Immer wieder sonntags…

Boah Leute, ich dacht‘ eigentlich dass meine Fressattacke bei McDoof diese Woche mein einziges Problem sei… aber jetzt haben sich noch ganz andere Abgründe aufgetan 😦 Aufgrund eines „klitzekleinen“ *LOL* Fehlers der administrativen Leitung meines Bildungsträgers haben ich und die anderen zwölf Speditionsschlümpfe am Donnerstag (also drei Tage vor Beginn unseres neunmonatigen Praktikums *ähem*) erfahren, dass wir nicht, wie vereinbart, jeden Montag Berufsschule haben, sondern lediglich EINMAL IM MONAT an einem Montag…. kurz und gut, 36 Vollzeit-Unterrichtstage reduzieren sich jetzt auf neun, und damit wir uns unsere Vorbereitung auf die Abschlussprüfung nicht komplett in die Haare schmieren müssen, gibts nun Zusatzunterricht an je zwei Sonntagen im Monat. ICH BIN BEGEISTERT! 😦

Ade freies Wochenende! Ade fauler Sonntag! Tschüss, geliebstes Rummlümmeln auf der Couch! Ciao schöner Biergarten-Sommer, Pralinchen klinkt sich nun aus und verbringt seine Sonntage mit Lernen. Ich würd‘ Euch ja echt gern sagen was ich am liebsten mit meinem „Ups-da-hab-ich-mich-wohl-vertan-Seminarleiter“ machen würde, aber dann käme ich vermutlich noch heute in den Knast mit anschließender Sicherheitsverwahrung… ich könnte kotzen, ich sag’s Euch. Als kleine „Wiedergutmachung“ müssen wir Schüler den Zusatzunterricht nicht selbst bezahlen, ja priiiiima! Da freu ich mich! Pfffft, das wär ja auch noch schöner. Der Oberguru von Seminarleiter kann wöchentlich nicht von monatlich unterscheiden und wir sind dann die Blöden, die diesen Scheiß ausbaden sollen, boah, was muss ich mich auuuuuuuuufregen! Ich bin ja echt nahe dran, ihn dazu zu zwingen, künftig auch sonntags in die Schule zu kommen, uns mit Kaffee und Kuchen zu versorgen und den Rest der Zeit hundert Mal an die Tafel zu schreiben „Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist kein Monat. Eine Woche ist….“

A propos Kuchen: Auf die Schreckensmeldung hin war ich Donnerstag dann gleich wieder beim Mäc. Ich brauchte dringend Schokoladenkuchen und da ist der tiefschwarze mit der 2-Zentimeter-Schoko-Fett-Glasur aus dem Mc Café einfach der Beste. Mit geschätzen vier Millionen Kalorien ist er sicher auch immens gesund, aber darauf konnte ich an dem Tag nun wirklich keine Rücksicht nehmen. Ich meine, hallo, würde Euch jemand sagen, Ihr müsstet nun künftig fünf Tage die Woche von 8-18 Uhr arbeiten, sonntags in die Schule gehen, nebenbei privat zu Hause lernen und dann auch noch irgendwo den Nebenjob unterbringen, den Ihr braucht um Euch den ganzen „Luxus“ dieser Ausbildung überhaupt erst zu finanzieren, na, wie würdet Ihr da reagieren? Na also, da sind vier Millionen Schokokalorien doch lächerlich, oder?

Nachdem ich aber immer noch schwer geschockt bin, und aber nicht jeden Tag Schokoladenkuchen essen kann, hab ich mich heute dazu entschieden mir anderweitig etwas Gutes zu tun und hab einen kleinen Spaziergang ins Sonnenstudio unternommen, um dort meine geschockte, neurodermitis-geschädigte und fettarmer-Quark-farbene Haut ein paar Minuten zu belichten. So weit, so gut, aber entspannend ist auch was anderes… ich hab keine Ahnung, was sich Solariumbetreiber so denken, aber anscheinend nicht viel, denn ich wurde da drin regelrecht gefoltert! Nein nein, nicht von bösen UV-Strahlen oder defekten Laubsauger-Gebläsen, nein nein, mit MUSIK! Bzw. etwas, was der Sonnengott anscheinend dafür hält… als ich reinging lief gerade eine Schnulze von Ronan Keating, die ich zwar nicht mag, die aber noch erträglich gewesen ist. Im Anschluss kam dann ACDC mit „Highway to Hell“, wo ich mir noch dachte, hey, cool, geht doch! Aber kaum war das Lied aus, wurde ich mit einer dummdämlichen Dance-Techno-Barbie-Kacke beschallt, wo ich keinen Titel erkennen konnte, dessen Text aber außer „Blue da-be-dee-da be-dow“ auch nicht viel mehr hergab. Ich hatte dann noch ungefähr drei Minuten, in denen tatsächlich Wolle Petry’s Wahnsinn-Hölle-Hölle-Scheiße meine Ohren maltrierte und ich konnte mich gerade noch schnell genug anziehen, um das Studio beim „Roten Pferd“ fluchtartig zu verlassen…

