Ausflippen mit den Flippers…

Nee, also echt! Ich krieg hier die totaaaaale Krise Leute!

Wißt Ihr, es is ja nicht so, dass ich nicht eh schon voll am Ende wäre, körperlich so gut wie tot und nervlich ein totales Wrack, nein, reicht noch nicht! Da quäl ich mich heut früh zum Aldi, weil sorry, ja, Kühlschrank leer, kein Kaffee und keine Zigaretten mehr im Haus, des geht ja mal gaaar ned, und was beschallt meine zarten Ohren da aus dem Radio? Die FLIPPERS! Ich fass‘ es nicht. Da ahnst nichts Böses, erfreust Dich an dem sonnigen Tag und dann sowas… Also, versteht mich nicht falsch, ich kann durchaus auch mal zur Schlagertrulla mutieren, aber nicht samstags morgens um zehn, und nicht unter naja, sagen wir mal 2,5 Promille…

„Aber Dich gibt’s nur einmal für mich!“, was für eine Scheiße! Da ist mir erstmal so richtig bewusst geworden, welchen geistigen Schwachsinn man da so vor sich hin grölt wenn man besagte zweieinhalb Promill hat!

„Es gibt… Millionen von Sternen…“ (Was, echt jetz? Krass…), „unsere Stadt, sie hat tausend Laternen“ (wer zählt die eigentlich so genau nach? Sind da die kaputten auch dabei?), „…Gut und Geld- gibt es viel auf der Welt…“ (ja aber nur in der Welt von nicht unbezahlten Praktikantinnen verfluchte Scheiße nochmal!), „…aber Dich, gibts nur einmal für mich!“ (ja nee, is klar, wär ja auch bescheuert wenn’s die dämliche Tusnelda über die er singt noch öfter gäb, dann würd der die Welt mit noch mehr solchem Singsang quälen…). „…es gibt, tausend Lippen, die küssen…“ (und Zovirax is super gegen Herpes!), „..und Pärchen, die trennen sich müssen…“ (ja, sowas kommt vor heutzutage. Und überhaupt, wo hat der Typ eigentlich Deutsch gelernt? Trennen sich müssen? Bei Yoda?), „…Freud und Leid, gibt es zu jeder Zeit!“ (Waaaahnsinns-Erkenntnis Alter, und ich dachte schon!), „…aber Dich…“ (ja äh, das hatten wir schon!)

„…schon der Gedanke, dass ich Dich einmal verlieren könnt!“ (Äh, ja?), „…dass Dich ein anderer Mann, einmal sein Eigen nennt!“ (Sein Eigen? Ich dachte im Zeitalter der Emanzipation gibts das nur noch in Kulturen, die George und Obama nicht leiden können und wo die Bundeswehr besser keine Tanklaster mehr in die Luft sprengt???), „…er macht mich traurig, weil Du für mich die Erfüllung bist!“ (Erfüllung? Aaaah ja!), „was wär die Welt für mich, ohne Dich?“ (Schön wär sie, dann würde der Kasperl nämlich nicht für sie singen!)!

„…Es gibt, sieben Wunder der Erde, tausend Schiffe, fahren über die Meere!“ (Interessant ja! Nur wenn Du dann als angehende Speditionskauffrau auf einem dieser tausend Schiffe nen Container buchen willst, dann fährt plötzlich mal wieder überhaupt keins irgendwohin….), „Gut und Geld… gibt es viel auf der Welt!“ (fängt der schon wieder an! Hallo Alter, heute ist der 3. April, es sind also noch 27 Tage Monat übrig und die Kasse ist leeee-er!!!), „…aber Dich…. gibts nur einmal für mich!“ (Ja Himmel, Arsch und Wolkenbruch, Gott sei’s gedankt, endlich ist dieses Lied aus!)

Ich pack jetzt meine bescheidenen Einkäufe aus, leg ein bißchen vernünftige Musik auf (was Beruhigendes ist jetzt gut, sowas wie Slayer oder Motorhead) und dann leg ich mich hin zum Fitschlafen für heute Abend. Weil auf den Schreck brauch ich meine Mädels und ganz viel Alkohol.

In diesem Sinne, macht’s es gut, frohe Ostern, immer schön vorsichtig mit den Eiern, gä? Und ned vergessen:

„ABER EUCH GIBT’S NUR EINMAL FÜR MICH!“

Pfiad’s Eich!

Die Flipperpraline

PS: Und ich dachte, die Flippers sind grausam… doch es geht noch schlimmer. Bitte, gebt’s dem Mann einen Preis:

 

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Immer wieder sonntags…

Boah Leute, ich dacht‘ eigentlich dass meine Fressattacke bei McDoof diese Woche mein einziges Problem sei… aber jetzt haben sich noch ganz andere Abgründe aufgetan 😦 Aufgrund eines „klitzekleinen“ *LOL* Fehlers der administrativen Leitung meines Bildungsträgers haben ich und die anderen zwölf Speditionsschlümpfe am Donnerstag (also drei Tage vor Beginn unseres neunmonatigen Praktikums *ähem*) erfahren, dass wir nicht, wie vereinbart, jeden Montag Berufsschule haben, sondern lediglich EINMAL IM MONAT an einem Montag…. kurz und gut, 36 Vollzeit-Unterrichtstage reduzieren sich jetzt auf neun, und damit wir uns unsere Vorbereitung auf die Abschlussprüfung nicht komplett in die Haare schmieren müssen, gibts nun Zusatzunterricht an je zwei Sonntagen im Monat. ICH BIN BEGEISTERT! 😦

Ade freies Wochenende! Ade fauler Sonntag! Tschüss, geliebstes Rummlümmeln auf der Couch! Ciao schöner Biergarten-Sommer, Pralinchen klinkt sich nun aus und verbringt seine Sonntage mit Lernen. Ich würd‘ Euch ja echt gern sagen was ich am liebsten mit meinem „Ups-da-hab-ich-mich-wohl-vertan-Seminarleiter“ machen würde, aber dann käme ich vermutlich noch heute in den Knast mit anschließender Sicherheitsverwahrung… ich könnte kotzen, ich sag’s Euch. Als kleine „Wiedergutmachung“ müssen wir Schüler den Zusatzunterricht nicht selbst bezahlen, ja priiiiima! Da freu ich mich! Pfffft, das wär ja auch noch schöner. Der Oberguru von Seminarleiter kann wöchentlich nicht von monatlich unterscheiden und wir sind dann die Blöden, die diesen Scheiß ausbaden sollen, boah, was muss ich mich auuuuuuuuufregen! Ich bin ja echt nahe dran, ihn dazu zu zwingen, künftig auch sonntags in die Schule zu kommen, uns mit Kaffee und Kuchen zu versorgen und den Rest der Zeit hundert Mal an die Tafel zu schreiben „Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist….“

A propos Kuchen: Auf die Schreckensmeldung hin war ich Donnerstag dann gleich wieder beim Mäc. Ich brauchte dringend Schokoladenkuchen und da ist der tiefschwarze mit der 2-Zentimeter-Schoko-Fett-Glasur aus dem Mc Café einfach der Beste. Mit geschätzen vier Millionen Kalorien ist er sicher auch immens gesund, aber darauf konnte ich an dem Tag nun wirklich keine Rücksicht nehmen. Ich meine, hallo, würde Euch jemand sagen, Ihr müsstet nun künftig fünf Tage die Woche von 8-18 Uhr arbeiten, sonntags in die Schule gehen, nebenbei privat zu Hause lernen und dann auch noch irgendwo den Nebenjob unterbringen, den Ihr braucht um Euch den ganzen „Luxus“ dieser Ausbildung überhaupt erst zu finanzieren, na, wie würdet Ihr da reagieren? Na also, da sind vier Millionen Schokokalorien doch lächerlich, oder?

Nachdem ich aber immer noch schwer geschockt bin, und aber nicht jeden Tag Schokoladenkuchen essen kann, hab ich mich heute dazu entschieden mir anderweitig etwas Gutes zu tun und hab einen kleinen Spaziergang ins Sonnenstudio unternommen, um dort meine geschockte, neurodermitis-geschädigte und fettarmer-Quark-farbene Haut ein paar Minuten zu belichten. So weit, so gut, aber entspannend ist auch was anderes… ich hab keine Ahnung, was sich Solariumbetreiber so denken, aber anscheinend nicht viel, denn ich wurde da drin regelrecht gefoltert! Nein nein, nicht von bösen UV-Strahlen oder defekten Laubsauger-Gebläsen, nein nein, mit MUSIK! Bzw. etwas, was der Sonnengott anscheinend dafür hält… als ich reinging lief gerade eine Schnulze von Ronan Keating, die ich zwar nicht mag, die aber noch erträglich gewesen ist. Im Anschluss kam dann ACDC mit „Highway to Hell“, wo ich mir noch dachte, hey, cool, geht doch! Aber kaum war das Lied aus, wurde ich mit einer dummdämlichen Dance-Techno-Barbie-Kacke beschallt, wo ich keinen Titel erkennen konnte, dessen Text aber außer „Blue da-be-dee-da be-dow“ auch nicht viel mehr hergab. Ich hatte dann noch ungefähr drei Minuten, in denen tatsächlich Wolle Petry’s Wahnsinn-Hölle-Hölle-Scheiße meine Ohren maltrierte und ich konnte mich gerade noch schnell genug anziehen, um das Studio beim „Roten Pferd“ fluchtartig zu verlassen…

Folglich bin ich jetzt zwar nen Ticken farbiger, aber keineswegs entspannter, im Gegenteil. Vielleicht leg‘ ich mich jetzt dann erstmal zum Sterben ins Bett. Oder aber ich geh‘ Schatzi auf die Nerven, der hat jetzt dann eh sooooooo viel Zeit ohne mich, da kann ich das jetzt noch ausnutzen und ihm die Ohren voll jammern wie schlecht es mir doch geht und dass ich Schokoladenkuchen will… ach so, geht ja nicht, bin ja auf Diät. Tja, dann brauch ich anderweitige Ablenkung…. 😉

In diesem Sinne,
genießt Eure Sonntage. Sie sind schneller weg als man glaubt.

