Winterschlaf mit Colt Seavers

Blankes Entsetzen, als ich eben folgende Nachricht meiner lieben Freundin Romy las:

„Heute am 14.10.2009 um 8.49 bei Antenne Bayern hörte ich viel zu früh:

„Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away….“

Ich seh scho, irgendwann spielen die des bescheuerte Lied schon im Sommer

Vor genau einer Woche hatte es noch 27 Grad und bin im Biergarten gesessen…. Also ab in den Winterschlaf, wer macht mit?? Aufwecken erlaubt ab 01.03.2010 „

Gott sei Dank bin ich davon noch verschont geblieben. Aber um 8:49 Uhr konnte ich auch keine Musik hören, ich war nämlich ganz brav in der Schule (im Kindergarten triffts eher, aber das ist eine andere Geschichte 😦 )

Hab aber weihnachtsboykottsmäßig schon abgeloost und heute die ersten Domino-Steine vernascht. Tja, ist halt so, im Kindergarten sind die Kinder mit den Süßigkeiten immer schon die beliebtesten gewesen. Da kann ich mit meinen geschnippelten Möhren (in Bayern übrigens: „Geibe Ruam“!) nicht punkten. (Die hab‘ ich übrigens auch brav wieder mit heim gebracht. Gut, dass meine Mama keine „Hast-Dein-Pausebrot-aufgegessen-Kontrolle“ mehr machen kann. Sie würde mich töten.

Nachdem ich aber dann am Nachmittag bereits im Schneegestöber nach Hause gefahren bin, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis George „The Scheißhaufen“ Michael auch mir wieder die Ohren vollsäuselt. Und das Gesabbel brennt sich einem ja ins Trommelfell, da is‘ jeder Tinnitus eine Wohltat dagegen. Ich versteh‘ gar nicht warum die immer noch dem Bin Laden nachjagen. Die sollten lieber mal bei Antenne Bayern Terror-Leiki abholen oder wer immer diesen Anschlag auf die Ohren der lieben Romy verübt hat.

Dabei hab ich mich gestern noch gefreut, als die bei Antenne ihren „80er-Tag“ hatten und ich nach vielen vielen Jahren mal wieder das Colt-Seavers-Lied gehört hab… hach, war das schön! Aber nee, jetzt ausg’schissen. Wer im Oktober schon „Last Christmas“ spielt, der frisst auch kleine Kinder.

In diesem Sinne, gute Nacht, ich geh mit Romy schlafen. Weckt uns bitteschön am 01. März auf. Ich hätt‘ dann gern nen Café Latte und zwei weichgekochte Eier, falls sich das jemand merken kann. Danke.

P.S.: Für alle Nostalgiker noch ein Betthupferl:

 

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Morgendliche Übelkeit bis Weihnachten

„Ich könnt‘ kotzen!“

Mit diesen Worten wurde ich heute morgen begrüßt. Zugegeben, es gibt schönere Arten, einen Guten-Morgen-Gruß zu bekommen. „Hallo Steffi, gehts Dir gut?“ zum Beispiel, oder „Na, gut geschlafen?“. Aber ok, in diesem Fall bin ich gar nicht böse und bringe der Welt allergrößtes Verständnis auf.

„Ich könnt‘ kotzen“ war der Beginn einer E-Mail an mich von einem treuen Killerpralinen-Fan, der mit einem Geschichten-Wunsch an mich herangetreten ist. Der Arme war nämlich in diesem Jahr der Erste. Der Erste, der sich heute, wohlgemerkt am 30. Oktober 2008, um 07.15 Uhr der traurigen Wahrheit stellen musste:

„Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away….“

Hammer, oder? Halloween ist erst morgen, aber das Gruseln hat somit heute schon begonnen. Ich persönlich mag dieses Lied ja echt gerne, nur eben halt an Weihnachten, eben dann, wenns bisserl schneit, wenn ich am Christkindlmarkt ein Glühweinchen trinke, ein paar heiße Maronis knabbere, mir die Zehen abfriere und drüber nachdenke ob ich mir einen halben Meter Bratwurst kaufen soll, diesen Gedanken dann verwerfe und lieber noch einen Glühwein ordere. Aber jetzt schon, im Oktober? Na ich weiß nicht!