Folglich bin ich jetzt zwar nen Ticken farbiger, aber keineswegs entspannter, im Gegenteil. Vielleicht leg‘ ich mich jetzt dann erstmal zum Sterben ins Bett. Oder aber ich geh‘ Schatzi auf die Nerven, der hat jetzt dann eh sooooooo viel Zeit ohne mich, da kann ich das jetzt noch ausnutzen und ihm die Ohren voll jammern wie schlecht es mir doch geht und dass ich Schokoladenkuchen will… ach so, geht ja nicht, bin ja auf Diät. Tja, dann brauch ich anderweitige Ablenkung…. 😉

In diesem Sinne,
genießt Eure Sonntage. Sie sind schneller weg als man glaubt.

Eure genervte Speditionspraline

PS: Ja, ich will jetzt bitteschön ganz viel Mitleid! Ich will gehutscht und geheitscht und geknuddelt und betüddelt werden! Sonst muss ich Euch leider mit dem „Roten Pferd“ bestrafen…. 😉

 

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Klugscheißen zum Jahresende

Ja ja, ich weiß, Ihr habt lange nix mehr von mir gehört…. Und jaaaaa, ich bin eine treulose Tomatenpraline…. Jaaa, Ihr habt ja alle so Recht. Aber trotz all meinem vorweihnachtlichen Stress (frohlocken, Glühwein saufen, Plätzchen im Ofen verbrennen lassen und dann natürlich jede Nacht zwölf Stunden ausruhen) möchte ich Euch nicht ohne ein paar klug(scheißerisch)e Worte ins neue Jahr entlassen. Jeder noch so unwichtige C-, D-, und F-Promi macht heuer wieder so einen ach so individuellen Jahresrückblick, also warum soll das Pralinchen nicht auch ein paar Weisheiten unters Volk bringen? Also, here we go!

„Ohne Fleiß kein Preis“

Pralinchen drückt seit April wieder die Schulbank. Mit inzwischen 31 und bald 32 Jahren und nach bereits eineinhalb abgeschlossenen Berufsausbildungen kriegt sie nun die Chance, endlich aus dem legalisierten Sklavenhandel alias Zeitarbeit auszusteigen und was „Gscheids“ zu lernen. Pralinchen wird Speditionskauffrau, und ganz ehrlich Leute, ich hab’s mir leichter vorgestellt. Ich dachte mir, so ein bisschen Transportwesen kann ja ned so schwer sein, aber da wusste ich noch nicht, dass ich auch wissen muss wo der sch…verf… Drecks… Rhein-Herne-Nordostsee-Elbe-Seiten-Donau-Kanal is, wie man am günstigsten aus Nigeria importierte Analog-Weißwürste nach Ulan-Bator verschifft und warum zigtausende elektronische Mauterfassungsdingsdinger gebaut werden, die man aber aufgrund des Datenschutzes nie alle in Betrieb nehmen darf („Der BND hat bei geheimen Telefonabhörungen herausgefunden, dass sich 80% der Bundesbürger mehr Privatsphäre wünschen….“). Aber gut, da muss ich jetzt durch. Und solange man Bananen noch nicht per E-Mail verschicken kann, scheint das ja auch eine recht sichere Sache zu sein.

