Schlechter Sex

Ok, bevor Ihr nun alle denkt das Pralinchen ist verrückt geworden und breitet auf ihrem eh schon viel zu exhibitionistischem Blog auch noch ihre Bettgeschichten aus, möööp! Fehlanzeige. Da muss ich Euch leider enttäuschen. Ich erzähl Euch ja viel aus meinem mehr oder weniger spektakulären Leben, aber ein paar Geheimnisse wahre ich mir dann doch.

Hintergrund für diese Geschichte ist ein anderer. Nachdem ich nun, (der fleißige Leser hat’s mangels neuem Lesestoff sicher bemerkt) einige Zeit krankheitsbedingt ausgefallen war, hatte ich viel Zeit zum lesen, und bin unter anderem auf das Buch „Schlechter Sex“ von Mia Ming gestoßen (Schwarzkopf & Schwarzkopf, 9,90 €, ISBN: 978-3-89602-814-3). 33 Frauen schildern hier ihre übelsten Sexerlebnisse und auch wenn ich um eine gewisse Schadenfreude nicht drum rumkam, in einigen der Geschichten fand ich mich selbst wieder. Bzw. weniger mich, als mehr den ein oder anderen männlichen „Ausrutscher“.

Drum möchte ich Euch dieses Buch hiermit ans Herz legen. Den Mädels, weil es lustig ist und sich sicher jede schon mal einem Mann (oder dem kläglichen Abbild eines solchen) gegenüber sah, der sich durch Betteln um Sex zum totalen Verlierer erniedrigte, sich selbst für „Mr. Orgasmusgarantie“ hielt und wir (mal wiiiiieder 😉) selbigen vortäuschen mussten, um dem Grauen ein Ende zu bereiten oder aber einem vermeintlichen Sunnyboy, der sich dann als komplexbehaftete Minisalami entpuppte.

Den Jungs rate ich zu diesem Buch, weil Ihr da echt mal was lernen könnt. Selten wird mieser Sex gleich vor Ort diskutiert. Ich meine, wie soll das auch gehen? „Süßer, bleib mal entspannt liegen, ich mach uns einen Birkenblättertee und dann reden wir mal über Deine sexuelle Inkompetenz. Hattest Du vielleicht eine schlechte Kindheit?“ Also, man sieht, das geht nicht. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass man sich noch vor dem Frühstück trennt und dann ein Stoßgebet gen Himmel schickt, man möge diesem Mann nie wieder über den Weg laufen.

„Versuch macht kluch“ sagt der Volksmund. Aber im Laufe der verschiedensten Erfahrungen ergeben sich dann doch einige „Warnhinweise“, wie man als Frau schlechten Sex vorab erkennen kann:

  • Geiz: Wenn ein Typ vorab fragt, was das Taxi zu Dir kostet und ob Ihr Euch die Kosten teilt, Finger weg! Wer so geizig ist, den dürft Ihr getrost Eure Steuererklärung machen lassen, in Euer Bett lasst Ihr ihn besser nicht!
  • Verantwortungslosigkeit: Vorsicht vor der „Nimmst-Du-eh-die-Pille?“-Fraktion! Diese Männer haben wohl seit dem Aufklärungsunterricht in der neunten Klasse kein Kondom mehr aus der Nähe gesehen, über HIV und diverse Geschlechtskrankheiten sind sie sowieso erhaben („Männer kriegen sowas nicht!“) und ihr einziges Verantwortungsbewusstsein liegt darin, eventuelle Vaterschaftsklagen zu vermeiden. Nicht sehr sexy.
  • Fitnessstudio / Sonnenbank: Keine Frage, ein gepflegtes Äußeres ist unabdingbar. Jungs, die ihren Körperkult jedoch so zelebrieren, dass sie nur noch „gemacht“ aussehen, sind meistens so von sich eingenommen, dass man als Frau absolut gar nichts davon hat. Solche Männer haben in der Regel auch jede Menge Spiegel in ihrem Schlafzimmer. Narzissmus rules. Uuuah.
  • Kneipenbekanntschaften nach Mitternacht: immer ungünstig, bleiben lassen! Alkohol enthemmt, keine Frage. Aber mal ehrlich, wie geil ist besoffener Sex denn wirklich? Na also. Faustregel: Küsse niemanden nach Mitternacht, den Du nicht auch schon um acht geküsst hättest. Bringt nichts, nur Ärger.

