Ich wär heut gern so müde wie montags…

Wenn ich so aus dem Fenster schaue, dann hab ich irgendwie das Gefühl ich sollte die ChristbaumkugelnOLYMPUS DIGITAL CAMERA aus dem Keller holen und ein paar Plätzchen backen. War vorher auf dem Balkon eine rauchen, arschkalt da draussen und da ja heute Feiertag ist, lag auch rigendwie so eine weihnachtliche Ruhe über allem, besinnliche Stille, kein Auto zu hören (und das will was heißen, ich wohne direkt an einer Bundesstraße…) Im Garten noch alles weiß, wenn auch mit Tendenz zu matschig braun-grün, aber die sehnsüchtig erhofften satten bunten Farben des Frühlings suchte ich da vergeblich… Wenn ich mir jetzt noch einen Zimt-Tee mache, dann fühlt es sich wirklich an wie kurz vor Heilig Abend.

So Feiertage sind ja per se eine feine Sache. Ich mein, man kann super ausschlafen, aber irgendwie ist das wie verhext. An jedem verdammten Arbeitstag klingelt der verfluchte Wecker und du denkst Dir „Boah, Scheiße, bitte, noch zehn Minuten, bitte bitte, ich steh‘ auch gleich auf, ehrlich!“ Und Du drückst die Snooze-Taste und steigst direkt wieder ein in den wunderschönen Traum aus dem Dich das Scheißding grad gerissen hat und kaum bist Du wieder voll drin, da sind die zehn Minuten Schonfrist rum und das Gepiepse geht wieder von vorne los. Dann der ewige Kampf, nochmal zehn Minuten oder stehst Du jetzt auf, und meistens stehst Du auf, weil eigentlich die ersten zehn Minuten schon nicht mehr drin waren im Plan und außerdem brauchst Du noch nen Kaffee, weil ohne Kaffee morgens schaffst Du es nicht mal ins Bad geschweige denn ins Auto und überhaupt, es hilft ja eh nix.

An Feiertagen, respektive Wochenende, Urlaub oder krank wird dieses System förmlich ausgehebelt. Du machst vorm Schlafengehen den Wecker aus, weil er soll ja jaaaaa nicht klingeln wenn Du doch ausschlafen kannst. Aber was passiert? BING! Punkt 6 Uhr schlägst Du OLYMPUS DIGITAL CAMERAdie Äuglein auf und kriegst sie ums Verrecken nicht mehr zu. Warum ist das so? Mir geht das echt immer so. Spätestens um sechs Uhr bin ich fit wie ein Turnschuh, naja, „Turnschuh“ wär gelogen, aber ich bin halt einfach total wach, und kann nicht mehr einschlafen. Glaubt mir ich hab’s probiert. Geht aber nicht. Und dann sitz ich an einem FREIEN Tag MORGENS um ZEHN NACH SECHS in meiner Küche, trink ’nen Kaffee und trauere dem Schlaf hinterher, der mir die ganze Arbeitswoche über so schmerzlich gefehlt hat und den ich heute nicht kriege, obwohl ich könnte…. Das macht mich auf irgendeine Art und Weise auch wütend, so wütend, dass ich um ZWANZIG NACH SECHS an meinem FREIEN Tag anfange Geschirr zu waschen, die Wäsche zu sortieren, Zimmerpflanzen umzutopfen und ja, stellt Euch das vor, Rechnungen zu bezahlen. Danach bin ich natürlich wieder müde, loggisch, wärt Ihr auch nach der Action, und weil es ja ein FREIER Tag ist, und ich als kinderloser Single ja quasi tun und lassen kann was ich will, hau ich mich erstmal wieder auf die Couch und denk mir „So, und jetzt ein Nickerchen!“ Denkste. Mein Körper verarscht mich glaub ich. Wahrscheinlich sitzt in mir drin irgendein fieser Mutantenvirus, der hämisch lachend zwischen Milz und Leber hin und her springt und meinem Hirn den Befehlt gibt, mich erst wieder schlafen zu lassen wenn wieder mal Montag ist. A****lochvirus.

