Haferflöckchen Weißröcken

Heute ist der 22.Dezember, ich hab soeben die letzten Weihnachtsgeschenke gekauft und mich bei LIDL noch beinahe um ein Schweinefilet geprügelt, kein Wunder, die vielgerühmte „Staade Zeit“ bringt erfahrungsgemäß immer die übelsten Aggressionen im Menschen hervor, schön zu beobachten wenn man kurz vor der Deadline namens Heilig Abend noch „schnell“ zu Aldi, LIDL, Real oder sonstwohin muss. Parkplatzgerangel, überfüllte Kassenschlangen, motzende Verkäuferinnen… Aber das kennt Ihr ja alle selber, was soll ich Euch da noch groß erzählen?

Auf jeden Fall kam ich nun total entnervt, verschwitzt und mit geschätzten dreiundzwanzig Tüten beladen nach Hause und wollt’s mir mit ner Tasse Tee und einer eben noch teuer erstandenen Käsebreze vor der Glotze gemütlich machen, da zeigt mir mein Fernseher-Freund doch tatsächlich den unsäglichsten Unsinn, den ich mir (noch dazu an Weihnachten) vorstellen kann. Ein Werbespot für Müsli. Aber nicht irgendein Müsli. Nein, ein WUNSCH-Müsli! Auf www.mymuesli.com kann man sich sein eigenes Müsli zusammenstellen und dann nach Hause schicken lassen. Na, was sagt Ihr, wär das nix für Euch? Falls Ihr noch dringend ein Weihnachtsgeschenk braucht, man kann die Müslis auch verschenken (werden praktischerweise gleich direkt an den Beschenkten geschickt, super, oder?).  Für die Kollegen im Büro gäbs sogar sogenannte Firmenmüslis (kann man evtl. dann von der Steuer absetzen)! Wahnsinn, oder? Das Standardmüsli (einmal Haferflocken mit Nix) kostet 3,90 € zzgl. 3,90 € Versandkosten. Also beim Lidl krieg ich dafür mal locker die 4-5fache Menge…. würd ich Müsli überhaupt mögen…. 😦

Die Krone allen Unsinns ist aber der „Müsli-Blog“. Kein Scheiß, die Kameraden von Mymuesli.com bloggen tatsächlich übers Körnerfressen, angefangen bei der Entstehung des Müslis bis hin zur Müsli-Idee des Monats (ich werd mal nen Vorschlag hinschicken, Birchermüsli mit Bratwurst oder so, vielleicht krieg ich ja ein Gratismüsli für meine tolle Idee?)

Oh je, also nee, ich dacht‘ mir eigentlich beim „Kleinen süßen Schnuffel“ wäre die Grenze des ertragbaren Blödsinns erreicht gewesen. Offenbar hab ich mich getäuscht und die Müslimenschen machen da wohl auch noch ordentlich Kohle damit. Hei ei ei.

Naja, was soll’s. Jetzt genießen wir erstmal ein (un)stressiges Weihnachtsfest mit unseren Lieben und dann gibt’s den *trommelwirbel* ULTIMATIVEN KILLERPRALINEN-JAHRESRÜCKBLICK. Weil was der blöde Jauch kann, das kann ich schon lang 😉 Allerdings muss ich noch Weihnachten abwarten. Weil wenn mein herzallerliebster Mc Gyver mir tatsächlich ein BÜGELEISEN zu Weihnachten schenkt, dann sieht der Jahresrückblick nämlich gaaaaaanz anders aus, jawoll!

In diesem Sinne entlass‘ ich Euch heute ganz unspektakulär in die Weihnachtsfeiertage, indem ich ganz vorweihnachtlich kitschig eine E-Mail zitiere, die ich heute morgen bekommen habe:

„Vergiss nie, dass das Leben kurz ist, also brich alle Regeln,
vergib schnell, küsse bedächtig, liebe ehrlich, lebe und lass niemals zu,
dass du das Lachen verlernst. Mach kaputt, was dich kaputt macht.“

Also wenn wir schon alle total besinnlich aggressiv sind, dann lassen wir’s lieber nicht an der genervten Oma im LIDL aus, sondern verdreschen wir lieber die Dämonen aus dem vergangenen Jahr, damit wir froh und glücklich in ein neues Jahr starten können!

Alles Gute für Euch!

Ach ja, an alle meine Lieben: Ich möchte in meinem Jahresrückblick natürlich nichts und niemanden vergessen. Also schickt mir noch schnell alles, was EUCH so wichtig war…. soll ja nachher keiner meckern 😉

Bussi!