„Probieren geht über Studieren“

…dachte sich mein Herzallerliebster und trat wagemutig den Versuch an, mit der Praline zusammenzuziehen. Jaaa, mein Freund is’ total mutig, cool, oder? 😉 Der ursprünglich vereinbarte „Probemonat“ ist nun längst vorbei, das ist also schon mal kein schlechtes Zeichen… auch wenn die Rückzugsmöglichkeit in seine Wohnung immer mal wieder äußerst attraktiv zu sein scheint (angeblich schnarche ich…. Angeblich so laut wie 10 Stihl-Kettensägen….. ich glaubs ja nicht, ich hab mich nämlich noch nie schnarchen gehört 😉 Aber aufs Schnarchen hab ich keinen Einfluss… ok gut, ich könnte aufhören zu rauchen und vielleicht ein paar Kilos abspecken, aber das gehört dann in die Kategorie „Gute Vorsätze fürs neue Jahr“ und da ist ja noch paar Tage hin… Immerhin bemühe ich mich redlich, immer alle Schubladen zu zumachen (ätzende Angewohnheit die sich im Laufe meiner Singlezeit eingeschlichen hat) und meinen Schatz somit glücklich zu machen. Ich kann meckermäßig immer sehr schlecht kontern, weil er sowohl die Zahnpastatube zumacht wie auch das Klopapier nachfüllt…. Pah , aber warte, irgendeine miese Angewohnheit find’ ich schon noch! 😉

„Lichtfahrer sind sichtbarer“

Ach ja… über meine alte Schrottschüssel von Auto gibt’s ja mittlerweile auch schon einige Geschichten. Und ich möchte’ Euch damit ja auch nicht langweilen. Aber langsam werde ich paranoid mit dem Ding…. Ich glaube inzwischen ganz ernsthaft, dass die gesamte KFZ-Industrie von der Mafia unterwandert ist. Da bringst vertrauensvoll Dein Auto zu Wintercheck und TÜV, nimmst einschließlich Ölwechsel und Mini-Reparatur ne Rechnung über 200 Flocken mit und zwei Tage später geht Dein Abblendlicht nicht mehr. Aha… ja, komischerweise ist da der Lichtschalter defekt… kost’ 40 Euro, macht ja nix, passiert schon mal. Wieder kriegst ne Rechnung, wieder wartest zwei Tage, plötzlich setzt der linke Blinker aus. Defekte Glühlampe, ja mei, ist halt ein altes Auto, gell…. Macht nix, weiterfahren, zwei Tage warten und schwuppdiwupp, der rechte Scheinwerfer fällt aus….. jaja, altes Auto, ich weiß… vielleicht ist es ja bei meiner Werkstatt nicht die Mafia, sondern die Illuminaten, so viele Lichtdefekte wie ich hier serviert krieg…. Wer auch immer dahintersteckt, die Sache hat System glaub’ ich. Werd’ nachher mal googeln ob es eine Selbsthilfegruppe für „verfolgungswahngeschädigte Werkstattkunden“ gibt….

Es war natürlich noch sehr viel mehr los im vergangenen Jahr, aber erfahrungsgemäß lässt beim Leser nach sieben Minuten die Aufmerksamkeit nach…. Da halt ich es lieber mit einem Spruch der genialen Monika Gruber: „Privat red’ i ja ned so viel!“ 😉

In diesem Sinne,

ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und (falls wir uns nicht mehr hören, sehen, lesen) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt’s brav, g’sund und macht’s nix, was ich ned auch machen würde! Dicken Knutscher an alle!

P.S.: Lieber Sir U-Lot, besoffen Auto fahren ist überhaupt nicht cool.

P.P.S.: Lieber Locke, hör auf dauernd „ficken“ zusagen. „Scheiße“ oder so was tut’s auch.

P.P.P.S.: Lieber Mr. Hut-Gesicht! Gute Entscheidung, sieht echt klasse aus!

P.P.P.P.S.: Und jetzt noch ein Liedchen um „Schlaflos in Kumhausen“ ein wenig aufzumuntern… Ich liebe Dich.

 

Betriebsurlaub

Ach ja meine Lieben, da bin ich wieder. Lang genug hat’s gedauert, gä? Aber entschuldigenderweise kann ich Euch sagen, mit über 30 wieder zur Schule zu gehen, das ist echt ends-stressig. Vor allem dann, wenn man diese inzwischen dritte (und vermutlich letzte…?) Ausbildung endlich ernst nimmt und auch nebenbei bisserl was dafür tut ( ach ja, lieber Omar: ich hab ne Ei-eins! Ätschbätsch und Du ni-icht! *frotzel*)

Nichts desto Trotz, jetzt hat die Streberpraline endlich Ferien. Naja, „Ferien“ ist etwas übertrieben, denn der klassische Schüler hat ja bekannterweise 6  Wochen Sommerferien.  Ich hab nur zwei. An sich nicht so schlimm, würde mich mein bester Kumpel, seines Zeichens Mathelehrer mit mehr als 12 (in Worten: ZWÖ-ÖLF!!!) Wochen Ferien im Jahr nicht ständig daran erinnern: „Ach so, ja stimmt, Du hast ja nur die zwei Wochen, Mensch, das is echt schade….!“ Danke Flo, Freunde wie Du sind Gold wert. Ich hab Dich auch lieb.

Jedenfalls hatte ich mir für meine zwei freien Wochen jede Menge vorgenommen. Der grobe Plan sah vor, dass ich mich in der ersten Woche um meine in letzter Zeit äußerst stiefmütterlich behandelte Wohnung kümmere, und die zweite Woche dann DSC_2627relaxenderweise mit vielen schönen, entspannenden Dingen verbringe.

Wie Ihr Euch denken könnt, hab ich schon in Woche 1 total versagt. Mir fällt nämlich tatsächlich nix Blöderes ein, als genau zu Beginn meiner sehnlichst erwarteten Ferien erstmal eine saubere Mandelentzündung zu kriegen. Nun lag ich also erstmal drei Tage mit Fieber und Halsschmerzen im Bett und hab mir das schöne Wetter von drinnen aus angeschaut. Auch schön, und manch einer könnt‘ ja jetzt sagen, naja, immerhin, im Bett rumliegen ist ja irgendwie auch Urlaub. Ja, schon, aber leider nicht, wenn genau jetzt diesem Volltrottel von Gegenüber-Nachbar einfällt, endlich sein Haus weiter zu sanieren und er nun, nachdem die Baustelle ein gutes halbes Jahr stillstand, anfängt, mit Presslufthämmern und andrem Gerät die alten Garagen wegzureißen. Suuuuper Geräuschkulisse, vor allem wenn man krank ist. Ich meine, rein lärmtechnisch liegt meine Wohnung ja eh beschissen. Direkt an der Bundesstraße, wo ab vier Uhr morgens die LKW vorbeidonnern, und direkt hinter einer Eisenbahnbrücke, die (bevorzugt nachts) schwere Güterzüge von A nach B bringt. Echt geil, ich schwör.Nun, als angehende Speditionskauffrau kann ich aber ja schlecht über meine künftigen Brötchengeber schimpfen, also zähle ich mittlerweile in schlaflosen Nächten keine Schäfchen mehr, sondern Lastwagen und Züge, und, kein Scheiß, irgendwann geh ich dann zu „Wetten, daß?“ und erkenne neun von zehn Fahrzeugen allein am Geräusch, vorausgesetzt, good old Tommy stellt mir mein Schlafzimmer ins Studio und kann so die allnächtliche Geräuschsituation simulieren.

Ich schweife mal wieder ab, aber das kennt Ihr ja. Auf jeden Fall nervt der Beton hämmernde Nachbar und mein Zeitplan ist aufgrund meiner Mandelentzündung auch im A… äh, Eimer. Ich hab zwar angefangen, bißchen meine Bude sauber zu machen, aber Ihr kennt das ja sicher, wenn man krank ist, ist man auf einmal unheimlich schwach und kann sich kaum auf den Beinen halten und so…. stimmts?

Was man auch krank gut kann, ist den Resturlaub planen. Zum einen wollte ich mein Auto (jaa, die kleine schwarze Nervensäge existiert immer noch!) in die Werkstatt bringen. Seit Monaten geht das ABS nicht mehr, seit Wochen klappert irgendwas ganz furchterregend vom Bodenblech weg, und letzten Samstag hat sich dann mit einem lauten „kazonnnk“ mein linkes Fenster verabschiedet. Aller guten Dinge sind drei, da lohnt es sich doch, mal wieder den KFZ-Meister meines Vertrauens aufzusuchen.