Eure genervte Speditionspraline

PS: Ja, ich will jetzt bitteschön ganz viel Mitleid! Ich will gehutscht und geheitscht und geknuddelt und betüddelt werden! Sonst muss ich Euch leider mit dem „Roten Pferd“ bestrafen…. 😉

 

Provinzdisco

Boah Leute, am Samstag war ich zickig. Richtig zickig. Jaaa, auch das gibts. Man sagt mir ja immer die Ruhe selbst nach, aber Samstag Nacht hab selbst ich in bester Dreijährigen-Manier mit dem Fuß aufgestampft und geschrien: „I mog aba neeeeed!“

Geholfen hat’s nix, ich musste mich letzten Endes dann Papa Spaß, Dr. Specht und der Megaperle geschlagen geben und bin mit selbigen in der legendären Landshuter Diskothek „Diederennamehiernichtgenanntwerdendarf“ aufgelaufen.

Als Landshuter kennt man die Lokalität ja, allen anderen möchte ich hier nun einen kleinen Einblick in den wahnsinnigsten aller wahnsinnigen Provinz-Amüsierschuppen geben:

„Diederennamehiernichtgenanntwerdendarf“ existiert schon eine Ewigkeit, man munkelt, dass schon Herzog Georg seine Jadwiga dort abgeschleppt hat, bevor er dann 1475 ganz standesgemäß die Landshuter Hochzeit ausrichtete….. Heute sehen Diskotheken in der Regel anders aus, und das aus gutem Grund. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, und da hilft es auch nicht, dass man erstmal ganz wichtigtuerisch an der Tür klingeln muss, bevor irgendsoein Hiwi von Türsteher einem Einlass gewährt. Immerhin, „Du kummst hier ned rein!“ gibts da nicht.

Kaum eingetreten, erschlägt Dich rechter Hand eine prähistorische Tanzfläche, auf der volltrunkene Mittfünfzigerinnen ihre cellulitebehafteten Hüften schwingen und dabei höllisch aufpassen müssen, dass nicht versehentlich die ein oder andere Krampfader platzt. An der Bar hingegen Männerüberschuss, allerdings ein äußerst zweifelhafter. Auf der einen Seite goldkettchenbehängte, billige Polyesteranzüge tragende Typen, die Haare mit Pomade zurückgekämmt (meiner Meinung nach übrigens ein untrügliches Zeichen für Koksnasen. Das ist die Kokser-Code-Frisur, wetten?) und stets ein Auge auf die Tanzmäuse, wer weiß, wer weiß, vielleicht ist da ja das ein oder andere Pferdchen dabei, das man für ein paar Euros noch einige Jahre laufen lassen könnte. Die andere Seite der Bar wird belagert von diversen älteren Herren, allesamt minderbemittelt, ungewaschen und schlecht gekleidet, dafür halt scheiße fucking reich, jeder ein geschätzt 15jähriges Thai-Mädchen auf dem Schoß. Widerlich, wie diese alten Säcke vor ihren Kataloggespielinnen einen auf dicke Hose machen, da fällt mir echt nix mehr ein.

Wo Du hinschaust, das blanke Elend in Reinkultur, und Du dankst Gott, dass Du doch noch nicht gaaaaaanz so alt bist, normale Menschen um Dich rum hast und diesen Laden nur betrittst, um ein bißchen Freak Show zu gucken. Aber ganz ehrlich, da guck ich künftig dann doch lieber RTL2 und verdränge, dass es solche Gestalten im wahren Leben tatsächlich gibt.

Und sollte ich in 20 Jahren wider Erwarten tatsächlich einmal so einsam und verzweifelt sein, dass selbst „Bauer sucht Frau“ mich ablehnt, dann weiß ich ja wo ich hingehen kann. Dann pack ich meine Orangenhaut, die Hängetitten und sämtliche Krampfadern auch in ein neonfarbenes Minikleid, kauf mir hässliche Schuhe dazu und schwebe mit den anderen Gremlins zu den Klängen von Andrea Berg über die Tanzfläche.

In diesem Sinne,

fröhliches Altern!

Eure Diskopraline

Ach ja, Andrea Berg will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Also, schnell sieben Schnaps gezogen, Ohren zu und PLAY!