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Räumungsverkauf

Immer wieder müssen wir Mädels uns mit dem Vorurteil rumschlagen, dass wir schuhsüchtig wären, unsere gesamte Kohle für selbige verpulvern würden, an keinem Schuhgeschäft nur VORBEI gehen könnten. Damit wollt‘ ich jetzt mal aufräumen, und hab mich diesbezüglich einer Art Selbsttest unterzogen.

Als erstes hab‘ ich eine Bestandsaufnahme gemacht: ich besitze 6 Paar Pumps, 2 Paar Stiefel, 7 Paar Stiefeletten, 2 Paar Ankle-Boots, 21 (!) Paar Sommer-Sandaletten (mit und ohne Riemchen), 3 Paar Sneakers, 2 Paar Turnschuhe, 4 Paar Flip-Flops und 2 Paar Hausschuhe. Dann gibts noch einige Exemplare im Keller, die aber mangels Tragbarkeit nicht mit in die Statistik fallen, also so Sachen wie Sitzschuhe (richtig: unmöglich drin zu laufen!), Bettschuhe (werden nur zu ganz besonderen Anlässen in selbigem getragen und gehen mit farblich passender Wäsche einher 😉 ), Tanzschuhe (lang lang ist’s her!), Brautschuhe (waren einfach zu teuer um sie jetzt wegzuwerfen!), naja und dann natürlich die obligatorischen Ski- und Snowboardstiefel.

Die letztgenannten Exemplare also nicht miteingerechnet besitze ich sage und schreibe 49 Paar Schuhe. Schon mal ein ganz schlechter Start um das „Frauen- und-Schuhe“-Vorurteil zu widerlegen. Aber gut, mein Selbstversuch läuft ja unter härtesten Bedingungen, also auf in die City und Schuhgeschäft anvisiert (hatte vorsichtshalber männliche Begleitung dabei, für den Fall dass ich in der Abteilung mit den Buffalo-Stiefeln kollabieren sollte….) Besagtes Schuhgeschäft hatte Räumungsverkauf, ein Traum! Der ganze Laden voller Prachtstücke und ich natürlich gleich mal eins aus dem Regal gezogen. Natürlich, wie soll’s auch anders sein, war es eine der teuersten Marken in dem Laden (aber Tamaris ist einfach volle Kanne geil! Die können zehn cm Absatz haben und Du läufst damit wie auf Wolken *schmacht*) und logischerweise gab’s auf den nur 10% Rabatt, also nix für meinen aktuell erschreckend leeren Geldbeutel. Ich hab noch ein weiteres Paar rausgezogen, auch klar, Pralinchen greift zu Buffalo, auch nicht reduziert 😦 Wäre ja auch zu schön gewesen. Spaßeshalber habe ich noch ein ultrahäßliches Paar orange Puma-Stiefel rausgezogen, die waren gleich mal auf halber Preis. Klar, wer will schon orangene Stiefel haben….

Fazit also: ich habe tatsächlich das Schuhgeschäft verlassen OHNE ETWAS ZU KAUFEN!!! Ich war ganz schön stolz, das kann ich Euch sagen. Allerdings hat mich zehn Minuten später eine solche Leere ergriffen, dass ich mir bei H&M spontan ein Paar „Hello-Kitty“-Hausschuhe mitgenommen habe (rein bin ich wegen einer schwarzen Hose… ähem!). Folglich besitze ich nun also 3 Paar Hausschuhe. Und lauf trotzdem weiterhin in Socken rum 😉

Ihr seht, das mit dem Vorurteil widerlegen hat nicht gut geklappt. Ich könnt‘ es ja jetzt noch ein wenig schönreden, aber spätestens wenn rauskommt, dass Anfang Dezember das Paket vom Otto-Versand kommt, mit den wunderbaren, genial geschnittenen, braunen, echt ledernen Stifeletten (Paar Nummer 8 dann!), dann kauft mir das niemand mehr ab, dass „Frauen und Schuhe“ nichts weiter ist als ein Klischee….. Sch… aber auch! 😦

In diesem Sinne, shoppt fröhlich weiter. Schuhe kann frau nie genug haben. Dass da dann auch jeweils eine passende Handtasche dazu her muss, versteht sich von selbst. Die hab ich jetzt nicht gezählt, allerdings belegt meine Handtaschensammlung eine der insgesamt acht Türen meines Kleiderschranks… nämlich genau die neben der Tür mit den Jeans. Und das sind  14 an der Zahl….. 😉

Verschwenderische Grüße,

Eure Schuhpraline

P.S.: Lieber Shopping-Begleiter: „Hello-Kitty“-Hausschuhe sind keineswegs albern. Wie Du an den heute eingestellten Fotos unschwer erkennen kannst, hält sich mein Wahnsinn diesbezüglich in Grenzen…. 😉 Glaubst nicht? Hier bitte, noch einer: