Heiter bis wolkig

Ein Buch mit dem Titel „Was Männer wirklich wollen“ MUSS man als Frau ja zumindest mal in die Hand nehmen. Könnte ja sein, dass außer Bier, Fußball und nie-mit-zu-Ikea-fahren noch andere Dinge drin stehen, und wir somit noch was lernen können.

Gekauft hab ich’s nicht, denn ganz ehrlich, so berauschend waren die Erkenntnisse von Sex-Expertin Hooper, ihres Zeichens ehemalige Professionelle, nun nicht. Dass Massagen antörnen können, ein gewisses Maß an Körperhygiene unabdingbar ist und dass ein süßer Cocktail sich auf den Geschmack sämtlicher Körperflüssigkeiten günstiger auswirkt als acht Bier und ein Zwiebelbrot, das war mir auch vorher klar.

Über einen Tipp bin ich jedoch beim Querlesen gestoßen, den ich Euch einfach nicht vorenthalten möchte. Nicht weil ich ihn empfehlen kann (hab’s nicht probiert, der REWE hatte gestern leider schon zu 😉 ), sondern weil mich interessieren würde ob Männer da tatsächlich drauf abfahren, ob’s schon mal irgendwer ausprobiert hat, ob die Mädels sich vorstellen könnten das zu versuchen und überhaupt: ich würd da einfach total gern mit Euch drüber diskutieren *lach*

Frau Hooper empfiehlt uns Mädels, für die ultimative  orale Verwöhnperformance an unserem Liebsten, einige Marshmallows in den Mund zu stecken, bevor wir uns an die „Arbeit“ machen. Die weiche, sich langsam in klebrige Creme verwandelnde Schaummasse soll ihm angeblich das Gefühl vermitteln, „in Wolken zu tauchen“. Ja nee, is klar, oder? Dann wissen wir ja was los ist wenn unser Schatz uns demnächst nur noch „meine kleine Wolke“ nennt…

Jetzt mal ernsthaft liebe Männer: Was ist denn dran an Frau Hoopers Wolkentheorie? Steht Ihr da echt drauf? Wollt Ihr allen Ernstes dass wir mit von Zuckerzeug vollgestopften Hamsterbacken vor Euch knien,  Euch die „Spirit-in-the-Sky“-Nummer machen und in einen Zuckerschock verfallen? Nicht wirklich, oder?

Vielleicht entspringt Frau Hoopers Tipp ja eher dem Acht-Bier-und-ein-Zwiebelbrot-Drama“. Weil in diesem Fall könnte ich mir so einen geschmacksneutralisierenden Marshmallow durchaus als sehr angenehm vorstellen. Aber sonst? Einfach so? Wegen der Wolken???

Andererseits trau ich den Männern ja inzwischen alles zu. Ich will nicht wissen wie viele arme Apfelkuchen damals nach diesem American Pie-Film ihr Leben lassen mussten. Warum also nicht auch mal mit Marshmallows experimentieren. Kann man danach immer noch überm Feuer rösten wenn’s nix war mit Wolken und so.

Nun ja, meine Lieben, erzählt mal was Ihr so davon haltet. Vielleicht gibt’s ja tatsächlich schon die ein oder andere Marshmallowexpertin unter Euch. Oder den ein oder anderen Wolkenfachmann. Klärt mich mal auf, ob es lohnt, sich beim nächsten Einkauf nach „Mäusespeck“ umzuschauen 😉

In diesem Sinne, klebrige Grüße

Eure Schaumzuckerpraline

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Ex-Alkis und geschminkte Pimmel

Ich beweg mich ja gerne in den virtuellen Weiten des World Wide Web. Es ist so unheimlich praktisch, jede Info ist innerhalb von Sekunden verfügbar, man ist zu jeder Tages- und Nachtzeit mit allen seinen Lieben vernetzt und nicht zuletzt hat man ja auch unglaublich viel Spaß mit all den Irren, die sich so auf der anonymen Spielwiese des Internets rumtreiben.

Ihr wisst ja, wie sehr ich auf Anmach-Mails stehe. Wildfremde Männer, mit wenig Hirn, dafür mit umso größeren Ambitionen mich (oder wahlweise dreihundertsiebenundvierzig andere Mädchen) klar zu machen. Am besten jetzt sofort, auf jeden Fall noch heute, und ja, die Telefonzelle hinterm Bahnhof wäre völlig ok als Treffpunkt. Uuuuh yeah.

Wenn jetzt so eine Nachricht besonders kreativ ist oder aber auch einfach nur extrem dreist, dann antworte ich gerne, einfach um zu sehen, wie weit diese Typen sich noch zum Affen machen bevor sie dann ihren Korb kassieren. Ihr erinnert Euch vielleicht an meine Begegnung mit dem türkischen Wörterbusch oder Herrn „In Österreich klappt’s immer“. Sowas ist immer lustig und heitert den trockenen Büro-Alltag ungemein auf.

Aber es gibt halt auch Nachrichten, da fällt mir einfach nichts mehr zu ein. Meine Mädels und ich „sammeln“ solche Schätze der virtuellen Flirtkultur ja inzwischen regelrecht. Ein sehr schönes Hobby im Übrigen. Früher haben wir Sticker gesammelt und getauscht, heute eben kuriose Flirtnachrichten.

Schreibt mich letztens nicht einer an, da hatte ich echt keine Worte mehr. Es war eine relativ lange Nachricht, was mich erstmal erfreut hat, denn meistens kommt ja nichts außer „Hi“ (suuuper Jungs!) Aber als ich dann angefangen hatte zu lesen, war’s auch schon vorbei mit der Freude. Der Mann schrieb, er sei 47, schule gerade um auf „psychosozialer Lebensberater“, habe 12 Jahre auf der Straße gelebt und mittlerweile seine Alkoholsucht bezwungen, immerhin sei er seit einigen Monaten trocken. Er sei auf der Suche nach einer liebevollen Partnerin, mit der er sich den Traum von Familie und Eigenheim verwirklichen könnte.

So weit, so gut. Das ist ja mal ein echtes Schicksal. Und Hut ab, wenn einer es schafft, sich aus so einer Situation wieder hoch zu rappeln und seine Sterne neu zu ordnen. Hat meinen ganzen Respekt, ehrlich. Nur wie reagiere ich auf so eine Mail?

Muss ich da echt zurück schreiben und diesem Kerl erklären dass ich a) erst 30 bin (und mein eigener Vater im Übrigen dieses Wochenende erst 50 wird…. Merkt Ihr was?), und dass ich b) mit „psychosozialer Lebensberatung“ nichts am Hut habe, weil ich weder will dass meine feng-shui-mäßig total unterversorgte Wohnung von einem schizophrenen Schamanen ausgeräuchert wird, noch habe ich große Lust mein Schicksal den bunten Tarotkarten aus „Y mit Gimmick“ zu überlassen und bei Landkaffee und Tofu-Kräckern über meine kosmischen Probleme zu reden, nee danke. Da geh ich lieber mit den Mädels einen trinken, da weiß ich was ich krieg. Aber ganz abgesehen davon, muss ich hier tatsächlich hergehen und eine Erklärung abgeben, warum ich kein Interesse habe, mit einem alternden Ex-Säufer Kinder zu machen und ein Haus zu bauen, von all dem schönen Vermögen das er während seiner Zeit auf der Straße angehäuft hat? Muss ich? Nein, muss ich nicht. Ich hab dem Schreiber in diesem Fall gar nichts geantwortet. Hätte ich ein „Nein, kein Interesse“ geschickt, wäre unweigerlich die Frage nach dem „Warum“ gekommen. Und bei mir das schlechte Gewissen. Das ist doch die totale Ober-Scheiße sowas, man bzw. frau hat ein schlechtes Gewissen wenn sie einem Loser einem Korb gibt, nur weil der arme Mann halt nicht so viel Glück gehabt hat wie man selber. Aber das Leben ist hart und von Mitleid hatte noch nie jemand was. Keine Antwort ist auch eine Antwort und der Schreiber, der so gerne mit mir eine Familie gegründet hätte, hat mal wieder keinen Stich gelandet. Was sind wir Weiber doch arrogant, hochnäsig und was bilden wir uns eigentlich ein uns für Ansprüche rausnehmen zu können. Tja, wir sind vielleicht allein, aber halt noch nicht verzweifelt. Sorry.

In diesem Fall hätte ich gerne mit meiner Freundin Megaperle getauscht, die hat nämlich am selben Tag eine Nachricht bekommen von nem Typen, der sich von Frauen gern sein bestes Stück schminken lässt und danach die Frau mit Klebeband fesselt, bevor er sie mit seinem frisch bemalten Pullermann beglückt. Da hätte ich gerne geantwortet, das wäre mit Sicherheit eine interessante Studie geworden. Oder aber der erste Termin für den psychosozialen Lebensberater.

In diesem Sinne,

schau ma mal was der virtuelle Postbote noch so alles bringt.

Hochnäsige Grüße

Eure arrogante Praline

Zucchiniauflauf im Desert Valley

„Boah, ich sag’s Euch, als ich den gesehen hab, bin ich erstmal raus in die Küche und hab eine geraucht.“ Gabi, 33, erzählt uns von ihrer ersten unheimlichen Begegnung der kleinen Art. Sie nimmt meine Hand, streckt meinen kleinen Finger aus und sagt. „So.“ Hm, mein kleiner Finger ist nicht sehr lang. Trotz der Fingernägel. Sie quetscht Ring- und Mittelfinger aneinander, um mir in etwa den Durchmesser zu vermitteln. Immer noch übel, ich hab sehr zarte Händchen…

Betroffenes Schweigen macht sich breit. Sieben junge, wunderschöne Frauen sitzen am Küchentisch, es stehen schon ein paar leere Weinflaschen rum. Im Aschenbecher glimmt eine Marlboro vor sich hin. Susanne findet als erstes die Worte wieder: Ich hab mal einen gehabt, bei dem wars ähnlich. Großer, bulliger Typ. Aber im Süden gähnende Leere. Hab den dann nach Hause geschickt.“ Entsetzen. „Du hast ihn NACH HAUSE GESCHICKT???“ – „Ja. Er saß da, präsentierte stolz sein Desert Valley und sagte, mach mal! Ja was zum Geier sollte ich damit denn machen? Aufblasen?“ Wir lachen.

Den Gesichtern nach zu urteilen hatte jede von uns schon so eine Begegnung. So ganz pauschal heißt es ja „Die Größe ist nicht wichtig, auf die Technik kommt’s an.“ Ja, mag sein. Den kleinen I-Pod finden wir super. Kleinwägen mögen auch gern, passen in jede Lücke. Kleingeld ist immer praktisch. Kleine Kinder sind total süß. Aber wir sprechen hier von Männern. Bzw. deren bestem Stück. Heikles Thema. Gut, unter uns Frauen jetzt nicht, auch wenn ich bei Gabi eben glaubte, sie würde gleich anfangen zu weinen aufgrund der schrecklichen Erinnerung. Aber man kann ja mal drüber reden. Vielleicht sollten wir erstmal klären. Wie klein ist überhaupt klein? Ich klaue hierzu ein bisschen im Netz. (ganzer Artikel unter:http://www.sexualberatung-online.net/penis/die-penisgroesse/)

„…Mediziner sagen, dass man bei einer Penisgröße von unter 10 cm über Therapien nachdenken sollte. Sexualtherapeuten hingegen meinen, dass ein Penis schon dann zu klein ist, wenn man persönlich unzufrieden ist mit der Penisgröße. Der mitteleuropäische Durchschnittspenis hat Statistiken zufolge eine Länge von 13,5 cm….“

Gut, nächstes Mal messen wir also erstmal munter drauf los. Jetzt sagen ja (die kleinen) Männer, es käme auf die Größe gar nicht so sehr an und verweisen auf Statistiken, in welchen die Frauen dies bestätigten. Nun, getreu dem Motto „Glaube keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast“ zitiere ich nun noch mal oben genannte Quelle:

„…Denkbar ist hier vielleicht folgendes Szenario: Fragen sie als Frau mit kleinem Busen einen Mann ob er auf große Busen steht. In 99% der Fälle wird der Mann aus Pietät sagen: Nein, nicht die Größe ist entscheidend, sondern XYZ, Persönlichkeit oder sonst etwas……Welche Frau empfindet einen kleinen Penis als erotischer oder optisch ansprechender als einen großen? Ich denke die Frauenwelt war bis dato einfach nur so höflich bei der Beantwortung dieser Frage zu einer gnädigen Notlüge zu greifen….“

Bingo. Diese Aussage deckt sich mit der der sieben jungen wunderhübschen, inzwischen gut betrunkenen Frauen. Die Frage „Findest Du ihn zu klein?“ zwingt Dich zur Lüge. Sagst Du die Wahrheit, gibt’s Ärger. Also schwindelst Du und hoffst auf das Beste. Oder aber Du machst es wie Susanne und schmeißt ihn raus. Wobei Du dann aber nie erfährst, ob er es nicht vielleicht doch drauf gehabt hätte.

Ich für meinen Teil lege beim ersten Mal immer demonstrativ eine besonders große Zucchini in die Küche. Im Regelfall werd ich drauf angesprochen. Ich lasse den Frager dann aber im Unklaren, was ich mit dieser Zucchini denn vorhabe. Ist der Mann entsprechend ausgestattet, dann ist das Gemüsethema sowieso vom Tisch. Ist er es nicht, kann ich mir aber sicher sein, dass er sich besonders anstrengen wird, in Gedanken immer bei meiner Riesenzucchini. Bisher konnte ich nicht klagen. Gut, ich hab auch nie nachgemessen. Aber Ihr wisst ja, die Schönheit und das Auge des Betrachters… Meistens hab ich danach einen Zucchiniauflauf gemacht. Und einen Teller davon meinem Süßen serviert. Mit einem romantischen Kerzchen dabei. Kann also nicht meckern. Oder ich hatte bisher einfach Glück. Schnappatmung und den dringenden Wunsch nach einer Zigarette gabs bei mir nicht. Wenn dann aus einem anderen Grund. Einem sehr sehr schönen 😉

In diesem Sinne lass ich Euch heute ausnahmsweise nur einen ganz kleinen Gruß da 😉 Und hoffe Ihr diskutiert jetzt fleißig mit mir und meinen Mädels. Kommentare von Männern sind ausdrücklich erwünscht!

So und jetzt drückt mal bitte einer die Scheiß-Marlboro aus. Dankeschön.

Eure große Praline