Also mach ich die Glotze an, muss feststellen dass es so ist wie immer an Weihnachten, äh Ostern, eine Million mieser alter Spielfilme, von denen in den Fernsehredaktionen schon das Zelluloid bröckelt und dazwischen Werbung Werbung Werbung. Nein, so hab ich mir meinen FREIEN Tag nicht vorgestellt. Irgendeinen Sinn muss ich diesem Tag noch geben, also Handy her und Rund-Mail an alle anderen Single-Frauen, die sich heute langweilen. Das ist insofern schwierig, da es in meinem fortgeschrittenen Alter nicht mehr allzuviele Single-Frauen gibt. Aber ich hatte Glück und hab eine gefunden, die Lust auf einen Oster-Spaziergang hatte. Wir haben ausgemacht mal zu schauen ob wir in der Stadt vielleicht irgendwo einen Glühwein kriegen, aber komischerweise konnte uns, trotz der eisigen Temperaturen, niemand helfen. Dafür haben die Eisdielen wieder auf, ach die Menschen sind so optimistisch!

In diesem Sinne, im Eiscafé gibt’s immerhin heiße Schokolade. Und wenn ich micht getäuscht habe, schmeckte der Keks dazu ein bißchen nach Zimt.
Frohe Weihnachten Ostern meine Lieben. Ich hoffe Ihr findet ein paar Nesterl im Schnee.

Eure Feiertagspraline

PS: Wenn wir schon bei Weihnachten sind: Ein großes Dankeschön an meine Mum. Sie hat mir heute ein wahnsinniges Geschenk gemacht. Mit Glitzerpapier und Schleifchen hätt’s besser nicht sein können. Vielen vielen lieben Dank. Ich hab Dich lieb. ❤

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Geschenke im Schnee

Grad les ich folgende Meldung:

„Bodenmais – Schnee schaufeln ist keine Arbeit, sondern das reinste Vergnügen. Das jedenfalls vermittelt Bodenmais den Touristen. Warum die Gäste dort (mit Begeisterung!) die Gehwege räumen: „Topfit aus dem Winterurlaub  – der größte Ferienort im Bayerischen Wald sucht aktive und sportliche Frühaufsteher.“ So beschreibt die pfiffige Gemeinde Bodenmais ihren neuen Winterräumdienst. Und so funktioniert’s: Ein Hotelier hat insgesamt 100 Schneeschaufeln gespendet. Jetzt werden täglich 100 Touristen gesucht, die damit die Gehwege von Eis und Schnee befreien. Damit die Gäste das auch tun, wird der Winterräumdienst kurzerhand als Schatzsuche verpackt: Denn irgendwo ist eine „Urlaubs-Bombe“ versteckt, die gefunden werden soll. „Diese neuartige Winter-Schatzsuche versteht sich als Winterspaß für ein tolles Urlaubserlebnis“, sagt Matthias Schweikl, der besagte Hotelier und Schneeschaufel-Stifter.“

Also, jetzt mal ehrlich: will IRGENDJEMAND von Euch im teuer bezahlten Urlaub die Schneeschaufel schwingen? Also, ich ned. Von wegen „Wellnessurlaub in Bodenmais“, ja klar und dann drückt mir der blöde Hotelfutzi in aller Frühe die Schaufel in die Hand. In Bodenmais! Da ist es ja jetzt ned mit fünf Minuten Flockenkehren getan, das ist ja quasi das Winterwonderland, da sind 50 cm mal gar nix! Und was hilfts mir wenn ich dann tatsächlich die Glückliche Gewinnerin der sog. „Urlaubsbombe“ bin? Ich werde zu erschöpft sein, um sie überhaupt zu öffnen… und wenn ich es doch schaffe, dann ist da bestimmt nur ein Ticket für den Bodenmaiser Skibus drin oder sowas (Ihr erinnert Euch an den Bad Birnbacher Badebus?).

Andererseits ist diese Idee mit dem Geschenke im Schnee verstecken natürlich gar ned blöd. Ich würd mich jetzt schon freuen, wenn ich morgens mein Auto abkehre und in den Schneemassen aufm Dach wär ein Geschenk versteckt. Ne Flasche Wodka zum Beispiel, oder irgendwas anderes was die Seele wärmt. Würd doch die eisige Plackerei in der Früh gleich viel mehr Spaß machen. Schnee räumen muss ich ja zum Glück nicht, das macht hier unser Hausmeister. Und so wie der ausschaut, hat er wohl tatsächlich schon etliche Flaschen Wodka im Schnee gefunden…. nix für ungut Herr Hausmeister, Sie machen das super! 🙂