Im Supermarkt grinsen mich ja schon seit Anfang September diese doofen Nikoläuse an, ich verstehs nicht. Gibts echt Leute, die jetzt schon Schokoladennikoläuse kaufen? Oder diesen ganzen anderen unchristlichen Weihnachtssüßkram wie Marzipanbrote, Lebkuchen oder diese unsäglichen Schokokugeln von Milka, die schmecken als hätte man sie seit Ostern in alten Socken gelagert? Zum Glück hab ich heut früh nicht „Last Christmas“ hören müssen, ich wär wohl postwendend zurück in mein Bett gekrochen und hätte geheult. Bis Heilig Abend. Wie gesagt, ich mag das Lied ja. Auch wenn es für mich jede Glaubwürdigkeit verloren hat. Ich mein da singt der Michael George was von Herz verschenkt und Herz gebrochen, ich mein hallo? Ein Typ der alle Nase lang aus spritzenverseuchten Herrenklos gezogen wird, bis oben hin voll mit Drogen und immer einen minderjährigen Stricher/ Junkie im Schlepptau, na ich bitte Euch. Von so einem will ich mal nix hören von großer Liebe und so. Und sonderlich weihnachtliche Gefühle kommen da auch nicht auf. Aber gut, wenn dann Schnee liegt, die ersten Päckchen unter den Weihnachtsbaum gelegt werden (äh übrigens… ich wünsch mir ein Diktiergerät, habt Ihr das alle vernommen? 😉 ) und es überall in der Wohnung nach Zimt und Vanille riecht, dann sieht man über die perversen Ausschweifungen von Herrn George gern wieder hinweg und alles ist gut.

Trotzdem, am 30. Oktober, noch dazu in aller Frühe auf nüchternen Magen, da packt das keiner. Ich befürchte, nachdem nun aber der erste Radiosender (welcher wars eigentlich?) damit angefangen hat, werden wir bis Mitte Januar wieder täglich gefoltert werden. Nicht nur mit Wham!, nein, es gibt ja noch ganz andere gruselige Weihnachts“hits“, wie etwas dieses unsägliche „Driving Home for Christmas“ (ich frag mich, kommt der Typ bitte irgendwann mal zuhause an???) oder aber „Merry Christmas Everybody“ von Slade…. unglaublich. Ich hasse es und trotzdem dringt dieser Song spätestens Ende November so dermaßen in mein Unterbewusstsein dass ich ihn die ganze Zeit summen muss. Das ist wie mit meinem Toaster, der spielt beim Toast-Auswerfen den Disney-Song, wenn ich also morgens Toast frühstücke dann pfeife ich den ganzen Tag diese blöde Melodie…. werd wohl um Weihnachten rum noch mehr Toast essen umd Slade zu boykottieren…

In diesem Sinne, mein allerherzlichstes Mitgefühl an alle, die heute morgen „Last Christmas“ hören mussten. Speziell natürlich an Brösel, der seinem Unmut gleich im Pralinchen-Briefkasten Luft gemacht hat.

Für alle anderen gibts jetzt auch ein Weihnachtslied. Ein australisches….

 

Vorweihnachtliche Grüße

Eure Praline

PS: Happy Halloween an alle. Und ein frühliches „Hallo Wien!“ an Rhea 😛

Radio Gaga

Nachdem ich mit meiner blöden Schlachtschüssel von einem Auto in letzter Zeit ja nur Probleme habe, und nachdem ich im Laufen ja auch nicht so gut bin (mein Fuß schmerzt immer noch *ähem*) wurde mir heute Morgen ein wunderbares Ersatzfahrzeug anvertraut. Pralinchen ist nun die nächsten Tage mit einem echten Audi unterwegs. Opulente VIER Ringe statt der sonst mickrigen zwei Buchstaben. Der Wahnsinn!