Dann wollte ich noch ein bißchen wellnessen und endlich mal die mysteriöse, aber mir letztes Wochenende wärmstens empfohlene „Salzgrotte“ testen. Und zu Guter Letzt hab ich ja immer noch einen kleinen aber feinen Gutschein von einem Landshuter Wellnesstempel, wo ich nebenP1010004 Whirpool und Hawaii-Massage auch noch den Whirpool und eine Hawaii-Massage nutzen kann. Klingt doch super für Urlaub daheim, oder?

Auf jeden Fall häng ich mich also ans Telefon, Termine, Termine, Termine, ich brauche mehr Details! Anruf Nr. 1 bei der Werkstatt: „Wir sind leider von bis im Betriebsurlaub.“ Na prima. Dann halt eben nicht. Klappert die blöde Kiste halt weiter, und solang es nicht regnet, ist das mit der Scheibe auch nicht so tragisch. Anruf Nr. 2 in der Salzgrotte: „Wir haben Urlaub und können leider von bis nicht für Sie da sein!“ Ja wie jetz? Ich hab auch URLAUB! Genau aus dem Grund wollt‘ ich ja bei Euch rein schauen, halloooo? Anruf Nr. 3 im Wellnesstempel: „Äh, nein, nächste Woche können Sie leider nicht kommen, da haben wir zu.“ Sagt mal Leute, Ihr verarscht mich doch alle, oder? Morgen steh ich wahrscheinlich vorm LIDL und finde ein Schild mit der Aufschrift:“Liebe Kunden, wir haben Sommerulaub. Bis einschließlich September können Sie hier leider nicht mehr einkaufen!“ Wundern würd’s mich nicht…

Tja, somit ist nun also meine erste Urlaubswoche fast rum, und außer, dass ich mal wieder das Klo geputzt hab, ist nicht viel passiert. Immerhin, ich fühle mich inzwischen schon wieder etwas gesünder als noch Anfang der Woche. Insofern bestehen ja noch gute Chancen, wenigstens nächste Woche ein bißchen was vom Sommer mitzunehmen, sofern der nicht auch in Urlaub geht. Wer braucht schon Wellnesstempel, im Grunde hab ich den gleichen oder sogar noch einen besseren Entspannungseffekt, wenn ich mir einfach mal wieder ein paar Schuhe kaufe. Oder Bücher. Oder Parfum. Oder alles zusammen. Das nicht vorhandene Urlaubsgeld muss ja schließlich irgendwohin.

In diesem Sinne,

schöne Ferien!

Eure Urlaubspraline

PS an Omar: Ich hab ne Ei-eins! Ich hab ne Ei-eins, ich hab ne…..!

Schulmädchenreport

Tja, das war er nun, mein erster Schultag!

Man soll ja keine unbekannten Eier schaukeln oder wie das heißt, deshalb wusste bis jtzt nur ein ganz ausgewählter Kreis von ganz ausgewählten Menschen davon, dass Pralinchen wieder die Schulbank drücken will. Und weil nun die Eier nicht mehr unbekannt, äh.. ungelegt sind, wird jetzt kräftig geschaukelt!

Seit heute Morgen, acht Uhr bin ich ganz offiziell wieder Schülerin. Warum genau, das erzähl ich Euch in späteren Geschichten, nachdem die Ausbildung an sich wohl in etwa den Erotikfaktor von Hausstaub hat, würde Euch das eh nur langweilen.

Ganz aufgeregt bin ich da also heute Morgen hin, und war natürlich gleich mal ne halbe Stunde zu früh da. Aber kein Ding, drei meiner neuen Klassenkameradinnen waren sogar noch vor mir da, die eine sogar schon vor sieben. Ich bin also nicht die Panik-Königin juhuuu!