Tja, ich bin mir sicher, die ein oder andere von Euch hat noch mehr Tipps auf Lager. Haut rein, wir wollen die Mädels warnen und den Jungs helfen 😉 Und wie gesagt, „Schlechter Sex“ von Mia Ming lohnt sich für beide Geschlechter. Ich mach hier ja normalerweise keine Werbung, also nehmt es einfach als Buchtipp. Vielleicht geht’s Euch ja wie mir und Ihr habt ein bisschen Zeit zum lesen. Ich mach heute nämlich nichts anderes. Ich bin zwar jetzt wieder gesund, hab das aber gestern gleich so exzessiv gefeiert, dass ich mir den Knöchel verstaucht hab und mich keinen Meter schmerzfrei bewegen kann. Steven und Papa Spaß werden ihrem Ruf als Killerpralinen-Bodyguards langsam mehr als gerecht. Immerhin haben sie mich gestern zum dritten Mal gerettet. Das erste Mal nach meiner unerklärlichen Diskotheken-Ohnmacht, das zweite Mal bei meiner Autopanne und gestern wurde das verletzte Pralinchen erst durch die City getragen, dann nach Hause gefahren und sie bekam auch noch ein Yes-Torty geschenkt! In diesem Sinne, danke Jungs! :-*

A propos Jungs: Selbstverständlich dürfen auch die Jungs hier ihren Senf abgeben. Fänd ich persönlich fast noch spannender *hihi*

Sexy Grüße

Eure Lesepraline

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Schlüsselreize oder: Mann, wohin mit dem Mann?

War ja gestern wieder ein genialer Abend. Nachdem Uri-Ceng meiner Freundin und mir mal wieder die ereignisreiche Zukunft aus dem Kaffeesatz gelesen hatte (Brasiiiiiiiilien ich komme! *hehe*) haben wir uns ins Nachtleben gestürzt und sind in üblicher Runde (naja, fast üblicher Runde, immerhin gibt es einen „Neuzugang“ 😉 Süße, ich freu mich so für Dich!) auf die Geburtstagsfeier eines Freundes, auf der wir es, wie man uns kennt und liebt, ordentlich haben krachen lassen. Das Geburtstagskind hat mir in aufrichtiger Anteilnahme an meinem aktuellen Schlafproblem eine „Festplattenformatierung“ spendiert und so standen bereits nach wenigen Minuten die ersten Schnäpse auf der Theke und es gab äußerst seltsam anmutende Rauchwaren, die wohl enorm zum restlichen Verlauf des Abends beigetragen haben 😉

Wir haben gelacht, gesungen und getanzt und Killerpralinchen hat mehrfach Komplimente für ihre tollen Beine eingeheimst (die 9,90 € für den Jeansrock von KIK waren also eine lohnende Investition, Kinderarbeit hin oder her!) Und wie das nun mal so ist, bei soviel guter Laune und mit so tollen Beinen kann man nicht einfach die Sperrstunde hinnehmen, sondern muss weiterziehen. Also ab in die alte Heimat alias Beatschuppen und feiern was das Zeug hält. Ja, nur sperren die da auch irgendwann zu, aber praktischweise ist ja der Koi Club gleich nebenan. Ich für meinen Teil hätte zu diesem Zeitpunkt auch schon gut nach Hause gehen können, aber man lässt ja die Mädels nicht im Stich, also bin ich mit, hab mir für 1,50 € noch ein Wasser genehmigt (ja, in Landshut gibts das noch!) und mich über den süßen Max an der Bar gefreut. So, irgendwann war ich dann aber doch müde, heiser vom Singen und meine Füße hab ich auch nicht mehr gespürt. Meine liebe Freundin war eh gerade dabei sich eine alternative Möglichkeit des Nach-Hause-Kommens zu suchen, insofern ließ sie mich anstandslos ziehen. Ich für meinen Teil war dann um kurz vor fünf müde, erschöpft, aber glücklich zuhause in meinem Bett.

