Shakira’s Alpträume

So, nun ist sie also rum, die erste Woche Praktikum! Und: Hurra, ich lebe noch! Ja, und es geht mir sogar ziemlich gut, wenn ich ehrlich bin.

Wer hätte das gedacht, dabei hatte ich Sonntag Nacht noch fiese Alpträume (O-Ton Schatzi: „Hey was is’n los mit Dir, Du schreist die ganze Zeit und i kann ned schlafen!?“)…  Keine Ahnung was ich da geträumt hatte, ich konnt‘ mich nur noch erinnern, dass ich auf der Flucht war vor irgendjemandem, der mich töten wollte…. meine neuen Kollegen warens aber wohl eher nicht, denn die sind alle super nett zu ihrer Behelfs-Levinsky. Wider Erwarten darf ich sogar richtige arbeitsmäßige Sachen machen, und muss nicht nur Kaffee kochen, Kopien ziehen oder Brotzeit holen.

An sich alles eine feine Sache, auch wenn ich befürchte, dass ich bald mal schreiend auf irgendeinem Flur zusammenbreche, weil ich mich irgendwo zwischen Frachtmodul A bis H verlaufen habe und mein Büro nicht mehr finden kann. Wenn einer von Euch also irgendwann eine heulende Praline am Flughafen aufliest, dann seid bitte so nett und gebt mich im Modul H ab, dankeschön.

Freizeit ist mau im Moment, ich muss mich erstmal wieder ans Arbeiten gewöhnen und die Zeiten wo ich um halb vier von der Schule nach Hause kam und dann um acht mit einem guten Buch in der Badewanne, respektive im Bett verschwunden bin, sind erstmal passé. Mein Herzallerliebster hat jetzt ganz viel pralinenfreie Zeit, die er auch nutzt, denn er fängt jetzt an Spanisch zu lernen. Ich hoffe, dass ihm einfach nur langweilig ist ohne mich und nicht, dass er das tut um mich in absehbarer Zeit für Shakira oder irgendso ’ne andere südamerikanische Arschwackelbraut sitzen zu lassen, leider gibt er mir dazu im Moment noch keine konkrete Auskunft. Sein Lieblingsspruch hierzu ist: „Du kannst alles ESSEN, musst aber nicht alles WISSEN!“ Dabei stimmt das gar nicht, ich kann eben NICHT alles essen! Was ist, wenn ich beim Mäc wieder Schokokuchen-Sehnsucht krieg? Die Sch….-Dinger muss man nur riechen und schon hat man zwei Kilo zugenommen….. egal, ich schweife schon wieder ab, und mal ehrlich, bis Schatzi mit Spanisch soweit ist, dass Miss Shake-your-ass ihn verstehen kann, vergeht noch eine Weile. (Vor allem wenn er mich beim Lernen um Hilfe bittet, dann kann ich ihm ja lauter falsche Sachen beibringen und Shakira-Shakira wird ihn nie verstehen, muhaha 🙂  Aber: Pssst, nix verraten, gä? )

Nein, im Ernst, diese ganze Praktikumssache ist gar nicht so übel. Und wenn man jetzt mal drüber wegsieht, dass es keine Kohle dafür gibt, ich sonntags in die Schule muss, ansonsten täglich im Berufsverkehr feststecke, dann ist es eigentlich ganz cool. In diese Sinne schick ich nun ganz liebe Grüße an all die anderen Praktikantenschlümpfe, als da wären Tschüli, Mürtini, den Betriebsratsvorsitzenden, Sir Ulilot, den kleinen Italiener mit den großen Füßen, unsere Russenfraktion, Abteilungsleiter Locke, Lieblingsalex und unsere zwei fleißigen Bienchen aus der ersten Reihe. Ein ganz besonderer Gruß geht noch an (ACHTUNG, is‘ lieb gemeint!!!! 🙂 ) „Ossitante“, der ich hiermit jetzt auch noch ein kleines Bildchen schenken möchte: Vergiss‘ uns nicht!

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