Einmal hab ich sogar wirklich schon Geschenke im Schnee gefunden. Das war zu meinem 18. Geburtstag, damals, lange ist’s her. Da ich da eben gerade den Führerschein bekommen hatte, fiel meinen tollen Freunden natürlich nix Blöderes ein, als eine Auto-Schnitzeljagd mit mir zu machen. Gestartet wurde vorm Haus meiner Eltern und dann gab’s, Achtung: Überraschung! 18 (in Worten: achtzehn!!!) Anlaufstationen, alle verteilt in Stadt und Landkreis Landshut, und bei jeder Station gab es einen Brief mit dem Hinweis auf die jeweils nächste Station.  Nach einer klitzekleinen Panne (ein Kumpel war so schlau und hat einen dieser Hinweisbriefe unter einem parkendem Fahrzeug versteckt, das dann, als ich dort ankam, natürlich nicht mehr da stand. Sein Kommentar:“ Ja woher soll i wissen dass der Depp ausgrechnet jetzt wegfahrt?“), also nach dieser klitzekleinen Panne hatte ich fast 200 Kilometer mit meinem alten und doch heißgeliebten Ford Fiesta Gott hab ihn selig runtergerissen und hatte nun also den Brief mit dem letzten Hinweis in der Hand. Und dreimal dürft Ihr jetzt raten wo mich der hingeführt hat. Richtig. Vors Haus meiner Eltern 😦 Dort, in einem riesengroßen Schneehaufen versteckt, lagen also meine Geburtstagsgeschenke, die ich dann, nach der Mördertour auch noch eigenhändig freischaufeln durfte. Zum Glück sind meine Freunde ziemlich berechenbar und somit wusste ich dass ich nach dem 18. Geschenk aufhören kann zu buddeln. Und immerhin war eines der Geschenke ein Tankgutschein, sodass die 200 km dann wenigstens nicht ganz so umsonst waren…

Trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen, die klassische Variante, ein Geschenk in buntem Papier mit ner Schleife drum rum zu kriegen, ist mir dann doch lieber (*mitklitzekleinemzaunpfahlwinktdennpralinchenhatjabaldwiedergeburtstaggell* 😉

In diesem Sinne, wer gern freiwillig Schnee schaufeln will, darf sich gern bei meinen Eltern melden, die haben genug davon im Garten und auch wenn sie Euch keine Urlaubsbombe verstecken, an Kaffee oder a Bierchen gibts immer.

Schaufelnde Grüße,

Eure Schneepraline

Merry Christmas!

Warum eigentlich „Merry Christmas“? Warum nicht einfach „Frohe Weihnachten“?

Jetzt muss ich mich aber echt beeilen. Es ist der 24.Dezember 2010, es ist schon dunkel draussen, und ich hab Euch noch immer kein Frohes Fest gewünscht.  Aaaaalso:

Ich wünsche Euch Allen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest, ein paar ruhige Tage mit Euren Lieben, eine schöne Zeit und natürlich hab ich auch dem Christkindl Bescheid gesagt, dass es Euch nicht vergessen soll und ein paar schöne Sachen unter Euren Baum legt (wenn Ihr natürlich keinen Baum habt, dann seid Ihr selber Schuld!)!

Es ist nun wieder ein Jahr vorbei und ich weiß gar nicht, wo es hin gekommen ist. Weihnachten kommt irgendwie jedes Jahr wieder so total überraschend 😉 Dabei war es ein richtig wichtiges Jahr, zumindest für das Pralinchen.  Wie Ihr ja gesehen habt (bzw. mangels neuer Geschichten eigentlich NICHT gesehen habt), habe ich mir in diesem Jahr einen kleinen Traum erfüllt und beruflich einen Neuanfang gewagt. Aus der lange herumdümpelnden Fremdsprachenkorrespondentin Schrägstrich Vertriebsassistentin Schrägstrich Kunden-Beschwerdensachbearbeiterin Schrägstrich Sekretärin wurde nun nach langer harter Arbeit, etlichen Depressionsanfällen und viel zu viel Schokolade endlich eine Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen und ich darf nun am Traumarbeitsplatz Flughafen arbeiten.  Dafür möchte ich auch mal (nur ganz kurz, nein, ich will Euch nicht mit langen Reden langweilen) DANKE sagen, zum einen der netten Aushilfsdame vom Arbeitsamt, die mir die Ausbildung bewilligt hat obwohl mein zuständiger Sachbearbeiter das seit Jahren abgelehnt hat. Zum andern den vielen lieben „Spedis“ aus dem KSL-Kurs, ohne die die ganze Sache nur halb so viel Spaß gemacht hätte, dann natürlich meinem Mentor, dem Micha, ohne den ich heute nicht könnte was ich kann, und last but never ever least!!!! meinen sagenhaften Eltern, die ihrer inzwischen fast 33jährigen Tochter wieder (und im übrigen mehr als großzügiges) Taschengeld gegeben haben und ohne die ich die Ausbildung gar nicht hätte machen können! Vielen vielen lieben Dank, Ihr seids einfach die tollsten Eltern der Welt!

So, treue Fans warten jetzt vermutlich noch auf ein paar lustige Anekdoten aus dem Nicht-Arbeitsleben der Praline… ich könnte Euch zum Beispiel erzählen, warum mich der Anblick von Dosenfisch inzwischen total sentimental macht (frohe Weihnachten auch nach Erding), wie es kam, dass meine Freundin Megaperle doch tatsächlich in eine Kirche eingesperrt wurde,  warum ich im nächsten Jahr UNBEDINGT aufs Knödlfest nach Österreich muss, warum ein Laden wie der „Beatschuppen“ einfach unerlässlich ist sobald man die 30 überschritten hat, warum ein so unstylishes Getränk wie der Blutwurz zur Grundausstattung jedes Mädelsabends gehört, warum ich keinen Pyjama besitze und somit nicht auf eine Pyjamaparty gehen kann, wie es kam, dass ich mit einem fremden Mann tatsächlich über die Bedeutung der Intimrasur diskutieren musste, und ja, die Liste der Geschichten ist schier unendlich.

Darum ist mein guter Vorsatz fürs neue Jahr (weil Rauchen aufhören schaff ich ja eh wieder nicht und saufen aufhören, darin seh ich irgendwie keinen Sinn….) meinen einst so heiß geliebten Weblog wieder mit mehr Leben zu füllen und Euch und mir damit wieder ein bißchen Freude zu machen. Es wäre ja schade, wenn all die göttliche Weisheit der Mädels Ü30 so im Verborgenen bliebe, oder?

So, nun muss ich aber. Ich muss noch ein heikles Problem lösen. Morgen ist das alljährliche große Pralinen-Familien-Weihnachtsessen und alle meine Strümpfe haben Laufmaschen. Dabei wollte ich unbedingt meine neuen Stiefel ausführen.  Naja, ich mach mir jetzt erstmal einen guten Wein auf und dann werde ich schon kreativ.

In diesem Sinne, feiert schön, lasst Euch reich beschenken und genießt ein paar ruhige Tage!

Eure Weihnachtspraline

Und kümmert Euch mal wieder um Eure Kinder 😉

 

PS: Warum liegt da eigentlich Stroh?

Die Kullerpraline in der Mongolei

Soooo, jetzt ist Weihnachten auch wieder rum. Pralinchen hat schön mit ihren Liebsten gefeiert und kann, Oma sei Dank, nun sogar selber Spätzle machen. Tja, wer in meiner Familie an Weihnachten was zum Essen will, muss halt auch selber ran, gell!  (Liebe Oma, nein, ich finde nicht, dass mein Schatz mir zum Geburtstag eine Spätzlereibe schenken sollte. Ein Buch, ein Parfum, ein Ferrari, das wären alles tolle Geschenke, aber nein, eine Spätzlereibe definitiv nicht!)

Schön wars, auch wenn so ein besinnlicher Verwandtschaftsmarathon doch ganz schön anstrengend sein kann. Da muss man die ganze Zeit essen und Punsch trinken und essen und Schnaps trinken und essen und Likörchen trinken und essen und und und… zieh ich meine Beine ein, könnt‘ ich eine Kugel sein! Ja, so sieht’s inzwischen aus und wenn die Killer- jetzt nicht zur Kullerpraline mutieren will, dann ist ab morgen Schluss mit lustig. Naja, also hmpf… sagen wir ab übermorgen, für morgen ist ein lecker Chili con Carne aufgesetzt und Chips und jede Menge Alkohol eingekauft…. also übermorgen, aber dann ganz sicher. Versprochen. (Reste-Essen ist aber noch erlaubt, ok?) (Und Reste-Trinken!) (Und ein paar Weihnachtsplätzchen sind auch noch da, das fällt noch unter Reste, ok?….)

