammlige Gurke in meinem Schreibtisch. Oder unterm Sofa. Oder sonst irgendwo.

In diesem Sinne, räumt mal wieder auf!

Aber hütet Euch vor Kühlschränken….

Coole Grüße,

Eure Verwechselpraline

Nachtrag: Jetzt ist mir noch was eingefallen: Ich hatte mal die Autoschlüssel von einem Exfreund im Kühlschrank versteckt, weil wir uns übel gestritten hatten und ich nicht wollte dass er heimfährt, schließlich hatten wir an dem Abend schon was getrunken. Vielleicht ist das die Lösung: ich hab mein Kleingeld vor mir selber verstecken wollen, damit ich nicht in Versuchung gerate, damit zum Beispiel Zigaretten zu kaufen. Oder sonstwas gefährliches. Hm….?

Der nervige Zitronenbaum

Also, wenn ich ein Lied auf dieser Welt echt nicht packe, dann ist es dieses Pseudo-Gute-Laune-Lied „Lemon Tree“ von Fool’s Garden. Kein Wunder dass die Band so heißt, weil jemand anderer als ein Volltrottel würde so ein Lied nicht singen. Es ist mir unbegreiflich, wie dieser Song es überhaupt damals in die Charts geschafft, aber noch viel unbegreiflicher ist mir, wie es sein kann, dass er auch heute noch, Jahre später immer noch irgendwo gespielt wird.

Ich steige heute Morgen in mein Auto (und juhuuuu! Es springt an! 😉 ), und auf Antenne Bayern läuft, na was wohl, „Lemon Tree“. Angewidert schalte ich um auf Bayern 3, höre die letzten Takte eines Werbejingles und dann: „Lemon Tree“. Blöder Zufall, die haben sich wohl abgesprochen. Also wieder Knöpfchen gedrückt, rüber auf das gute alte solide Radio Trausnitz, aber auch da: „Lemon Tree“. Unfassbar! Ist das hier versteckte Kamera oder was? Genervt schieb ich die Kassette in den Rekorder und endlich kann ich entspannt losfahren. Alice Cooper, „Poison“. Gut, nicht ganz das, was ich mir gewünscht hätte, aber allemal besser als das blöde Lied vom Zitronenbaum. Und außerdem muss ich ja nur die drei Minuten in die Arbeit überbrücken, insofern, taugt Alice Cooper allemal.

Ich sollte mir doch endlich mal einen CD-Player fürs Auto anschaffen. Aber eigentlich sind es nur Ausnahmesituationen, in denen er mir fehlt. Ich komm ganz gut mit Radio klar, zumal ich nicht viel Zeit im Auto verbringe und das Radioprogramm an sich ja nicht sooo übel ist. Ich bin ja ein Fan von Antenne, Leiki und Lehmann, der Herr Nullinger und jede Menge Musik. Gut, den „Kleinen Nils“ wenn ich höre, dann kommen doch Entführungsgedanken hoch, der ist einfach so nervig, am liebsten würd ich den aus dem Äther zerren und irgendwo an der Autobahn aussetzen. Aber so generell find ich Antenne Bayern gut. Bei Bayern 3 wird mir einfach zuviel gelabert. Und was Radio Trausnitz angeht, naja, was soll man dazu sagen. Lokalradio eben. Manchmal hab ich den Eindruck, Trausnitz verfügt lediglich über eine einzige CD „Die nervigsten Oldies Volume 1-7“. Und die läuft tagein tagaus rauf und runter. Das Einzige was meine Theorie widerlegt ist, dass „Lemon Tree“ wohl auf keinem Oldiesampler drauf ist. Aber naja, vielleicht war das mal eine Gratisbeigabe im von Trausnitz abonnierten Magazin „Radio machen für Anfänger“. Trausnitz ist halt super, immer so kurz nach halb, da werden die Blitzermeldungen durchgegeben. Und das hat sich schon so manches Mal als äußerst praktisch erwiesen.

Wenn jetzt das Radio für die paar Minuten die ich täglich im Auto unterwegs bin, nichts zu bieten hat, dann halten mir die beiden Kassetten die Treue, die ich schon seit 1996 in meinem Auto habe. Die sind sogar vom Ford in den VW mit umgezogen. Auf der einen ist, looogisch! Brian Setzer mit den Stray Cats drauf, wenn auch inzwischen durch das jahrelange Abspielen ein wenig müde und abgekämpft. Auf der anderen diverse Rock-Klassiker, wie eben Alice Cooper, Whitesnake, Cinderella, Firehouse etc. Ich bin halt eben doch schon dreißig. Scheiße.