Jedenfalls war ich mit genau diesem Audi heute früh unterwegs, und bedingt dadurch dass ich trotz Dunkelheit und Nebel und Berufsverkehr ja austesten musste was das Baby hergibt 😉 konnte ich mich auf der Autobahn schlecht um die Sendersuche am Autoradio kümmern. Soweit reicht nicht mal meine Konzentrationsfähigkeit. Also hab ich den voreingestellten Ö3 gehört. Und da lief dann ein kurzes Interview mit zwei Zukunftsforschern, die zur momentanen Bankenkrise Stellung genommen haben. Glaubt man den beiden Herren, dann wirkt sich die aktuelle Katastrophe letzten Endes mehr als positiv aus. Denn die Menschen werden sich nun wieder mehr auf traditionelle Werte konzentrieren. Beziehungen werden wieder wichtiger, Nachhaltigkeit wird das Thema der nächsten Jahre sein. Der Mensch wird sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ok, böse Zungen könnten jetzt behaupten, wenn Du pleite bist, bleibt Dir ja gar nichts anderes übrig als Dich wieder mit Deinem Alten auf dem Sofa anzufreunden, denn die Kohle für Prosecco mit den Mädels is ja futsch. Und nachhaltig werden wir dann auch, is ja kein Geld mehr da um alle zwei Jahre ein neues schickes 15-Liter-Auto zu ordern. Aber nein. Sollte die Zukunftsforschung tatsächlich Recht behalten, dann wäre das doch schön, oder? Die Menschen hätten sich wieder lieb, man würde wieder ein bisschen enger zusammenrücken, zusammenhalten, die ach so moderne Unverbindlichkeit in Beziehungsdingen würde der traditionellen Partnerschaft wieder Platz machen und wir würden uns wieder eher den heimischen Kartoffeln widmen anstatt auf argentinisches Rind zu pochen. Wär das nicht was? Längst überfällig, oder?

Andererseits würde ich dann auch die kostenintensiven zwei Buchstaben, respektive „meinen“ neuen Audi gegen ein Elektroauto tauschen müssen. Ich würde für eine schnöde Butterbreze beim nachhaltigen Biobäcker drei Euro zahlen. Und argentinisches Rindfleisch ist doch eigentlich ziemlich geil. Hm, ist wohl gewöhnungsbedürftig diese ganze Trendwende.

Gewöhnungsbedürftig war auch die zweite Nachricht auf dem Ösi-Sender, nämlich die Hysterie um den Tod Haiders. Fühlte mich an Lady Di erinnert und dass dieser Vergleich hinkt, muss ich ja nicht erklären. Ich hab ja mal versprochen hier nicht politischer zu werden als nötig und ich versprech Euch, auch bald wieder einen lustigen Artikel zum Thema Nr. 1 (DREI Buchstaben 😉 ) zu posten (hab da einen phänomenalen Tipp gelesen…. Ich sag nur Marshmellows…. Ihr dürft gespannt sein!) aber der Wahnsinn um den Tod dieses Irren, darüber kann ich mich einfach nur aufregen. Unfalltod hin oder her, aber diesen Mann als Helden zu verehren finde ich schon äußerst fragwürdig. Aber gut, gibt’s ja auch bei uns genügend A****löcher, die jetzt sagen würden, das Pralinchen ist heute Morgen über eine Autobahn geheizt, die es ohne einen ebenso kranken, irren „Helden“ auch nicht gegeben hätte. Tja, manches Hirn reicht halt nur bis kurz hinter die Standspur.

In diesem Sinne, nachhaltige Grüße

Eure Raserpraline

P.S.: Ich starte meine ganz persönliche Trendwende indem ich mal wieder ein paar „HDLs“ verteile, nämlich an meine Mama, meine „beiden“ Papas, meine nachhaltigen Brudis (der eine Veganer, der andere Spritsparexperte 😉 ) und an alle meine Freunde!

Der nervige Zitronenbaum

Also, wenn ich ein Lied auf dieser Welt echt nicht packe, dann ist es dieses Pseudo-Gute-Laune-Lied „Lemon Tree“ von Fool’s Garden. Kein Wunder dass die Band so heißt, weil jemand anderer als ein Volltrottel würde so ein Lied nicht singen. Es ist mir unbegreiflich, wie dieser Song es überhaupt damals in die Charts geschafft, aber noch viel unbegreiflicher ist mir, wie es sein kann, dass er auch heute noch, Jahre später immer noch irgendwo gespielt wird.