Eigentlich wollt‘ ich Euch aber ja gar nix von meinem temporären bis permanenten Gewichtsproblem erzählen. Schadet aber sicher nix, somit könnt‘ Ihr nämlich ab morgen übermorgen alle immer mal wieder nachfragen wie der Stand der Dinge oder die Zahl auf der Waage ist und mich motivieren die Kasteierei durchzuziehen. Und mich nötigenfalls auch gern verarschen, wenn sich nix tut. Wobei, das sag ich Euch dann natürlich nicht und dann müsst Ihr mich erstmal persönlich treffen und das wird nicht passieren, weil ich nämlich schon nimmer durch die Tür passe und somit nicht mehr raus kann und… und… und… ja. Genau. Also, motiviert mich doch bitte einfach.

Eigentlich wollt‘ ich Euch ganz was anderes erzählen. Hab nämlich ein wirklich irres Weihnachtsgeschenk bekommen, von meinem Schatz, der nicht nur um mich, sondern auch um meine (Aus-)Bildung besorgt ist und der mir doch tatsächlich einen “ Professor Globus“ unter den Weihnachtsbaum gelegt hat. Kennt Ihr nicht? Ist eine super Sache, ein mehr oder weniger handelsüblicher Globus, der aber mit einem elektronischen Spiel gekoppelt ist. Man muss mit einem angeschlossenen Stift sämtliche Länder, Staaten, Städte, et cetera pp auf der Erde finden und das innerhalb weniger Sekunden.  Da gerätst Du plötzlich in den totalen Super-Stress, nur weil Du (mal wieder…) nicht weißt, wo Dschibuti ist oder die Mongolei (mal wieder…) irgendwo bei Grönland vermutet hast! Ein Heidenspaß,ich schwör! Ach was, Doppel-Schwör! Auf der Verpackung steht „8-12 Jahre“, aber ich glaube damit ist keine Altersempfehlung gemeint, sondern die Zeit, die es braucht, bis man den vermaledeiten Globus aus dem Effeff beherrscht. Sogar meine geografisch äußerst bewanderte bessere Hälfte hat so seine Schwierigkeiten, allerdings ist er im Schnitt immer noch besser dabei als ich, die angehende Speditionskauffrau… naja, bis zur Abschlussprüfung hab ich ja noch ein paar Monate, und wenn mir der Herr Professor jetzt nicht mehr helfen kann, dann weiß ich auch nicht. Dann schul ich nochmal um. Auf Ampelwascherin oder Brezensalzerin…

In diesem Sinne, Dschibuti ist in Afrika. Die Mongolei in Asien. Und da bleiben die beiden hoffentlich auch, bis ich Professor Globus mal besiegt hab…

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches gesundes und für Euch hoffentlich diätfreies neues Jahr. Wenn ich die nächsten Wochen zickig bin, dann wißt Ihr ja warum 😉

Dicken Knutscher an alle.

Klugscheißen zum Jahresende

Ja ja, ich weiß, Ihr habt lange nix mehr von mir gehört…. Und jaaaaa, ich bin eine treulose Tomatenpraline…. Jaaa, Ihr habt ja alle so Recht. Aber trotz all meinem vorweihnachtlichen Stress (frohlocken, Glühwein saufen, Plätzchen im Ofen verbrennen lassen und dann natürlich jede Nacht zwölf Stunden ausruhen) möchte ich Euch nicht ohne ein paar klug(scheißerisch)e Worte ins neue Jahr entlassen. Jeder noch so unwichtige C-, D-, und F-Promi macht heuer wieder so einen ach so individuellen Jahresrückblick, also warum soll das Pralinchen nicht auch ein paar Weisheiten unters Volk bringen? Also, here we go!