Immerhin, als ich aus meinem Auto heute Morgen wieder ausgestiegen bin, hatte Alice seine Pflicht erfüllt, mir war nach einer Zigarette und ich hab drüber nachgedacht mir Latex-Unterwäsche zu kaufen. Bei „Lemon Tree“ hätt’ ich lediglich einen Baseballschläger gesucht und mein Autoradio in Stücke geschlagen. Vielleicht war die Dreiwegebeschallung mit dem Nervsong aber auch irgendein göttlicher Plan. Nachdem ich die letzten Tage ja irgendwie nicht so recht in Schwung komme und irgendwie grad wieder eine klassische „Frauen-über-30-Standard-Krise“ schiebe, wollten der liebe Gott, das Universum oder Elvis mir einfach eine Botschaft übermitteln: „Wenn Dir das Leben eine Zitrone schenkt, dann mach Limonade draus“. Ha ha. Hätten sie mal lieber einen Song über Bier gespielt.

In diesem Sinne, sauer macht lustig, also reinbeißen und grinsen!

Eure Zitronenpraline

Pralinen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Kennts Ihr des? Man wacht morgens auf und weiß, dieser Tag ist schon gelaufen.

Man hat fantastische zehn Stunden wachgelegen, sich von einer Seite auf die andere gedreht, das Rollo runtergemacht, das Rollo wieder hoch gemacht, ist pieseln gegangen, hat ne Zigarette geraucht, man hat sich ne Milch warm gemacht und Honig reingerührt, hat sich wieder hingelegt, hat angefangen erst die Sterne zu zählen und dann die Autos die unten vorbeifahren, man ist wieder aufgestanden, hat die Glotze eingeschaltet, erschrocken festgestellt dass man schon zehn Minuten Richterin Salesch guckt ohne es zu merken, noch eine Zigarette geraucht, auf die Uhr geschaut, war nahe am heulen weil die Stunden die man noch schlafen könnte immer weniger werden, man hat sich wieder hingelegt, dann festgestellt dass man schon wieder aufs Klo muss, gegangen, die Zeitung vom Klo mit ins Bett genommen, sie von Seite eins bis ultimo durchgelesen (inkl. Leserbriefe und Impressum), wieder auf die Uhr geschaut, Scheiße, schon halb fünf! Licht aus, wieder rumgedreht, wieder angefangen Autos zu zählen, aufgestanden, Rollo wieder runtergemacht, wieder hingelegt, drüber nachgedacht ob man am nächsten Tag was erledigen muss, Memo an Praline „Du musst Wasser kaufen fahren“, auf die andere Seite gedreht, drüber nachgedacht wie schön es jetzt an einem weißen Sandstrand in der Karibik wäre und dann ist man endlcih endlich eingeschlafen, ungefähr zwei Minuten bevor der Wecker einen mit einem Gebimmel weckt, das nach fiesem Auslachen klingt. Snooze-Taste, ich schenk mir noch zehn magische Minuten. Wieder Gebimmel. Nochmal Snooze-Taste. Das ganze dreimal hintereinander bis kein Weg mehr dran vorbeiführt aufzustehn wenn ich noch einigermaßen pünktlich im Büro erscheinen will. Dort dann die Klassiker unter den Will-ich-nicht-hören-Fragen: „Hast Du schlecht geschlafen?“ „Siehst müde aus, is was?“ Nein, ich seh immer fertig aus wenns mir so richtig gut geht!

Die Wahrheit ist, die nächtliche Stunden-Zähl-Prozedur dauert nun schon die ganze Woche. Ich bin hundemüde und hätt ich nicht ab und zu ein irre machendes Klingeln im Ohr, ich würde tagsüber im Stehen einschlafen. „Mach ruhiger“ ist der gut gemeinte Rat lieber Mitmenschen. Aber wir alle wissen, das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“. Soll kein Vorwurf sein, aber wenn ich NOCH ruhiger mache dann tu ich bald gar nix mehr sondern sitz wie ein kleiner dicker Buddha auf meinem Sofa und schau zum Fenster raus. Nur dass ich im Gegensatz zu Buddha nicht die Ruhe selbst bin, sondern nervös, angespannt und sowas von unter Strom dass ich wohl leuchten würde, würde man mir eine Glühbirne auf den Kopf schrauben.

Jetzt hat man mir zu Baldrian geraten. Juhu. Das kriegen sonst die Omas, oder? Aber gut, ich werds ausprobiern, die üblichen Entspannungsmittelchen wie Schokolade und Alkohol 😉 waren ja wirkungslos. Wenn ich also demnächst ein bisschen laaangsam bin, sehts mir nach. Ich stehe unter Einfluß von Pillen, auf deren Packung ein Hirte mit seinem Schaf abgebildet ist (das allein sollte mich schon davon abhalten sie zu nehmen…)

Wenn Ihr noch den ein oder anderen Tipp habt der nicht mit Tabletten (nehm ich schon), Karibikurlaub (kann ich nicht bezahlen) oder Sex (dauert noch paar Tage!) zu tun hat, dann her damit. Bin für jeden Hinweis dankbar. Und kommt mir nicht mit meditieren, das kann ich nur besoffen und das wär ja die falsche Richtung, oder?

Schlafloseste Grüße
Eure Nervenpraline

P.S.: Wenns nicht klappt mit Baldrian, dann lad ich Euch alle ein und Ihr dürft dem Buddha auf meinem Sofa den Bauch streicheln. Soll ja Glück bringen 😉