Wobei, panische Gedanken hatte ich ja die letzten Tage jede Menge. Ganz abgesehen davon, dass ich bis vorgestern noch nicht mal wusste ob ich überhaupt angenommen bin und somit starten kann, ich hab mir da noch ganz andere Gedanken gemacht. Zum Glück kann ich mich an meinen tatsächlichen ersten Schultag nicht mehr so recht erinnern und ich hab echt eeeeendslange gezögert, ob ich Euch das unsägliche Foto davon zeigen soll oder nicht. Aber ich dachte mir, Ihr musstet jetzt so lange auf neue Geschichten warten, da bin ich Euch erster-schultageine kleine Wiedergutmachung mehr als schuldig. Und Ihr könnt, wenn Ihr selber Kinder habt, das auch gerne als Warnung verstehen: BITTE zieht Euren kleinen süßen Mädchen NIE NIE NIE so ein bescheuertes Blümchenkostüm an, nein, lasst es, tut es nicht! Die Spätfolgen sind nicht abzusehen und ich bin erst nach jahrelanger Therapiearbeit dahinter gekommen, dass ich nur deshalb heute auf Antidepressiva angewiesen bin, weil meine Oma mir damals dieses Kleid aufgezwungen hat und meine Mama dies nicht zu verhindern wusste. Soviel zum Thema „Konflikte in der Kernfamilie“. Wahrscheinlich hat meine Mama mir deshalb für heute extra eine kleine Schultüte gepackt (dankäääää! Meine Klassenkameraden waren fei vooooll neidisch 😉 ), quasi als späte Aufarbeitung ihrer mangelnden Durchsetzungsfähigkeit. Mann, Mann, Mann…. ich kann gar nicht hinschauen, ich seh aus wie ne ansteckende Tischdecke. Aber egal, ich schweife ja total vom Thema ab!

Erster Schultag nach mehr als zehn Jahren Lernabstinenz. Da kann man schon vorab die Krise kriegen, ich sag’s Euch. Ich mein, wie benimmt man sich als 31jährige Schülerin? Kann ich da noch mit meinem Nutellabrot Freundschaften schließen oder haben die anderen viel coolere Pausenbrote dabei und ich bleibe das Mauerblümchen? Darf ich mich ohne schlechtes Gewissen melden wenn ich was weiß ohne gleich als Streberin abgestempelt zu werden? (Gut, die Strebersache hat sich spätestens in der ersten Mathe-Stunde eh erledigt glaub ich… Mathe ist und bleibt ein Arschloch!) Stinkt meine Banknachbarin nach Schweiß und wenn ja, wie diskret kann man so ein Deo verschenken ohne anzuecken? Darf ich in der Pause schon alleine raus und eine rauchen? Oder krieg ich dann einen Verweis? Fragen über Fragen, die mir die letzte Zeit etliche schlaflose Nächte beschert hatten.

Letzten Endes war heute aber dann doch alles gut. Ich war pünktlich, mein Nutellabrot hab ich ganz klassisch zuhause vergessen und stattdessen cool mit einer beim Bäcker gekauften Breze rumgepost (uuuuhh yeah, ich bin so cool!), gemeldet hab ich mich nicht, wollte aber heute auch irgendwie noch keiner was von mir wissen, Mathe gabs auch noch nicht, und meine Banknachbarin ist ein Banknachbar und der stinkt nicht und ist zudem auch noch lustig. Wenn er mich in Mathe abschreiben lässt, dann kann ich mir sogar vorstellen, ihn zu mögen 😉 Das mit dem Rauchen in der Pause ist auch kein Thema und Verweise gibts wenn dann nur vom Arbeitsamt, aber bis so ein Amts-Schreiben via korrektem Dienstweg bei mir eintrifft, hab ich die 20 Monate Schule längst runtergerissen. Außerdem werd ich mich natürlich nach Kräften bemühen, keinen solchen Verweis zu bekommen, was heißt ich werde immer pünktlich sein (und nicht wie damals mit sämtlichen Kumpels erstmal sauber bis zehn Uhr im Café abhängen, weil in Mathe ham wir eh ne Sechs, ob wir nun hingehen oder nicht!), ich werde meine Mitschüler weder hauen noch ihnen Biergläser und Aschenbecher aufsetzen (Svenni, es tut mir echt leid. Wo immer Du heute sein magst, ich bereue zutiefst!) und ich werde brav jeden Abend lernen (sofern nach Baggersee, Biergarten oder Badewanne noch Zeit ist!).

In diesem Sinne, weil heute der erste Tag ist, kriegt Ihr keine Hausi auf. Aber nur wenn Ihr jetzt bitte endlich aufhört über mein Foto zu lachen!

Beste Strebergrüße

Euer Schulpralinchen