„Ohne Fleiß kein Preis“

Pralinchen drückt seit April wieder die Schulbank. Mit inzwischen 31 und bald 32 Jahren und nach bereits eineinhalb abgeschlossenen Berufsausbildungen kriegt sie nun die Chance, endlich aus dem legalisierten Sklavenhandel alias Zeitarbeit auszusteigen und was „Gscheids“ zu lernen. Pralinchen wird Speditionskauffrau, und ganz ehrlich Leute, ich hab’s mir leichter vorgestellt. Ich dachte mir, so ein bisschen Transportwesen kann ja ned so schwer sein, aber da wusste ich noch nicht, dass ich auch wissen muss wo der sch…verf… Drecks… Rhein-Herne-Nordostsee-Elbe-Seiten-Donau-Kanal is, wie man am günstigsten aus Nigeria importierte Analog-Weißwürste nach Ulan-Bator verschifft und warum zigtausende elektronische Mauterfassungsdingsdinger gebaut werden, die man aber aufgrund des Datenschutzes nie alle in Betrieb nehmen darf („Der BND hat bei geheimen Telefonabhörungen herausgefunden, dass sich 80% der Bundesbürger mehr Privatsphäre wünschen….“). Aber gut, da muss ich jetzt durch. Und solange man Bananen noch nicht per E-Mail verschicken kann, scheint das ja auch eine recht sichere Sache zu sein.

„Probieren geht über Studieren“

…dachte sich mein Herzallerliebster und trat wagemutig den Versuch an, mit der Praline zusammenzuziehen. Jaaa, mein Freund is’ total mutig, cool, oder? 😉 Der ursprünglich vereinbarte „Probemonat“ ist nun längst vorbei, das ist also schon mal kein schlechtes Zeichen… auch wenn die Rückzugsmöglichkeit in seine Wohnung immer mal wieder äußerst attraktiv zu sein scheint (angeblich schnarche ich…. Angeblich so laut wie 10 Stihl-Kettensägen….. ich glaubs ja nicht, ich hab mich nämlich noch nie schnarchen gehört 😉 Aber aufs Schnarchen hab ich keinen Einfluss… ok gut, ich könnte aufhören zu rauchen und vielleicht ein paar Kilos abspecken, aber das gehört dann in die Kategorie „Gute Vorsätze fürs neue Jahr“ und da ist ja noch paar Tage hin… Immerhin bemühe ich mich redlich, immer alle Schubladen zu zumachen (ätzende Angewohnheit die sich im Laufe meiner Singlezeit eingeschlichen hat) und meinen Schatz somit glücklich zu machen. Ich kann meckermäßig immer sehr schlecht kontern, weil er sowohl die Zahnpastatube zumacht wie auch das Klopapier nachfüllt…. Pah , aber warte, irgendeine miese Angewohnheit find’ ich schon noch! 😉

„Lichtfahrer sind sichtbarer“

Ach ja… über meine alte Schrottschüssel von Auto gibt’s ja mittlerweile auch schon einige Geschichten. Und ich möchte’ Euch damit ja auch nicht langweilen. Aber langsam werde ich paranoid mit dem Ding…. Ich glaube inzwischen ganz ernsthaft, dass die gesamte KFZ-Industrie von der Mafia unterwandert ist. Da bringst vertrauensvoll Dein Auto zu Wintercheck und TÜV, nimmst einschließlich Ölwechsel und Mini-Reparatur ne Rechnung über 200 Flocken mit und zwei Tage später geht Dein Abblendlicht nicht mehr. Aha… ja, komischerweise ist da der Lichtschalter defekt… kost’ 40 Euro, macht ja nix, passiert schon mal. Wieder kriegst ne Rechnung, wieder wartest zwei Tage, plötzlich setzt der linke Blinker aus. Defekte Glühlampe, ja mei, ist halt ein altes Auto, gell…. Macht nix, weiterfahren, zwei Tage warten und schwuppdiwupp, der rechte Scheinwerfer fällt aus….. jaja, altes Auto, ich weiß… vielleicht ist es ja bei meiner Werkstatt nicht die Mafia, sondern die Illuminaten, so viele Lichtdefekte wie ich hier serviert krieg…. Wer auch immer dahintersteckt, die Sache hat System glaub’ ich. Werd’ nachher mal googeln ob es eine Selbsthilfegruppe für „verfolgungswahngeschädigte Werkstattkunden“ gibt….