Nicht so meine Freundin.  Die hat sich mit diesem süßen Typen aus der Bar (der übrigens nicht aus Bayern war, was ja für einen One-Night-Stand geradezu perfekt ist!) in ein Taxi gesetzt und ist mit ihm zu sich nach Hause gefahren. Jetzt muss ich dazu sagen, dass eine Taxifahrt zur süßen Megaperle (ich nenn sie jetzt einfach Megaperle, ein bisschen Diskretion wollen wir ja nun doch wahren…) doch mit sage und schreibe 25 Euro zu Buche schlägt, Ihr könnt Euch also vorstellen, dass sie nicht gerade zentral wohnt 😉 Zuhause angekommen stürzen die beiden Kurzzeit-Verliebten auf die Eingangstüre zu und uuuups! Der Haustürschlüssel ist weg. So, nun hat man ja üblicherweise irgendwo in der Garage, unter dem Fußabtreter oder sonstwo einen Zweitschlüssel deponiert. Nicht so unsere liebe Megaperle, was soviel heißt wie: Problemlage. Der Schlüssel liegt im Auto. Das Auto steht in Landshut. „Warum hast Du keinen Haustürschlüssel am Autoschlüssel?“ „Ja weil’s ein Autoschlüssel ist Du Nase!“ Megaperlchen hat es sich Schluesselreize  © Foto by martini dann, man will ja Zeit zum Überlegen gewinnen, mit ihrem Flirt im Gartenhäuschen gemütlich gemacht, sofern man hier von gemütlich reden kann. Ich kenn jetzt ihr Gartenhäuschen nicht, kann mir aber trotzdem wesentlich romantischere Orte für ein spontanes Stelldichein vorstellen…. kurz und gut, es war Nacht, es war kalt und man hatte Lust auf ein kuscheliges Bett zum austoben. Nur, was tun, wenn der Weg ins eigene Haus versperrt bleibt? Zündende Idee: man ruft seinen Exmann an! Immerhin wohnt der um die Ecke und er hat einen Hausschlüssel! Tja, nur dumm jetzt, wie erklärt man seinem Ex, dass man um sechs Uhr morgens mit einem wildfremden Mann ganz schnell und unbedingt sofort ins Haus muss? Gar nicht. Man schickt den Wildfremden für die Zwischenzeit einfach weg. „Du, geh mal ne halbe Stunde spazieren, bis mein Ex hier war und mir die Tür aufgesperrt hat!“ Brav wie ein Mann nun mal ist wenn er die Aussicht auf eine heiße Nacht geboten bekommt, verkrümelt er sich und besichtigt erstmal die schönsten Dörfer Niederbayerns.  In der Zwischenzeit kommt Herr Ex-Megaperle, hat den Hausschlüssel dabei und auch noch das gemeinsame Töchterchen im Schlepptau, denn die hätte er ja sowieso wenige Stunden später zurück zur Mama gebracht. So, neue Problemlage: Jetzt ist Megaperlchen zwar wieder in ihren eigenen vier Wänden, nur mit dem Töchterchen im Kinderzimmer geht der Plan von ein bisschen unverbindlichem Spaß leider nicht mehr auf. Schluesselreize  © Foto by martini Was also tun? Verdrängen hat sich noch immer bewährt! Also schnell ab ins Bad, Schlafanzug angezogen und ab in die Heia. Ach so, der Typ kommt ja wahrscheinlich zurück. Hui, dann stellen wir mal lieber eben noch die Klingel ab! Gute Nacht allerseits!