Ich steige heute Morgen in mein Auto (und juhuuuu! Es springt an! 😉 ), und auf Antenne Bayern läuft, na was wohl, „Lemon Tree“. Angewidert schalte ich um auf Bayern 3, höre die letzten Takte eines Werbejingles und dann: „Lemon Tree“. Blöder Zufall, die haben sich wohl abgesprochen. Also wieder Knöpfchen gedrückt, rüber auf das gute alte solide Radio Trausnitz, aber auch da: „Lemon Tree“. Unfassbar! Ist das hier versteckte Kamera oder was? Genervt schieb ich die Kassette in den Rekorder und endlich kann ich entspannt losfahren. Alice Cooper, „Poison“. Gut, nicht ganz das, was ich mir gewünscht hätte, aber allemal besser als das blöde Lied vom Zitronenbaum. Und außerdem muss ich ja nur die drei Minuten in die Arbeit überbrücken, insofern, taugt Alice Cooper allemal.

Ich sollte mir doch endlich mal einen CD-Player fürs Auto anschaffen. Aber eigentlich sind es nur Ausnahmesituationen, in denen er mir fehlt. Ich komm ganz gut mit Radio klar, zumal ich nicht viel Zeit im Auto verbringe und das Radioprogramm an sich ja nicht sooo übel ist. Ich bin ja ein Fan von Antenne, Leiki und Lehmann, der Herr Nullinger und jede Menge Musik. Gut, den „Kleinen Nils“ wenn ich höre, dann kommen doch Entführungsgedanken hoch, der ist einfach so nervig, am liebsten würd ich den aus dem Äther zerren und irgendwo an der Autobahn aussetzen. Aber so generell find ich Antenne Bayern gut. Bei Bayern 3 wird mir einfach zuviel gelabert. Und was Radio Trausnitz angeht, naja, was soll man dazu sagen. Lokalradio eben. Manchmal hab ich den Eindruck, Trausnitz verfügt lediglich über eine einzige CD „Die nervigsten Oldies Volume 1-7“. Und die läuft tagein tagaus rauf und runter. Das Einzige was meine Theorie widerlegt ist, dass „Lemon Tree“ wohl auf keinem Oldiesampler drauf ist. Aber naja, vielleicht war das mal eine Gratisbeigabe im von Trausnitz abonnierten Magazin „Radio machen für Anfänger“. Trausnitz ist halt super, immer so kurz nach halb, da werden die Blitzermeldungen durchgegeben. Und das hat sich schon so manches Mal als äußerst praktisch erwiesen.

Wenn jetzt das Radio für die paar Minuten die ich täglich im Auto unterwegs bin, nichts zu bieten hat, dann halten mir die beiden Kassetten die Treue, die ich schon seit 1996 in meinem Auto habe. Die sind sogar vom Ford in den VW mit umgezogen. Auf der einen ist, looogisch! Brian Setzer mit den Stray Cats drauf, wenn auch inzwischen durch das jahrelange Abspielen ein wenig müde und abgekämpft. Auf der anderen diverse Rock-Klassiker, wie eben Alice Cooper, Whitesnake, Cinderella, Firehouse etc. Ich bin halt eben doch schon dreißig. Scheiße.

Immerhin, als ich aus meinem Auto heute Morgen wieder ausgestiegen bin, hatte Alice seine Pflicht erfüllt, mir war nach einer Zigarette und ich hab drüber nachgedacht mir Latex-Unterwäsche zu kaufen. Bei „Lemon Tree“ hätt’ ich lediglich einen Baseballschläger gesucht und mein Autoradio in Stücke geschlagen. Vielleicht war die Dreiwegebeschallung mit dem Nervsong aber auch irgendein göttlicher Plan. Nachdem ich die letzten Tage ja irgendwie nicht so recht in Schwung komme und irgendwie grad wieder eine klassische „Frauen-über-30-Standard-Krise“ schiebe, wollten der liebe Gott, das Universum oder Elvis mir einfach eine Botschaft übermitteln: „Wenn Dir das Leben eine Zitrone schenkt, dann mach Limonade draus“. Ha ha. Hätten sie mal lieber einen Song über Bier gespielt.

In diesem Sinne, sauer macht lustig, also reinbeißen und grinsen!

Eure Zitronenpraline