Es war natürlich noch sehr viel mehr los im vergangenen Jahr, aber erfahrungsgemäß lässt beim Leser nach sieben Minuten die Aufmerksamkeit nach…. Da halt ich es lieber mit einem Spruch der genialen Monika Gruber: „Privat red’ i ja ned so viel!“ 😉

In diesem Sinne,

ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und (falls wir uns nicht mehr hören, sehen, lesen) einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt’s brav, g’sund und macht’s nix, was ich ned auch machen würde! Dicken Knutscher an alle!

P.S.: Lieber Sir U-Lot, besoffen Auto fahren ist überhaupt nicht cool.

P.P.S.: Lieber Locke, hör auf dauernd „ficken“ zusagen. „Scheiße“ oder so was tut’s auch.

P.P.P.S.: Lieber Mr. Hut-Gesicht! Gute Entscheidung, sieht echt klasse aus!

P.P.P.P.S.: Und jetzt noch ein Liedchen um „Schlaflos in Kumhausen“ ein wenig aufzumuntern… Ich liebe Dich.

 

Winterschlaf mit Colt Seavers

Blankes Entsetzen, als ich eben folgende Nachricht meiner lieben Freundin Romy las:

„Heute am 14.10.2009 um 8.49 bei Antenne Bayern hörte ich viel zu früh:

„Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away….“

Ich seh scho, irgendwann spielen die des bescheuerte Lied schon im Sommer

Vor genau einer Woche hatte es noch 27 Grad und bin im Biergarten gesessen…. Also ab in den Winterschlaf, wer macht mit?? Aufwecken erlaubt ab 01.03.2010 „

Gott sei Dank bin ich davon noch verschont geblieben. Aber um 8:49 Uhr konnte ich auch keine Musik hören, ich war nämlich ganz brav in der Schule (im Kindergarten triffts eher, aber das ist eine andere Geschichte 😦 )

Hab aber weihnachtsboykottsmäßig schon abgeloost und heute die ersten Domino-Steine vernascht. Tja, ist halt so, im Kindergarten sind die Kinder mit den Süßigkeiten immer schon die beliebtesten gewesen. Da kann ich mit meinen geschnippelten Möhren (in Bayern übrigens: „Geibe Ruam“!) nicht punkten. (Die hab‘ ich übrigens auch brav wieder mit heim gebracht. Gut, dass meine Mama keine „Hast-Dein-Pausebrot-aufgegessen-Kontrolle“ mehr machen kann. Sie würde mich töten.

Nachdem ich aber dann am Nachmittag bereits im Schneegestöber nach Hause gefahren bin, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis George „The Scheißhaufen“ Michael auch mir wieder die Ohren vollsäuselt. Und das Gesabbel brennt sich einem ja ins Trommelfell, da is‘ jeder Tinnitus eine Wohltat dagegen. Ich versteh‘ gar nicht warum die immer noch dem Bin Laden nachjagen. Die sollten lieber mal bei Antenne Bayern Terror-Leiki abholen oder wer immer diesen Anschlag auf die Ohren der lieben Romy verübt hat.

Dabei hab ich mich gestern noch gefreut, als die bei Antenne ihren „80er-Tag“ hatten und ich nach vielen vielen Jahren mal wieder das Colt-Seavers-Lied gehört hab… hach, war das schön! Aber nee, jetzt ausg’schissen. Wer im Oktober schon „Last Christmas“ spielt, der frisst auch kleine Kinder.

In diesem Sinne, gute Nacht, ich geh mit Romy schlafen. Weckt uns bitteschön am 01. März auf. Ich hätt‘ dann gern nen Café Latte und zwei weichgekochte Eier, falls sich das jemand merken kann. Danke.

P.S.: Für alle Nostalgiker noch ein Betthupferl:

 

Happy New Year!

40 Fieber. Weihnachten verpasst. Feiertage wegen Krankheit verplempert. Einzigster kulinarischer Genuß Capval Hustentropfen. Angst am ersten Tag im neuen Job mit ner Krankmeldung auflaufen zu müssen. Chili für Silvesterparty vorbereiten und das ohne Geschmackssinn.

In diesem Sinne, verzeiht mir meine momentane Schreibabstinenz. The person you’ve called is temporarily not guad beinander.

Trotzdem wünsch‘ ich Euch allen einen guten Rutsch und ein gutes, gesundes, erfolgreiches neues Jahr 2009!

Bis bald, in alter Form und Frische!

Eure Grippepraline

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