Ich hätte zu gern das Gesicht von dem armen Trottel gesehen.  Der arme Kerl muss erst eine halbe Ewigkeit spazieren gehen, nur um dann festzustellen dass Megaperlchen es sich anders überlegt hat. Zwar aus einer gewissen Art von Notlage heraus, aber immerhin anders überlegt. Ob und wie Mr Right-for-almost-one-night nach Hause gekommen ist, ist bis dato ungeklärt. Im Gartenhaus hat er nicht geschlafen, das hat unser Megaperlchen heute Morgen kontrolliert.

Die „Feine Englische“ sieht anders aus. Aber wer weiß wofür es gut war. Alles hat immer irgendwo seinen Sinn. Und der liebe Gott hat sich sicher was dabei gedacht als er Dich Deinen Schlüssel hat vergessen lassen.  Andererseits, wenn sowas öfter passiert, dann wird sich Uri-Cengs Zukunftsprognose wohl eher nicht bestätigen.  Aber ich glaub da müssen wir uns keine Sorgen machen. Irgendwann kommt auch Dein Schlüsselmeister Süße. Und bis dahin hast Du eben einfach noch ein bisschen Spaß. Weil wenn Du jetzt sagst, diese Aktion heute Nacht hätte Dir keinen Spaß gemacht, dann glaub ich Dir nicht 😉

Abschließend ein Versöhnungsbussi an alle stehen-, sitzen- und liegengelassenen Männer. Manchmal muss halt ein Einziger all das ausbaden was die Gesamtheit von Euch uns mal angetan hat 😉

In diesem Sinne entschuldigende Grüße
die Schlüsselpraline

P.S.: Diese Geschichte ist auf ausdrücklichen Wunsch meiner Megaperle entstanden. und Kommentare sind NATÜRLICH erwünscht!

One Nights Stands vermeiden!

One Night Stands halten erfahrungsgemäß nicht, was sie vorab versprechen. Trotzdem passiert es ab und an, und es tut uns schon wieder leid bevor es überhaupt zur Sache gegangen ist. Drum hier die Top Ten der besten Vermeidungsstrategien.

(Zusammengetragen von den Girls der „Haute Volée mit dem Über-Schmäh“ )

  1. Rasiere Deine Beine (respektive natürlich auch Achseln und mittiger gelegene Körperstellen) nicht.
  2. Trag alte verwaschene Unterwäsche, am besten mit Herzchen oder peinlichen Snoopies drauf.
  3. Trag billige Plastik-Turnschuhe, in denen Du ordentlich schwitzt. Allerdings nur wenn Du nicht vorhast vielleicht bei einer Freundin zu nächtigen.
  4. Trag immer ein Foto von einem Verflossenen bei Dir der im Bett so richtig mies war. Wenn Du schwach zu werden drohst, hol es raus und erinnere Dich an den Kerl der sich heute noch fragt was Du immer von dieser komischen Klie Doris gefaselt hast.
  5. Instruiere Freundinnen, bei Gefahr einzuschreiten. Es reicht wenn sie in Gegenwart Deines riskanten Flirts nach einem Tampon fragen (Sag pauschal einfach immer ja!). Der Typ verliert schlagartig das Interesse.
  6. Verbünde Dich vorab mit Deinem Lieblings-Barkeeper. Sag ihm er soll, wenn er Dich in Gefahr sieht, herkommen und den Typen fragen ob er Deine Schnapszeche von 200 € übernimmt. Auch dann wird er im Regelfall sofort die Biege machen.
  7. Bitte vorm Weggehen Deine Eltern ob sie Dich nicht später abholen und nach Hause fahren.
  8. Wenn Du einen Bruder hast, geh mit ihm weg. Er wird es nicht zulassen, dass Du Dich an den nächstbesten Trottel verschenkst.
  9. Verabrede Fahrgemeinschaften mit Leuten die Dich für total anständig und prüde halten. Schließ Dich zum Beispiel einem Bibelkreis an, die Hemmschwelle diesen Leuten zu erklären dass Du nicht allein heimfährst ist hoch.
  10. Trink mit Deinen Freundinnen 8 bis 10 „Pfui Deifi“. Das ist die sicherste Methode der ONS-Vermeidung. Du bist danach nämlich nicht mehr in der Lage was anzustellen.